Düsseldorf in alten Ansichten Band 1

Düsseldorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Hans Stöcker
Gemeente
:   Düsseldorf
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2665-6
Pagina's
:   136
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Düsseldorf in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Düsseldorf ist keine Ansichtskartenstadt wie Heidelberg ader Nürnberg, wie Rothenburg ader Miltenberg. Die Ansichtskarte allein kann nicht das vielfältige Leben einer Gemeinschaft widerspiegeln, die um 1900 den engen Rahmen einer Mittelstadt sprengte und sich zu einem Mode-, Wirtschafts-, Messe- und Handelszentrum, bewußt am Rhein gelegen (aber, nicht minder begründet, auch an der Königsallee) entwickelte.

Ansichtskartensammler, einst belächelt, heute um ihre Schätze beneidet, haben sehr bald ihren Gesichtskreis und das Spektrum ihrer Sammlungen erweitert und neben der Ansichtskarte auch die Ansicht gesammelt.

Düsseldorfer Maler hatten sich zu Meistern der kleinen Form entwickelt. Auch die vergilbten Zeitschriften erwiesen sich als wahre Fundgruben für Stadtansichten. Denn Düsseldorf war und ist Verlagsort für illustrierte Heimatblätter und politisch-satirische Zeitschriften von Rang.

In den Ansichten und Ansichtskarten lebt jede Stadt ihr eigenes Leben, wenn auch Darstellung und Form aus den verschiedensten Städten vielfach übereinstirnmen.

'Düsseldorf... so wie es war .. .', der hübsche Einfall des Malerpoeten Rudi vom Endt (Droste-Verlag), ist heute auf zahlreiche Städte vom Rhein bis zur Oder übertragen worden. Grundlegend auch der Maler und Sammler Carl Lauterbach, der in seinem Postkartenbuch ... 'mit besten Grüssen' die Bildpostkarte diesseits und jenseits der Grenzen gedeutet hat. Im 'hohlen Pathos oder skurrilen Kitsch, in echtem Gefühloder billigem Sentiments'.

Der Bildband 'in alten Ansichten', also Ansichtskarten, Bilder, Zeichnungen und Zeitungsausschnitte, konnte nicht lange auf sich warten lassen. Der Verlag Europäische Bibliothek, Zaltbommel in den Niederlanden legte 1975 den ersten deutschen Band 'in alten Ansichten' vor. Ein Querformatband in Postkartengröße reihte sich an den anderen. In den Niederlanden sind über 1 000 Bände, in Belgien mehr als 350 Bände, in Deutschland 250 Bände und in Frankreich 125 Bände erschienen. Düsseldorf durfte in diesem breit gefächerten Kaleidoskop nicht fehlen.

Sie halten den Düsseldorf-Band in Ihren Händen. Wir laden Sie herzlich ein, uns durch fünfzig Jahre Stadtgeschichte von 1880 bis 1930 zu begleiten, um Ihre alte (und neue) Heimat kennen zu lemen.

Das Titelbild auf dem Einband unterstreicht die Ansicht fast aller Einheimischer: Düsseldorf liegt am Rhein. Zumindest seit der Verleihung des Fähramtes im Jahre 1263. Seit dem 14. August 1288 galt der Vers:

Graf A dolf, der ist sehr zu.loben, Hat Düsseldorf zur Stadt erhoben.

Das Titelbild bietet eine Gesamtschau. Der Rhein dient der Wirtschaft und dem Handel, er lädt zu Sommerfahrten und Spaziergängen, zu 'Kaffeeklatsch' und Müßiggang ein.

Der alte Dreiklang ist leicht zu vernehmen: Der schiefe Turm von St. Lambertus, der alte Schloßturm und das Düsselschlößchen singen ihn mit leiser Melodie. Die Düssel mündet - unsichtbar in ein Steinrohr gezwängt - in den Rhein.

Der Aufdruck auf der Titelseite in französischer Sprache bekundet: Düsseldorf ist nach dem Westen ausgerichtet.

'Düsseldorf in alten Ansichten' hat zum ersten Male die umfassende Sammlung des Heimatforschers Herbert Schrnitz-Porten ausschöpfen könne, neben

den Beständen des Malers Carl Lauterbach wohl die größte private Sammlung Düsseldorfer Dokumente. Unser Dank gilt dem Stadtarchiv, dem Stadtmuseum und vielen privaten Sammlern, die nicht genannt sein wollen.

Düsseldorf, 14. August 1979 am Tage der Stadterhebung

Hans Stöcker

Quellen:

Felgentreff, Ruth: Aus der Geschichte der Nervenklinik. Kaiserswerther Mitteilungen 1977 XI/7. Ferber, Heinrich: Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. Düsseldorf, 1899.

Neidhöfer, Karl H.: Düsseldorfer Straßennamen und ihre Geschichte. Düsseldorf, 1979.

Weidenhaupt, Hugo: Kleine Geschichte der Stadt Düsseldorf. 7. Auflage, 1979.

'Das Tor'. Heimatzeitschrift der Düsseldorfer Jonges. Jahresbände seit 1932.

1.+91. - Le Pont de LJUSSELDORF.

1. Eine Aufnahme vom linken Rheinufer aus. Im Hintergrund die beiden Siegessäulen vor dem Kunstpalast der Ausstellung 1902. Typisch für die Kunst der Brückenbauer um 1900: Die Aufbauten der Strompfeiler zeigen das Pathos dieser Zeit. Sie sind, jede für sich, eine kleine Burg, in der der Brückenwärter mit seiner Familie wohnen konnte.

Dûseeidorf.

~heinuferbahn.

2. Das Rheinufer vor der Altstadt war das ganze Jahr hindurch ein riesiges Warenlager. Schiffe, Schlepper und die Wagen der Rheinuferbahn sorgten für ständigen Umschlag. Die vielen Krane haben die Lastenträger, die 'Rhingkadetten', abgelöst. Die Verlagerung in die Hafenbecken südlich der Haroldstraße ist erst eine Errungenschaft unserer Tage.

Düsseldorf

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Rheind&m pIe-. Abfahrtsstelle

3. Düsseldorf liegt vor allem im Sommer auch am Rhein. Große Dampfer brachten bei strahlendem Sonnenschein die Fahrgäste meist an den Niederrhein. Herren alle in dunklen Anzügen und zugeknöpft bis oben hin. Die Damen vielfach in hellen Kleidern und mit breitrandigen Hüten.

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4. Die drei Nahziele der Dampferfahrten: Kaiserswerth-Wittlaer-Uerdingen auf einer Karte aus dem Jahre 1903. Der Dampfer vor Kaiserswerth ist 'eingeblendet'. Ein paar Meter weiter und er wäre in dem seichten Wasser vor der Rheinfähre auf Grund gelaufen. Wittlaer - die Freiland-Akademie der Düsseldorfer Maler. Uerdingen, das letzte Ziel, eine Siedlung vor 1000, mit dem Fischer Petrus als Patron. Jedweder am Rhein lebte vom Fischfang. Eine Gemeindeordnung aus dem Jahre 1820 verbot der Hausfrau, dem Gesinde mehr als viermal in der Woche Salm aufzutischen.

5. Eine Idylle um die Jahrhundertwende. 'Op de angere Sitt', auf der Oberkasseier Seite. Der Bergische Löwe des Brückenpfeilers trutzt nach Süden. Rasenbleiche auf den Rheinwiesen. Endlich eine Ruhepause für die fleißigen Waschweiber. Und der Rhein war noch so rein, daß sein Naß, die Gießkanne verrät es, in Verbindung mit der Sonne zum Bleichen genutzt werden konnte.

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6. Das echte, unverfälschte Düsseldorf: Lambertusturm und Radschläger vor der Krämerstraße. Wann und warum die Düsseldorfer Jugend zum ersten Male Rad geschlagen hat, diese Frage verblaßt vor dem Einfallsreichtum der kleinen Artisten. Einem 'Knickschürger' (Geizkragen), der sich auf sein großes Geld berief, antwortete der Dreikäsehoch: 'Här, ech kann wässele.' (Ich kann wechseln.)

j)üsse/dorf.

gurgplatz mit Schlossiurm,

7. Fast das gleiche Bild, ein paar Grade nach Westen verschoben. Eine andere Welt. Der Burgplatz mit dem Markt, Schloßturm und Düsselschlößchen. Auf der linken Seite die Reste des 1872 abgebrannten Schlosses, das die Kunstakademie aufgenommen hatte. Eine bescheidene Straßenbahn und ein paar Fuhrwerke - der ganze Altstadtverkehr.

NIEDERRHEINISCHE BACKSTEINhlÄUSER. Rheinan.icht der Krämer.trasse.

ALT DÜSSELDORF.

8. Nein, schön ist sie nun wirklich nicht, die Rheinfront der rückwärtigen Krämerstraße. Die Kapelle des Karmelitessenklosters (Theresienhospital) und ein Stück des Lambertusturmes werden in die äußerste Ecke gedrückt. Sicherlich kein Wort des Protestes, als mit der Höherlegung der Rheinwerft diese Bauten niedergelegt wurden, und die Altstadt sich mit dem Burgplatz zum Rhein hin öffnete.

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