Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6475-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2'

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9 Zwischen 1912 und 191 5 muß diese Aufnahme der alten Gaststätte 'Zum Deutschen Eek' entstanden sein. Im [ahr 1903 vom Spee'schen Oberförster Fritz Hegener erbaut, dominiert sie als wuchtiges Eckgebäude auch heute noch die Einmündung der Ehinger Straße in die Mannesmannstraße, früher Huckinger Straße. Als diese Postkarte im [ahr 1915 von den Sangesbrüdern des 1913 gegründeten 'Männer-Quartett Hüttenheim' ins 'Feld' verschickt wurde, befand sie sich im Besitz von Carl Knopf. Später standen hier jedoch jahrzehntelang Fritz Lösken und seine Frau Johanna hinter dem Tresen. Da im Hintergrund bereits die 191 1

erbauten Häuser der 'Bearntenkolonie' der Firma Schulz & Knaudt an der SchulzKnaudt -Straße zu erkennen sind, läßt sich das Datum der Aufnahme fast auf den Tag genau feststellen.

10 Einen sehr eigenwilligen 'Cruß aus Hüttenheim' schickte der Sonntagsausflügler Karl Radam aus Alfeld an der Leine im Juli 1917 an seine Eltern. 'Hûttcnheim Meerumschlungen' könnte man die von ihm selbst kreierte Postkarte betiteln. Zur damaligen Zeit gab es anscheinend in der noch jungen' Alten Kolonie' noch keine käuflichen Ansichtskarten. Und so mußte das Meeresmotiv herhalten, das mit rotem Buntstift und schwarzem Glimmer einfach zur Grußpostkarte umgestaltet wurde. Sie ist zwar kein 'echtes' Stück aus dem alten Hüttenheim, zeigt jedoch eine Tugend, die in den vergangenen Iahrzehnten den Hütten-

heimern immer zu eigen war, nämlich aus der Not eine Tugend zu machen. Dieses geschah in den meisten Fällen durch gegenseitige Nachbarschaftshilfe.

1 1 Bescheiden, und doch imposant für die damalige Zeit, waren die industriellen Anfänge in unserem Stadtteil. Damals waren Kessel und Kesselböden ein Produkt, das von den 'Mannesmann Röhren Werken / Abteilung Schulz & Knaudt' hergestellt wurde. Demonstrativ hatte man zwei Mitarbeiter neben den in Reih und Glied aufgestellten Kesseln plaziert, um dem Betrachter einen Größenvergleich zu ermöglichen. Das Spektrum der Produkte nahm im Laufe der [ahrzehnte weiter zu. Wie man dem großen Schild links noch einmal entnehmen kann, lag das Werk damals noch in 'Huckingen am Rhein' . Die Aufnahme entstand im [ahr 1921.

12 Es war im Iahr 1923, als diese Aufnahme gemacht wurde. Die 'Honoratiorcn' und Geschäftsleute aus Hüttenheim sehen wir auf einem Ausflug zum Oberrhein. Irgendwo in der Basalteifel haben sie hier eine Rast eingelegt und sich zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Wir sehen hinten von links:

Lebensmittelhändler Franz Wolter, Schutzmann Erkelenz, Friseur Paul Fastenrath und vorne von links Wirt Fritz Lösken, Getränkehändler Theodor Hartmann, Metzgermeister Wilhelm Strengbier und rechts in der Mitte Emil Grimm aus der Beamtenkolonie. Man muß natürlich nicht annehmen, daß die Hüttenheimer während dieses Aus-

fluges unversorgt geblieben wären. Die Ehefrauen der Herren hielten daheim 'die Stellung'. Sie kamen im darauffolgenden [ahr in den Genuß der 'Fahrt ins Blaue'.

13 Das alte Lebensmittelgeschäft von Franz Wolter an der Lindenstraße sehen wir hier im [ahr 1926. Erst einige [ahre später übernahm er das Ladeulokal im Schatten des Turmes an der Rosenbergstraße. Hier gab es für die 'Blagen' der Siedlung die ach so geliebten 'Babbelkcs' und bezahlt wurde meistens am Freitag, dem Zahltag der Firma Mannesmann. Von links sehen wir auf unserem Foto Franz Walter, seine Frau Christine - übrigens Schützenköni gin im [ahr 1932 - Heinz Wolter und die Verkäuferin Wilhelmine Kleinebrahm. Später übernahm dieses Ladeulokal der Puppendoktor und Friseur 'Heirnchen' Burtscheid.

14 Im [ahr 1921 hat sich hier die Feuerwehrkapelle Hüttenheim zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Sie stand unter der Stabführung von Kapellmeister Paul Urbanski, der gleichzeitig im [ahr 1929 der erste Schützenkönig der Hüttenheimer Bürgerschützen war. 1914 hatte sich eine eigene Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Mündelheim für den Bereich der Siedlung Hüttenheim gegründet. Der erste Brandmeister wurde der Hüttenheimer Wirt Heinrich Dickmann. Doch auch der Musik hatten sich einige Wehrleute verschrieben und so entstand prompt die hier abgelichtete Kapelle. Sie wurde für zahllose Feierlich-

kei ten engagiert und spielte ebenso zum 'Schwof" in den renommierten Gaststätten der Umgebung auf Viele alte Hüttenheimer lernten sich bei den Klängen der Feuerwehrkapelle Hüttenheim ken-

nen und denken gerne an jene schönenjahre zurück.

1 5 Eines dieser alten Tanzlokale war die bereits erwähnte Gaststätte 'Zum Deutschen Eek'. Unser Foto zeigt einen Blick in den großen Festsaal in der ersten Etage am 23. September 1923 anläßlich des zehnjährigen Bestehens des 'Männer-Quartetts Hüttenheim' . Doch wurde hier nicht nur zum Tanz aufgespielt. Zahllose gesellschaftliche Veranstaltungen fanden hier statt und neben den Sängern hatten auch die Bürgerschützen später hier ihr Vereinslokal. Auch heute noch existiert die Gaststätte, doch den Saal sucht man heute vergeblich. Hier, wo die alten Hüttenheimer so manche fröhliche

Stunde verbracht haben, wurde eine Wohnung eingerichtet.

16 Baden im Rhein. Heute nur noch unvorstellbar. Doch früher war dieses fast das einzige Vergnügen für viele Hüttenheimer Familien, die sich keine kostspieligen Urlaubsreisen leisten konnten. In den Sommermonaten brachten die Rheinfluten die alltägliche Erfrischung. Sportlich aktiv waren viele Hüttenheimer im Schwimmverein Neptun oder in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Bis zum [ahr 1925 konnte man noch direkt in Verlängerung der Rosenbergstraße über freies Feld bis an das Rheinufer gelangen um sich in dessen Fluten abzukühlen. Sehr schön zeigt das Foto aus dem [ahr 1916 die Bademode jener [ahre.

1 7 Einen schönen Blick aus der noch unbebauten Angerbach-Niederung auf die Beamtenkolonie zeigt diese Aufnahme aus dem [ahr

1920. Wuchtig ragen rechts die Villen der Werksdirektoren der Firma Mannesmann in den Himmel. Diese wohnten damals noch direkt vor dem Werkstor, um bei Bedarf möglichst rasch dieses zu erreichen. Es warWerksdirektor Hermann Rinne, der den Aufbau desselben hier in der ehemaligen Gemeinde Huckingen begleitete. Er residierte im Verwaltungsgebäude, das wir rechts im Bild erkennen. An ihn erinnert heute die Hauptstraße der Beamtenkolonie, die seinen Namen erhielt.

18 Der Alltag der Hüttenheimer war wahrlich nicht immer einfach. Die schwere Arbeit im Werk der Firma Mannesmann forderte so manchen Schweißtropfen und in der schlimmen Zeit des Ersten Weltkrieges und der Wirtschaftskrise Ende der zwanziger [ahre stand die große Sorge um die Familien. Dennoch blieb den Hüttenheimern immer noch etwas Zeit und Muße, sich auf ein 'Schöppken' in die umliegenden Gaststätten zu begeben. Wir sehen hier im [ahr 1923 eine gemütliche Herrenrunde im Garten der Wirtschaft Dickmann anläßlich des 'Iubeltages' van Tarek Kleinebrahm. Auch Heinrich Dickmann ließ es sich nicht

nehmen, dem [ubilar zu gratulieren. Wir sehen ihn hinten als Zweiten von rechts.

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