Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Diese Zusammenstellung von Postkarten und Bildern aus der Zeit von 1880-1925 war nur möglich, weil das Stadtarchiv Duisburg mir seine Bildersammlung freundlich zur Verfügung stellte. Ich möchte dafür an dieser Stelle herzlich danken.

Im Nachfolgenden gebe ich eine Übersicht der Zeitströmungen, die in den Bildern ausgedrückt werden. Die Stadt Duisburg erlebte seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts die schnelle Entwicklung von einer kleinen mittelalterlich anmutenden, fast noch hinter Mauer, Wall und Graben dahinträumenden Ortschaft zu einer Großstadt. Die unter der Stadt und der umliegenden Landschaft ruhende Kohle wurde erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts angebohrt. Von da ab kommen Eisenbahnlinien an das Stadtgebiet, Kohlenschiffe schwimmen auf der Ruhr und durch die entstehenden Häfen Duisburgs und Ruhrorts. Gewaltige eisenverarbeitende Hütten- und Walzwerke entstehen mit der dazugehörenden Kleinindustrie. Menschen aus aller Herren Länder strömen in den entstehenden industriellen Ballungsraum. Der hervorragendste Name jener Zeit ist der des Industriellen August Thyssen. Sein Werk ist heute noch eine der führenden Weltfirmen. Auch Handel und Schiffahrt, die schon im Mittelalter eine Domäne der alten freien Reichsstadt waren, leben wieder auf.

Das Deutsche Kaiserreich von 1871 wirkt sich mit

seinem Nationalbewußtsein im Raume Duisburg aus. Denkmäler für die Potentaten kommen zu denen verdienstvoller Industrieller und Wissenschaftler. Dem Bildungshunger werden neue Schulen gerecht, den schönen Künsten dienen neu entstehende Feierräume, Tonhallen und Theater. Die kleinen Wohnräume in den alten Häusern der Innenstadt genügen nicht mehr. Vor den Mauern der Stadt baut sich, wer kann, eine Villa im großen Garten. Man vergißt auch die Alten und Waisen nicht. Stiftungen ermöglichen das Entstehen solcher Betreuungshäuser. Natürlich entstehen neu Straßen und Brücken, Krankenhäuser und Kirchen, eine Berufsfeuerwehreinrichtung, Museen, Sportplätze und Erholungsräume. Die plötzliche Ansammlung so vieler Menschen im Duisburger Raume erfordert hygienische Anlagen. Kanalisationen, Wasser-, Gas- und Stromleitungen müssen gebaut werden. Die Menschen schließen sich zu Vereinen zusammen und bauen Versammlungsräume. Das damalige Stadtbild ist ein Spiegel dieser Entwieklung. In diesen Aufbau bricht der 1. Weltkrieg ein. Er verändert das Stadtbild aber kaum. Politische Unruhen in der Nachkriegszeit hinterlassen nur geringe Spuren. So können sich noch fast alle älteren erwachsenen Bürger Duisburgs an die gezeigten Stadtbilder erinnern. An das Duisburg winkliger Gäßchen in der Altstadt, gruppiert um den Burgplatz, eingezwängt in

die Mauern des mittelalterlichen Stadtkerns. Aber auch an das Werden der sich in Vororte ausdehnenden Industrie und Wohngebiete mit meist schachbrettartig angelegten breiteren Straßen und Plätzen. Den jüngeren Duisburgern allerdings wird es schon schwerer werden, eine Beziehung zu den Darstellungen der alten Bilder zu gewinnen. Doch erklären sie ihnen wohl manche historischen Namen im Straßenbild. Das vorliegenden Bändchen zeigt die Bilder etwa in der Reihenfolge einer Wanderung durch das heutige Stadtgebiet, die am Marientor beginnt, die Altstadt besucht und aus dem Stadtkern in die Vororte führt. Durch die Königstraße, Düsseldorfer Straße und das Dellviertel wandern wir zum Rhein, durch Rochfeld, Wanheimerort zum Duisburger Süden bis nach Serm. Von dort geht der Weg nach Norden über den Grunewald, durch Neudorf und Duissern mit den angrenzenden Waldgebieten, über die Aakerfährbrücke nach Meiderich, Neumühl, Rambam bis Marxloh. Dann kehren wir wieder über Bruckhausen, Beeck, Laar, Ruhrort und Kaßlerfeld zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Nur stichpunktartig erläutern die Bilder das Duisburg von 1880-1925. Viele weitere Bilder sind vorhanden, würden aber den Rahmen dieses Bändchens sprengen, Trotzdem hoffe ich, ein verständliches Bild unserer Vaterstadt Duisburg gezeichnet zu haben.

Literaturverz eichnis:

Der Heimatfreund Duisburgs findet mehr in den Büchern:

Geschichte der Stadt Duisburg I, von Günter v. Roden. Walter Braun Verlag Duisburg;

Geschichte der Stadt Duisburg II, wie oben;

In den Bänden der 'Duisburger Forschungen', wie oben;

In den Bänden des 'Duisburger Reimatkalenders' , Verlag: Harins Graffmann, Duisburg-Meiderich. Interessant sind ferner:

Führer durch Duisburg und seine Umgebung (1885), Woerls Reisehandbücher, Bücherei des Stadtarchivs Duisburg S. 92;

Duisburg und seine Umgebung (1902), von Fried. Brinkmann. Bücherei des Stadtarchivs Duisburg S.108;

Duisburg am Rhein (1911), vom Verkehrsverein, Bücherei des Stadtarchivs Duisburg S. 109;

St. Joseph-Hospital Laar - Chronik 1867-1967, van H. KunkIer. Bücherei des Stadtarchivs Duisburg S.917;

Festschrift zur Einweihung der neuen katholischen Ewaldi-Kirche zu Laar am 13. November 1898, von W. Brockhausen. Bücherei des Stadtarchivs Duisburg S. 133.

1. Die Marientorschleuse wurde im Zuge der Schaffung des Ruhrkanals errichtet, der in den Jahren 1840-1844 erbaut wurde, um den Unterschied zwischen dem Rhein- und dem Ruhrwasserstand auszugleichen. Eine 2. Schleuse dieser Art wurde am Springwall in der Nähe des Koblenzer-Turmes gebaut. Die Marientorschleuse wurde erweitert, als man den mit dem Rhein in Verbindung stehenden damaligen Rheinkanal 1864 zum 'Außenhafen' erweiterte und den 'Innenhaferi' vertiefte und befestigte. Zum rechten Bildrand hin verläuft der 'Zollhafen'. Er führt zum Zollamt (Steueramt) hin. Dieser Hafen ist inzwischen zugeschüttet worden, und es verläuft die Kanalbrücke der L 609 drüber. Die Schleuse mußte 1951/52 um 2,5 m abgesenkt werden.

2. Vom Speicher der Firma Lahnkering herab bieten sich nach Osten gesehen die Schwanentorbrücke und die im ersten Bild beschriebene Stadtsilhouette. Die Schwanentorbrücke über den Innenhafen ist die Verbindung der Innenstadt zu den Stadtteilen Kaßlerfeld und weiterhin Ruhrort. Der in der Mitte des Bildes gut zu erkennende Speicher der Firma Koch & Co brannte am 29.12.1929 ab und wurde dort nicht mehr aufgebaut. Der sich nach links erstrekkende Innenhafen hatte bis zum Jahre 1889 eine direkte Verbindung zur Ruhr. So konnten die Kohlenschiffe von Mülheim direkt in den Duisburger Hafen einlaufen. Beim Bau der Hafeneisenbahn wurde das östliche Ende des Innenhafens 1889 zugeschüttet, und die Kohlentransporte gingen über Ruhrort.

3. Eine Luftaufnahme nach dem Speicherbrand 1929 läßt die Stadtanlage um den Burgplatz und den Hafen, sowie die Anlage der Türme von Duisburgs Silhouette noch deutlicher erkennen. Von der Schwanentorbrücke unten links aus verlaufen die Schwanenstraße links und die Münzstraße rechts in die Stadt hinein, Vom Speicher der Firma Koch blieb nur der Verladeturm übrig. Aber die Liebfrauenkirche steht noch, und die Salvatorkirche, auch der Rathausturm tragen noch ihre alten Turmspitzen. SIe fielen dem 2. Weltkriege zum Opfer. Wie ja auch der gesamte alte Stadtkern vernichtet wurde, der sich hier noch so sauber darbietet.

4. Die Firma Lehnkering & Co, heute eine A.G., ist uns auf den ersten Karten bereits begegnet. Hier ein Bild aus den Jahren um 1890. Der Duisburger Kaufmann Carl Wilhelm Lehnkering hatte seine Firma am 1.8.1872 als Getreide-Speditrons-Lager gegründet, hier am nördlichen Ufer des Innenhafens Lagerhäuser errichtet und Güterkräne und Schlepper angeschafft, die den Rhein- und Ruhrschiffahrtsverkehr belebten. Am Kai sieht man die alten Segelschiffe mit Seitenschwert. Diese Firma besteht heute noch und betreibt das Geschäft mit modernen Schubschiffseinheiten.

5. Wir überquerten inzwischen die Schwanentorbrücke und blieken von Südwesten her auf diese Klappbrücke. Sie hatte ab 1843 einige anders geartete Vorgänger. Diese 4 klappige eiserne Brücke wurde am 20.6.1904 dem Verkehr übergeben und diente in dieser Form bis Oktober 1944. Der 2. Weltkrieg fand sie auch unter ihren Opfern. Die Brücke überspannte den Innenhafen mit einer Mittelöffnung von 16 mund 2 Seitenöffnungen, die eine lichte Weite von 15,5 m besaßen. Die Schiffsdurchlaßklappen wurden von den beiden Wärter- und Maschinenhäuschen aus elektrisch betrieben. Heute steht an dieser Stelle eine moderne Hubbrücke. In der Mitte der Karte, durch die Klappen etwas verdeckt, erkennen wir die Spreicher der Rheinisch-Westfälischen- Speditions- Gesellschaft auf dem nördlichen Ufer des Innenhafens.

6. Der Bliek geht von Osten her zurück auf die Schwanentorbrücke. Im Hintergrund in der Mitte der Karte erkennt man den Speicher der Firma Lehnkering auf dem Nordufer des Innenhafens. Vor uns liegt die Münzstraße mit der Kreuzung Beekstraße. Noch verlaufen die Straßenbahnlinien nach Ruhrort durch sie und alte Gaslaternen geben ihr dürftiges Licht. Alte Fordwagen beleben die Straßen und das Fahrrad ist noch ein beliebtes Verkehrsmittel. Dieser Stadtteil hat durch Kriegseinwirkung erheblich gelitten und sein Gesicht heute stark verändert. So ist zum Beispiel die gesamte Münzstraße als Einkaufsviertel nur für Fußgänger umgebaut.

7. Zwei Straßen führten von der Schwanentorbrücke auf das Zentrum der Stadt Duisburg in östlicher Richtung zu. Die eben erwähnte Münzstraße und die sehr enge Schwanenstraße. Durch letztere fuhr früher die Straßenbahn um viele Ecken herum und direkt an den Bürgersteigen entlang von Duisburg-Zentrum nach Ruhrort. Die Schwanenstraße mündete kurz vor dem Rathaus auf die Weinhausmarktstraße. Der Rathausturm trägt 1912 noch seine alte Haube. Diese Straße wurde im 2. Weltkrieg zerstört, die Reste der Häuser bis 1962 beseitigt und gaben so einer neuen breiten Ausfallsstraße Platz, die ebenfalls Schwanenstraße heißt.

DUISBURG

Sl:~ n s ras

8. Die Häuser und Bäume des alten Burgplatzes und der Straße 'Grat' standen noch um 1890. Die Salvatorkirche trug noch ihren Barockturm von 1684 mit dem Posaunenengel als Wetterfahne. In der linken Ecke des Platzes steht das Rathaus von 1843, daneben ein Anbau von 1875. Das Mercatordenkmal, das heutzutage in der linken Ecke des Burgplatzes steht, nimmt auf diesem alten Bild noch die Mitte des Platzes ein, wie es sich einem so wichtigen Denkmal geziemt. Es ist auch nicht von seinem Platz entfernt worden. Der Burgplatz hat sich inzwischen durch den Abbruch der Häuser am Grat nach Norden geöffnet.

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