Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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Duisburg

Burgplatz mil Ralhaus

und Salvalorkirche

19. Die rechts im Bilde erscheinende Salvatorkirche steht erst seit 1902 so frei. Rechts von der Baumreihe in der Mitte der Postkarte standen zwei Reihen von Bürgerhäusern. Die Straße zwischen ihnen hieß 'Grat' und setzte sich zum Alten Markt zwischen Rathaus und Salvatorkirche fort. Dieses letzte davon vorhandene Straßenstück heißt heute Sa1vatorstraße. In der linken Bildhälfte erhebt sich nun das Rathaus mit seiner Ostseite etwa so, wie es heute noch zu sehen ist, Der Bau wurde 1897 begonnen und 1902 fertiggestellt. Der Architekt war Fr. Ratzie aus Kar1sruhe. Die Anlage vor dem Rathaus heißt Burgplatz. Der Platz bildet mit der Salvatorkirche eine ringförrnige Anlage, die etwa der früheren Burganlage auf diesem Gelände entspricht. Der 2. Weltkrieg hat die Türme von Rathaus und Salvatorkirche erheblich geändert, so daß sich dieses Bild heute nicht mehr so bieter.

20. Das von dem Architekten Fr. Ratzel erbaute Rathaus besaß einen sehenswerten Sitzungssaal. Durch drei reichgegliederte Fenster flutete das Tageslicht in den mit Eichenholz vertäfelten Raum. Abends wurde er von Reifenleuchtern erhellt, die in zierlicher Schmiede- und Treibarbeit hergestellt worden waren. Die Bilder an den Wänden zeigten außer den damaligen Potentaten geschichtliche Ereignisse von großer Bedeutung für Duisburg. So in einem Großgemälde die Übergabe der Gesetze und Privilegien an die am 14.10.1655 gegründete Universität Duisburg und in einem anderen die Darstellung des Kampfes der Duisburger gegen das Heer des Erzbischofs von Köln in der Nacht vom 11. zum 12.3.1445 auf der 'Verlörkesbrücke'. Diese Brücke führte über den Dickelsbach etwa in Höhe des heutigen Stadtbades an der Heerstraße.

21. Vor dem Eingang des Duisburger Rathauses vom Burgplatz her posierten 1904 die Mitglieder des Stadtbauamtes Duisburg. Die Aufnahme wurde dem Stadtbaurat und Beigeordneten der Stadt Duisburg Th Quedenfeld zu seinem 70. Geburtstag geschenkt. Ein Teil dieser Personen war am Bau des Rathauses beteiligt. Es sind: Heinrich Blünk, Karl Heidrich, Heinrich Peters, Johannes Latz, Heinrich Heimann, Ernst Fischer, Karl Stinner, Heinrich Biesgen, Wilhelm Stache, Friedrich Schöpp, 'Vater' Heinrich Schenk, Friedrich Schmitz, Heinrich Dürkop, Ado1f Hackenbracht, Karl Klein, Wilhelm Ringeler, Hübert Wartenberg, Friedrich Heller, Jüliüs-Theodor Fricke, unbekannt, Heinrich Hüßmann, Karl Gieß, Oskar Ewel, Ado1f Dreker, Wilhelm Arndt, Karl Stahl, Wilhelm Stempher, Emil Franken, Emil Wendel, Heinrich Flosbach, Wilhelm Massin, Friedrich Herrnes, Hermann Pfeifer, OHo Backhaüs, Wilhelm Weimann, Hermann Lüdecke, Hans Grohmann, Heinrich, Schwalm, Wilhelm Tiede und Michael Heüpgen.

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DUISBURG

Knûppelmarkt

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22. Auf den Burgplatz östlich des Rathauses führten einige Straßen, wie hier die Georgstraße, durch die man die Salvatorkirche sehen konnte. Georgstraße wurde sie zu Ehren des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1619-47) genannt. Heute heißt sie Postgasse und ist der Teil, der westlich der Berufsschule verläuft. Die Straße 'Knüppelmarkt' lag dort, wo heute etwa der Parkplatz an der Südseite des Burgplatzes angelegt ist. Hier verlief in alten Zeiten einmal der Befestigungsgraben für den Burgplatz. Der Knüppelmarkt lief also nordwestlich auf den Weinhausmarkt zu. Er traf, im Bilde vorn links, mit der Poststraße zusammen und stieß im Bilde vorne rechts auf die Gutenbergstraße, die früher Pootgasse hieß, von Poot (Sumpf).

23. Das Bild zeigt die alte Gymnasialstraße, die nach der in der linken Bildhälfte erscheinenden 1512 gebauten Stadtschule genannt war, die 1559 zum Gymnasium erhoben wurde. Am linken Bildrand erscheint noch die Ostfassade des Gymnasiumerweiterungsbaues von 1828, der später ein Verwaltungsbau wurde, als die Räume des Rathauses nicht mehr ausreichten. Aus dieser Schule ging 1909 das heutige Landfermann-Gymnasium hervor. Rechts in der Aufnahme sehen wir das Altfrauenhaus, das 1773 als Altersheim für Frauen erbaut wurde. Die am rechten Bildrand noch zu erkennende Mauerecke gehörte zur Lutherischen Johanneskirche von 1787. Diese Gymnasialstraße ist nach Kriegszerstörung heute von der Grünfläche bedeekt.

24. An der Oberstraße mit Vorderseite zum Keppelshof lag die Diakonenanstalt. Ihr Krankenhaus, hier im Bild, lag an der Ecke ObermauerstraßejGutenbergstraße. Die Anstalt bedeekte also einen Teil des Geländes, das heute von der Gutenberg-Schule eingenommen wird, Die Diakonenansta1t wurde 1844 gegründet und diente anfangs zur Ausbildung von Diakonen und als Seminar für Prediger, 1847 baute man dazu dieses Krankenhaus, in dem Krankenpfleger ausgebildet werden konnten. 1864 kam noch eine 'Herberge zur Heirnat' dazu, die sich dem Sozialdienst verschrieb. Die Diakonenansta1t mit allen Nebenbauten wurde ebenfalls irn 2. Weltkriege restlos zerstört und ist nicht wieder aufgebaut worden.

25. Ebenfalls an der Oberstraße gelegen war das Curtius-Pilgrim-Stift. 1771 als sein Stadthaus von dem damaligen Oberbürgermeister Wintgens gebaut, ging es in den Besitz der Familie Curtius über. Die Firma Friedrich Curtius unterhielt dort ihr Kontor. Die Eheleute Friedrich Curtius und Ehefrau, geborene Pilgrim, riefen eine Curtius Pilgrim-Stiftung ins Leben. Mit Hilfe dieser Mittel und in dem gestifteten Hause konnte die Stadt Duisburg hier am 15.11.1898 ein Altenheim einrichten. Das Haus wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Die Stiftung wurde dann vom Altersheim in Duisburg-Großenbaurn übernommen.

P.L T -DUI5BUR.G, Rite Häuser mit Giebel-Vorbau a. d. Oberstrasse

26. Die alte Oberstraße zeigte emige interessante städtebauliche Feinheiten. Das Haus ganz rechts auf der Postkarte, vermutlich die Hausnummer 26, steht mit dem Giebel zur Straße. Weil man früher keine Regenrinnen an den Dächern kannte, platschte das Regenwasser auf die Straße. Daher mußte zwischen derart gestellten Häusern immer ein Zwischenraum bleiben, der sogenannte 'Dröppelgang' oder die 'Soot'. Die links daneben stehenden Häuser NI. 28 und 30 fallen durch den Überhang der oberen Geschosse auf. Sie sind nur an Fachwerkhäusern zu finden. Diese Bauweise kommt aus dem Oberrheinischen Gebiet und war in Duisburg nur an wenigen Stellen zu finden. Die Häuser sind alle zerstört worden.

27. Ebenfalls in der Oberstraße stand dieses Geschäftshaus. Es trug die Hausnummer 8. Deutlich zeigt es in seiner Fassadengestaltung klassizistischen Einfluß, der sich im 19. J ahrhundert bemerkbar machte. Doch weit wichtiger als dieses städtbauliche Moment ist wohl die Tatsache, daß sich im Hofe dieses Geschäftshauses um 1910 das Dienstzimmer der Städtischen Sparkasse befand. Es wurde am 9.11.1908 bezogen. Eine erste Städtische Sparkasse wurde zwar schon 1828 gegründet, schloß aber bald die Schalter. Als eigentliches Gründungsjahr der Städtischen Sparkasse Duisburg gilt das Jahr 1844. Diese Gründung fand in einem Hause am Alten Markt, Ecke Brüderstraße statt.

28. Eine Nebengasse der Oberstraße ist die Nonnengasse. Sie ist heute noch vorhanden, wenn auch die Eckhäuser zerstört worden sind und heute ein moderner mehrgeschossiger Neubau dort steht. Im Hintergrund links im Bild erkennt man das 'Dreigiebelhaus' . Mit seiner Vorderseite steht es an der Niederstraße. Dieses Gebäude, das der 2. Weltkrieg ausnahmsweise verschonte, war 1608 von den Duissernschen Zisterzienser-Nonnen gekauft worden und diente Ihnen nach Zerstörung ihres Klosters Duissern (Oranien-jHansastraße) als Unterkunft. Das Haus zeigt die in der Spätgotik entstandene Giebelgestaltung. Das Haus wird zur Zeit restauriert. Die Nonnengasse hieß ehemals Klostergasse.

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