Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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9. Die Ansicht von 1900 zeigt noch einmal das Rathaus von 1843 mit dem Anbau und ganz links den 'Europäischen Hof, der vom Rat der Stadt ebenfalls zu Verwaltungszwecken erworben worden war. Hier sei etwas zum Mercatorbrunnen gesagt. An dieser Stelle gab es bis 1750 einen Brunnen mit einem Kaiserbild, dann wurde eine Pumpe hier angelegt und am 2.9.1878 enthüllte man das noch heute erhaltenen Mercator-Denkmal. Es wurde zu Ehren des weltbekannten Geographen Gerhard Mercator errichtet, der in der Zeit von 1552 bis 1594 in Duisburg lebte. Das Denkmal ist das Werk des Bildhauers Reis aus Düsseldorf. In dem Durchgang unter dem Rathausturm, der zum Weinhausmarkt führte und noch heute im Neubau vorhanden ist, stand damals noch nicht der Delphinbrunnen. Er wurde erst 1902 beim Neubau erstellt.

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10. Holzgasse und Holzstraße trafen sich an der Steinschen Gasse, die 1910 auch etwa Münzund Kuhstraße voneinander trennte. Die Holzgasse verlief also nicht auf das Rathaus zu wie die Holzstraße. Die Gasse zeigt hier, wie eng der Raum im alten Duisburg war. Die Häuser standen, ältere mit den Giebel zur Straße, den 'Dröppelgang' zwischen sich und dem Nachbarhaus, neuere mit der Längsseite zur Gasse. Bürgersteige gab es in solchen Nebengassen nicht, nur eine schmale Fahrbahn und die Kanalisation, die übrigens in Duisburg ab 1837 gebaut wurde. Erste Gasbeleuchtung gab es bereits seit 1810 in Duisburg.

11. Von der Schwanentorbrücke herkommend, sind wir nun auf den Alten Markt geraten. Die Häuser rechts im Bilde liegen auf der Nordseite der bereits gezeigten Schwanenstraße. Vor uns links das Rathaus mit der in der Bildmitte vor dem Rathaus mündenden Weinhausmarktstraße. Das Hochwasser des Rheins hat vom Innenhafen herkommend wiedereinmal im November 1924 die tiefer gelegenen Teile der Altstadt überflutet. An diesen Alten Markt, der nicht mehr zu Marktzwecken dient, erinnert noch der Name der an der Westseite, also hier vor dem Rathaus entlang, führenden Straße. An Stelle der Häuser rechts im Bild ist heute ein in Grün eingebetteter Parkplatz entstanden. Der Bliek zur Schwanenstraße ist offen.

Duisburz - Partie an der Salvatorkirche unter Hochwasser

12. Der Alte Markt und damit das Hochwasser im November 1924 reichten auch zur Freitreppe der Salvatorkirche und stieg die nach links verlaufende Brüderstraße hoch. Die Menschenmenge rechts im Bilde kommt die Salvatorstraße herab zwischen Salvatorkirche und Rathaus. Hier erkennt man deutlich das Aufsteigen des Geländes vom gefährdeten zum vom Hochwasser freien Burgplatz. Der Alte Markt hat an dieser Stelle sein Aussehen beibehalten, lediglich die Häuser im Bilde links sind Neubauten gewichen. An der linken Postkartenseite steht heute das Gebäude der Verwaltung der Mühlenwerke A.G.

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Rathaus

13. Eine Großaufnahme des Duisburger Rathauses vom Alten Markt her nach Osten läßt deutlich erkennen, daß das Rathaus am Hang gebaut ist. Steigt man die Salvatorstraße hoch, findet man, daß das Erdgeschoß, das man vom Alten Markt aus ebenerdig begehen und befahren kann, vom Burgplatz her Kellergeschoß ist. Die Straße an der Westseite des Rathauses ist der Weinhausmarkt. Der Name entstand, weil die Stadt Duisburg in den Erdgeschoßräumen des Rathauses eine 'Weinschule' eingerichtet hatte. Hier versammelten sich die Ratsherren nach getaner Arbeit zum Trunke. Dort wurde derjenige, welcher von der Stadt als Bote ausgesandt wurde, mit einem Trunke entlassen und bei Rückkehr mit dem Willkommenstrunk empfangen. Dort bewirtete man auch die vornehmen Gäste der Stadt mit Ratswein. An der Nordwestecke des Rathauses steht der Roland.

Duisburg

14. An der Nordwestecke des Rathauses blickt barhäuptig, mit bloßem Schwerte drohend, die überlebensgroße steinerne Figur des Roland über den Alten Markt, gekrönt mit einem Baldachin wehrhafter Mauertürme. Er steht heute noch an gleicher Stelle. Lediglich einige helle Sandsteinflicken zeigen, daß der 2. Weltkrieg auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen ist. Allerdings fehlt heute das schöngeschmiedete eiserne Schutzgitter. Solche schmiedeeisernen Schutzgitter sieht man noch viel an den Rathausfenstern des Erdgeschosses. Der Roland, den noch viele norddeutsche Städte pflegen, ist das Symbol für eine freie Reichsstadt.

15. Hier gehen wir nun die vom Alten Markt kommende Brüderstraße in nordöstlicher Richtung hinauf. Der Bliek fällt zunächst auf die Liebfrauenkirche. Interessant ist aber das vor uns liegende südliche Kirchenschiff mit dem kleinen Dachreiter. Es ist die ehemalige Minoritenkirche, die Kirche der Minderbrüder, der Franziskaner. Sie hatten sich bereits im 13. Jahrhundert hier niedergelassen. Als der Minoritenorden 1832 aufgelöst wurde, diente die Kirche der Liebfrauenpfarre, und als diese 1896 die Liebfrauenkirche erbaute, wurde die kleine Minoritenkirche deren südliches Seitenschiff. Nachdem der 2. Weltkrieg die Liebfrauenkirche zerstört hatte, kamen die Kameliterinnen nach hierher. Die Kirche, die heute Karmelkirche genannt wird, wurde nebst einem Kloster aufgebaut und am 29.6.61 geweiht.

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DUiSBURG Salvatorkirchhoi

16. An der Minoritenkirche vorüber sind wir der Brüderstraße folgend, an der ehemals die Äbte des Stiftes Hambom ein Stadthaus besaßen, zum Salvatorkirchhof aufgestiegen und blieken nach Nordwesten auf die Liebfrauenkirche. Sie wurde 1896 durch den Architekten Rinklake im gotischen Stile unter Einbeziehung der alten Minontenkirche erbaut. Der schlanke Turm war 100 m hoch. In der Nacht zum 6.6.1942 fiel sie den Bomben des 2. Weltkneges zum Opfer und wurde hier nicht wieder aufgebaut. Heute steht eine neue moderne Liebfrauenkirche neben dem Landgericht am Königsp1atz. Sie wurde am 4.6.1961 eingeweiht.

17. Der Salvatorkirchhof, an dem auch die Salvatorkirche steht, wurde 1821 aufgehoben. Alte geschichtlich wertvolle Denkmäler erhielten einen neuen Standort auf dem Alten Friedhof am Sternbuschweg. An der Südostecke des Salvatorkirchhofs stand einst eine Friedhofskapelle aus staufischer Zeit. Heute ist der Kirchhof in eine Grünanlage umgestaltet worden. Frei erhebt sich hier nun die Salvatorkirche. An der Stelle eines bereits in der Zeit Pip ins des Kleinen (714-768) gebauten Kirch1eins errichtete man die Salvatorkirche, nicht wie sie heute steht, denn Feuersbrünste zerstörten sie oftmals. Die heutige Form erhielt sie in den Jahren 1900/04. Der auf dem Bilde noch vorhandene spitze Turm wurde 1943 zerstört und nicht wieder errichtet. Andere Kriegszerstörungen wurden bis 1960 beseitigt.

Salvatorkirche im 16. Jahrhundert.

Salvatorkircbe im 18. Jabrbundert.

DUISBURG.

Salvatorkirche im 20. Jahrhundert.

1610. %11r 800-!/afzrjeier der ersten fienerafsynode. 1910.

18. Die vorstehende Erinnerungspostkarte 'Zur 300-Jahrfeier der ersten Generalsynode' von 1610 zeigt drei Entwicklungsstadien der Salvatorkirche: Den alten Bau vom Jahre 1513 (Hier eine Zeichnung aus dem Corputiusplan von 1566.), den Bauzustand aus dem Jahre 1684, als der Turm noch eine Zwiebelspitze trug mit einem Posaunenengel als Wetterfahne, und die Kirche von 1904, als der Turm einen achteckigen Aufbau mit hochragender Spitze erhielt. Das mittlere Bild ist vom Salvatorkirchhof aus aufgenornmen, zeigt also die Nordseite der Kirche.

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