Ebersberg in alten Ansichten Band 2

Ebersberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Markus Krammer
Gemeente
:   Ebersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5260-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Ebersberg in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

9. Wie auf dem Bild zu sehen ist, traf sich beim Torbogen am Marienplatz früher Jung und Alt, vor allem natürlich die vermögendere, gutsituierte Bürger- und Bearntenschaft, urn im Café Steigenberger einzukehren. Wie es in einer Annonce aus dem Jahre 1912 heißt, wurden hier 'Kaffee à la Wien. Feines Gebäck. Billige Schoppen- und Flaschenweine. Mineralwässer. Pikante Bratund Weisswürste. Stets frisches Münchener Weißbier' kredenzt. Außerdern pries man neben den 'Ieinen Lokalitäten nebst schatrigem Garten' auch Billardspiel und Klavierbenützung an. Nebenbei war für Fahrräder- und Autoaufbewahrung gesorgt, und im Café wurden entsprechende Lekturen aufgelegt.

10. Im alten Knabenschulhaus am Marienplatz ließen sich im Jahre 1920 die 1. und 2. Klasse Buben zusanimen mit ihren Lehrern fotografieren. Von links, 1. Reihe vorne: 1. Hintermeier Paul, 2. Hellinger Alois, 3. Stürzer Ludwig, 4. Baumgartner Anton, 5. Stimpfl Franz und 6. Hellinger Sebastian. 2. Reihe: 1. Schalter Anton, 2. Vitztum Anton, 3. ZwingIer Andreas, 4. Spötzl Ernst, 5. Empl Hans, 6. Schabmeier Josef und 7. Heilbrunner Josef. 3. Reihe: 2. Fichter Josef, 3. astermeier Adolf, 4. Hubert Georg, 5. Schechner Sebastian, 6. Erlacher Gottlieb, 7. Glonner Anton, 8. Faßrainer Sebastian und 9. Weber Georg. 4. Reihe: 1. Klöbl Joset, 2. Eitermoser Josef, 3. Beham Karl , 4. Grasser Otto, 5. Strobl Anten, 6. Gloorier Martin, 7. Huber Josef , 8. Linder Michael und 9. Angermeier Josef. 5. Reihe: 1. Markt Josef. 2. Holzgethan Alois, 3. Schmidle Carl, 4. Kronacker Fritz und 5. Freinberger Herrnann. An der Tafel steht der Lehrer Willi Killerrnann und am Pult sitzt Lehrer Ou.

11. Im Jahre 1919, etwa ein halbes Jahr nach den turbulenten, politisch-revolutionären Ereignissen der Zeit der Räterepublik , ließ sich am Eingang des alten Mädchenschulhauses Pfarrer Martin Guggetzer mit seiner 7. Madehenklasse im Foto verewigen. Obere Reihe, von links: 1. Paula Bloch, 2. Peppi Bergmeister. 3. Amalie Geyer, 4. Fanny Angermeier, 5. Pfarrer Martin Guggetzer, 6. Lina Dünzinger, 7. Luise Fichter, 8. Anna Freiberger und 9. Luise Schaidacher. Mittlere Reihe , von links: 1. Resi Fichter, 2. Maria Wochermaier, 3. Mathilde Kaltenegger , 4. Resi Strobl und 5. Emilie Eichberger. Untere Reihe , von links: 1. Maria Großbuchberger, 2. Peppi Eitermoser, 3. Elisabeth Lohrneier und 4. Ursula Hotstetter.

.Jhnh"J u. G ttesadier

12. Am Montag, den 6. November des Jahrcs 1899, fuhr das erste 'Dampfroß' zu einer Probefahrt, auf der ganzen Strecke bestaunt von Zuschauern, von Grafing-Bahnhof nach Ebersberg. Der ganze Markt Ebersberg hatte zu diesern denkwürdigen Tag buchstäblich ein Festgewand angelegt mit aufgestellten Triumphbögen, Girlanden und farbenfrohen Dekorationen. Auf dem um 1900 entstandenen Foto ist vom 'SommerkelIer' aus, einer bekarmten Ebersberger Ausflugsgaststätte, an dessen Stelle heute das Verwaltungsgebäude der AOK steht, das neuerbaute Bahnhofsgebäude mit Bliek zur Friedhofskapelle mit Friedhof und Hindenburgallee zu erkennen. Auf dem freien Feld im Vordergrund steht heute das Landratsamt.

13. Nachdem am 6. November 1899 das erste 'Dampfroß pustend seine Bahn von Grafing nach Ebersberg gezogen', wie es die Schulerin Arnalie Hofbauer beim Empfang des Zuges in der Kreisstadt in einem Prolog vorgetragen hatte , setzte in der Folgezeit vor allem die Stadt Wasserburg alles daran, eine Schienenverbindung nach Ebersberg zu bekommen. Die Genehmigung dazu wurde am 16. Mai 1903 erteilt. Zügig ging man die Bauarbeiten an. Größere Erdbewegungen mußten zur damaligen Zeit noch in mühevoller Handarbeit ausgeführt werden. So sind auf diesern Bild viele Arbeiter zu sehen, die mit Pickel und Schaufel ans Werk gehen, um 1904 im Zuge der Bahntrassierung das Gelände an der langgezogenen Kurve beim Laufinger Moos abzutragen. Hauptsächlich Arbeiter aus dem benachbarten Italien waren es, die diese körperlich schweren Arbeiten ausführten,

"

14. Am Mittwoch, den 27. September 1905 war es endlich so weit. Die Probefahrt, und damit die Eröffnung der Bahnstrecke Ebersberg-Wasserburg-Bahnhof, fand statt. Mehrere Herren des Verkehrsministeriums waren mit dem Zug in Ebersberg eingetroffen. Hier schlossen sich örtliche Honoratioren an. Um 9 Uhr 38 verließ der Zug unter dem Jubel der Bevölkerung Ebersberg. Bei den einzelnen Stationen stiegen jeweils die Orts-Honoratioren zu. Ankunft in Wasserburg-Bahnhof war um 11 Uhr 20, wo der Zug vom dortigen Bezirksamtmann und dern Bürgermeister Ertl in Empfang genommen wurde. Nach kurzem Aufenthalt wurde ohne größere Feierlichkeit die Rückfahrt angetreten. Erst in Steinhöring unterbrach man die historische Fahrt, um im Saal des Postwirts Höffter ein Festessen einzunehmen, Wie auf dern Bild zu sehen ist, zogen die hohen Gäste unter Iestlichen Klängen der Blasmusik und Fahnenabordnungen der Ortsvereine vom Bahnhof zum Postwirt, wo das Festmahl stattfand.

15. Um die Jahrhundertwende präsentierte sich die Bahnhofstraße noch als aufgekiester Srraßenkörper. Die östliche Straßenbegrenzang war auf der ganzen Länge mit Betonsteinen und Stahlschienen gesichert. Im Haus ganz links hatte Ferdinand Pleininger als Gold- und Silberarbeiter sein Geschaft aufgeschlagen. Im Garten des Pfarrhofes stand eine hölzerne, im neugotischen Stil erbaute Kapelle, und im Haus daneben hatte Josef Bierwirt 'warme- und kalte Wannenbäder' sowie medizinische Bäder für die Öffentlichkeit eingerichtet. Nebenbei betrieb Bierwirt auch noch eine 'Eisen-, Geschmeide- und Kolonialwaren-Handlung'. Damals hatte zwar der Markt noch nicht so sehr mit dem Durchfahrtsverkehr wie heutzutage zu kämpfcn, dennoch aber war zum Schutz der Fußgänger bereits ein Gehsteig entlang der Ortsstraße eingerichtet.

]6, Dieser Bliek bot sich um das Jahr ]900 dem Fotografen vom Ebersberger Kirchturm aus nach Süden, Einer trutzigen Festung gleich steht das Amtsgerichtsgebäude mit dem Gefängnistrakt auf dem in alten Flurkarten eingetragenen 'Schloßberg. Nachdem das Landgericht im Jahre 1812 von Markt Schwaben nach Ebcrsberg in den südlichen Teil des ehernaligen Klostertraktes verlegt worden war, hielt man Ausschau nach einern geeigneten Platz zum Bau einer neuen 'Frohnfeste'. Schon 1831 harre man den 'Troadkasten'. das spätere Forstamt und heutige Grundbuchamt, auf dern Bergplateau gebaut. Zehn Jahre später war der neue Gefängnisbau fertiggestellt. Erst in den Jahren 1899 bis 1903 baute man an der Westseite des Gefängnisses das Arntsgerichtsgebäude an. 1979 mußte die alte 'Frohnfeste" einem Erweiterungsbau des Amtsgerichtes weichen.

17. Dieses Bild entstand um 1894 und zeigt das im Jahre 1878 durch die Gemeinde Ebersberg an der Münchener Straße neu erbaute Krankenhans. Am 11. April dieses Jahres fand die Grundsteinlegung start, zu der man eine Urkunde mit folgendem Text hinterlegte: 'Im Jahre des Heils 1878, im 15. der glorreichen Regierung Seiner Majestät des Königs Ludwig H. von Bayern und im Jahre der deutschen Einigung unter dem Oberhaupte Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm I. von Deutschland, König von Preußen, unter dem Pontifikate Seiner Heiligkeit des Papstes Leo XIII .... wurde am Tage des hl. Leo d. Großen am 11. April der Grundstein zu diesem Krankenhause in der Marktsgemeinde und Pfarrei Ebersberg gelegt...'. Auf dem Bild sind im Garten zwei im Jahre 1890 provisorisch aufgestellte Baracken zu erkennen, die für die vielen, irn Forst durch den Nonnenfraß beschäftigten Holzarbeiter als zusätzliche 'Barackenspitale' dienen sollten.

18. So sah es um 1890 im Innern des 'Barackenspitals für die im Ebersberger Forst beschäftigten Holzarbeiter' aus. Auf einfachen Holzbetten lagen in jedem der beiden Bauten, mit Wolldecken zugedeckt, bis zu dreißig Patienten. Stehend sind die behandelnden Ärzte und Bader, und als Pflegepersonal die Mallersdorfer Schwestern zu erkennen. Seit der Erbauung des Krankenhauses im Jahre 1878 harten die Senwestern bereits die Krankenpflege übernommen. Als Beheizung dieser notdürftigen Unterkünfte dienten zwei große Öfen, die auch des öfteren Rauch und Gestank im Krankenzimmer verbreiteten. was wohl weniger zur Gesundung der Parienten beitrug. Da es damals in Ebersberg noch keine elektrische Beleuchtung gab, hatte man an der Decke Petroleumlampen aufgehängt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek