Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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29. An der Niederstraße, in der Nähe des eben erwähnten Dreigiebelhauses stand das Städtische Waisenhaus. Wir erkennen es auf dem Bilde von 1920 deutlich in der rechten Hälfte an der Straßenlaterne, die seine Vorderfront ziert. Das Waisenhaus wurde 1655 erbaut und von einer Stiftung der Familien Tack-Tibi unterhalten. Über der Eingangstür befand sich ein Relief, das sauber getrennt Buben und Mädchen in einheitlicher Anstaltstracht zeigte, Oben im Rundbogen des Reliefs prangte das Wappen der Stadt Duisburg. 1943 fiel das Haus den Bomben zum Opfer. In der Mitte des Bildes erkennt man die Liebfrauenkirche.

30. Das alte Elisabethenkloster lag an der Beguinengasse 3. Beguinen oder auch Beginen waren zunächst Konvente von Jungfrauen und auch Witwen, die nach christlichen Regeln leben und wirken wollten, ohne gleich klösterlich gebunden zu sein. 1327 gab es in Duisburg zwei solcher Vereinigungen. 1454 begarmen sie, im Altstadtviertel Beekstraße, Kleinem Kalkhof und Klosterstraße ein Kloster zu bauen, und errichteten an der Ecke Beekstraße, Beginenstraße eine Elisabethkirche. Diese wurde nach Auflösung des Ordens 1811 im Jahre 1845 von der deutsch-katholischen Gemeinde gekauft. Heute steht am Platze der Elisabethkirche das Geschäftshaus Oeben und Thoben. Das alte Klostergebäude wurde zur Schule umfunktioniert und später eine Lehrerwohnung. Die Schule wurde im Kriege zerstört und danach modern aufgebaut.

31. Außerhalb des alten Stadtkerns, östlich des Kuhlenwalls, Ecke Junkerngasse wurde am 5.3.1875 die Synagoge eingeweiht. Das Backsteingebäude ist in einem Misehstil erbaut worden mit romanischen und maurischen Stilelementen. Sie diente der damaligen jüdischen Bezirkssynodengemeinde, zu der die Juden Duisburgs und Umgebung zählten. Als 1905 sich Duisburg, Ruhrort und Meiderich zusammenschlossen, wurde die Synagoge Sitz eines Rabbinats, das damals 1287 Mitglieder zählte. Ihr Friedhof lag auf dem alten Friedhof vor dem heutigen Stadttheater. In der Kristallnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten diesen Bau.

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32. Dieser Bliek über die Dächer Zentral-Duisburgs erfolgt von Süden. In der linken Bildecke unten verläuft die Beekstraße. An dieser lag das Geschäftshaus Cohn und Eppstein. Es war ein Großkaufhaus, wie das Riesenglasdach im rechten unteren Bildwinkel zeigt. Damals war die Beekstraße ein Hauptgeschäftsviertel Duisburgs. Die Türrne, von links beginnend, gehören zur Liebfrauenkirche, der nächst zur Salvatorkirche, ihm folgt das Kreuzungstürmchen der Salvatorkirche, dann der kleine Turm auf dem Mitteldach des Rathauses, nun der Rathausturm selbst und zum Schluß rechts, mit dem Säulenaufbau und dem Hermes darauf gehörte zum Kaufhaus Cohn und Eppstein. Zwischen den beiden Rathaustürmen erkennt man einen kleinen zuckerhutähnlichen Rundturm. Es war der Gefängnisturm des in seiner Nähe liegenden Gerichtsgebäudes.

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33. Von Westen her blieken wir in die Kuhtorstraße und im Hintergrund in die Königstraße. Bemerkenswert ist links vorne das Café Kronprinz. Im Teil mehr zur Bildmitte des gleichen Gebäudes befanden sich im Erdgeschoß und in der ersten Etage die Räume des 'Duisburger-General-Anzeigers', dann das Optiker-Geschäft der Firma Kriewitz, das heute noch in der Königstraße im Käthe-Mandel-Haus existiert. Das vcrspringende weiße Haus dahinter ist die Gaststätte 'Weißes Roß'. Davor zweigt die Obermauerstraße nach links ab. Kurz dahinter biegt der Kuhlenwall ebenfalls nach links ab. Ganz hinten in der Bildmitte liegt das alte Haus der 'Societät'. Der 2. Weltkrieg hat hier ein ganz anderes Stadtbild geschaffen.

34. In der Schwedenallee, der heutigen Königstraße, wurden nach 1820 außerhalb der Stadtmauern Landhäuser in schönen Parks gebaut. Darunter war auch dieses Haus Nr. 21. Es wurde 1855 vom Fabrikbesitzer A. Weber, Besitzer der Firma Matthes und Weber, erbaut. Die Fabriken, in denen Soda, Salzsäure und Glaubersalz hergestellt wurden, lagen in der Nähe des alten Zollamtes. Sie bestehen heute noch, sind aber seit 1916 im Besitz der Fa. Henkel, Düsseldorf. Dieses Wohnhaus diente dann später bis 1919 dem Oberbürgermeister Carl Lehr als Wohnung. Ab 1935 war es Museum. Schließlich mußte es 1958 dem Neubau der Stadtsparkasse weichen.

35. Die Firma Matthes und Weber, deren Familie das schöne Landhaus besaß, das vorher beschrieben wurde, und außerdem eine Sodafabrik an der Werthauer Straße betrieb, zeigt eine seltene Aufnahme der Belegschaft ihres Werkes II aus dem Jahre 1895.

Es sind, von links nach rechts, stehend: Werkmeister Wilhelm Joergens, Zeichner August Demmer, Werkmeister Christof Wolf und Expedient Gerhard Rettinghaus. Sitzend: Werkmeister Heinrich Hendricks, Schlossermeister Oskar Johne, Werkführer Heinrich Joergens, Buchhalter Adolf Kesselberg, Labor-Meister Hermann Knüfermann und Werkmeister Wil helm Hubert.

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36. Duisburgs Sonnenwall hatte sich im Laufe der Zeit von einer Drecksgasse zu einem Geschäftsviertel entwickelt, was sie übrigens auch heute noch sogar ohne Straßenverkehr ist. Zur Zeit der Aufnahme der Postkarte blieken wir nun in nördlicher Richtung von der Kreuzung Sonnenwall, Wallstraße auf die Königstraße. Dort erkennen wir an der Ecke Königstraße, Kuhlenwall den alten Duisburger Hof. Das Eekgebäude vorne links ist den Nachkriegsduisburgern noch bekannt. Die Firma Garnatz vegetierte lange noch in einem flachen Behelfsgebäude. Es wich dem Neubau der Teppichfirma Pelzer. Die auf der rechten Bildhälfte zu erkennenden Gaststätte 'Laterne' finden wir allerdings auch heute noch. Die Bomben haben sie verschont. Die Straßenbahnlinie, die einst durch den Sonnenwall rollte, fuhr nach Hochfeld.

Bisrnardtdenkmel u. }{önigstrasse

Duisburg

37. Wieder blieken wir nach Osten in die Königstraße. 1834 wurde das Gelände von der Stadt Duisburg für Verpflegungsgelder gekauft, die die Schweden sehr verspätet zahlten, weil ihre Truppen einmal in Duisburg gelegen hatten, und in diesem Teil 'Schwedenallee' getauft. Um 1860 hieß die Straße dann Mü1heimer Straße und später erst Königstraße. Hierher bauten sich einige reiche Duisburger ihre Wohnvillen und Geschäftshäuser in meist schönen großen Gärten. So das eben erwähnte Haus von A. Matthes oder das Societätsgebäude oder die Duisburg-Ruhrorter-Bank. Vor dieser Bank errichtete man zu Ehren des Reichskanzlers zu seinem Geburtstag am 1.4.1905 ein Bismarckdenkmal. Sein Schöpfer war Prof. Reusch aus Königsberg.

Duisburg.

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38. Der Bliek geht nun vom Bismarckdenkmal aus in westliche Richtung. Wir erkennen die Wucht des Denkmals. 3 m hoch ist die granitene Säule, die den Altreichskanzler trägt. Zu beiden Seiten sitzen Symbolfiguren. Auf der westlichen Siegfried mit dem getöteten Drachen, auf der anderen ein wehrhafter Germane mit einer Tafel in der Hand, auf der unter anderem das Bismarckwort steht 'Irn Dienst des Vaterlandes gehe ich auf!' In der Mitte der Karte fällt das im klassizistischen Stile erbaute Societätsgebäude auf. Das Haus im Hintergrunde des Denkmals ist das Gebäude der heutigen Deutschen Bank.

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