Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3085-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1'

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39. 'Wo die Linie 8 fuhr einst nach Hüttenheim, ach wie war es damals dort so hübsch und fein .. .', sangen die im Zweiten Weltkrieg in Hüttenheim einquartierten 'Magdeburger Soldaten'. Und eben dort, wo die 'Achterbahn' seit 1927 endete, stand das 'Restaurant Hüttenheim', das Johann-Heinrich Dickmann 1913 von Wilhelm Holbeek übernommen hatte, und lange Jahre führte. Im Saal fanden damals viele unvergessene Vereinsfeste statt. Später ging es an Hans ('Äschken') Gräf über, der bis zum Abriß im Jahr 1962 hier am Zapfhahn stand. Helene Fastenrath dichtete einmal, in Erinnerung an dieses Stück Alt-Hüttenheim: Bei Dickmann in vergruigter Runde, da saßen wir so manche Stunde. - Ach konnt' es

doch wie [rüher sein, gern' kehrten wir hier wieder ein! lesl. Hütlenbeim, Bes. J. H. Dickmann. Hütleobeim Bez. Düsseldorf. Tel. 44 Amt 6ro8enbaurr

40. Hier befinden wir uns 'An der Steinkaul' im Jahr 1925 vor der alten 'Medizinal Drogerie von Paul und Dagobert Mack', Im Eingang sehen wir Paul Mack, einen der Besitzer. Bereits im Jahr 1912 war diese Drogerie gegründet worden. Bevor in Hüttenheim Ende der zwanziger Jahre eine eigene Apotheke im 'Deutschen Eek' eingerichtet wurde, nahm die Drogerie Mack die Rezepte an, die von Paul Mack dann zur Apotheke nach Buchholz gebracht wurden. Wenn man diese morgens abgab, erhielt man abends die Medikamente. 1928 zog die Drogerie Mack dann in den Neubau an der Lindenstraße (heute 'An der Batterie') um. Früher wurde hier für zwei Mark noch der Schnaps in 'Schöpkes' (kleine Flaschen) abgefüllt,

41. Auf diesem Bild von 1928 sehen wir das alte 'Lebensmittelgeschäft Zur Markt Halle' an der Rosenbergstraße. Im Jahr 1918 hatte Stefan Hickmann hier eine Wohnung im Erdgeschoß zu einem Verkaufsladen umgebaut. Im gleichen Jahr als diese Aufnahme entstand, übernahm er jedoch die Gaststätte 'Zum Stern' und 'Otto Radtke' dieses Geschäft. Hier sehen wir die damalige 'Verkaufsmannschaft', die sich zum Erinnerungsfoto aufgestellt hat. Zu sehen sind: Erna Lohe, Jakubine Hickmann, Frau Mohr und Franziska Botschik (von links). Bemerkenswert sind vielleicht noch die damaligen Preise auf der Tafel (rechts). Nur damals verdiente der Durchschnittsarbeiter in der Woche 45 Mark, von dem in Hüttenheim gleich die Wohnungsmiete von 20 Mark einbehalten wurde.

42. Im 'Arbeiterstadtteil Hüttenheim' bildeten sich bereits kurz nach dem Siedlungsbau die ersten Arbeitervereine. Unser Bild zeigt den im Jahr 1913 gegründeten 'Katholischen-Arbeiter-Verein-Hüttenheim, Pfarre Mündelheim' bei seiner Fahnenweihe 1927. Diese 'Standesvereinigung' stellte man unter den Schutz des Heiligen Josef. In einem besonderen Gottesdienst nahm Pfarrektor Schleiß die Weihe der Fahne vor. Hier sehen wir die Gemeinde nach einem stattlichen Festzug durch die Kolonie bei der weltlichen Weihe im Festzelt, Festredner waren damals Studienrat Dr. Rosendahl sowie Pfarrer Probst und Beigeordneter Aps aus Huckingen.

43. In der 'guten alten Zeit' zog es bei Sonnenschein jung und alt zur Erholung und Freude an den Rhein bei Ehingen oder Mündelheim. Bereits früh hatte sich der 'Schwimmverein Neptun', mit den Vereinsfarben Grün-Weiß in Hüttenheim gegründet, den wir hier im Jahr 1925 im Mündelheimer Rheinbogen sehen. Zahlreiche alte Hüttenheimer sind zu sehen, wie hinten von links: Herr Theiß, AIfred Aps, Willi Theiß, Walter Lohe, Fritz Lösken, Willi Or!owski, Herbert Sachse, Sander, Braun, AIvisius, Fritz Göddert, Heini Aps, Glunz und Lösken. Vor ihnen von links: Erwin Kretschmer, Kar! Orlowski, Richard Templin und Kar! Kretschmer, sowie liegend links Lisbeth Aps. Leider fehlt auf dem Bild Gustav Mengel, der 'Lebensretter von Hüttenheim', der 1927 die 'Rettungsmedaille am Bande' erhielt.

44. Diese Aufnahme zeigt den 'Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen', Ortsgruppe Hüttenheim, bei seiner Weihnachtsfeier im Jahr 1926 im Saal bei Lösken. 1917 hatte sich ein Häuflein von dreißig Kameraden zur Gründung dieser Interessenvertretung zusammengefunden, deren Idealismus und die den gefallenen Kameraden gegebenen Verspreehen der Hauptgrund für die Gründung des Bundes war. Lange Jahre war Herr Florian von der Rosenbergstraße der Vorsitzende des rund 120 Mitglieder umfassenden Ortsverbandes. In zahlreiche Hüttenheimer Familien, von denen einige hier zu sehen sind, wie zum Beispiel: Familie Desch, Familie Neithard oder Frau Treis, Frau Hillmann, Herr Engels und Herr Fermer, hatte der Erste Weltkrieg schmerzliche Wunde gerissen.

45. 'Deutschlands Ehre, Ruhm und Taten halten hoch wir Kameraden!' Diese Inschrift trug die Fahne des 'Vaterländischen Kriegervereins Hüttenheim' von 1925, den wir hier bei seiner Fahnenweihe im Jahr 1927 vor dem Vereinslokal Kleinbongartz sehen. Am Festwochenende fand der 'Große Zapfenstreich am Turrn' statt, den die 'Regiments-Kapelle Lauter' mit dem vereinseigenen Tambourkorps ausführte. Nach einer Parade an der Lindenstraße und einem imposanten Festzug durch den geschmückten Ort nahm 'Oberstleutnant von Elern' aus Kaiserswerth die Weihe im FestzeIt vor. Der damalige Vorsitzende war Lehrer Bongartz aus Ehingen. Der Verein bestand noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, ehe er sich auflöste.

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46. Auf diesem Bild aus dem Jahr 1925 sehen wir das alte 'Tor l' der 'Mannesmannröhren-Werke, Abteilung Schulz-Knaudt', wie es nur noch wenige kennen. Etwa von der heutigen Graf-Spee-Straße aus wurde dieses Bild aufgenommen. Heute in Hüttenheim gelegen, gehörte das Werk damals jedoch zur Gemeinde Huckingen. Rechts der Bildmitte sehen wir das alte 'Verwaltungsgebäude'. Links daneben ist die alte Baracke des Betriebsrates zu erkennen, sowie das alte Torgebäude. Hier steht heute ein Neubau, Auf der großen Wiese im Vordergrund, auf der früher im Sommer in der Mittagspause die Arbeiter mit ihrem 'Henkelmann' saßen, die die Kinder ihnen brachten, wurde später die 'Holorith', sowie kurz vor dem Zweiten Weltkrieg der Luftschutzbunker der Beamtenkolonie gebaut.

47. Eine der 'Hauptgeschäftsstraßen' Hüttenheims war in früheren Jahren die 'Steinkaul', Diese Aufnahme von 1928 zeigt die alte 'Bäckerei, Conditorei und Café Bölke', die Richard Bölke am 15. Juli 1913 eröffnet hatte, und die sich bis vor wenigen Jahren in Familienbesitz befand. Rechts daneben befand sich das 'Schreibwarengeschäft Thelen' (später Olker). In dem kleinen Anbau am rechten Bildrand hatte das 'Lebensmittelgeschäft Volkmann' seine Räume, Hier entstand 1935 ein Neubau, in dem sich das 'Tapetengeschäft van der Pas' und der 'Friseursalon Hoffmann' einrichteten. Nur gute Erinnerungen verbinden sich für die 'alten Hüttenheimer' mit der Bäckerei Bölke, wo man nach dem Krieg 'hintenrum' das Brot auch ohne Marken bekam.

48. Das 'Kaufhaus Karl Mohr' an der Rosenbergstraße. Auch dies ist ein Stück Alt-Hüttenheim, das viele noch kennen. Nachdem 'Mathias Het jens' Ende der zwanziger Jahre Hüttenheim verließ, übernahm Karl Mohr (im Eingang) die 'Weiß-, Woll- und Gemischtwarenhandlung'. Hier sehen wir ihn mit seinen Verkäuferinnen Maria Pieper und Helene Berg aus Ehingen sowie seiner Tochter Käthe, die das Geschäft noch bis vor Kurzem führte. Am rechten Bildrand sieht man noch eine alte 'Regenabflußrinne', an die viele Hüttenheimer noch unliebsame Erinnerungen haben, da sie sich hier, in den früher doch recht dunklen Straßen, so manches Mal 'de Knök' verstaucht haben, oder nach einer Zechtour darüber gestolpert sind.

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