Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3085-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1'

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49. Das waren noch Zeiten, als es in Hüttenheim noch einen 'Radfahrerverein' gab. Dieser war bereits im Jahr 1913 unter dem Namen 'Fahr Wohl' gegründet worden, und diente eigentlich dem Vergnügen, spater aber auch der sportlichen Heranbildung von Radrennfahrern. Ebenso führte er Radtouren in die schöne Umgebung Hüttenheims durch. Hier sehen wir ihn im Jahr 1927 bei einern Festumzug auf der Huckingerstraße. Der damalige Vorsitzende war Georg ('Schorsch') Geiß, der hier kunstvoll das im Hintergrund erkennbare Flugzeug lenkt. Vorne sehen wir Leni Pöpping und Lotti Harmann. Die Aufnahme wurde aus der Wirtschaft Dickmann gemacht, von der man damals noch über weite Felder bis zum Rohr- und Bodenwerk sehen konnte.

50. Ein ebenso alter wie traditionsreicher Verein war das am 30. November 1913 durch 'Wilhelm Nolden' gegründete 'Männer-Quartett-Hüttenheim', das wir hier bei seiner Fahnenweihe im Juli 1927 vor der Gaststatte Lösken sehen. Im Rahmen eines 'Sängerwettstreits' mit 18 Gastvereinen, einem Festkommers für die Gefallenen, einem Feuerwerk, und nicht zuletzt einem großen Umzug erlebte Hüttenheim drei schöne Festtage. Noch bis in die sechziger Jahre hatte der Verein bestanden. Zu den damaligen Sängern gehörten, um nur einige zu nennen: Vereinswirt Fritz Lösken, Emil Grimrn, Mathias Münster, Josef Nick, Karl Hollstein, Karl Coutelle, Heinz und Peter Bongart, Emil und Willy Flick, die Gebrüder Dübbert und Czaplinski, Willy Rottmann und viele mehr.

51. Auch dieses ist eine 'Erinnerung an die gute alte Zeit'. Diese Aufnahme zeigt 'Die gemütlichen Alten' von Hüttenheim bei ihrer Zusammenkunft Ostern 1928. Zu einem Erinnerungsfoto haben sich hier die alten Herren im Garten der Wirtschaft Dickmann, wo der Klub nach einer fröhlichen Zechrunde am Biertisch aus der Taufe gehoben worden war, aufgestellt. Hinten sehen wir den Neubau der Getränkehandlung Hartmann. Zu dieser fröhlichen Runde gehörten damals die Herren: August Geserick, Goebels, Adolf Comes, August Dübbert, Heinrich Dickmann, Uhrmacher Schmook, Fritz Geserick, Brillen, Tretschok, Karl Coutelle, Saeker, Hecht und Hermann Geserick. Um in den Klub aufgenommen zu werden, mußte man mindestens 50 Jahre alt sein, und 100 Jahre werden wollen.

Gruß aus Hüttenheim

U naelsheimer Straße

52. Noch einmal sehen wir in die Ungelsheimerstraße. Die Aufnahme von 1928 ist deshalb recht interessant, da man links im Bild noch das alte Gebäude des Bauhofes erkennen kann. Die Ungelsheimerstraße war in zwei Bauabschnitten entstanden. Zuerst war in den Jahren 1920/21 die linke Straßenseite in Form von Doppelhaushälften, und erst zwei Jahre später die Reihehäuser auf der rechten Seite gebaut worden. Hinten ist noch eines der alten Eckhäuser zum 'Höschegrund ' zu erkennen, das, wie auch der Bauhof, im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Früher war es so, daß hier in der neuen Siedlung die Leute wohnten, die etwas besser situiert waren. Im Winter lud die abfallende Straße, wie auch die Steinkaul, zu schönen Rodelpartien ein.

Gruß au s HiHtFlnhFlim

Ev~1. Vereinshaus

53. Nachdem die 2200 Seelen umfassende evangelische Gemeinde bereits mehrere Jahre in der alten Ehinger Schule ihr Notquartier zum Abhalten der Gottesdienste hatte, wurde durch 'Pastor Dülfer', der 1925 nach Hüttenheim gekommen war, endlich der Wunsch nach einem eigenen 'Gemeindehaus' verwirklicht. Die Bauausführung übernahm die 'Firma Hitzbleck' aus Duisburg. Nachdem am 8. Mai 1927 die feierliche Grundsteinlegung erfolgt war, konnte nach wenigen Monaten, bereits am 29. Januar 1928 das neue Haus an der Jülichstraße (heute 'Klettenweg') eingeweiht werden. Nach einer Abschiedsfeier in der Schule zog die Gemeinde im Festzug nach Hüttenheim, wo der Weiheakt und ein Festgottesdienst im neuen Heim durchgeführt wurden. Links hinten sehen wir die Huckinger Kirche,

54. Die 'Rind- und Schweinemetzgerei' von Peter Aps und den Lebensmittelkonsum der 'Selbsthülfe' sehen wir auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1929. Peter Aps hatte den Flachbau, der in den fünfziger Jahren noch um eine Etage aufgestockt wurde, im Jahr 1927 gebaut. Wir sehen ihn hier mit Frau Christine und der Verkäuferin Trautchen Oswald im Eingang seiner Metzgerei. Links stehen die Verkäuferinnen des Konsums. Die Lindenstraße war damals für den 'Durchgangsverkehr', den es in Hüttenheim eigentlich gar nicht gab, denn wer besaß damals einen Automobil, gesperrt, was man auf dem Verkehrsschild lesen kann. Später übernahm Metzgermeister 'Sieverding' die Metzgerei, und in dem Konsum befindet sich heute die Gaststatte 'lbing'.

55. Die 'Hauptstraße' der 'Alten-Kolonie Hüttenheim', die wir als Ursprung der heutigen Siedlung zwischen Himgesberg und Großem Graben ansehen können, war wohl die Rosenbergstraße. Im geschwungenen Bogen erstreckte sie sich vom Förkelsgraben bis zur alten Huckingerstraße, vorbei am "Turm', dem 'Mittelpunkt der Siedlung'. Es beeindruckt auch heute noch den Betrachter, neben der Vielfalt der verschiedenen Bauformen der Häuser, die kinderfreundlichen Straßen. Durch unterschiedliche Gestaltung von Erkern, Giebeln, Rundbögen und Nieschen glich trotz der wuchtigen, blockförmigen Bebauung kein Haus dem anderen. Vor jedem Haus befand sich ein, von einem Zäunchen eingefaßter Vorgarten, wo man an schönen Sommerabenden bei einem 'Pläuschken' saß.

56. Der 'TURA-Hüttenheim' wuchs mehr und mehr, und insbesondere wurde auf die Jugend gesetzt. Viele der 'Hüttenheimer Jungens', die hier 'das Leder traten', sind später als Talente aus der Jugendmannschaft hervorgegangen. Sei es 'Hans Budinger' oder 'Hans Biallas', der sogar dreimal in der 'Nationalmannschaft' gespielt hat, um nur zwei aus der Vielzahl zu nennen. Auf unserem Bild sehen wir eine Jugendmannschaft um 1925 auf dem Platz hinter Lösken. Neben Betreuer Karl Schuff (rechts) erkennen wir als Spieler: Werner Kampmann, Paul Damm, Alvis Klingels, Felix Kuhn, Johann Schuff, Hans Jungmann, Michel und Karl Werle, Erwin Becker, Nicki Theiß und Gerd Korell.

57. Nach der Scheinblüte weniger Jahre zählte Anfang der dreißiger Jahre das Heer der Arbeitslosen in Stadt und Land bald Millionen. Auch die Mannesmannröhren-Werke blieben nicht verschent. Durch den Wegfall des alten Sportplatzes hinter Lösken wurde 1929 der neue Platz am Ende der Lindenstraße durch die Vereinsmitglieder, den freiwilligen Arbeitsdienst sowie Erwerbslose angelegt. Für die Erwerbslosen stand an der 'Bäckerei Brors' eine 'Gulaschkanone', wo Vereins Mitbegründer und Metzgermeister 'Heinrich Strengbier' Eintopf an diese ausgab. Unser Bild zeigt die 'Arbeitsgruppe TURA-Hüttenheim' unter der Aufsicht von Paul Fastenrath (hinten rechts) bei einer Arbeitspause. Hier war nun für dreißig Jahre die neue Heimat des Vereins.

58. Der 2. Oktober 1927 war ein ganz besonderer Tag im Reichsgebiet. Der damalige 'Reichspräsident Paul von Hindenburg', dessen Bild wir hinten in der Bildmitte erkennen, feierte seinen 80. Geburtstag. Diesen Tag begingen die Kriegervereine Hüttenheim und Huckingen, sowie der 'Garde- und Offiziersverein Huckingen' in würdiger Weise. Von Hüttenheim bewegte sich ein stattlicher Fackelzug von Kleinbongartz über die Beamtenkolonie nach Huckingen, wo im Anschluß im Saal von 'Verkoyen' ein Festfeier stattfand, Als Festredner amtierte Lehrer Bongartz, und zur musikalischen Unterstützung trug der 'Männergesangverein Erholung' aus Huckingen bei.

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