Duisburg in alten Ansichten

Duisburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Haase
Gemeente
:   Duisburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2431-7
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Duisburg in alten Ansichten'

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Am Bahnhof

DUISBURG

69. Nördlich des Haupteinganges zum 1886 erbauten Hauptbahnhof trafen sich die beiden Straßen: Am Buchenbaum und die Königstraße. Die Straße 'Am Buchenbaum' tritt von rechts ins Bild, die Königstraße von links. Beide Straßen hatten regen Verkehr. Straßenbahnlinien trafen sich hier. Die zweigleisige Eisenbahnbrücke ist die Grenze zwischen der König- und der Mü1heimer Straße. Auf der Nordseite der Königstraße lag das Hotel 'Berliner Hof', dessen vom Krieg übriggelassenen Reste erst kürzlich abgerissen wurden. Hinter dem Eckgebäude links mit dem Türmchen bog die Weberstraße ein, weil in der Gegend einmal eine Mechanische Weberei gestanden hat. Alle Gebäude stehen heute nicht mehr. Die Eisenbahnbrücke ist erheblich erweitert worden.

70. Hier nun der Bliek von der Mülheimer Straße aus nach Westen unter der Eisenbahnbrücke hindurch. Vorne links verläuft die Straße 'Am Buchenbaum' und von ihr wieder links biegt der Aufgang zum Bahnhofsgebäude ab. Die Straßenbahnlinien in der Mitte des Bildes laufen in die Königstraße hinein. Hinter dem Pavillon links wird gerade das 'UnionHotel' abgerissen. Schon damals führte die Straßenbahnlinie '2' nach Mülheim, wie an der Straßenbahn in der Mitte des Bildes zu lesen ist.

71. Vom Bahnhof her, das heißt von der Eisenbahnbrücke herunter, blieken wir in die alten Königstraße. Sie war in den Jahren nach 1900 noch sehr schmal. An der Straße 'Am Buchenbaum' links entstand schon das 1931 in Betrieb genommene Hauptpostgebäude. Rechts biegt die Saarstraße nach Norden ab. Der hohe nackte Giebel auf der rechten Straßenseite ist das Mercatorhaus. Die im Vordergrunde stehenden Kioske, deren Existenz meist mit dem Hauptbahnhof in Verbindung stand, waren keine schöne Visitenkarte für die Besucher Duisburgs. Sie sind alle der Straßenführung 'Nord-Süd-Achse' zum Opfer gefallen. Der Schornstein links im Bilde gehörte zur Brauerei 'Schützenburg' an der Friedrich-Wilhelm Straße.

72. Westlich des Hauptbahnhofs verläuft die Mercatorstraße. Heute ist sie vorwiegend eine Geschäfts- und Hotelstraße. Um 1920 bestand sie nur aus Wohnhäusern. Dieser im Bild gezeigte Teil der Mercatorstraße lag südlich der Güntherstraße. Hier gab es noch Vorgärten mit schönen schmiedeeisernen Zäunen. Beim Bau des Hauptbahnhofs 1933 wurde die Straße umgestaltet. Die Zäune wurden abgerissen, die Vorgärten machten Bürgersteigen Platz und die linke Baumreihe wurde abgeholzt. Hinter der Baumreihe links lag übrigens die Radrennbahn.

73. An der Mercatorstraße, etwa da wo sich heute der Verteilerkreis Nord-Süd-Achse, Koloniestraße befindet, stand der 'Sportplatz' oder die 'Radrennbahn' südwestlich vom Hauptbahnhof. Der Platz hatte eine 400 m lange Radrennbahn und verfügte an seinem westlichen Rand über eine Tribüne. Es gab auch ein 'Restaurant zum Duisburger Sportplatz', dessen Inhaber Wilhelm Hagemann war. Hier auf diesem Platz fanden besonders im Sommer 'Olympische Spiele' und gelegentlich auch 'Fliegerrennen' statt. Irn Hintergrund erkennt man den Schornstein der Brauerei 'Schützenburg' .

74. Der Kopf eines Rechnungsformulares, verwendet am 9.2.1898, zeigt die Gesamtanlage der Brauerei 'Schützenburg' . Zu beachten ist besonders das Gasthaus vorne links im Bilde. Es steht heute nicht mehr. An seiner Stelle soll eine Hochgarage errichtet werden. Die Gaststätte befand sich an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Die anderen Gebäude lagen auf dem Gelände zwischen Tonhallen- und Lenzmannstraße. Die Anlage hatte einen großen Festsaal. In ihm fanden Aufführungen besonders der Gesangvereine statt, als man die Tonhalle noch nicht gebaut hatte.

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75. Wir kehren zurück zum Zollhafen am Marientor. Aus dem Stadtkern heraus führt diese Brücke über den Dickelsbach, das heißt hier schon über den Zollhafen von der Brücke nach links und nach rechts Holzhafen. Das weiße Gebäude links von der Straßenbahn ist das Zollamt von 1828 am Ende des Zollhafens. Hinter ihm überquerte die Hafenbahn der Cöln-Mindener-Eisenbahngesellschaft die Straße. Dem Zollamt rechts gegenüber liegt ein Güterschuppen dieser Gesellschaft. Hinter dem Zollamt nach links biegt die Marientorstraße ab. Vor dem Schuhgeschäft Carl Velden zweigt die Rheinstraße nach links, das heißt nach Norden, ab. Die in die Bildmitte verlaufende Straße heißt Beekstraße. Sie führt zum Rathaus.

76. Wir stehen nun weiter südlich der Marientorbrücke am Holzhafen, der bis zur früheren Bleichstraße reichte und von dort in den Dickelsbach überging. Vor uns liegen also von links die Marientorbrücke, das Zollamt und der Güterbahnhof der Hafenbahn der CölnMindener-Eisenbahngesellschaft, die entlang der Kremerstraße zum Hauptbahnhof lief. In der Mitte des Bildes steht die Marienkirche. Sie wurde von den Johannitern erbaut und 1156 geweiht. Die Kirche und das Kloster lagen ursprünglich außerhalb der Stadtmauer, wurden aber 1295 in diese einbezogen. Die jetzige Kirche steht seit 1802. Bei ihrer Erneuerung 1896 nach Plänen des Geh. Baurats March in Charlottenburg erhielt der Turm einen kupfernen Helm.

77. Die Marientorbrücke ist jetzt unser Standort. Wir blieken nach Süden. Links im Bilde die Sonnenwallbrücke zur Heerstraße. Im Hintergrunde erkennen wir das Bürohaus der Holzhandlung Kiefer. Auf dem westlichen Ufer des Holzhafens, etwa in Höhe der Marienkirche, bauten die Stadtwerke 1903 dieses Pumpenhaus. Mit 2 starken Pumpen wurde von hier aus dem Holzhafen Kühlwasser zum Gaswerk an der Zirkelstraße gefördert. Im Laufe der späteren Jahre wurde aus der Holzhandlung eine Baufirma Kief'er, der Holzhafen kanalisiert und zugeschüttet, 1965 das Pumpenhaus abgerissen und heute verläuft hier aufgeständert die Zollhafenbrücke der L 609, Zubringer zum neuen Ruhrschnellweg B 60.

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78. An der Westseite der Heerstraße, westlich des Bürohauses der Holzhandlung Kiefer liegt die Städtische Badeanstalt an der Heerstraße Nr. 16. Im Jahre 1898 wurde sie der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Seine Baukosten betrugen 333 998 M. Die Badeanstalt hatte zwei Schwimmbäder. 25 x 12 m maß das Bad für die Herren und 20 x 9 m das für die Damen. Das alte Stadtbad fiel den Bomben zum Opfer. Erst 1954 konnte der erste Bauabschnitt des Neubaus an gleicher Stelle zur Nutzung freigegeben werden.

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