Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3085-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59. Das waren noch Zeiten, als diese Aufnahme 1928 entstand. Schon damals war, wie wir unschwer erkennen können, den Hüttenheimern ein releher Kindersegen beschert. Hier sehen wir 'de Blagen' vom 'Turmhof" und die Verkäuferinnen der 'Markt Halle' im Innenhof hinter den Häusern Ecke Rosenbergstraße/Förkelstraße. Die kinderfreundlichen Innenhöfe, mit ihren großen Rasenflachen, auf die man damals keinen Fuß setzen durfte, dienten auch zum 'Wäschebleichen' und 'Wäschetrocknen'. In der Hofmitte befand sich früher der 'Ascheplatz", wo 'Fuhrunternehmer Danes', damals noch mit Pferd und Wagen, die Asche abholte. Später einmal standen diese Kinder ihren Mann im Hüttenwerk, die hier in Hüttenheim in einer Gemeinschaft aufwuchsen, die man heute kaum noch findet.

60. In die alte 'Dornstadt Xanten' zog es die alte evangelische Schule in Ehingen im Sommer 1929. Mit dem Raddampfer ging es von Wanheim aus über 'Vater Rhein' bis Xanten, wo sich die Reisegesellschaft auf unserer Aufnahme vor dem Dorn aufgestellt hat. Insbesondere in den Sommerferien ging es hinaus in die Natur. Da führten 'Mehrtageswanderungen' auch schon mal bis zum 'Steinhuder Meer', zur 'Möhnetalsperre' oder in den 'Arnsberger Wald'. Für viele der damaligen Schüler verbinden sich damit schöne Erinnerungen an ihre Jugendzeit. Noch bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese schöne Tradition der 'Schulausflüge' fortgeführt.

61. Nachdem sich im Jahr 1928 unter Leitung von Max Bombach, Otto Gysbers, Paul Fastenrath, Heinrich Strengbier, Mathias Maas, Anton Mennekes und anderen, 54 Hüttenheimer Herren zur Gründung des 'Bürgerschützen-Vereins-Hüttenheim' im Lokal von Stefan Hickmann zusamrnengefunden hatten, feierte der junge Verein im darauffolgenden Jahr bereits sein erstes Schützenfest. Hier sehen wir den Umzug der Schützen im Jahr 1930 auf der Mittelstraße. Vorneweg gehen Hella und Eva Grenz, danach sehen wir das damalige 'Königspaar' Mathias Maas und Jakubine Hickmann, sowie die Hofstaatspaare. Dahinter sind Hermann Keienburg und der erste Schützenkönig des Vereins 'Paul Urbanski' zu erkennen. Der 'Zapfenstreich' und die 'Parade' fanden, wie sollte es anders sein, vor der 'Turmuhr' statt.

62. Bevor Peter Aps 1927 seinen Neubau an der Lindenstraße errichtete, befanden sich die Metzgerei sowie der 'Konsum Selbsthülfe' hier in dem 1913 erbauten Haus an der Huckingerstraße. In der ersten Etage wohnten lange Jahre Pastor Scholl von der katholischen, und Prediger Scheck von der evangelischen Gemeinde. Die Huckingerstraße glich damals, wie man im Vordergrund gut erkennen kann, einem besseren Feldweg. Die Wurstküche befand sich in einem Hintergebäude zur Lindenstraße. Dort hatte später 'Schustermeister' Mathias 'Mattes' Herborn seine Werkstatt. Die Toreinfahrt links im Bild wurde später zugemauert. Hier befand sich bis zum Abbruch des Hauses im Jahr 1962 das 'Elektrofachgeschäft August Vollmer'.

63. Der Fortschritt nahm seinen Lauf, und so wundert es niemanden, daß aufgrund der sich ständig mehrenden Zahl der Automobile 'Ludwig Kaiser' die erste 'Tankstelle', Marke 'Standard Esso', in Hüttenheim einrichtete. Diese führte lange Jahre Willy Kordt, und nach dem Krieg auch noch Engelbert Nelle. So herrschte auch an diesem kühlen Herbsttag rege Betriebsamkeit, Wir sehen rechts im Bild Willy Kordt, der übrigens ein Schwiegersohn von Wirt Heinrich Dickmann war, und links Adolf Schmitz bei der Arbeit. Einer der Kunden ist Herr Brockerhoff aus Huckingen. Hinten rechts sehen wir die Rückfront der Gaststätte Hickmann, mit der Loggia von Zahnarzt Grenz, der dort seine Praxis hatte.

64. In Erinnerung an die 125 gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges aus Hüttenheim errichteten die Mannesmannröhren-Werke dieses monumentale 'Ehrenmal' auf dem freien Platz gegenüber der Wirtschaft Lösken zwischen Cleverstraße und Bergstraße. Der Entwurf stammte von Architekt 'Josef Krings' aus Königswinter. Der Platz wurde von hochstämmigen Pappeln umsäumt. Es war damals das größte 'Kriegerehrenmal' in Duisburg, und sogar im Deutschen Westen. Es wurde weithin sichtbar als ein 'Denkmal für die Toten' und ein 'Mahnmal für die Lebenden' errichtet. Am Todestage einesjeden Gefallenen wurde es in der Dunkelheit angestrahlt. Bei der Verlegung der Linie 8 verschwand es sangund klanglos, und heute erinnert nur noch ein Findling an die Toten.

65. Das waren noch Zeiten, als man bei 'Franz Wolter' im Konsum einkaufen ging. Jeder Kunde wurde noch einzeln und zuvorkommend bedient. Hier sehen wir ihn mit Frau Christine und seinen Verkäuferinnen in seinem Geschaft. Bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Franz Wolter den 'Selbsthülfe Konsum' an der Rosenbergstraße. Von hier aus zog er Anfang der dreißiger Jahre zur Lindenstraße in das Haus der späteren Metzgerei Jakobs. Dies wurde jedoch auf die Dauer zu klein, und so kam er wieder zum Geschaft am Turm zurück, das er bis nach dem Zweiten Weltkrieg führte. Bei einem Schützenfest, bei dem früher Hüttenheirns Straßen leergefegt waren, 'nur Kranke, Gebrechliche und Säuglinge blieben zu Hause', wurde das Geschaft sogar einmal ausgeräumt.

66. Bei einer Übung des 'Löschzuges Hüttenheim' der Freiwilligen Feuerwehr am alten, 1921 errichteten 'Steigerturrn' an der Gartenstraße entstand diese Aufnahme. Es war immer etwas ganz besonderes, wenn von 'Hornist Franz Brors' morgens um sechs Uhr zur Übung geblasen wurde. 'Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!' Unter diesem Leitspruch aller Wehrleute zeigten sie hier ihr Können. Am 10. Oktober 1914 war die Hüttenheimer Wehr gegründet worden. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten die Fabrikarbeiter: August Benz, August Dübbert, Heinrich Borgers, Jakob Heffungs, Albert Raddatz, Otto Lemme, Karl Weiß, Eduard Wolf sowie Hermann Geserick, Die vier 1. Brandmeister der Wehr waren: Heinrich Dickmann, Heinrich Merz, August Hau und Johann Isenberg.

67. Noch bis zum Ende der fünfziger Jahre war es in Hüttenheim beliebt, mit der Kutsche zwischen den weit ausgedehnten Feldern rund um die Siedlung hindurch zu fahren. Dieses Bild aus dem Jahr 1927 zeigt die Wirtsfarnilie Kleinbongartz vor einem solchen Kutschausflug nach Ürdingen. Wir sehen rechts im Bild Wirt Jakob Kleinbongartz, Frau Trude Groeters, Hugo Kleinbongartz sowie arn rechten Fenster Mathias Kleinbongartz. In der Kutsche sitzen Frau Kleinbongartz und Sohn Jakob, junior. Ebenfalls sind noch zu sehen: Polizeiwachtmeister Erkelenz am ersten Fenster sowie links im Bild Heinrich Schmidt. Damals befand sich hier auch die Haltestelle der 'Kraftomnibuslinie' nach Ürdingen.

68. Auch eine 'Theater-Gesellsohaft Gut Spiel' gab es früher in Hüttenheim. Hier wurde für eine Mark den Hüttenheimern Kultur nahegebracht. Aus dem bereits früher bestehenden 'Dramatischen Verein Thalia' hatte sich dieser Mitte der zwanziger Jahre, nach dem Zuzug zahlreicher Familien aus Gelsenkirchen, unter der Regie von Heinrich Bergmann herausgebildet. Unser Bild zeigt die Theatergruppe, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestand, nach der Aufführung des Stückes 'Krone und Fessel' irn Saal bei Becker in Ehingen. Zu den langjährigen Mitgliedern zählten: Herr und Frau Arenz, Frau Kappes, Karl Vietor, Maria und Lene Immig, Peter Burger, Wilhelrnine Jung, Hilde Dietze, Max Chonacki, Herr Lunau, Herr Radfeld, Herr Borbones sowie Herr Hildebrand.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek