Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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Düsseldorferslrasse.

59. Die Düsseldorfer Straße, die an ihren Nordanfang an der Königstraße zunächst gewichtige Bauten wie die Börse, die Reichsbank und die Rheinische Bank aufwies, und durch die die Straßenbahnschienen nach Düsseldorf verliefen, bot in ihrem südlichen Teil vor der Einmündung der Heerstraße Platz für die Errichtung von villenartigen Wohnhäusern. Aber auch Parkanlagen, wie der Böninger Park, reichten an sie hier heran. Vor 1771 hieß sie übrigens 'Musfeldweg'. In der Nähe der Kremerstraße lag auch eine Fabrik an ihr. Es war die Baumwollspinnerei von Gustav Goeters. Sie war 1854 in Betrieb genommen worden und beschäftigte im Jahr 1900 immerhin 150 Kräfte.

60. Wo die Düsseldorfer Straße und der Stembuschweg sich heute treffen, liegt der Grunewald. Hier befanden sich drei Gaststätten: Das Fortshaus Grunewald auf der südöstlichen Ecke der Straßenkreuzung, es stand an der Stelle des früheren Forsthauses Grünwald, dann das Parkhaus Grunewald und das hier gezeigte Stammhaus Grunewald, das dem Parkhaus Grunewald gegenüber an der nordöstlichen Straßenecke lag. Es war ein alteingeführtes gediegenes Gasthaus, in das die Fuhrleute einkehrten. Man betrat es über eine zweiseitige Treppe von der Düsseldorfer Straße aus. Hinter dem Gasthaus lag eine schattige Gartenanlage. Heute stehen hier die Pfeiler der neuen Grunewaldbrücke der Nord-Süd-Achse Duisburg.

61. Auf der westlichen Seite der Düsseldorfer Straße, gegenüber der Einmündung des Sternbuschweges, der früher in diesem Teil 'Alter Kalkweg' hieß, besaß Fritz Behmenburg das Parkhaus Grunewald. 1901 baute es die Duisburger Firma Guillaume. Es besaß außer Gartenanlagen einen Saal von 1250 m2 Bodenfläche, der damals als der größte des Rheinlandes galt. An der Parkhausstelle lag früher die Walkmühle des Tuchfabrikanten Hardt. Noch heute gibt es dort eine Hardtstraße. Die Dampf- und Wassermühle wurde bis 1875 betrieben. Es gab also dort vor dem Parkhausbau einen Mühlenteich, denn am Grunewald floß der Poetbach in den Dickelsbach. Das Parkhaus wurde im 2. Weltkrieg ebenfalls ein Bombenopfer.

Spezialitäten: Pissoiröl, Carbolineum, Autoöle, Wagenfette, Hufsalbe.

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62. Auf den Grunewald zu verläuft die Heerstraße. An ihr entwiekelten sich eimge Fabriken. So die hier auf einer Geschäftskarte dargestellte Firma August Gähringer, Fabrik und Großhandel für technische Fette und Öle. Spezialitäten werden angeboten. Hinter der Fabrik, links oben im Bild ist die Heerstraße zu erkennen, links im Bild ist der Dickelsbach zu sehen, der von hier zur Böninger Mühle weiterlief. Vor den Gebäuden, in der Bildmitte führt die Königgrätzer Straße entlang. Das Wohn- und Geschäftshaus im kleinen Kreis befindet sich heute noch an der Ecke Königgrätzer Straße, Heerstraße, ist aber abbruchreif. Einige der alten Fabrikgebäude stehen auch noch im Hinterhof. Die Firma geht jetzt den alten Geschäften in kleinem Umfange nach.

63. In der Nähe des Dellp1atzes entstand an der Musfeldstraße, Ecke Papendelle (früher Josephstraße), aus einem Vermächtnis des 1845 verstorbenen Pfarrers Heinrich Hollen hervorgegangen, das St. Vincenz-Hospital. Da es von Schwestern des Klemensordens betreut wurde, hatte man am Ostflügel eine Hauskapelle angebaut. Die Einweihung fand am 13.10.1861 statt. Da das Krankenhaus, das 1890 sehr modern ausgebaut worden war, im Kriege stark zerstört wurde, wird heute an einen Neubau gedacht. Die in der rechten Bildhälfte gezeigte Kirche, die J osephskirche, steht mit ihrem Turm gen Osten zum Dellplatz hin. An ihr hat sich der Turm erheblich geändert, da auch er im 2. Weltkrieg in Schutt und Asche fiel. Die Kirche war im gotischen Stil in den Jahren 1871-73 errichtet worden.

Duisburg.

Friedrich Wilhelmplafz.

64. Das Dellviertel wird mit der Altstadt durch den Friedrich-Wilhelm-Platz verbunden, da er in beiden Stadtvierteln liegt. Der Name erinnert an die Anwesenheit Friedrich Wilhelms IV. in Duisburg im Jahre 1846. Der Platz bestand damals aus zwei Teilen. Der westliche Teil, die Bleek, lag noch innerhalb der Stadtmauer an der Untermauerstraße. Diese wurde erst 1848 abgerissen. Der Platz wurde später mit Bäumen bepflanzt. Die Straßenbahnlinien von der Königstraße nach Hochfeld und die Abzweigung durch die Frredrich-Wilhelm Straße sind verschwunden. Auch Neubauten umsäumen jetzt den Platz, nachdem der Krieg viele der alten Häuser zerstörte.

65. Von der Post wurde bereits öfters gesproehen. von der alten Post in der Nähe des Burgplatzes und der neuen am Hauptbahnhof. Hier nun ein Bild der damaligen Post zustellung. Der Paketwagen ist da. Er nimmt auch gleich neue Pakete zur Beförderung entgegen. Bis etwa 1920 war es so gemütlich. Dann kamen motorisierte Fahrzeuge auf. Der letzte Duisburger Postkutscher Paul Fröse stellte 1929 seine Fahrten ein. Dann wurde auch der Pferdestall der Post an der Poststraße geschlossen und die letzten Pferde mußten versteigert werden.

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66. Das neue Postgebäude am Hauptbahnhof ist 1930 fertiggestellt worden. Die Reste der Königstraße vor der Eisenbahnbrücke im Bilde links sollen abgerissen werden. Noch bietet das Hotel Restaurant Düsseldorfer Hof, Wilhelm Schulte, das seit 1840 in Hochfeld erbraute Export, Pilsener und Münchener Bier an. Die dahinter liegende Conditorei und Café Kolkmann hat leekere Backwaren. Links biegt die Saarstraße ab. In der Mitte des Bildes erkennt man noch im Hintergrund einen der alten Bahnhöfe Duisburgs, das 1877 in Betrieb genommene Gebäude der Rheinischen Eisenbahngesellschaft.

67. Drei Eisenbahngesellschaften versorgten konkurrierend Duisburg rnit Eisenbahnstrecken. Die Köln-Mindener Gesellschaft baute die Verbindung Düsseldorf-Duisburg, die Bergisch-Märkische die von Dortmund über Mülheim nach Duisburg und die Rheinische überbrückte den Rhein bei Hochfeld und legte ihre Gleise durch das Nachtigallental nach Spelderf-Essen, Sie baute lediglich eine Stichbahn nach Duisburg und einen eigenen Bahnhof. Der erste Bahnhof entstand am 9.2.1846. Nach der Verstaatlichung der drei Eisenbahngesellschaften mußte in den Jahren 1879-1882 ein gemeinsamer Bahnhof gebaut werden. Es war der hier auf dem Bilde. Er wurde am 18.10.1886 in Betrieb genommen. Das Hauptportal führte zur Königstraße. Im Vordergrunde ist die Kellerstraße in Neudorf noch zu sehen, die heute infolge weiteren Gleisausbaus aufgehoben ist.

68. Diese Pferdetränke hat bis etwa 1930 bestanden. Sie befand sich auf dem Vorplatz des 1886 dem Verkehr übergebenen Bahnhofsgebäudes und zwar auf der Zufahrt, die vom Buchenbaum oder der Königstraße herkam. Sie mußte dem Neubau der Hauptpost an der Königstraße weichen. Damals war sie ungernein wichtig. Denn sowohl der Pferdedroschkenbetneb war groß am Hauptbahnhof, auch hatten die braven schweren Pferde Durst, die gewichtige Güter zum Güterbahnhof im Süden des Bahnhofsgebäudes ziehen mußten. Aus dem unteren Becken durften die Hunde trinken.

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