Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6475-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2'

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19 Die alte katholische Kirche war für viele Hüttenheimer Gemeindemitglieder zu einem liebgewordenen Mittelpunkt des Gemeindelebens geworden. In den [ahren

192 2/23 erbaut, mußte sie jedoch Ende der fünfziger [ahre der Werkserweiterung der Firma Mannesmann weichen, etwas, das sich heute sicherlich nicht noch einmal wiederholen würde. Bis zum Bau des Gotteshauses, das wir hier im [ahr 1930 sehen, fanden die Gottesdienste auf dem Flur der alten katholischen Schule in Ehingen statt. Noch heute erinnern sich die alten Hüttenheimer mit etwas Wehmut an ihre alte pfarrkirche zurück, in der ihre Kinder getauft wurden, sie sich das

'Ja' - Wort gaben und sich von lieben Angehörigen und Freunden verabschiedeten. Auf der Freifläche im Vordergrund wurde in den [ahren des Krieges der Luftschutzbunker errichtet.

20 Hochwasser arn 'Croßen Graben' im [ahr 1921. Diese Aufnahme zeigt sehr deutlich die katastrophalen Auswirkungen, die das alljährliche Rheinhochwasser für die tiefergelegenen Teile der damaligen Gemeinde Huckingen mit sich brachte. Mit dem Kahn mußten die Arbeiter des Werkes Mannesmann, die in Huckingen wohnten, am Haus des Fuhrunternehmens Neuhaus zur Beamtenkolonie, die wir im Hintergrund erkennen, übersetzen. Darum entschloß man sich zu einem umfangreichen Eingriff in die Natur des Gebietes im Rheinvorland und zwischen Großem Graben und der Sandmühle am Kesselsberg. Ein Deich wurde gebaut und

der Angerbach in ein neues Bett verlegt. Hinten links sehen wir die Fabrikanlagen und das Verwaltungsgebäude der Firma Mannesmann.

21 Nein, nicht der Klapperstorch brachte dereinst den reichen Kindersegen über Hüttenheim, sondern diese junge Dame, Käthe Hellenbrandt. Im [ahr 1902 geboren, besuchte sie zunächst die Schwesternschule in Wuppertal. Danach führte sie ihr Weg in das Marienhospital in Duisburg-Hochfeld und danach in die Arztpraxen von Dr. Aldemester in Wanheimerort und den Doktoren Stinner und Gehrke in Wanheim. Wie oft ein aufgeregter junger Mann und werdender Vater mit dem Fahrrad aus dem letzten Winkel des Duisburger Südens zunächst zur Huckinger Straße, dann zur Medefurthstraße und zuletzt zur Graf-Spee-Straße in Hüttenheim kam, um die Hebamme zu holen, ist nicht mehr bekannt. Man schätzt die Zahl der neuen Erdenbürger, die von ihr auf diese Welt geholt

wurden aufbis zu zehntausend. Leider blieb ihr der eigene Kindersegen versagt. Im [ahr 1967 ging sie in den Ruhestand und sie verstarb im [ahr 1972.

22 Diese Aufnahme führt uns mehr als deutlich den reichen Kindersegen, der den Hüttenheimern dereinst beschert war, noch einmal vor Augen. Dieses Foto entstand im [ahr 1928 im Hof zwischen der Mittelstraße

und Förkelstraße und zeigt eine lustige Kinderschar. Viele der barfüssigen Lausbuben standen später ihren 'Mann' im nahegelegenen Betrieb der Firma Mannesmann. Früher war es nach dem Schulbesuch der alten Ehinger Volksschu-

len einfach an der Tagesordnung, daß die Jungen in die Fußstapfen ihrer Väter traten, teilweise sogar der Großväter. Doch auch dieses hat sich im Laufe der letzten [ahrzehnte grundlegend geändert. Doch der Kindersegen ist den Hüt-

tenheimern auch heute immer noch beschert. Ob es die heutige Jugend besser hat, mag man allerdings dahingestellt lassen.

23 Kartoffelernte in Ehingen. Ein Stück ländlicher Idylle, das man heute nicht mehr findet. In den frühen Herbsttagen des [ahres 1925 sehen wir hier eine fröhliche Erntegemeinschaft auf den Feldern zwischen dem Niederrheindorf und der Sied1ung Hüttenheim. Zwei 'Hafermotoren' halfen dem Ehinger Bauern Schmitz ebenso wie eine große Kinderschar aus den beiden Orten, die damals ihre 'Kartoffelferien' nutzten, um sich einige Groschen dazu zu verdienen. Sehr schön zu erkennen ist die herrliche Natur, die den Duisburger Süden früher noch prägte. Die Telegrafenmasten rechts im Bild standen an dem Weg, den tau-

sende Schulkinder im Laufe der [ahrzehnte von Hüttenheim auf ihrem Gang zu den alten Ehinger Schulen nutzten.

24 Ein Feuerwehrmann des alten Schlages war Hermann Geserick, den wir auf dieser Aufnahme aus dem [ahr 1926 als zweiten Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenheim sehen. Schon früh kam er noch in der alten Siedlung Hüttenheim in Essen Huttrop zu den 'Rertern in der Not'. Preußisch korrekt und in gewienerter Uniform präsentierte er sich dem Fotografen. Sein Lebtag waltete er stets nach dem Leitspruch der Feuerwehren: 'Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.' Hermann Geserick war gleichfalls einer der ersten Männer im Werk Schulz & Knaudt und kam mit seiner Familie als

erster Siedler in die neue Arbeiter-Kolonie Hüttenheim.

2S Auch auf dem Werk Mannesmann gab es eine eigene Werksfeuerwehr. Gegründet im [ahr 1919 sehen wir die Wehrleute hier im Iahr 1930 angetreten zur Entgegennahme von Auszeichnungen. Doch es ist nicht alleine der Anlaß, der für den Betrachter von Interesse ist. Vielmehr erkennen wir im Hintergrund noch einmal das 'Schlóß chcn' , die alte Grenzfestung Angerort. Die Wehr trägt auch heute noch zur Sicherheit der Firmenmitarbeiter bei und auch das alte Haus Angerort steht noch an der alten Stelle. Sein Äußeres hat sich allerdings grundlegend gewandelt und nur wenige Menschen kennen dieses Zeugnis aus alter Zeit.

26 Hauptlehrer Mannherz von der alten evangelischen Schule in Ehingen war ein strenger, aber gerechter Lehrer. So erinnern sich die alten Hüttenheimer. Und gerade in den Sommermonaten zog es auch ihn oftmals 'hinaus in

die Nähe'. Wir sehen ihn hier im [ahr 1924 mit einer Schulklasse bei einer Wanderung durch den damals noch zu Düsseldorf- Angermund gehörenden Teil des heutigen Duisburger Südens. Doch nicht dieser Anlaß ist es, der

diese Aufnahme so interessant macht, sondern der Ort des Geschehens, 'Schallbrochs Teich' in Huckingen, gleich an der heutigen Stadtteilgrenze zu Hüttenheim. Nur ein [ahr später änderte sich die Umgebung nach dem

letzten großen Hochwasser durch die Verlegung des 'Ncuen Angerbaches' völlig und ist heute nicht mehr wiederzuerkennen.

27 ImJahrl927waresendlich an der Zeit, daß die Straßen Hüttenheims befestigt wurden. Ein jahrelanges Provisorium wurde, zur Freude aller Hüttenheimer, beseitigt. In den Anfängen der Siedlung glichen diese einem besseren Feldweg, und die ersten Familien, die von Essen Huttrop im [ahr 1912 übersiedelten, blieben meistens schon an der Gastwirtschaft von Heinrich Dickmann im Schlamm der Straße stecken. Damals hieß die Straße noch Ungelsheimer Straße. Erst nach dem Bau der Siedlungshäuser, die wir im Hintergrund erkennen, wurde sie umbenannt inAn der Steinkaul und die Ungelsheimer

Straße verlegt zum neuen Postamt an der Huckinger Straße.

281mjahr 1925 gegründet, konnte der Kriegerverein Hindenburg Hüttenheim bereits zwei [ahre später seine Vereinsfahne anschaffen, die unter großer Anteilnahme der Hüttenheimer Bevölkerung und zahlreicher befreundeter Gastvereine im [ahr 1927 geweiht wurde. Aus diesem Anlaß sehen wir hier die Veteranen von 1870/71 und 1914-191 8 angetreten auf dem Platz vor dem Turm an der Rosenbergstraße zum 'Croßen Zapfenstreich'. Lehrer Bongartz von der alten Ehinger Schule, den wir links in Leutnantsuniform sehen, hielt die Festansprache im Schatten des Hüttenheimer Wahrzeichens. Nachdem ein weiterer großer Weltenbrand

über Hüttenheim gekommen war und zahllose Opfer gefordert hatte, war ein Fortbestehen dieses Vereins nicht mehr gegeben.

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