Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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Duisburg

Dûsseldorfersteaße

39. Bismarck selbst schaute nach Süden in die Düsseldorfer Straße. Diese wichtige Geschäftsstraße war früher in ihrem südlichen Teil ebenfalls mit schönen Villen bebaut. In ihrem hier gezeigten nördlichen Teil befindet sich das Bankenviertel. Der Bau mit der hohen Kuppel war die Rheinische Bank. Dort etwa steht heute der Gebäudekomplex der Firma Horten. Noch heute steht ihr gegenüber das architektonisch schöne Gebäude der Reichsbank, zu dem Prof. Stiller aus Düsseldorf die Pläne lieferte. Damals wie auch heute noch fährt hier die Straßenbahn nach Düsseldorf hindurch.

40. Die eben beschriebene Straßenkreuzung Königstraße, Düsseldorfer Straße betrachten wir hier noch einrnal aus der Vogelperspektive. Durch die Mitte des Bildes von links nach rechts zieht sich die ehemalige Schwedenallee mit Bäumen bepflanzt hin, Auf ihr steht ein Straßenbahnpavillon. Hinter dem Bismarckdenkmal sieht man die Duisburg-RuhrorterBank, eine Filiale der Essener-Kredit-Anstalt, Zwischen dieser Bank und dem links daneben liegenden Gebäude der Deutschen Bank verläuft noch die Durchgangsstraße Burgacker. Der Verkehr mußte sich so um das Denkmal herumquälen, daß es später zum Buchenbaum hin versetzt wurde.

41. Gegenüber dem Kaiserplatz wurde 1876 das Gerichtsgebäude errichtet. In ihm wurden das Königliche Land- und das Königliche Amtsgericht untergebracht. Die Gerichte waren bisher seit 1836 in einem Gebäude an der Beekstraße untergebracht gewesen. Davor hatte ein Gerichtsgebäude bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts in der Nähe der Burg, das heißt dem Rathaus, gelegen. Die Gefangenen waren damals in einen Turm eingeschlossen, den wir auf dem Bilde mit den vielen Türmen erkennen konnten. Vor das neue Gerichtsgebäude pflanzte man 1871 eine Friedenseiche. Wir sehen sie hier in der kleinen schmiedeeisernen Umzäunung. Sie ist aber nicht alt geworden.

Duisburg. Krieçercenkme ..

42. Auf der Anlage am Buchenbaum stand 1910 ein Kriegerdenkmal für die Duisburger Gefallenen des Krieges 1870/71. Auf hohem Sockel saß eine trauernde Germania, eine Mauerkrone zierte ihr Haupt, eine Tafel stüzte sie auf ihr Knie, die rechte Hand hielt einen Griffel, um auf der Tafel der Geschichte die Heldentaten der Gefallenen zu verewigen. Vier Marmortafeln am Sockel enthielten die Namen der Toten. Das Denkmal war vom Duisburger Stadtbaumeister Schülke entworfen und von dem Bildhauer Reis aus Düsseldorf ausgeführt worden. Am 2.9.1876 wurde es eingeweiht und mußte im Juli 1936 dem nach hierher versetzten Bismarckdenkmal weichen. Dieser Platz hieß früher Kaiserplatz. Hinter dem Denkmal steht das 1893 gegründete Gatermannhaus, das 1943 bombenzerstört wurde und an dessen Stelle Helmut Horten ein Kaufhaus errichtete.

DUISBURG, LRND- UND flMTSGE"R CHT

43. Das Land- und Amtsgericht wurde bald zu klein. Wir sehen es hier in der linken Bildseite an der Königstraße. Dahinter liegt noch heute das damals errichtete Gefängnis. 1911/12 entstand das große Bauwerk am König-Heinrich-P1atz. Von hier aus betrat man nun durch das Ostportal das neue Gebäude. Am 2.1.1912 wurde es eingeweiht. Seine Herstellungskosten beliefen sich auf 400.000 Goldmark. Das Gebäude besteht in seiner alten Form nicht mehr. Dem 2. Weltkrieg fielen das Mansardendach und das Türmchen zum Opfer. Später baute man das Dach gradlinig aus.

44. Westlich des alten Gerichtsgebäudes und des Gefängnisses verläuft die landgerichtsstraße. An ihr erbauten die Stadtväter in den Jahren 1883 bis 84 auf dem Gartengelände der Familie vom Rath, heute zwischen der Straße am Mühlenberg und der Köhnenstraße gelegen, eine höhere Töchterschule für beide Konfessionen. Der Bauinspektor Quedenfeld lieferte die Baupläne. Dr. Robert Joachim hatte bis 1903 die Leitung der Schule. Bomben des 2. Weltkrieges zerstörten am 13.5.1943 das Gebäude. Es war 1958 wieder hergestellt und führt seit 1966 den Namen: Frau- Rat-Goethe-Gymnasium.

45. Die Höhere Töchterschule zu Duisburg in der Landgerichtsstraße besaß natürlich auch eine große Aula. Es lohnt sich, einmal in einen solchen zeitgemäßen Festsaal hineinzuschauen. An der Stirnwand prangten große Gemälde ihrer Majestäten der Kaiser Wilhelms I. und 11. In der Mitte hing das auch in vielen Bürgerhäusern beliebte Bild der Königin Luise (1776-1807). Sie war die Mutter Kaiser Wilhelms L Die Bilder waren im Stile der damaligen Zeit mit den Königs- und Kaiserkronen geschmückt und mit schweren meist vergoldeten Eichengirlanden behängt, Das Rednerpult und der schwere wertvolle Flügel standen erhöht auf dem 'Podium'.

46. Am König-Heinrich-P1atz, Ecke Königstraße entstand in den Jahren 1886 bis 87 auf dem Gelände des Gartens, der ehemals der Familie Carstanjen gehörte, nach Plänen des Architekten Deckers aus Düsseldorf, die Städtische Tonhalle. Sie wurde gebaut, um endlich Räume für gute Konzerte und Theateraufführungen zu haben. Da die Stadtväter damals dafür kein Geld hatten, verdankte die Halle ihr Entstehen Mitteln der Bürger Duisburgs. Das Unternehmen wurde zunächst von einer Aktiengesellschaft geführt. Der am 29.9.1886 vollzogenen Grundsteinlegung folgte am 13.11.1887 die Einweihung. (Dabei wurde die 'Schöpfung' von Haydn aufgeführt. Der erste Tonhallendirektor war Kar! Simons.) Leider fiel auch dieses im Renaissance-Stil erbaute Kunstzentrum den Bomben des 2. Weltkrieges zum Opfer. In der Nacht vom 6/7.9.1942 brannte es vollständig aus. An seiner Stelle entstand 1959/62 die heutige Marcatorhalle.

47. Wir schauen uns auch den Festsaal der Tonhalle an. Er mißt 30 m mal 22 m und faßt 1200 Personen. Von der Galerie, zu der breite Treppen emporführen, blieken uns auch hier die kaiserlichen Herrschaften jener Zeit dieses Mal als Büsten an. Eine Bühne für Theateraufführungen befindet sich an der Ostseite des Saales, davor liegt der versenkbare Orchesterraum. Im Jahre 1901 erhielt der Saal auch noch eine Orgel. Zu ihrer Einweihung fand am 2. und 3.2.190l ein glänzendes Musikfest der Gesangvereine Duisburgs und Mülheims statt.

48. Immer wieder war bisher die Rede vom König-Heinrich-Platz, Dieser Platz, an dem um die Jahrhundertwende so viele große Gebäude errichtet wurden, war ab 25.6.1821 ein Friedhof. Der erste Tote, der auf ihm beerdigt wurde, war der Gymnasialdirektor und Heimatdichter Johann Gottfried Christian Nonne. Er starb am 21.6.1821. Eine Ecke des Friedhofs war für Juden reserviert. 1908 wurde der Friedhof aufgehoben, nachdem ab 1870 dort niemand mehr beerdigt worden war. Der Bliek geht über die Friedhofsmauer, die dort 3 m abfällt. Dahinter verläuft der Pulverweg, der heute Landfermannstraße heißt, auf das Wasserviertel zu, das damals noch unbebaut war. Man erkennt die alte Ruhrau, sieht wie sich die Ruhr einst vom Schnabelhuk kommend im großen Bogen ihr Bett geschaffen hat.

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