Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Harald Molder
Gemeente
:   Duisburg-Hüttenheim
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6475-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg - Hüttenheim in alten Ansichten Band 2'

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59 Das erste Praxisgebäude van Dr. Peter Dahm sehen wir auf dieser Aufnahme vom August 1931. Es ist das Eckhaus der Medefurthstraße und Mündelheimer Straße, an dem wir links neben der Eingangstüre noch das Praxisschild erkennen. Noch jung sind die Bäume im Vorgarten, die heute weit über die Dächer hinausragen. Nur wenige Monate später wurde die Garage links im Bild abgebrochen und im [ahr 1932 zog Dr. Peter Dahm, dessen ureigener Stil bei Hausbesuchen vielen ehemaligen Patienten immer noch gut in Erinnerung ist, in sein neues Haus auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Hier finden wir heute die Pra-

xis von Dr. Eral GÜvenc. Auch die hohen Einfriedungsmauern gehören längst der Vergangenheit an. Doch noch einmal zurück zu den Hausbesuchen van Dr. Dahm. Bevor die Behandlung

begann, wurde erst einmal ein prüfender Blick in den Kochtopf der Hausfrau getan, und je nach Schwere der Krankheit erst einmal zünftig gespeist.

60 Und eben von der Ecke Medefurthstraße und Mündelheimer Straße geht hier der Blick ebenfalls im [ahr 1931 über ein freies Feld auf die Rückfront der Häuser an der Bergstraße, heute Schlehenweg. Zufällig fährt gerade der Hüttenheimer Metzgermeister Wilhelm Strengbier mit seinem etwas eigenwilligen Dreirad, mit dem er seine Hauslieferungen durchführte, durch das Bild. Im [ahr 1932 wurden auf diesem Gelände die Häuser an der Quadestraße und das neue Praxis gebäude van Dr. Dahm gebaut. Die Quadestraße erhielt übrigens ihren Namen vom ersten Schloßhauptmann des Hauses Angerort, Alf Quade. Heute

hat sich dieser Punkt im Stadtbild grundlegend gewandelt. Dem Moloch Verkehr wurde durch eine überbreite Straße der Boden bereitet, zum Leidwesen der Anwohner, an deren Fenstern

heute täglich tausende Fahrzeuge vorbeirauschen.

61 Es war im Iahr 1931 als sich die Familie Kirchberg aus Hüttenheim in ihrem Schrebergarten ablichten ließ. Eigentlich kein besonderer Anlaß, wenn sich das Bild an dieser Stelle zu Beginn der sechziger [ahre nicht grundlegend gewandelt hätte. In den [ahren der Wirtschaftskrise war so mancher Siedlungsbewohner froh, wenn er ein Stückchen Land sein Eigen nennen konnte. Die Anlage war in den [ahren des Ersten Weltkrieges zur Versorgung angelegt worden. Im Hintergrund sehen wir die Rückfront der Häuser an der Gartenstraße, heute Am Himgesberg. Heute finden wir hier die Werkseinfahrt zum Blechund Kaltwalzwerk der Firma

Thyssen, vormals Mannesmann. Die Tradition des Gartenbaus wird allerdings in fünf neuen Kleingartenanlagen in Hüttenheim fortgeführt.

62 Es war im Iahr 1928, als man mit der Verlegung der alten Huckinger Straße zwischen Hüttenheim und Ehingen begann. Im Rahmen von Notstandsarbeiten hatte man zahlreiche Projekte im Bereich der alten Bürgermeisterei Angermund begonnen, um damit das Heer der Arbeitslosen in Grenzen zu halten. Hierzu zählte auch das große Deichbauprogramm und die Verlegung des Angerbaches zwischen Sandmühle und dem Großen Graben. Die Aufsicht bei diesem Straßenbauprojekt führte damals Albert Bolk, den wir rechts im Bild sehen. Ein Stück Geschichte ist ebenfalls die monströse Straßenwalze, vor der sich die Bauarbeiter zum

Erinnerungsfoto postiert haben. Zu Beginn der sechziger [ahre erfolgte dann noch einmal eine Verlegung der Straße, so wie man sie auch heute noch vorfindet.

63 Ein weitererTraditionsverein in Hüttenheim ist der im [ahr 1920 gegründete Turn- und Rasensport Verein, kurz 'TURA' Hüttenheim. Als diese Aufnahme Anfang der dreißiger [ahre entstand, hieß

er jedoch bereits 'Verein für Leibesübungen'. Eine Erweiterung des sportlichen Programms hatte die Namensänderung erforderlich gemacht. Dennoch wurde das Hauptaugenmerk auf die Fußballab-

teilung gelegt. Und auch die Jungen, die wir auf dieser Aufnahme sehen, machten ihren Weg im 'v.f.L. Hüttenheim'. Das Foto wurde auf dem alten Sportplatz hinter der Alten Kolonie gemacht,

der Ende der fünfziger [ahre der Werkserweiterung der Firma Mannesmann weichen mußte.

64 Das Hauptaugenmerk der Erziehung legten unsere Altvorderen auch in der evangelischen Gemeinde Hüttenheim auf die 'Ertüchtigung der Jugend'. So gab es in der Gemeinde eine Turnabteilung im Jungmännerverein. Wir sehen diese hier im [ahr 1929 im Saal des neu erbauten Gemeindehauses. Wir sehen oben, von links: Armin Klein, Alfred 'Akki' Bahr und Karl Zajewski. In der zweiten Reihe, von links: Willi Fischer, Karl Werle, Werner Fischbach, Adolf Mark und Willi Pagalies. In der dritten Reihe, von links: Gruppenleiter Hajo Eiffert, Werner Kampmann, Ernst Banuscher, Fritz Grimm, Georg Scheck und Turnlehrer Robert Werle. Vorne, van links: [ulius Hollstein, Erich Jeschke, Michel Werle, Paul

Damm und Robert Werle junior. Auch diese Gruppe gibt es schon lange nicht mehr in der Gemeinde.

6S Das alte Lebensmittelgeschäft 'Zur Markthalle" an der Rosenbergstraße sehen wir hier im Iahr 1930. Nachdem Vorbesitzer Stefan Hickmann im [ahr 1928 die Gaststätte 'Zum Stern' von Jakob Kleinbongartz übernommen hatte, ging dieses Geschäft in den Besitz der Familie Radtke über. Wir sehen auf unserem Foto die Besitzer samt Belegschaft aufgestellt zum Erinnerungsfoto. Doch bemerkenswert ist auch die Werbung für bestimmte Produkte, die man auch heute noch im Regal dieses Geschäftes findet. Und den Hüttenheimern kamen die hier ansässigen Geschäftsleute immer entgegen. Oft war das Einkaufen aufKuki', sprich das Anschreiben lassen, keine Seltenheit.

66 Nachdem das evangelische Gemeindehaus im Iahr 1928 feierlich seiner Bestimmung übergeben worden war, war es nach jahrelanger Diaspora endlich möglich, alle Gemeindefeiern und insbesondere die kirchlichen Anlässe in einem würdigen Rahmen zu feiern. Und so sehen wir hier im Iahr 1929 die ersten Konfirmanden mit Pastor Dülfer vor dem Hauptportal des Hauses an der Huckinger Straße, heute Mannesmannstraße. Viele junge Menschen aus Hüttenheim folgten ihnen von dieser Stelle aus und begannen hier im evangelischen Gemeindehaus ihren zweiten wichtigen, kirchlichen Lebensab-

schnitt. Pastor Dülfer verließ wenige [ahre später die Hüttenheimer Gemeinde und ging nach Duisburg-Beeckerwerth. Mit dem Gemeindehaus hat er ein bleibendes Zeichen seines unermüd-

lichen Schaffens für die Gemeinde in Hüttenheim zurückgelassen.

67 Hüttenheimer 'Saalbau Lichtspiele'. Wer erinnert sich noch an die zahllosen Filme, die im Laufe der [ahrzehnte hier über die Leinwand flimmerten oder an die herrlichen 'Varietee-Vorführungen' in den vierziger und fünfziger [ahren. Unsere Aufnahme entstand allerdings während der Bauarbeiten zu diesem Neubau im Anschluß an die Wirtschaft Dickmann an der Steinkaul im Iahr 1933. Zum IuxFoto aufgestellt haben sich mit Schubkarre und Bierseidel zwei Hüttenheimer Originale jener [ahre, die Brüder Hermann (links) und Karl Geserick. Die damals in Hüttenheim auch als 'Nasenkönige' bekannten Herren gehörten zur ersten Siedler-

familie, die aus Essen-Huttrop hier in die Alte Kolonie gekommen war.

68 In einer unruhigen Zeit entstand im Iahr 1932 diese Aufnahme der evangelischen 'Eichenkreuz Jugend' aus Hüttenheim. Ein Gegenstück zu Nationalen Jugendgruppen jener [ahre sollte sie bilden und den evangelischen Jugendlichen aus Hüttenheim eine Heimstatt. Doch nur ein [ahr später wurden alle christlichen und politisch andersdenkenden Jugendgruppen aufgelöst und im Rahmen der Gleichschaltung durch die damaligen Machthaber zu dem Zweck mißbraucht, sie auf den nächsten großen Weltenbrand vorzubereiten. Viele der Jugendlichen auf unserem Foto haben diesen Zweiten Weltkrieg nicht überlebt.

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