Ebersberg in alten Ansichten Band 1

Ebersberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Markus Krammer
Gemeente
:   Ebersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3045-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ebersberg in alten Ansichten Band 1'

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69. Auch auf dem Gebiet der Instrumentalmusik war in Ebersberg in früherer Zeit einiges geboten. Es gab im Markt nicht nur eine zünftige Blechmusik, sondern auch der Sänger- und Orchesterverein hatte um 1925 unter der Leitung von Josef Loibl ein kleines Orchester mit drei Zithern, drei Geigen, Querflöte, Kontragitarre und Cello zusammengestellt. Auf dem Bild sind sitzend von links zu sehen:

Andreas Krammer, Frau Kalliwatt, Josef Schabmair und Josef Loibl, Stehend: Georg Weber, Georg Berger, Georg Mayer jun., Josef Kal1iwatt und Hans Gerstmeier.

70. Um 1910 noch konnte man vom Nordhang oberhalb des Langweihers den Kirchturm erblicken. In der heutigen Zeit ist dies nicht mehr möglich, da inzwischen das gesamte Gelände ab der Hangkante bebaut worden ist. Auch beim Langweiher handelt es sich, wie in der gesamten Weiherkette im Ebrachtal, um einen in der Klosterzeit aufgestauten kleinen See. Am östlichen Ende steht rechts noch das Wasserhaus mit dem Wasserrad aus der Malteserzeit. Von hier aus wurde das Wasser den Berg heraufgepumpt, von wo es dann in den Markt, ins Kloster und zum Obelisken am Marienplatz geleitet wurde.

71. Der frühere 'Eberlweiher' und heutige Klostersee übte schon seit dem vorigen Jahrhundert eine große Anziehungskraft auf Erholungssuchende aus. Der See ist in der Klosterzeit nicht nur zur Fischzucht, sondern auch für die Klostermühle angelegt worden. Auf dem 1912 entstandenen Bild ist entlang des Steges die in damaligen Fremdenftihrern hochgepriesene Badeanlage zu sehen. In der Mitte des Weihers war auch noch ein Pavillon zur Erbauung der Gäste aufgebaut. In einer Schrift des Verschönerungsvereins Ebersberg vom Jahre 1912 rühmte man den 'Luftkurort' wegen seiner 'erfrischender Bäder', die wegen seiner Moorhaltigkeit 'gesundheitsfördernde Einwirkung auf das Nervensystem und dadurch auf den ganzen menschlichen Organismus' haben. Am 20. Mai 1922 wurden das Bad und die Kabinen an die Nordseite des Klostersees mit getrennten Familien-, Frauen- und Männerabteilungen verlegt.

72. In früherer Zeit waren die Ufer des Klostersees noch nicht so fein herausgeputzt wie heute. Schilf und Gras wuchsen an den Seerändern und gaben ihm ein urtümliches Aussehen, Anstelle des heutigen Staudenraus-Hauses, in dem früher ein gut besuchtes Café war, steht hier noch ein alter, großmächtiger verbretterter Stadel. Im Zuge des aufkommenden Fremdenverkehrs und der groß angelegten Werbeaktionen für die 'Perle des Münchner Ostens', wie man Ebersberg nannte, riß man um 1925 den Stadel ab, und baute einen geschmackvollen Pavillon für die Gäste aus Nah und Fern an dessen Stelle. Einige Zeit später wurde auch dieses Gebäude überbaut und abgelöst durch das Café Staudenraus.

73. In der 'Gesellschaft für Einheiterung' zählten meist nur honorige Persönlichkeiten als Mitglieder. Im Besonderen tat sich dieser Kreis hervor beim Bau des ersten Aussichtsturmes 1873 auf der Ludwigshöhe und bei der Ausrichtung sonstiger Veranstaltungen. Von links, sitzend: 1. Forstrat Rairner, 2. Josef Haggenmiller, 3. Bezirks-Geometer Amman, 4. Rentamtmann Linsemayer, 5. Freiherr von Horneck, 6. Notar Eggert, 7. Sekretär Voggenauer und 8. Assessor Lipowsky. Mitte: 1. Freiherr von Nesselrode, 2. Sekretär Harrer, 3. Dr. Floßmann, 4. Gerichtsvollzieher Stolz, 5. DI. Korntheuer, 6. Amtsrichter Seidlmeier und 7. Lehrer Wiest. Oben: 1. Rechtsanwalt Adam, 2. Regierungsrat Wagner, 3. Oberamtsrichter Schlechter, 4. Bezirkstierarzt Schmutterer, 5. Lehrer Schierl, 6. Distrikts-Ingenieur EmU von Scala, 7. Amtsrichter Vollmuth, 8. Forstassistent Pauseh, 9. Cameralpraktikant Meier, 10. Amtsrichter Engl, 11. Rechtspraktikant Adam und 12. Assistent Schindler,

74. Im Jahre 1873 baute der damalige DistriktsIngenieur Emil von Scala zusammen mit der 'Gesellschaft für Erheiterung' am Südrande des Ebersberger Forstes auf der Ludwigshöhe diesen 20 Meter hohen Holzturm. Schon früh stand an dieser Stelle, dem schönsten Aussichtspunkt Ebersbergs, der sogenannte Steigbaum, der allerdings nur von schwindelfreien Personen bestiegen werden konnte. Diese neue Holzkonstruktion nun war wegen der Witterungseinflüsse natürlich auch nicht von langer Dauer. Somit wurde das Besteigen dieses Aussichtsturmes im Laufe der Zeit ebenfalls zu einern Wagnis. Zudem schlug 1913 noch der Blitz ein und zerstörte eine der vier Tragsäulen, sodaß der 'Belvédère', wie der Aussichtsturm hochtrabend genannt worden ist, endgültig baufällig war und gesperrt werden mußte.

75. Nachdem der alte hölzerne Aussichtsturm wegen Baufälligkeit gesperrt worden war, gingen Mitglieder des Verkehrs- und Verschönerungsvereins an den Bau eines neuen Turmes. Schließlich wurde der Plan der Hoch- und Tiefbau Gesellschaft in München, einen Turm in Eisenbetonkonstruktion zu errichten, in die engere Wahl gezogen. Durch umfangreiche Spenden und freiwilligen Hand- und Spanndiensten konnte die Finanzierung gesichert werden. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges waren zwei Stockwerke des Turmes fertiggestellt. Im November 1914 endlich war das Bauwerk mit einer Gesamthöhe von 36 Metern fertiggestellt und Schlosserrneister Fritz Schaidacher konnte, wie auf dem Bild zu sehen ist, auf dem Dach des Turmes die Fahne hissen. Eine offizielle Einweihungsfeier mit geplanter Namensgebung 'Siegesturm' entfiel allerdings wegen des sich abzeichnenden Ausganges des Ersten Weltkrieges. Heute übt der Turm, von dem aus man einen herrlichen Ausblick auf das bayerische Oberland und die gesamte Alpenkette von den Berchtesgadener bis zu den Allgäuer Alpen hat, eine große Anziehungskraft für Wanderer und Erholungssuchende aus.

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76. Auf dieser Postkarte, die 1900 Jakob Kainz an seinen 'werthen Freund' sandte, ist noch eine ganze Reihe von alten Ebersberger Ansichten festgehalten. Links oben sieht man den 1873 erbauten hölzernen Aussichtsturrn, der 1914 gegen einen Turm aus Eisenbeton ersetzt worden ist, Darunter sind der Marienplatz mit Pfarrkirche und alter Mariensäule zu erkennen. Rechts daneben ist die heutige Bahnhofstraße, damals noch Hauptstraße genannt, mit dem Wappert des Marktes, einem Eber am aufsteigenden Dreiberg. Schließlich ist oben noch eine Gesamtansicht von Nord-Osten, mit dem Forstamtsgebäude, dem Amtsgericht mit Gefängnistrakt, dem Bauhof und der Kirche mit den ehemaligen Klostergebäuden zu sehen,

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