Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3085-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1'

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19. Diese Aufnahme aus dem Jahr 1925 zeigt das alte 'Friseurgeschäft Fastenrath' an der Ecke Mittelstraße (heute 'Hasendong') und Rosenbergstraße. Davor sehen wir neben dem Inhaber Paul Fastenrath (rechts) und den Hausbewohnern auch 'Anstreichermeister Heinrich Siering' und 'Lebensmittelhändler Franz Wolter'. Hier wurden jedoch nicht nur Haare geschnitten oder Bärte gestutzt, sondern die Wohnung der Familie Fastenrath diente im Jahr 1920 auch dem 'Turn- und Rasensportverein (kurz TURA) Hüttenheim' als Gründungslokal. Und im Jahr 1945 fand hier wegen des heftigen Artilleriefeuers sogar der Gottesdienst der katholischen Gemeinde statt.

20. Berelts in den ersten Tagen seines Bestehens ließen sich die Spieler der 'Ersten Mannschaft' von 'TURA Hüttenheim' (später 'V.f.L.-Hüttenheim') irn Fotoatelier Michel ablichten. So sehen wir hier in der hinteren Reihe folgende 'Männer der ersten Stunde': Benedix, Roman Gryglewicz, Ernst Laurien, Joharm Baumheier, 'Männe' Hollstein, Karl Janowski, Fritz Hickmann und Otto Dziggel, Davor kniend: Ernst Thurau, Hans Dübbert, Heiligers, Georg Schermockschnack, Erich Laurien, Walter Jansen und Heini Böhncke, Und ganz vorne sehen wir neben Torwart Willi Schmitz noch Karl Gilbert (links).

21. Im Jahr 1919 war der 'Evangelische Kirchenchor' der Gemeinde Hüttenheim gegründet worden. Hier sehen wir die Sänger und Sängerinnen im Jahr 1921 im Garten des Rektorwohnhauses der evangelischen Schule. Vorne sehen wir in der Bildmitte den damaligen Chor!eiter 'Lehrer Kar! Reehenbach', der auch gleichzeitig Organist der Gemeinde war. Ebenfalls erkennen wir noch Hauptlehrer Mannherz, den 'alten Herrn Krämer' (mit weißem Bart), Lehrer Bongartz, Herrn Fiedler und Frau Neithard (rechts) oder Frau Domnick (links). Die 'Stimmgewaltigkeit' der Herren muß damals wohl erheblich gewesen sein, denn neben den 39 Damen waren sie mit 12 Vertretern doch in der Minderzahl. Auch heute noch ist der Chor ein wesentlicher Bestandteil im Gemeindeleben in Hüttenheim.

22. Zu Beginn der zwanziger Jahre bildeten sich auch in Hüttenheim die unterschiedlichsten politischen Gruppierungen. Damals wurde insbesondere der Hof im 'Ersten Block' als Versammlungsort benutzt, Hierbei boten sich die Balkone förmlich zu 'Rednertribünen' an. Durch die Inflation war es dem Werk Mannesmann im Jahr 1923 nicht mehr möglich, die Arbeitslöhne zu zahlen. Daraufhin bildete sich im August des Jahres in der Siedlung Hüttenheim eine 'Proletarische Hundertschaft', die nun mit Nachdruck versuchte, die Geldauszahlung zu erwirken. Um den Hunger ihrer Familien zu stillen, gingen die Hüttenheimer damals auch nach Serrn, um 'Kappes zu klauen', wobei der Arbeiter Max Wutke erschossen wurde. Hier sehen wir seinen Trauerzug am 'Sittardsberg'.

23. Etwas Einmaliges für Hüttenheim war und ist, daß die Siedlung eine eigene 'Reparaturwerkstatt', den 'Bauhof", hat. Diese befand sich bis zum Bau des zweiten Siedlungsteiles im Hüttenheimer Turm an der Rosenbergstraße. Erst Anfang der zwanziger Jahre erhielt diese ein eigenes Gebäude, das am 20. Dezember 1942 durch Bombeneinwirkung zerstört wurde, Hier sehen wir die Handwerker und 'Siedlungsverwalter und Bezirksvorsteher' Bernhard Glunz (hinten am Fenster mit Hut) vor der Werkstatt. Zu sehen sind von links: Herr Pusch, Herr Kreifelts, Kar! Coutelle, Gustav Bahr, Fritz Geserick, Heinrich Siering, Gustav Backhaus, Fritz Schlabach und Herr Wilms, sowie vorne Herr Göddereis und Felix Linnebach (rechts).

24. Wie es um die 'Nachbarschaftshilfe' in Hüttenheim bestellt war, gibt diese Aufnahme recht deutlich wieder. Wir sehen hier den Hüttenheimer Konrad Renker in der Bastelecke seiner Wohnung an der Gartenstraße (heute 'Am Himgesberg'), wo er für seine Nachbarn und Arbeitskollegen kostenlos deren Radioapparate reparierte. Mit fachkundlichem Rat standen ihm damals Heinrich Theobald (links) und Anton Vollmer (Bildmitte) zur Verfügung, Und so ging es in Hüttenheim tagein, tagaus, Jeder half dem Anderen, wenn dieser irgendwie ein Problem hatte. Denn in der alten Arbeitersiedlung gab es praktisch für alles einen Fachmann, sei es für ein verstopftes Wasserrohr oder eine defekte Stromleitung.

Beiträge zum Kirchenbau crbeten an F'larr- Rektor Hubert Scholl

in Huckingen am Rhein.

F'oslscheckkonto' (.94434. Amt K61n.

25. Nachdem im Jahr 1915 das 'Katholische Pfarrektorat Hüttenheim' errichtet worden war, wollte man dem leidigen Kirchenproblem ein Ende bereiten, und den Hüttenheimer Katholiken eine eigene Kirche bauen. Um die Finanzierung des Kirchenbaues zu ermöglichen wurden damals auch diese 'Baustein-Postkarten' verkauft, Der im Entwurf von Architekt Willy Pauen aus Kaiserwerth links an die Kirche anschließende Trakt mit Schwesternhaus und Rektorwohnung ist jedoch nie gebaut worden. Dennoch konnte am 21. Juli 1921 die feierliche Grundsteinlegung erfolgen. So erhielten die Hüttenheimer ein sehr schönes Gotteshaus, das selbst den Krieg nur mit geringen Schäden überdauert hatte, und leider 1959/60 im Zuge der Werkserweiterung abgebrochen wurde.

26. In jedem Jahr fand auch immer die 'Fronleichnam Prozession' des 'Pfarrbezirks Ehingen-Hüttenheim' statt. Damals stand ein Altar immer hier auf dem großen Platz vor der Turmuhr, wo wir die Gemeindeglieder hier beim Gebet sehen. Blumenteppiche, Girlanden und Fähnchen schmückten die Straßen Hüttenheims, durch die der Zug der Gemeinde ging. Drei weitere Altare befanden sich noch am Haus von Dr. Neyen an der Huckingerstraße, an der katholischen Schule sowie am Ehinger Denkmal. Später wurde der Altar dann im Hüttenheimer Park an der Ungelsheimerstraße aufgebaut.

27. Nach der Arbeit Müh' und Plage ging es für viele Hüttenheimer noch 'auf en Schöpken' in ihr Stammlokal. Hier blieken wir einmal in die Schankstube der Wirtschaft 'Dickmann', in der auch kurz vor Weihnachten 1923 reger Betrieb herrschte, wie man unschwer erkennen kann, Hinter dem Tresen sehen wir den Wirt 'Heinrich Dickmann', der 1912 von Essen mitgekommen war, und seinen Sohn Heinz. Vorne rechts am Tisch erkennen wir mit Zigarre August Dübbert, der wie Heinrich Dickmann der 'Freiwilligen Feuerwehr' in Hüttenheim angehörte, und der hier seinen Durst 'löschte', Am Nebentisch sitzen einige Herren des Kegelklubs 'Unter Uns', Zur musikalischen Unterhaltung trug früher auch oft Walter Kannapinn auf seiner Geige bei.

28. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der zweite Bauabschnitt der Siedlung in Angriff genommen. Ab dem Jahr 1921 entstand im Landhausstil die Einfamilienhaussiedlung zwischen den Straßen: An der Steinkaul, Huckingerstraße und der verlegten Ungelsheimerstraße. In der Mitte der Siedlung gab es eine Querverbindung, die 'Wohnstraße' (heute 'Im Stuppert'). Jedes Häuschen hatte seinen eigenen Garten, in dem die Bewohner Obst und Gemüse anpflanzen konnten, sowie einen Stall, wo diese Kaninchen oder Brieftauben. oder oftmals auch eine Ziege oder ein Schwein hielten. Hier sehen wir das Ende der Ungelsheimerstraße zum späteren 'Vogelpark' hin, und davor Familie Spoddig.

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