Dresden in alten Ansichten

Dresden in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Rudolf Förster
Gemeente
:   Dresden
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1846-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dresden in alten Ansichten'

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Dresden - Schlabstrafte

19. Die alte Schloßstraße, von der leider kein einziges Gebäude den Zweiten Weltkrieg überstanden hat, verband den Schloßplatz mit dem Altmarkt. Da sie schon seit dem 16. Jahrhundert dem Bereich des Residenzschlosses eingegliedert war, zeichnete sie sich durch repräsentative Bauwerke aus. Vermutlich hat Pöppelmann hier gewohnt. Mit dem 'Hotel de Pologne' und 'Stadt Gotha' wies sie zwei der vornehmsten Gasthöfe Dresdens auf. Im Hause Schloßstraße 10 gab die Kunsthandlung und Galerie Arnold jungen Dresdner Künstlern großzügige Unterstützung, unter ihnen dem heute noch hochgeschätzten Maler der sächsischen Landschaft und ihres Volkslebens, Ludwig Richter. Nach 1933 mußte die Galerie unter dem faschistischen Vorwurf der Förderung 'entarteter Kunst' geschlossen werden.

Ziresoen - filrmarkr

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20. Der Marktplatz, den Dresden wie jede mittelalterliche Stadt aufwies, diente neben dem Handel in der Residenzstadt sehr häufig auch den sächsischen Fürsten als Platz für höfische Umzüge, Jagden und andere Lustbarkeiten, bis sie sich mit dem Zwinger einen eigenen Festplatz bauen ließen. Vor allem geschmackvolle Restaurants, Kaffeehäuser und repräsentative Geschäfte prägten den Charakter des Dresdner Altmarktes bis zum Zweiten Weltkrieg. Ein reges Marktieben mit seinen charakteristischen Verkaufsbuden gehörte traditionsgemäß zu diesem Platz.

21. Das Marktleben auf dem Altmarkt nahm zeitweise den gesamten Platz in Anspruch. Am Anfang unseres Jahrhunderts durften die drei jährlichen Märkte im März, Juni-und Oktober, die von Sonntag bis Dienstag währten, und der traditionelle Weihnachtsmarkt vom 17. bis 24. Dezember allerdings nur noch auf dem Neumarkt und dem Neustädter Markt stattfinden, der Altmarkt, der Postplatz und die Gegend um das Rathaus mußten freigehalten werden. Hinter der protzigen 'Siegessäule' zur Erinnerung an den Krieg gegen Frankreich 1870/71, die 1946 beseitigt wurde, erhebt sich der schöne Turm der Kreuzkirche, Dresdens ältestem Kirchenbau, der nach der Zerstörung 1945 wiederaufgebaut wurde und dem berühmten Dresdner Kreuzchor als Auftrittsstätte dient.

Dresden - panorama

22. Der Bliek vom Rathaus macht besonders deutlich, wie der mächtige Bau der Frauenkirche das Bild Dresdens bestimrnt hatte. Das protestantische Dresdner Bürgertum und sein Ratszimmermeister George Bähr scheinen mit diesem seinem großartigsten Werk eine Antwort auf den Übertritt August des Starken zum Katholizismus - der polnischen Königskrone wegen - gegeben zu haben. Die Zerstörung dieses Wahrzeichens durch die Bombenangriffe vom 13. Februar 1945 ist wohl der schwerste Verlust für das Stadtbild Dresdens,

23. Das unvergeßliche Bild der Frauenkirche, wie es dem Gläubigen oder dem Verehrer der Baukunst George Bährs vor Augen stand. Die mächtige Kuppel brachte das erstarkende Selbstbewußtsein des protestantischen Bürgertums zum Ausdruck; gegenüber der oft verspielten Zwecklosigkeit der künstlerischen Ausgestaltung feudaler Bauwerke wirkte die Frauenkirche schön und zweckmäßig. Eme Silbermann-Orgel mit 44 Registern und 2 667 Pfeifen erhöhte noch ihren Reiz. Diese Kirche war der Stolz der Bürger Dresdens und ihre Ruine wirkt gerade darum als Mahnerin gegen Krieg und Zerstörung besonders ernst und nachdrücklich.

Dresden.

DIe Kre~zs::l~ie.

24. Der im Februar 1945 zerstörte neugotische Bau der Kreuzschule erinnert an die große Tradition der Cruzianer, die so viel zur Musikkultur Dresdens beigetragen haben. Die Schule bei der Kirche 'Zurn heiligen Kreuz", der vormaligen Nikolaikirche, ist schon seit dem Jahre 1300 nachweisbar und bereits damals hatten die Scholaren sowohl Chorgesang als auch profane Musik zu bringen, Vor und nach der Jahrhundertwende bemühten sich die Kreuzkantoren Oskar Wermann und OHo Richter um den künstlerischen Aufstieg des Knabenchores. Der Dresdner Kreuzchor fûhrte diese Tradition vor allem unter seinem Kantor Rudolf Mauersberger bis in unsere Zeit und schenkte Dresden und der Musikwelt immer wieder bedeutende Sänger.

25. Das schöne Bauwerk entstand an der Stelle des abgerissenen alten Pulverturmes und wurde in der Form, an die sich alte Dresdner noch erinnern, erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch einen der Söhne August des Starken mit seiner wohl berühmtesten Mätresse Gräfin Cosel, den Grafen Friedrich August Cosel, erworben und ausgebaut, Nur die Torhäuser konnten nach 1945 wieder aufgebaut werden. Die recht oft vertretene Ansicht, August der Starke habe dieses Palais für seine Mätresse selbst erbauen lassen, ist also irrig.

II~It,i!)re~l:l1m" 1905-1906

26. Das alte Landhaus war ursprünglich das erste große Verwaltungsgebäude in Dresden und diente als Sitz der sächsischen Landstände und der Steuerverwaltung. Der Architekt Friedrich August Krubsacius hatte von 1770 bis 1776 mit der Fassade dieses Gebäudes das erste bedeutende Bauwerk des Klassizismus in der Stadt geschaffen. Das noch im Stil des Rokoko gestaltete Treppenhaus kann zurecht als eine der schönsten Anlagen dieser Art angesehen werden. Nach der Zerstörung im Februar 1945 nunmehr mit der ehemaligen Hofseite als Hauptfront wieder aufgebaut, finden wir jetzt hier das Museum für Geschichte der Stadt Dresden.

27. Die Dresdner Kunstakademie mag zur Zeit ihrer Errichtung 1887-1893 wohl als Bauwerk nicht so ganz vorbehaltlos akzeptiert worden sein, fügte sie sich doch nur widerstrebend in den feingliedrigen Stil der Bauten am linken Ufer der Elbe ein. Für viele Dresdner ruft sie jedoch Erinnerungen wach an die Stadt der Maler und Bildhauer, die Dresden seit der Gründung der 'Malerakademie' zu August des Starken Zeiten ist. Namen wie Johannes Schilling, Robert Sterl, Gotthardt Kuehl, Georg Wrba, Robert Diez, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Oskar Kokoschka oder Karl Albiker kennzeichnen ihren hohen Ruf in den unserer Erinnerung gewidmeten Jahrzehnten.

'1Jresoen - 'JJas neue Stänàehaus

28. Das neue Haus für die sächsischen Landstände war erst kurz nach der Jahrhundertwende an der Stelle des alten Palais Brühl nach Plänen von Paul Wallot, der auch das Reichstagsgebäude in Berlin schuf', errichtet worden. Im Winter 1907 tagte der Landtag das erste Mal inseinem neuen Hause, die I. Kammer in einern dunkelrot, die II. Kammer in einem gelb ausgestalteten Sitzungssaale. Das Dach ist im Februar 1945 den Kriegszerstörungen zum Opfer gefallen, und auch die prächtige Innenausstattung rnit Skulpturen und Wandgemälden ist in ihrer ursprünglichen Form nicht erhalten geblieben.

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