Dresden in alten Ansichten

Dresden in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Rudolf Förster
Gemeente
:   Dresden
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1846-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dresden in alten Ansichten'

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Dresden-Hltstadt

Das neue Holtenisdie Dorjdien

49. Nach dem Neubau präsentierte sich das 'Italienische Dörfchen' seit 1913 dem Betrachter in einen der Architektur des Theaterplatzes angepaßten Stil. Hans Erlwein hat dieses geschmackvolle Restaurant geschaffen, seinen Ruf als besonders volkstümliche Gaststätte konnte es jedoch nicht wieder erringen; es mag auch kaum danach gestrebt, sondern mehr Wert auf Exklusivität gelegt haben. 1945 zerstört, wurde es anläßlich des 750jährigen Jubiläums Dresdens wieder aufgebaut; die Straßenbahn am Elbufer wird man allerdings heute vergeblich suchen.

50. Auf der Brühlschen Terrasse, dem weltbekannten 'Balkon Europas', stand von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg das von Hofbaumeister von Wolframsdorf errichtete Belvedere. Vordem, seit 1589, hatte hier auf der Jungfernbastei ein von Juan Maria Nosseni erbautes kurfürstliches Lusthaus gestanden, bis 1747 ein Blitz in das darunter befindliche Pulvermagazin einschlug und das ganze Schloß mit Teilen der Bastei in die Luft sprengte. Das neue schloßartige Gebäude war, obgleich zum Besitze des Königs gehörig, als öffentliches Restaurant verpachtet. Von hier aus bot sich ein herrlicher Bliek auf die Hänge am Elbufer nach Südosten zu. Ein Konzertund ein Festsaal machten das Belvedere zu einem beliebten Treffpunkt der Dresdner und ihrer Gäste.

51. Das 'Palasthotel Weber' am Postplatz, in unmittelbarer Nachbarschaft des Zwingers gelegen, ein gediegcnes Bauwerk des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert, soll an die vielen repräsentativen Hotels erinnern, die Dresden zu einer ausgesprochen fremdenfreundlichen Stadt machten. Hier abzusteigen war allerdings für damalige Verhältnisse nicht billig - das Bett im 'Weber' kostete etwa drei Mark, ebensoviel die als vorzüglich gepriesene 'Table d'hote' - und dem länger weilenden Besucher wurden deshalb die preiswerten Pensionen besouders empfohlen. Die meisten von ihnen sind den Bomben des 13. Februar 1945 zum Opfer gefallen; ihre Gastfreundlichkeit jedoch hat die Stadt in die neue Zeit übernommen, bei den Preisen war das leider nicht möglich.

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aus dem Rats =Weinkeller Dresden

52. Um die Jahrhundertwende vermerkt ein Stadtführer: wetnstuben und Restaurationen sind zahlreich vorhanden. Was letztere anbelangt, so haben in neuerer Zeit, nach dem Vorgange anderer Städte, die Bierpaläste mit stilvoller Einrichtung, Bilderschmuck etc. auch hier Eingang gefunden und nicht wenige Neubauten der inneren Altstadt bergen solche Restaurationen, in denen meistens Münchner und Pilsener Bier verschänkt wird. Eines der repräsentativsten dieser neuen Lokale war der zwischen 1904 und 1910 entstandene Ratskeller und das Neue Rathaus mit der Trinkstube der Stadtverordneten.

"Mosel· Terrasse" Dresden-A .? Pirnaiscber Platz

53. Die Kaffeehäuser, Terrassenrestaurants und Trinkstuben reienten von der renomierten Konditorei Kreutzkamm, königlicher Hoflieferant am Altmarkt, bis zu den zahlreichen kleinen 'Caféhäusern nach Wiener Art' und originell eingerichteten Weinstuben, wie sie unser Bild von den 'Mosel-Terrassen' am Pirnaischen Platz zeigt. Auf diese Weise trug das gastfreundliche Dresden vor allem im 20. Jahrhundert dem schnell anwachsenden Fremdenverkehr Rechnung. Bei den Dresdnern selbst waren große 'sächsisch-gemütliche' Gaststätten wie die 'Bärenschänke' in der Webergasse besonders beliebt.

54. Von der Ostra-Allee gelangte man über die kurze Trabantengasse in das 'Trianon', das über einen der größten Säle Dresdens verfügte. Hier traf sich die arbeitende Bevölkerung nicht nur zum Tanzvergnügen, hier wurde der 1. Mai gefeiert, und hier fand 1903 der Dresdner Parteitag der Deutschen Sozialdemokratie mit August Bebel statt. Vor dem Ersten Weltkrieg konnte man im "Irianon' die Aufführungen des Volkswohl-Theaters sehen, daszu erschwinglichen Preisen gute Volksstücke, Schauspiele und sogar Operngastspiele bot. 1 400 Zuschauer fanden im Trianon-Saal Platz.

55. Auf dem zur Pirnaischen Vorstadt hin gelegenen Teil des Großen Gartens, der durch die letzte Belagerung Dresdens im Kriege von 1864 verwüstet worden war, ließ der Rat durch das städtische Hochbauamt 1896 einen prächtigen Ausstellungspalast errichten, um den ein großes Freige1ände entstand. Konzerte und Vergnügungen im Palaste und große Bälle im Winter fanden, begünstigt durch die ideale Lage zwischen Stadtzentrum und Großem Garten, regen Zuspruch. Leider ist dieses für die Entwicklung Dresdens als internationale Kongreßstadt so bedeutsame Gebäude beim Luftangriff im Februar 1945 völlig zerstört worden.

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56. Die Anlagen um den Ausstellungspalast wurden für große Ausstellungsvorhaben immer wieder umgestaltet, so daß auf dem Freigelände reizvolle Pseudo-Landschaften aufgebaut werden konnten. Die Deutsche Bauausstellung 1900 zeigte Nachahmungen von altgermanischen, rörnischen und sogar fernöstlichen Ansiedlungen, wobei allerdings mehr Phantasie als Originalität am Werke war. Im Jahre 1911 erlebte Dresden mit der Deutschen Hygiene-Ausstellung ein Ereignis von großer wissenschaftlichen Bedeutung und gesellschaftlichem Glanz. Spater fanden die traditionellen Gartenbauausstellungen und in den zwanziger Jahren die internationalen Industrieausstellungen 'Jahresschau deutscher Arbeit' hier einen idealen Platz.

57. Der Große Garten war - und ist heute wieder - eines der schönsten Erholungsgebiete Dresdens und zudem eigentlich 'mirten in der Stadt' gelegen. Unser Bild zeigt so recht die stilvolle Atrnosphäre des Parkes und die schöne Harmonie, mit der das 'Palais im Großen Garten' in die Landschaftsgestaltung einbezogen worden war. Bis zu seiner Zerstörung im Februar 1945, als selbst der stille Garten zum Bombenziel wurde, beherbergte das 1680 nach Planen von Joharm Georg Starcke als erstes Zeugnis der Dresdner Barocks erbaute Schloß die Sammlungen des 'Sächsischen Alterthumsvereins' und bis zur Übersiedlung in den Jägerhof auch die Ausstellung des Vereins für Sächsische Volkskunde.

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58. Aus einer Kiesgrube im südlichen Teil des Großen Gartens war 1882 ein Teich entstanden, der anderthalb Jahrzehnte später zum Carola-See erweitert wurde. Bald wurde hier an der Stelle einer früheren kleinen Schankwirtschaft ein geschmackvolles Restaurant, das 'Carola-Schlößchen' erbaut, die Rechte zur Nutzung des Sees als Gondelteich wurden in Pacht gegeben und damit ein neues beliebtes Ziel für die Fami1îenausflüge der Dresdner geschaffen, das die traditionsreichen Gaststätten im Großen Garten ergänzte. Natürlich wurde der Carola-See zur Winterszeit zu einem Paradies der SchlittschuhLäufer!

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