Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6475-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2'

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29 Noch einmal sehen wir hier eine Aufnahme von der Fahnenweihe des Hüttenheimer Kriegervereins 'Hindenburg' im Iahr 1927. Und wie es sich gehörte, fand damals auch ein Klompenball für die Damen aus Hüttenheim im Festzelt statt. Dieses stand auf der großen Wiese gegenüber der Wirtschaft Lösken. Die Damen ließen es sich auch nicht nehmen, ihre 'Schmuckstûcke' in einem Festumzug zu präsentieren, gefolgt von den Herren des Vereins. Doch sehen wir auch hier noch sehr schön eine Einrichtung, die es schon lange nicht mehr gibt, die Entladestation für die Waggons der Firma Mannesmann und die im Süden der Stadt

ansässigen Landwirte am Werkstor 2. Die Straßenbahngleise der Linie 8 wurden erst ein [ahr später an dieser Stelle bis nach Hüttenheim, Rosenbergstraße, weitergeführt.

30 Am 29.Juni 1931 zog es den damaligen Direktor des Mannesmann- Werkes, Dr. Hugo Gille, zur Jagd in das 'Eggegebirge' . Zwar gab es auch im damals noch ländlichen Duisburger Süden einzelne Jagdreviere, wie zum Beispiel rund um den Ehinger Berg oder den Sermer Busch, doch war das Jagdglück hier für den Waidmann anscheinend nicht so groß. Und so zog es Direktor Gille in die Ferne. Neben ihm sehen wir rechts den Förster des Jagdreviers und links seinen Schwiegersohn, Dr. Peter Dahm, aus Hüttenheim. Er war hier jahrzehntelang als praktischer Arzt an der Mündelheimer Straße ansässig.

311m [ahr 1930 entstand diese Aufnahme an der Medefurthstraße. Hohe Mauern 'zierten ' die 1928 erbauten Siedlungshäuser, in denen die heute hochstämmigen Bäume gerade frisch gepflanzt worden waren. An Autoverkehr dachte damals noch niemand. Weit erstreckten sich Wiesen und Felder noch bis zum Ende der dreißiger [ahre bis zur früheren Mückestraße, heute GÖrresstraße. Im Hintergrund ist der Blick noch frei auf das Verwaltungsgebäude der Firma Mannesmann und die Hallen des alten Blechwalzwerkes. Wenige [ahre später wurde auf diesem Gelände die Apothekensiedlung und nach dem Krieg neue Verwaltungs-

gebäude der Firma Mannesmann gebaut. Während der Kriegsjahre fristeten hier jedoch Zwangsarbeiter des Werkes in notdürftigen Baracken ihr kärgliches Dasein.

32 Einen stattlichen Festumzug veranstaltete im Juli des [ahres 1927 auch das 1913 gegründete 'Männer-Quartett Hüttenheim' . Auch hier war der Anlaß die Weihe der neu erworbenen Vereinsfahne. Die Sangesbrüder aus Hüttenheim sehen wir hier mit ihren Gästen aus nah und fern auf der Ungelsheimer Straße. Angeführt durch die Ehrendamen des Vereines - in der Regel die Töchter der Mitglieder - fand der Festzug rege Beteiligung durch die Hüttenheimer Bevölkerung. Insbesondere für die Kinder der Siedlung war dieses immer wieder ein fröhlicher Zeitvertreib. Sehr schön erkennt man aber auch den alten Straßenzustand. Auch hier säumten

hohe Zäune die schmucken Vorgärten. Man erkennt auf dieser Aufnahme sehr deutlich, daß sich dieserTeil der Siedlung leider nicht zum Vorteil verändert hat.

33 Auch einen Jünglingsverein gab es in den Anfängen der katholischen Gemeinde St. Maria Himmelfahrt in Hüttenheim. Insbesondere der Jugend hatte man sich in der Gemeindearbeit angenommen, um diese im rechten Glauben zu erziehen. Unser Foto zeigt sehr viele bekannte Gesichter bei einem Ausflug im [ahr 192 8. Auf 'Schusters Rappen' oder mit dem Fahrrad wurden diese teilweise bis in das nahe Ausland reichenden Ausflüge unternommen. Doch nicht nur das gemeinsame Miteinander war wichtig, man wollte den 'Jünglingen' auch praktische Hilfen für den weiteren Lebensweg mitgeben.

Und so hielt der Fotograf den 'Waschtag' als Zeugnis bleibender Erinnerung an diesen Ausflug fest, da auch dieses leidige Übel den Herren nicht erspart blieb. Und wie sollte es für die damalige Zeit

anders sein, man lernte fleißig arn 'Waschzuber' .

341mjahr 1928 war das Spitzenspiel des Deutschen Fußballs zumindest für die Bewohner des Südens der Stadt Duisburg auf der alten Platzanlage arn Ehinger Berg. Wir sehen hier die 1. Mannschaft des Turn- und Rasen-

Sportvereins Hüttenheim, kurzTURA Hüttenheim, die zu einem Freundschaftsspiel gegen die 'Ersre' aus Ehingen angetreten war. Zahlreiche Männer der ersten Stunde sind hier noch zu sehen, die den Verein im [ahr 1920 aus

derTaufe gehoben haben. Im Tor stand kein geringerer, als der Hüttenheimer Metzgermeister Heinrich 'Hein' Streng bier. Sehr schön erkenen wir die ländliche Idylle rund um den Ehinger Berg, die Ende der fünfziger [ahre

der Werkserweiterung der Firma Mannesmann weichen mußte. Rechts am Bildrand erkennen wir die alte Ehinger Volksschule.

35 'So klein ist die Welt!' Dieses dachten wohl die drei Hüttenheimer Herren, als sie bei ihrem Ausflug im [ahr 1930 die evangelische Gemeindeschwester Elise Horn aus Hüttenheim, rechts in der Kutsche, trafen. Wir erkennen van links Bäckermeister Richard Bölke, Kaufmann Willi Wolff und an der Kutschtüre Zahnarzt Fritz Grenz. Doch beschaulich und idyllisch ging es in der guten alten Zeit nicht für alle Hüttenheimer zu, hatte man in den [ahren der Wirtschaftskrise den einzigen Gedanken an seine Existenz und die Versorgung der Familie. Und auch Willi Wolff dachte damals wohl noch nicht daran, welche Rolle er drei

[ahre später in der Geschichte Hüttenheims und des Duisburger Südens antreten sollte. Er wurde der erste und einzige Ortsgruppenleiter der NSDAP der Ortsgruppe Huckingen.

36/37 Dieses Gemälde, das einen Gesamteindruck der Siedlungen im Stadtteil Hüttenheim sowie der Betriebsanlagen der Firma Mannesmann zeigt, hängt auch heute noch im Verwaltungsgebäude der Firma 'Hüttenwerke Krupp / Mannesmann' , wie das Werk seit der Fusion mit der Firma Krupp heißt.

Wir sehen hier die zweite Version des vom Atelier Bollhagen in Bremen immer wieder um Siedlungs- und Werkserweiterungen ergänzten Gemäldes. Diese muß wohl im [ahr 1936 entstanden sein, denn wir erkennen bereits die Neubauten des Profilwalzwerkes in der Bildmitte, des Denkmals am Tor 2 in der Bildmitte oben sowie das Gebäude der 'Forschung' links im Bild.

Die erste Version ist wohl im [ahr 1929 entstanden, nach dem Bau des Hochofenwer-

kes im Vordergrund sowie des Thomas Stahlwerkes links der Bildmitte.

Ebenfalls waren dort bereits die Siedlungsneubauten Im Höschegrund, an der Medefurthstraße und in der Beamtenkolonie zu sehen. Sehr schön hat der Künstler allerdings die Alte Kolonie und die Beamtenkolonie festgehalten.

Auch der alte Verlauf der Huckinger Straße, die sich in der Bildmitte von rechts kommend vorbei am alten Sportplatz, der katholischen Kirche, dem alten Vergnügungsviertel von Hüttenheim zwischen Rosenbergstraße und Steinkaul bis zum wuchtigen evangelischen Gemeindehaus zum Mannesmann Tor 2 hinter dem Lokschuppen hinzieht.

Im Hintergrund links sieht man den Huckinger Kirchturm und in weiter Ferne die

Kamine der Hahn'schcn Werke in Großenbaum. Ebenfalls links erkennen wir noch den heutigen Grenzbach zwi-

schen den Stadtteilen Hüttenheim und Wanheim-Angerhausen bzw. Huckingen. Dem Betrachter wird auffal-

len, daß der Künstler die Metallhütte Berzelius nicht mit auf die Leinwand gebracht hat.

Der 'Gartenstadt -Charakter' inmitten ausgedehnter Felder war nicht zu verleugnen.

38 Diesen honorigen alten Herren werden alle früheren Bewohner Hüttenheims noch in guter Erinnerung haben. Es ist der frühere Siedlungsverwalter und langjähriger Bezirksvorsteher Hüttenheims, Bernhard Glunz. Im [ahr 1869 geboren, gehörten Bernhard Glunz und seine Familie zu den Ersten in der neuen Arbeiterkolonie Hüttenheim. Er hatte immer ein offenes Ohr für alle großen und kleinen Probleme der Siedlungsbewohner. Und auch ihm ist es zu verdanken, daß vom Gemeinderat in Mündelheim am 3. Februar 1912 auf seinen Antrag hin der Name Hüttenheim der neuen Siedlung gegeben wurde, in Erinnerung an die Herkunft der meisten Siedler, dem alten Hüttenheim in der Essener Gemeinde Huttrop. Bis zum [ahr 1912 war Glunz als Walzer im Essener Betrieb

der Firma Schulz & Knaudt beschäftigt. Zwei [ahre später wurde Dorfschulze Bernhard Glunz in sein Amt gewählt, das er bis zumjahr 1929 versah.

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