Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3085-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1'

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29. Eine Aufnahme, die wohl Seltenheitswert besitzt, ist hier zu sehen. Am 28. März 1923 haben sich hier die katholischen Vereine Hüttenheims vor der neu erbauten Kirche, die unter das Patrozinium 'St. Mariä Himmelfahrt' gestellt wurde, und am gleichen Tag von Dechant Zitzen aus Kaiserswerth feierlich benediziert und ihrer Bestimmung übergeben worden war, zu einem Gruppenfoto aufgestellt. In der vordersten Reihe (Bildmitte) sehen wir 'Pfarrektor Hubert Scholl', der bereits seit 1916 als Seelsorger in Hüttenheim tätig war, und dessen Entschlossenheit viel zum Bau der Kirche beigetragen hat. Dieser Kirchbau war insbesondere dadurch notwendig geworden, da durch den Zuzug von mehr als achtzig Familien aus Elsaß-Lothringen die Zahl der Gemeindeglieder gestiegen war.

30. Neben dem Werk der Firma Mannesmann gab es auch noch einige Privatunternehmer in Hüttenheim. So sehen wir hier in die Fertigungshalle der 'Terazzo- und Steinwarenfabrik Gebrüder Dorgathen', die sich zwischen Huckingerstraße und Lindenstraße erstreckte. Hier sehen wir die hydraulische Herstellung von Terazzo-, Granit- und Basaltinplatten. In einem anderen Betriebsbereich wurden Grabsteine und Gruftanlagen hergestellt. In den dreißiger Jahren war hier eine Kraftfahrzeughalle eingerichtet, und nach dem Krieg befand sich hier die 'Schreinerei Blörner'.

31. Dieses Bild zeigt die 'Gesangsabteilung des Dramatischen Vereins Thalia' aus Hüttenheim nach ihrem Waldfest 1923 im 'Ehinger Büschken'. Hieraus entwickelte sich später der Hüttenheimer Theaterverein 'Gut Spiel'. Wir sehen hier viele alte Hüttenheimer, die damals die tragenden Kräfte des Vereins waren, wie beispielsweise Gustav Kummer, Mathias Schneider, Heinrich Ambaum, Hans und Ludwig Glöckner, Wilhelmine Jung, Christine van der Beek, Josef Federspiel, Herrn und Frau Garlip, Herrn und Frau Simon, Frau Kummer, Frau Rummel, Frau Werner sowie die Herren Zepf, Maurer, Schönborn, Theis, Butz, Luxar, Eiden und Engels. Somit wurde selbst in einer Arbeitersiedlung 'Kultur' groß geschrieben.

32. 'Hinaus in die Ferne .. .' hieß es im Sommer des Jahres 1923 für die Hüttenheimer Geschäftsleute und Honoratioren. Mit dem geschmückten Lastkraftwagen von Willy Wolff aus der Beamtenkolonie, der vielen Hüttenheimern noch aus den dreißiger Jahren bekannt sein dürfte, ging es damals nach 'Assmanshausen' an den Oberrhein. Hier sehen wir die Hüttenheimer bei einem 'Motorschaden', oder besser gesagt, bei dem Versuch, diesen zu beheben, in Königswinter. Von links sehen wir Getränkehändler Theodor 'Döres' Hartmann, auf dem Esel Metzgermeister Wilhelm Strengbier, Friseur Paul Fastenrath, Emil Grimm aus der Beamtenkolonie, Schutzmann Erkelenz, Wirt Fritz Lösken und Franz Wolter.

33. Als im Jahr 1924 der Rhein über seine Ufer trat, bot sich dem Betrachter am Ende der Rosenbergstraße dieses Bild. Kurz vor der Kolonie hatten die Fluten Halt gemacht, und dennoch stand das Wasser sogar an der Mittelstraße einen Meter hoch in den Kellern. Am 'Großen Graben' karn es damals zu 'Kahnpartien', da hier die Arbeiter aus Huckingen und Großenbaum zum Werk übergesetzt wurden. Damals freuten sich bereits die Kinder der katholischen Schule in Ehingen, daß Lehrer Brors aus Serm nicht zum Unterricht kommen würde, und wunderten sich nicht schlecht, als dieser dennoch mit einern Nachen übersetzte. Dies war das letzte Hochwasser mit solchen Ausmaßen für Hüttenheim, denn bereits ein Jahr später begann man damit, den Rhein einzudeichen.

34. In Zusammenhang mit der Rheineindeichung wurde damals auch der 'alte Angerbach' vom 'Heidberg' aus zwischen der 'Sandmühle' und dem 'Großen Graben' urngeleitet und begradigt. Hier waren damals hauptsächlich Notstandsarbeiter beschäftigt. Da noch alles gemächlich mit der Hand ging, waren hier zu dieser Zeit teilweise zwischen 450 und 500 Arbeiter beschäftigt, unter ihnen auch zahlreiche Hüttenheimer, Das hier am Angerbach ausgehobene Erdreich wurde damals mit solchen 'Lorenbahnen', wie wir sie hier sehen, bis an das Rheinufer gebracht, wo es als Vormaterial für den Deichbau verwendet wurde. Durch diese Umleitung trocknete der alte Angerbach im Lauf der Jahre langsam aus, jedoch ist eine 'Renaturierung' geplant. Anfang 1927 waren die Arbeiten beendet.

35. Zu einem 'Karnevals-Fußballspiel' hatten sich im Jahr 1925 die 'alten Herren' des TURA-Hüttenheim auf dem alten Fußballplatz hinter der Wirtschaft 'Zum Deutschen Eck' zusammengefunden. 'Ganz in Weiß' stellte sich der 'Fußballklub Bombe' dem Fotografen in Position. Wir sehen hier von links die Herren: Franz Wolter, Jakob ('Köbes') BIomenkamp, Emil Grimm, Stefan Hickmann, Jakob Kleinbongartz, Wilhelm Strengbier, Döres Hartmann, Fritz Lösken, Emil Tappert, Richard Bölke und Paul Fastenrath. Im Hintergrund ist noch die Beamtenkolonie zu erkennen. Demzufolge steht heute auf dem Gelände im Vordergrund die Siedlung zwischen 'Medefurthstraße' und 'Grenzweg'.

36. Vielen Hüttenheimern ist wohl noch die 'Metzgerei Strengbier' in Erinnerung, die wir hier auf einer Aufnahme von 1925 sehen. Sie war im Jahr 1914 von Wilhelm Streng bier eröffnet worden, der früher sein Geschäft am 'Hochfeld Bahnhof' hatte. Rechts ging es durch einen Seiteneingang in die Wurstküche. Im Eingang sehen wir die damalige 'Belegschaft'. Von links sind zu erkennen: Maria Stuhler, Lisbeth Tappert, Wilhelm und Heinrich Strengbier sowie Geselle Emil Grimm. Auch 'Theodor Jakobs' war seit 1923 als Geselle bei Strengbier, bevor er Mitte der dreißiger Jahre seine eigene Metzgerei an der Lindenstraße eröffnete. Alte Hüttenheimer erinnern sich, daß Heinrich Strengbier, wenn der 'Pferdemetzger' in Hüttenheim war, er diesen mit großem Geschrei davonjagte.

37. Bei den alljährlich stattfindenden 'Bannerwettkämpfen der Volksschulen' der Bürgermeisterei Angermund war die katholische Schule Ehingen im Jahr 1924 erfolgreich, und errang den ersten Platz. Hier sehen wir die stolzen Sieger mit Lehrer Jansen (rechts im Bild) und dem Banner vor dem Eingang ihrer Schule. Aber auch bei den 'Reichsjugendwettkämpfen' oder den 'Vaterländischen Festspielen' waren die Hüttenheimer Schüler beider Konfessionen erfolgreich. Ein Höhepunkt dieser Veranstaltungen war es immer, wenn etwa tausend Knaben unter der Führung von Herrn Lehrer Lenz, dem Mitbegründer des TURA-Hüttenheirn, einmarschierten.

38. Wie in jedem Jahr, so fand auch 1929 die 'Schlußübung der Freiwilligen Feuerwehr' statt. Nachdem die Wehrleute ihr Können am Steigerturm an der Gartenstraße bewiesen hatten, fand im Lokal des ersten Brandmeisters Heinrich Dickmann eine kleine Familienfeier statt. Dabei wurde im Garten der Wirtschaft auch ein 'Preisschießen' veranstaltet, das wir hier auf dieser Aufnahme sehen. Im Anschluß an den kleinen Saal (rechts im Bild) wurden später die 'Hüttenheimer Lichtspiele' angebaut. Viele bekannte Gesichter sind hier zu sehen. Links im Bild erkennen wir den damaligen 'Abteilungsführer August Dübbert', Verwalter Bernhard Glunz und 'Polizei-Assistent Siesenop'. Am Gewehr versucht Hermann Geserick sein Glück.

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