Ebersberg in alten Ansichten Band 1

Ebersberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Markus Krammer
Gemeente
:   Ebersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3045-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ebersberg in alten Ansichten Band 1'

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39. Um 1900 entstand dieses Bild das uns die ehemalige Schmiede hinter dem Rathaus zeigt. Damals hatte der Schmiedmeister Jakob Weilhammer vor dem Hause noch genügend Platz, Wägen und Pferde abzustellen. Heute wäre dies wegen des direkt am Anwesen vorbeiführenden regen Verkehrs nicht mehr möglich. Es war ja auch noch eine wesentlich ruhigere Zeit als heute. 1935 kaufte Ferdinand Schleich, genannt 'der Schleich Ferdl', der auch jahrelang Kommandant der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr war, die Schmiede, und betrieb das Handwerk noch bis zum Jahre 1958.

40. Ganz Ebersberg fühlte sich geehrt, als am 19. Juni 1907 Prinz Ludwig von Bayern, der spätere König Ludwig lIl. von Bayern, den Markt und den Gutsbesitzer Hermann Schmederer besuchte. An der Bahnhofstraße hatte man eigens einen aus Fichtenzweigen geflochtenen Triumphbogen in Höhe des Pfarrhofes aufgestellt. Der ganze Ort war mit Fahnen geschmückt, als der Prinz einzog. Auf dem Bild begrüßt gerade Bürgermeister Eichberger (mitte) mit seinem Gemeindeausschuß (rechts) die Königliche Hoheit (links). Oberhalb des Prinzen steht Major Hermann Schmederer. Beim Empfangskomitee des Gemeindeausschusses waren vertreten, vorne links: Beigeordneter Müller, mitte: Pankraz Meyer und rechts: Anton Kögl. Mitte links: Sebastian Birkmaier, mitte: Ferdinand Pleininger und rechts: Jakob Weilhamer. Oben links: Max Schauberger, rechts: Sebastian Hupfauer.

41. Im Schloßhof begrüßte Bürgerrneister Eichberger den bayerischen Kronprinzen Rupprecht, der mit seinem Stab zu einem Manöver vom 12. bis 14. September 1907 in Ebersberg weilte und während dieser Zeit im Schloß beim Gutsbesitzer Hermann Schmederer Unterkunft fand. Im Bild sind von links zu sehen: Generalmajor Freiherr von Kessling, Kommandeur der 2. Feld-Artillerie-Brigade (direkt neben dem Baum), Adjutant Oberleutnant Schrott, Oberstleutnant von Stetten, Chef des Generalstabes des 1. Arrneekorps, Hauptmann Freiherr von Freyberg, Bezirksamtmann Popp, Kronprinz Rupprecht und Bürgermeister Eichberger.

42. Nach dem Feldzug gegen Frankreich 1870/71 bei dem der Markt Ebersberg ein Opfer, nämlich Corp. Jakob Kreckl vorn Infanterie-Leibregiment zu beklagen hatte, errichtete man in der kurz vorher aufgefüllten ehemaligen Pferdeschwemme am Marienplatz ein Kriegerdenkmal mit den eingemeißelten Namen der Kriegsteilnehmer, 1912 wurde dieses Denkmal an die Straßenabzweigung Eberhard-UlrichStraße beim Gasthans 'Eber am Berg' verlegt. Das obige Foto entstand zu diesem Anlaß. Der Vorstand des Veteranen- und Kriegervereines hält hier zum Kriegergedenktag eine Ansprache. Heute steht das 1979 erneuerte Denkmal an der Friedenseiche im Westen von Ebersberg.

43. Als Flugpionier galt der am 7. August in Ebersberg geborene August Birkmaier. Er legte am 20. September 1911 vor dem Deutschen Luftschiffer Verband die Prüfung als Flugzeugführer für Eindecker ab. Sein Pilotenschein trug dabei die Nummer 117. Nach bestandener Prüfung war Birkmaier als Testpilot in Hannover bei einer Flugzeugfirma tätig, Wenn man die klapprige Maschine, in der Gustl Birkmaier sitzt, betrachtet, so kann man sich leicht vorstellen, daß solche Testflüge meist mit großen Gefahren verbunden waren. Nur ein Jahr konnte er diesen gefährlichen Beruf ausüben. Am 4. Oktober 1912 stürzte er bei einem zweiten Aufstieg aus geringer Höhe ab und verstarb im Krankenhaus von Hannover. 1948 wurde in Ebersberg eine Straße nach ihm benannt.

44. Der Erste Weltkrieg brachte auch den Ebersbergern Sorgen und Leid. Am 1. August wurde vor dem Rathaus die Mobilmachung verkündet und drei Tage später, an einem Dienstag, ging schon der erste Transport eingezogener Krieger vom Ebersberger Bahnhof ab. Hier werden sie von ihren Angehörigen mit Tränen in den Augen verabschiedet. Pfarrer Guggetzer schreibt, daß eine riesige Kriegsbegeisterung eingesetzt hat. Er ist [ast täglich beim Abmarsch der blumengeschmiickten Soldaten am Bahnhof und betrachtet die mutwilligen Aufschriften, die siegessicher an den Waggons sind/Auf Paris], Auf Wiedersehen zu wethnacht], U8W. Die meisten, so fährt der Chronist fort, gehen frohgemut und (scheinbar) siegessicher, manche aber auch recht schwer.

45. Ein solches Bild hat Ebersberg wohl nur einmal zu sehen bekommen. Der ganze Marienplatz steht voller Pferde. Am 5. August 1914 wurden sie für Kriegszwecke eingezogen. Die Pferde mußten ordentlich beschlagen und mit Gurt, Decke und Halfter versehen einer Schätzkornrnission, bei der auch der Ebersberger Pferdefachmann Großbuchberger dabei war, vorgeführt werden. Am Tage vorher war die Kommission in Zorneding, wo ebenfalls ein Pferdesammelplatz zur Schätzung eingerichtet worden war. Trotz der anstehenden Ernte wurden viele Pferde requiriert und mit Transportfahrzeugen an die Fronten gebracht, wo sie oft elend und qualvoll zugrunde gerichtet und zusammengeschossen wurden.

46. Am Montag, den 10. August 1914 zog nach Ebersberg, von Wasserburg kommend, den steilen Sandberg herauf, ein schier endloser Zug mit requirierten Pferden und Fuhrwerken, angeführt von Landwehrmännern. Im Markte nahmen sie Quartier. Zufällig war an diesem Tag abends gerade eine Versammlung des katholischen Gesellenvereins anberaumt, zu der man kurzerhand die Soldaten einlud. Pfarrer Martin Guggetzer schreibt, daß eine gehobene Stimmung herrschte, und patriotische Lieder gesungen wurden, manche aber sehr nachdenklich dasaßen.

Landsturm-Musterung in Ebersberg arn 15 Marz 1915

J<1~lrga g8 1869 82 Geme nde Ebersberg

47. Am 15. März 1915 wurde die Landsturrn-Musterung der Jahrgänge 1869/1882 durchgeführt. Zur Erinnerung an dieses denkwürdige Ereignis stellten sich die 'Veteranen' an der Mariensäule zu einern Gemeinschaftsfoto auf. In der ersten Reihe sind von links abgebildet: 4. Ludwig Hasseisberger, 5. Matbias Traupeck, 6. Korbinian Vitztum, 7. Jakob Weilharnmer, 8. Georg Standl, 9. Xaver Weber, 10. Alois Kaltenegger, 11. Andres, 12. Otto Deuschl und 13. Georg Weber. Zweite Reihe: 2. Josef Gerhardinger, 3. Hans Zimmermann, 5. Michael Linder, 6. Josef Pichler, 7. Josef Gar und 10. Georg Wilhelm. Letzte Reihe Mitte: Josef Blindhuber.

48. In der Sieghartstraße 14 wurde auf Anregung von Fräulein Maria Sarreiter kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine Sammelstelle für Soldatenpakete eingerichtet. Obgleich die Bevölkerung auch zuhause hungern rnußte, wurden von der ganzen Gemeinde Geld- und Sachspenden für diese Aktion bereitgestellt. Zu hunderten schickte man den im Feld stehenden Kriegern der Marktgemeinde diese 'Liebespakete'. Auf dem Bild sind vor den aufgestapelten und zum Versand bereitgestellten Paketen die Hauptinitiatoren zu sehen. Von links: Karl Bösl jun., Frau Hühn, Maria Sarreiter, Michael Linder, Katharina Stephan mit Sohn Butz, Kar! Bösl sen., Lina Bernschneider, Johanna WalIner, Kar! Schmiedle und Sirnon Bernschneider.

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