Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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Duisburg - Stadttheater

49. Westlich des alten Friedhofes am König-Heinrich-Platz wurde nach Plänen von Prof. Martin Dülfer in den Jahren von 191 Oj 12 das Stadttheater erbaut.165 2 Besucher fanden im Zuschauerraum Platz. Am 7.11.1912 wurde es mit den Vorstellungen: 'Wallensteins Lager' und der Festwiese aus 'Meistersinger' eröffnet. Aus Schillers 'Huldigung der Künste' stammt der Spruch an der Giebelseite zum König-Heinrich-Platz: Mit allen seinen Tiefen, seinen Höhen roll' ich das leben ab vor deinem Bliek, Wenn du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst du reicher in dich selbst zurück! 1942 zerstörten Bomben das Gebäude. Erst am 1.10.1950 konnte das wieder hergestellte Haus feierlich eröffnet werden.

50. Vor dem Stadttheater auf dem König-Heinrich-Platz steht diese alte Dampfspritze aus dem 19. Jahrhundert. Da es in Duisburg erst ab 1904 eine Berufsfeuerwehr gab, waren es meist freiwillige Mannschaften, die aufkommende Brände löschten. Es wird wohl einige Zeit gedauert haben, ehe dieser stehende Dampfkessel, dessen Feuerung aus dem unter dem Wagen hängenden Kohlenkasten gespeist wurde, den nötigen Druck in sich verspürte, das Pumpenaggregat in Gang zu setzen. Außerdem wird es auch den beiden Pferdchen nicht leicht gefallen sein, den schweren Wagen schnell zur Brandstelle zu zerren.

51. Nach 1900 entstanden um den König-Heinrich-Platz mit seinen Großbauten auch weitere Stadt- und Privathäuser. Das 'Wasserviertel' , wie die ehemalige Ruhrau nördlich des Pulverweges heißt, wurde in der Hauptsache mit Wohnhäusern bebaut. Die Luftaufnahme zeigt die fertige Bebauung des König-Heinrich-Platzes, Links unten sieht man das Gatermannhaus, jenseits der Königstraße erhebt sich das Amts- und Landgericht, das Stadttheater, links daneben das Stadthaus von 1926 und rechts der Duisburger Hof. Rechts des Platzes erkennt man die Tonhalle. In der oberen Bildhälfte erscheinen die Speicher am Innenhafen, darüber die Baumreihe des alten Ruhrschnellweges und schließlich sieht man die Schiffe auf der Ruhr.

52. Vom Kriege fast verschont blieb das Rheingoldhaus, Königstraße Nr. 64, Ecke Hohe Straße. Ihm gegenüber lag der Garten und der Südeingang der Tonhalle, dazwischen aber noch die von der Straßenbahn befahrene Königstraße. Die Gaststätte empfiehlt noch heute wie vor 80 Jahren ihre gute Küche, prima Weine und bestes Bier. Sie lud zum Ausklang des Abends besonders nach einem Theaterbesuch ein. In der ersten Etage des Hauses befand sich ein großer Saal, in dem es einen Varieté-Raurn gab. Das Gebäude hat zwar einige Umbauten erfahren, bewahrt aber immer noch seine alte Tradition.

53. Seit dem 18.10.1909 steht das Landfermann-Gymnasium an seinem jetzigen Platz an der Mainstraße. Im 16. Jahrhundert war es als Städtisches Gymnasium am Salvatorkirchhof entstanden. Erst seit dem 23.2.1925 hat es den heutigen Namen nach seinem Leiter Dietrich Wil helm Landfermarm (1835-41). Einer seiner Direktoren war auch der Dichter Nonne (1796-1821). Lehrer an dem Gymnasium war (1868-1911) auch der in Duisburg sehr bekannte Heinrich Averdunk. Er wurde Stadtarchivar, verfaßte eine Heimatgeschichte und schuf ein Heimatmuseum. Das Landfermann-Gymnasium hatte eine wertvolle Altertumssammlung von etwa 50 altgermanischen Urnen aus Gräbern in der Wedau und fränkische Gefäße aus Gräbern an der Friedrich-Wilhelm-Straße und römische aus Asberg.

DUISBURG, Düsseldorferstra8e

54. Die Düsseldorfer Straße am Bismarckdenkmal in der Königstraße zeigt diese Karte. Sie wurde 1771 unter Friedrich dem Großen angelegt und um 1812 ausgebaut. Auf der Postkarte blickt man etwa von dem heutigen Kaufhaus Horten nach Norden. Nur schwach ist das Denkmal zu erkennen. Eine für Duisburg wichtige Handelseinrichtung schuf sich hier in der rechten Bildhälfte sichtbar ihr eigenes Haus, die Getreidebörse rnit der Gaststätte 'Börsenkeller'. Das Haus wurde nach Entwürfen der Architekten Bielenberg und Maser, Berlin, erbaut und am 12.2.1910 eingeweiht. Heute erinnert nur noch der Straßenname 'Börsenstraße' an dieses Bauwerk.

55. An der Ecke Düsseldorfer- und Friedrich-Wilhelm-Straße stand dieses Haus nach dem Todes des letzten Besitzers, des Frauenarztes Dr. Zimmermann, frei. Dorthin verlegte der Rat der Stadt Duisburg die Altertumssammlung aus der 3. Etage des Rathauses und die Ausstellungsstücke aus der Königstraße 21 nach hierher. Die Rathaussammlung war von Heinrich Averdunk aufgebaut worden. Bis zum 2. Weltkrieg stand dieses Haus noch an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Die Sammlung wurde später zur Mülheimer Straße 39 geschafft. Ab 1968 befindet sie sich wieder in der Nähe dieses Hauses, das inzwischen abgerissen wurde, im Kant-Park im Niederrheinischen Museum.

56. Ebenfalls an der Düsseldorfer Straße gelegen war der Böninger Park. Er wurde früher vom Dickelsbach durchflossen, der dort einen Teich bildete, an dem die Böninger Mühle lag. Der Park erstreckte sich und erstreckt sich auch noch heute in etwas veränderter Form von der Düsseldorfer Straße im Osten über die Johanniterstraße im Westen bis zur Heerstraße. 1921 erwarb die Stadt Duisburg den Teil des Park es westlich der Johanniterstraße und 1937 den Rest östlich davon. Er war der Bevölkerung als Erholungsgebiet freigegeben und wegen seines schönen Baumbestandes und der vielen angelegten Wegen sehr beliebt. Heute ist der Dickelsbach umgeleitet, der Teich zugeschüttet, doch laden Wege und Ruheplätze immer noch zum Spaziergang ein.

57. Die im Böninger Park am Teich und Dickelsbach liegende Wassermühle hieß nach den letzten Besitzern Böninger Mühle. Sie stammte aus dem 13. Jahrhundert und gehörte ursprünglich den J ohannitern, einem geistlichen Ritter- und Mönchsorden, der in Duisburg ein Kloster und die Marienkirche besaß. Doch bereits 1271 verkaufte er die Wassermühle und im 18. Jahrhundert ging sie in den Besitz der Familie Böninger über, die sie zu einem Sommersitz ausbauten. 1794 stellten sie einen Teil der Mühle einigen Malern aus Düsseldorf als Bleibe zur Verfügung. 1924 befand sich in ihr die erste Duisburger Jugendherberge. Im 2. Weltkrieg fiel sie den Bomben zum Opfer.

58. Im Gelände des Böninger Parks, genau: Düsseldorfer Straße Nr. 210 stand das 'Böninger Schlößchen', Ernst Böninger legte am 19.4.1883 den Grundstein dazu und bezog es ein Jahr später. Es stand bis zur Zerbombung im Oktober 1944 und diente zuletzt seit 1938 dem Duisburger Konservatorium. Man erkennt die Stelle, an der das Haus einst stand, noch heute an dem kleinen Hügel im Park und daran, daß die Parkgärtner des Böninger Parks noch heute seinen Keller als Abstellraum für ihre Gartengeräte benutzen. Die Bauschuttmassen sind als Anhöhe darüber gewölbt und mit Grünanlagen versehen.

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