Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3085-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1'

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9. Viele 'Hüttenheimer Jungens' zogen am 1. August 1914 in den Ersten Weltkrieg. 125 von ihnen karnen nicht mehr zurück, Damals war es noch der 'Krieg 1914/15', als Musketier Fritz Grenz (Bildmitte), der spätere Hüttenheimer Zahnarzt, im November 1915 diese Feldpostkarte in die Heimat schickte. Neben ihm sehen wir noch einige andere Hüttenheimer Rekruten, wie Willy Ottersbach (ganz links), Ernil Geserick, Alfred ('Acki') Thome sowie Karl ('der Schwatte') Janowski (ganz rechts). Wohl kaum einer von ihnen wird wohl geahnt haben, daß es noch drei weitere Jahre dauern würde, bis sie wieder zu Hause sein würden.

10. Ein beliebtes Ausflugsziel der alten Hüttenheimer war früher das schöne Niederrheindorf Ehingen, und hier insbesondere die gernütlichen Gartenwirtschaften. So sehen wir hier zunächst die alte Schenkwirtschaft 'Zurn Vater Rhein' von Peter Becker. Hier im Saal kam man am Wochenende zum 'Schwofen' zusammen, oder saß draußen gernütlich im Garten. Nebenbei betrieb Peter Becker auch noch eine Bäckerei, Wir sehen ihn hier im Jahr 1915 mit seiner Familie und einigen Soldaten des '0. Flakzug 76', der zur Sicherung der Mannesmannröhren-Werke in Mündelheim stationiert war. Ebenfalls im Saal fanden früher auch die Arbeitervereins- und Schulfeste statt.

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Gartenwirtschaft zur guten Quelle, Ehingen

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11. Ebenfalls in Ehingen lag damals idyllisch am Rhein die Gartenwirtschaft 'Zur Guten Quelle', die im Volksmund jedoch nur 'Iffkes Mamm' oder 'Gertges Mamm" genannt wurde. Hier saßen die alten Hüttenheimer und Ehinger oft auf den Gartenterrassen, sahen auf den Rhein hinab, der noch sauberes Wasser führte, und auf dem mächtige Raddampfer mit ihren Schleppzügen für prächtigen Wellengang sorgten. Bei einem kühlen Bier konnte man noch schmackhafte Rheinfische speisen, und 'Graf Spees Brieftauben', stolze Reiher, die im seichten Wasser standen, bewundern. Diese horsteten im 'Dicken Busch' bei Schloß Heltorf, und flogen morgens und abends in Scharen über Hüttenheim hinweg.

12. In den Anfängen des Werkes 'Schulz-Knaudt' fand man im Werksgelände auch noch diese ländliche Idylle. Wir sehen hier auf dieser Aufnahme von 1910 den alten 'Hof Medefurth', der sich direkt hinter dem neu erbauten Verwaltungsgebäude befand. Der in seiner Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreichende Hof, sowie die mit ihm verbundene Mühle, wurden seit 1434 fast immer zusammen mit dem 'Schloß Angerort' genannt. Die Mühle war zwar eine 'landesherrliche Mühle', jedoch ohne 'Mahlzwang' für die Bauern der Umgebung. Nachdem der Hof mehrfach seinen Besitzer gewechselt hatte, erwarb ihn zuletzt die Firma Schulz-Knaudt von Graf Spee zu Heltorf. Lange Jahre diente er noch als Wohngebäude, bevor er schließlich abgebrochen wurde,

t<estaurant zum stern Inhaber Jakob Kleinbongarf

Huttenheim Bez. Düsseidor iI'lündelheimerstr. <l0 Fernspr. 188

Amt Großenbaurn

13. Das 'Restaurant Zum Stern' von Jakob Kleinbongartz an der alten Huckingerstraße/Ecke Rosenbergstraße im Jahr 1920. Vielen Hüttenheimern ist auch diese Gastwirtschaft, die im Jahr 1912 erbaut worden war, heute noch in lieber und guter Erinnerung. Sie diente insbesondere den zahlreichen Hüttenheimer Vereinen als Starnrn- und Vereinslokal. Nachdem Stefan Hickmann die Gaststätte 1928 von Herrn Kleinbongartz übernommen hatte, wurde sie im Zuge der Mannesmann Werkserweiterung 1962 abgebrochen. Der letzte Pächter war Alfons Nückel. Zur damaligen Zeit, als diese Aufnahme entstand konnte man noch in Verlängerung der Rosenbergstraße zwischen wogenden Feldern zum Schwimmen an den Rhein gelangen.

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14. In gemütlicher Runde sitzen hier in der Sommersonne des Jahres 1924 einige alte Hüttenheimer vor der 1914 erbauten Gaststätte 'Zum Deutschen Eek' von Fritz Lösken. Vor ihm führten bereits die Herren Artling und Knopp das vom Speeschen Oberförster Hegener erbaute Lokal. Neben Fritz Lösken, den wir in der Bildmitte sehen, sitzen noch Albert Vahle aus Hüttenheim (links) und Richard Bölke. Hinten links steht noch Wirtstochter Hanny Lösken und rechts Frau Johanna Lösken, die erste Schützenkönigin von Hüttenheim. Zur damaligen Zeit war der Bliek von hier aus noch frei über Wiesen und Felder bis 'Kappes-Serm'.

15. Durch die Wirren des Ersten Weltkrieges nahm die Zahl der Arbeiterinnen auf dem Werk ständig zu, Darum beschloß man im Dezember 1916 in Hüttenheim einen 'Kriegskinderhort' einzurichten. Dieser befand sich damals im Haus Gartenstraße 2, und wurde von rund 200 Kindern besucht. Mitgründer waren der 'Vaterländische Frauenverein des Landkreises', die Mannesmannröhren-Werke sowie die Gemeinde Mündelheim. Die ersten Leiterinnen waren Lina Walczewski, Fräulein Boy, Fräulein Dolle und Fräulein Wemer. Die Milch für die Kinder, die sich hier zu einem Gruppenbild im Innenhof des Hortes aufgestellt haben, gab es damals noch von 'Werkskühen'. Wieviele derer, die wir hier sehen, sind heute nicht selbst schon wieder Großmütter oder Großväter?

16. Hier sehen wir die erste Klasse der katholischen Schule in Ehingen 1919 vor dem Schuleingang. Links sehen wir den damaligen Hauptlehrer Eich mit Kneifer und 'Vatermörder'. Er war seit dem Jahr 1917 Nachfolger von Hauptlehrer Karlshaus. Lange Jahre leitete er den 'Katholischen Schulverein' Hüttenheim, und bereitete die Jungen und Mädchen gewissenhaft auf ihren künftigen Lebensweg vor. Und wenn auch manchmal der Rohrstock durch die Stille des Klassenraumes sauste, so war er doch ein gutmütiger Lehrer, der auch mal 'fünf gerade sein ließ'. Nach ihm führte Rektor Erlinghagen und nach diesem Rektor Brors die Schule.

17. Hier sehen wir die beiden alten Ehinger Schulen am 'Steinacker'. Links im Bild ist die evangelische Schule, und rechts die im Zweiten Weltkrieg durch eine Luftmine zerstörte katholische Schule zu erkennen. In den ersten Jahren ihres Bestehens fanden hier auf den SchuIfluren noch die Gottesdienste beider Gemeinden statt. Zunächst mußten die Hüttenheimer Kinder den Schulweg über die 'gefährliche', alte Landstraße nehmen. Erst später wurde für sie ein Trampelpfad zwischen den Feldern zu einem sicheren Schulweg ausgebaut, Am rechten Bildrand ist neben dem Wohnhaus von Hauptlehrer Eich noch der alte 'Kohlenkipper' von Mannesmann zu erkennen.

18. Es war wohl eine Sensation, wenn früher das erste Auto das es in Hüttenheim gab durch die Siedlung fuhr. Werksdirektor 'Hermann Rinne', und spater auch 'Direktor Gille' wurden in diesem Vehikel damals von Chauffeur Friedrich Plehn gefahren. Dieser wohnte damals noch im Werksgelände in dem alten Müllershaus der Angerorter Mühle, das wir im Hintergrund sehen. Somit war Friedrich Plehn für seine Dienstherren Tag und Nacht erreichbar, Ein besonders gutes Fahrgeftihl hatte man bei den 'Vollgurnmireifen' damals wohl nicht gehabt. Und dennoch war dieses qualmende und knatternde Gefährt damals, insbesondere für die ältere Generation, ein Wunderwerk der Technik.

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