Dresden in alten Ansichten

Dresden in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Rudolf Förster
Gemeente
:   Dresden
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1846-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dresden in alten Ansichten'

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39. Seit ihrer Entstehung ist die Stadt Dresden mit der alten Brücke über den Elbstrom untrennbar verbunden. 1222 war eine Holzbrücke über 25 steinernen Pfeilern fertiggestellt worden, 1731 wurde sie von Daniel Pöppelmann im Auftrage August des Starken umgestaltet, So wie sie auf diesem Bilde von der Altstadt zur Neustadt hinüberführt, überstand sie als Augustusbrücke bis zum Umbau ab 1907 manches Hochwasser und sogar Sprengungen während kriegerischer Ereignisse. 1881 fuhr die erste Pferdebahn und ab 1897, wie hier zu sehen, schon die elektrische Straßenbahn über die Brücke. Bei ihrem Bau als bedeutendste Brücke Europas gewürdigt, war sie 170 Jahre später weder dem zunehmenden Straßenverkehr gewachsen noch gab sie den größer werdenden Elbschiffen genügend Raum zur Durchfahrt.

Dresden - Neustädter Marlet

40. Die alte Dresdner Elbbrücke wurde nach der Neustädter Seite hin durch das Blockhaus in der Art eines Brückenkopfes abgeschlossen. Nach Entwürfen Zacharias Longuelunes erbaut, sollte es ursprünglich durch das Reiterstandbild August des Starken gekrönt werden, das dann aber doch - und wohl zum Vorteil von Denkmal und Stadtbild - auf den Platz davor gestellt wurde. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts an diente das Blockhaus als die 'Neustädter Wache' und als militärisches Verwaltungsgebäude. Die Wachaufzüge auf dem Platz hinter dem Gitterzaun waren damals ein gem besichtigtes Ereignis.

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41. Auf dem Neustädter Markt hat August lIL. das Reiterstandbild August des Starken aufstellen lassen. Bis heute ist der 'Goldene Reiter' eines der Symbole Dresdens. Das Neustädter Rathaus, dessen Bau 1750 wesentlich von Johann Christian Knöffel beeinflußt worden war, brannte 1945 völlig ab, sein historischer Ratskeller wurde beim Neuaufbau der heutigen Straße der Befreiung im Jahre 1979 zu einem intimen Restaurant, dem 'Meißner Weinkeller' umgestaltet. Im Haus der Familie Kügelgen ist ein kleines. zierliches Museum zur frühen Romantik in Dresden zu besichtigen. Ein Stadtführer von 1927 mahnt: Es soll vorkommen, daß der Fremde Dresden besucht, ohne die Neustadt eingehend zu würdigen, Das ist nicht nur ein Fehler, sondem ein Verlust. Dies sei den Heutigen wiederum gesagt.

42. Der damals nach Kaiser Wilhelm benannte heutige Karl-Marx-Platz wurde vor allem durch das Japanische Palais, rechts im Bild, bestimmt, Ursprünglich als 'Holländisches Palais' begonnen, erwarb es August der Starke 1717 und die bedeutenden Architekten und Baumeister Matthaeus Daniel Pöppelrnann, Zacharias Longuelunes, Jean de Bodt und wahrscheinlich auch Joharm Christian Knöffel haben Anteil an diesem später als Bibliotheks- und Museumsgebäude dienenden Palast, dem die originelle Dachform und die - allerdings nicht verwirklichte - Absicht König Augusts, das Innere ganz mit Porzellan auszugestalten, seinen Namen gegeben. Von den alten Bauten auf diesem Bild hat nur das Haus ganz links den Krieg überdauert.

Dresden-Ileuskuit

Rundblidf pon der Dreikönigskirche

43. Der Bliek vom Turm der Dreikönigskirche aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts gibt so recht die Atmosphäre des alten Dresden wieder. Über die gedrangten Hinterhöfe der Inneren Neustadt geht er über die Hauptstraße zum Neustädter Markt, am Blockhaus vorbei über die Augustusbrücke und verweilt auf der einmalig schönen Silhouette des altstädtischen Elbufers. Die Verbindung einer typisch deutschen Stadt mit der hohen Baukunst hervorragender Architekten aus ganz Europa, das ergab wohl einen der besonderen Reize von 'Elbflorenz', wie ihn schon unsere Großeltern mögen empfunden haben.

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44. Ein so niedriger Wasserstand wie hier im August 1904 war für die Elbe tatsächlich sehr ungewöhnlich. Vom 2. August bis zum 2. Oktober dieses Jahres mußte die Schiffahrt völlig eingestellt werden, da der Strom zu einem Rinnsal mit einer Tiefe von nicht einmal einen halben Meter geworden war. Die Dresdner nutzten dafür die Gelegenheit zu einem Spaziergang auf dem Grunde der EIbe. Noch 1890 hatte dagegen ein großes Hochwasser 55 Straßen und Plätze der Stadt überschwemmt; auch 1900 und 1909 trat die Elbe weit über die Ufer.

45. Wohl aus der Zeit der Befestigung der Elbbrücke nach Hochwasserschäden im 16. Jahrhundert stammte die ursprüngliche Figur des 'Brückenrnännchens', das nach der Überlieferung den Erbauer der ersten Brücke darstellen soll, einen Matz Fotze, der sich nach der damaligen Sitte latinisiert Matthaeus Fotius nannte. Als der napoleonische General Davoust am 13. März 1813 vor den anrückenden Russen die Brücke sprengen ließ, wurde die alte Figur zerstört, doch bald darauf schmückte ein neues Sandsteinrelief nach einern Stich von Kühn die Augustusbrücke.

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46. Die alte Elbbrücke vor dem Schloß hatte in der Zeit des Wachsens Dresdens zu einer modernen Großstadt durch neue Brücken zwischen Alt- und Neustadt Entlastung erhalten: 1852 die Marienbrücke, 1875 die Albertbrücke, 1895 die Carolabrücke und schließlich 1901 die Eisenbahnbrücke. Und dennoch machten der altersbedingte Verfall und der zunehmende Verkehr zwischen der Alt- und der Neustadt die Verbreiterung der alten Elbbrücke erforderlich. Im März 1907 wurde mit ihrem Abbruch begonnen und für die Bauzeit eine Interimsbrücke errichtet, die den Straßenbahn-, Wagen- und Fußgängerverkehr aufnahm. Sie bestand ihre Bewährungsprobe, als sie sogar dem starken Eisgang während des großen Hochwassers im Februar 1909 erfolgreich standhielt.

47. Die neue Brücke wurde nach Plänen von Professor Wilhelm Kreis aus neun Stahlbeton-Gewölben mit lichten Weiten zwischen 17,6 und 39,3 Meter über eine Gesamtlänge von 355 Metern errichtet. Mit großem Respekt hat Kreis die von Pöppelmann geschaffenen alten Formen der Brückenarchitektur wieder aufgenommen und damit die Harmonie und Schönheit der ältesten Brücke Dresdens erhalten. Am 30. August 1910 wurde sie unter dem neuen Namen König-Friedrich-August-Brücke feierlich eingeweiht, und kurz vor 12 Uhr fuhr schon die erste Straßenbahn vom Schloßpark zum Neustädter Markt.

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48. Der Neubau der Augustusbrücke forderte den Abbruch des alten 'Helbig'schen Etablissement', das 'Italienische Dörfchen' genannt, das uns hier seine weniger repräsentative Seite zeigt. Die Elbseite dagegen war durch große überdachte Terrassen geschmückt, und das ganze 'Etablissement' konnte bis zu 4 000 Gäste aufnehmen! Ein Reiseführer von 1892 empfiehlt Helbigs Restauration, ein von den Fremden gem besuchtes Restaurant, am Theaterplatz gelegen, mit Aussicht auf die EIbe und beide Brûcken. Im Sommer hiibsche Plätze am Wasser. Mäßige Preise. Abends Konzerte.

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