Ebersberg in alten Ansichten Band 1

Ebersberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Markus Krammer
Gemeente
:   Ebersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3045-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ebersberg in alten Ansichten Band 1'

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29. Etwa zu der Zeit, als die Lokalbahn nach Ebersberg eröffnet wurde, also um 1900, ließ sich der streitbare Bürgermeister Georg Radi, erkenntlich durch seinen gewaltigen Schnurrbart, mit seinem Gemeindeausschuß fotografieren. Sämtliche gewichtigen Gemeindeväter konnten auf dem Bild noch identifiziert werden. Von links sitzend: Ferdinand Pleininger (Goldschmied), Sebastian Hupfauer, Bürgermeister Georg Radl, Beigeordneter Josef Haggenmiller, Anton Kögl und Peter Höss, genannt Heiß-Bauer aus Osterseeon. Stehend: Pankraz Meyer, Sebastian Birkmaier, Max Schauberger, Andreas Höher, Balthasar Ranner (Reichstagsabgeordneter aus Aßlkofen), Joharm Altinger, Johann Hollenburger, Georg Forstner (Kierrneierwirt) und Polizist Fichter.

6russ aus Eberslerq

30. Nachdem 1899 die erste Lokalbahn nach Ebersberg führte, benannte man die bisherige Hauptstraße in Bahnhofstraße um. Etwa sechs Jahre später entstand dieses Bild, auf dem die heutige Bundesstraße 304 noch staubig, steinig, und bei Regen total verschmutzt war. Damals aber genügte die Straße den Verkehrsanforderungen, da sie ja nur von Fußgängern, Ochsen- und Pferdefuhrwerken benützt wurde. Es war ja auch noch eine ruhigere Zeit, die nicht in dem Ausmaß wie heute von der Hektik und widrigen Urnwelteinflüssen gekennzeichnet war.

31. Unter dem baufreudigen Benediktinerabt Sebastian Häfele wurde von 1490 bis 1497 der Ökonomiehof des Klosters, der sogenannte Bauhof, neu erbaut. Es ist eine gewaltige Vierseitanlage mit großem Innenhof. Oberhalb dem gotischen Portal ist heute noch eine Tafel mit dem Wappen des Abtes und der Inschrift 'Sebastianus Abbas 1495' angebracht. Vor etwa siebzig Jahren, als dieses Bild gemacht wurde, fuhren tagtäglich Pferde- und Ochsenfuhrwerke durch das Einfahrtstor des Bauhofes. In der heutigen Zeit sind die eisenbeschlagenen, von den Wagnern stabil verarbeiteten Fuhrwerke oft nur noch in Bauernhofmuseen zu besichtigen.

Gruss aus Ebersberg. Sieghartslrasse.

32. Um 1910 entstand dieses Foto von der Einmündung der Sieghartstraße in den Marienplatz. Links steht der mächtige Gasthof 'Zum Hölzerbräu', der auf eine alte Wirtshaus-Tradition zurückblicken kann. Im Kellergeschoß am Treppenaufgang hatte die Bergmeister-Mutter ihren kleinen Lebensmittelladen aufgeschlagen und nebenbei betrieb sie auch noch Stellenvermittlung, wie aus alten Zeitungsannoneen zu ersehen ist, wo sie 'ein ordentliches Zimrnermädchen, eine Hausmagd oder Landkellnerin' suchte. Rechts ist auf dem Bild das heute nicht mehr bestehende zweigädige Platzweber-Anwesen zu sehen, das urkundlich schon 1685 erwähnt ist.

33. In der Sieghartstraße betrieb 1905 der aprobierte Bader Karl Bösl im Hause auf der linken Seite sein Geschäft. Um die Kunden auf sich aufmerksam zu machen, hatte er neben der Haustüre ein schmiedeeisernes Nasenschild mit glänzender Messingscheibe angebracht. Vor dem Hause sieht man den heute 81jährigen Karl Bösl als fünfjährigen Buben, damals noch mit einem Röckchen bekleidet, neben ihm sein Vater, der Bader, und seine Mutter Elisabeth. Im Hause mit der typisch wilhelminischen Fassade ist heute die Metzgerei Blindhuber. Der Hausname des angrenzenden Wallner-Anwesens hieß früher 'Franzl-Bäck', abgeleitet im 18. Jahrhundert von Franziskus Marbacher.

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34. Um 1910 war in der Sieghartstraße noch eine idyllische Ruhe. Die Kinder konnten ungestört auf der Straße spielen. Die Häuser hatten noch schön angelegte Vorgärten mit entsprechenden Bepflanzungen und niemand regte sich auf, wenn beispielsweise Baume, wie auf dem Bild zu sehen ist, zu weit in die Straße hereinragten. Links ist das Anwesen des 'Schatzl-Bäckers' (heutige Bäckerei Eggl), Die Baumeister des 19. Jahrhunderts haben sich, wie beim Haus in der Mitte zu sehen ist, bei der Gestaltung der Fassaden schon einiges geschmackvolle, wie die Betonung der Eeklisenen und dem verzierten Giebelfries, einfallen lassen. Ähnlich war auch das Haus gegenüber an der Sieghartstraße 14 gestaltet. An der Zaunecke des Schatzl-Bäckers stehen von links: Resl Bergmeister, Josefine und Raffael Artmeier und mit Strohhut Korbinian Gar, genannt der 'Gar Kurbi'.

35. So sah das alte Loibl-Haus in der Lehrer-Schwab-Gasse um 1910 aus. Franz Sales Loibl, Schneidermeister und Musikant, hat es 1851 gebaut und die Fassade mit ganz merkwürdigen Malereien versehen lassen. Vor dem Eingang stehen Christine Loibl, Josef Loibl sen., Josef Loibl jun. und Kajetan Loibl. Die Loibls waren samt und sonders hervorragende Musikanten, spielten mehrere Instrumente und waren wichtige Stützen bei den örtlichen Vereinen, Kajetan spielte im Trio meisterhaft Klarinette, Josef Loibl sen. die Baßgeige und Josef Loibl jun. die Geige, Letzterer war auch noch in späteren Jahren Kapellmeister der Ebersberger Stadtkapelle.

36. Im rückwärtigen Teil dieses Hauses an der Semptstraße hatte in früherer Zeit der Schreinermeister Georg Mayer seine Werkstatt aufgeschlagen. Er war zu dieser Zeit weiturn bekannt als hervorragender Möbelschreiner und hatte deshalb alle Hände voll zu tun, die Auftrage seiner Kunden in und um Ebersberg ausführen zu können, Viele bekannte Ebersberger gingen bei ihm in die Lehre und holten sich das Rüstzeug für ihr späteres Leben. Etwa ein Jahr nach Beendigung des Ersten Weltkrieges ließen sich der Meister mit seinen Gesellen und Lehrbuben vor dem Haus fotografieren. Unten links: Hans Wildenegger, rechts: Josef Larasser. Oben links: Josef Pletzer, rechts: Hans Hiltmann. Der Meister Georg Mayer steht auf dem Balkon des Anwesens.

37. Anstelle der heutigen Großbäckerei Freund! in der Heinrich-Vogl-Straße, stand früher das Anwesen der Stumbeck'schen Bäckerei. Im Jahre 1898 bereits hat Max Stumbeck die alte, auf diesem Hause jahrhunderte währende Handwerkstradition fortgesetzt. In den Matrike!büchern des Pfarrarchivs ist schon 1750 ein Paul Scherrne! als 'Melcherbäcker", wie der Hausname des Anwesens früher hieß, aufgeführt, Dieser Hausname ist wohl auf einen ehemaligen Besitzer mit dem Vornamen Melchior zurückzuführen, Das oben gezeigte Bild entstand um 1910.

38. Das alte Vitztum-Haus, ein Bauern-Anwesen aus dem 18. Jahrhundert mit Blockbau im Obergeschoß und Traufsöller, stand früher anstatt des heutigen Neubaues an der Münchner Straße. Es war ein behäbiges, für unsere Gegend typisches Bauernhaus, das sich gut in den Marktflecken eingefügt hat. Auf dem Bild, das um 1900 entstand, stehen an der Haustüre von links: Anton Vitztum (Vater), Franziska Vitztum (Tochter), Maria Vitztum (Tochter), Franziska Vitztum (Mutter) und Korbinian Vitztum (Sohn). Korbinian Vitztum, genannt 'der Schweizer Kurba', erlangte in späteren Jahren als Holzschneider mit seinem alten Lanz-Buldogg, aber auch als Spezial-Schnupfer, im ganzen Ort legendäre Berühmtheit.

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