Ebersberg in alten Ansichten Band 2

Ebersberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Markus Krammer
Gemeente
:   Ebersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5260-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ebersberg in alten Ansichten Band 2'

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29. Dieses Foto zeigt rnehrere, auf Bruckenwägen verladene Glocken vor dem Ebersberger Rathaus. Davor sind als 3. von links Michael Stephan und als 5. Kooperator Peter Bergrnaier zu erkennen. Hier handelt es sich nicht etwa um Glockenlieferungen für unsere Kirchen, sondern gemäß einer Bekanntmachung des stellvertretenden Generalkommandos vom 1. März 1917 mußten Glocken von den Kirchtürmen abgenommen und abgeliefert werden, damit sie zu Kriegsmaterial umgegossen werden konaten. Kooperator Bergrnaier hat damals alle 112 im Bezirksamt abzuliefernden Glocken wenigstens noch genauestens registriert und die Fotografin Maria Maier hat davon Fotos angefertigt. Auf dem Bild sind im hinteren Wagen von links die 12-Uhr-Glocke der Pfarrkirche von Ebersberg, die Glocke der Friedhofskapelle, die l l-Uhr-Glocke und die Glocke der Krankenhauskapelle zu erkennen. Auf dem vorderen Wagen sind von links die Gleeken von Stcinhöring, Meiletskirchen, Steinhöring, Kirchseeon-Dorf und Eggelburg verladen.

30. Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ließ der Ebersberger Turnverein für seine getallenen Turner ein Denkmal mit Namenstafel am damaligen Sportplatz südlich der Knabenschule errichten. Der Ebersberger Bildhauer Max Maier entwarf das Monument und übernahm auch gleich die Ausführung. Die Enthüllung des Denkmals erfolgte am 25. April 1920. Otro Meyer, damals 2. Bürgermeister des Marktes Ebersberg und selbst aktives Mitglied des Turnvereins. hielt unter Böllerschüssen, Blasrnusikklängen und zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung die Festrede zur Einweihungsfcier des Gedenksteins. Heute ist davon nur noch die Schrifttafel vcrhanden. Sie ist an der Außenwand der alten Schuiturnhalle cingelassen.

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31. Dieses Foto ist um 1925 entstanden und zeigt die Pfarrkirche von Süden. Die heutige, durch den Markt führende , stark befahrene Bundesstraße 304 war damals noch wescntlich schmäler . Eoersberg war eher ein verträumter kleiner Marktflecken im Osten Münchens. Zwischen dern Ochsenstall des Bauhofes und der Straße, stand eine Reihe von Pappeln und ein paar Jahre vorher, närnlich am 25. Juni 1922 harte man das Kriegerdenkmal zum Gedachtnis der vielen Gefallenen des Ersten Weltkricges eingeweiht. Das Denkmal. vom Ebersbergcr Bildhauer Max Maier entworfen. modeltiert und ausgeführt aus Kehlheimer Kalkstein, zeigt auf einem Sockel den heiligen Georg. Auf der Vorderseite des Soekels sind zu heiden Seiten der Patrona Bavariae das bayerische Rautenwappen und das Wappen der Marktgemeinde Ebersberg, der Eber auf dem aufsteigenden Dreiberg, dargestellt. Auf der Rückseite stehen die vielen Namen der Gefallenen des rnörderischen Krieges, Das Denkmal steht heute im Stadtgarten vor der Pfarrkirche.

32. Trotz der politisch turbulenten Zeiten zum Ende des Ersten Weltkrieges und der darauffolgenden Ausrufung der Räterepublik, liefen in Ebersberg die Vorbereitungen zu einer Feier für die heimgekehrtcn Soldaten. Noch waren die Wunden, die der Krieg gcschlagen hatte, nicht vernarbt. Die Marktgemeinde harte 61 Gelallene zu beklagen. Sieben Soldaten waren damals noch vermißt und weitere zehn befanden sich in Kricgsgefangenschaft. Den heimgekehrtcn Kriegem aber wollte man durch eine, tür die damalige Zeit bombastische Feier die besondere Verbundenheit der Heimat aufzeigen. Der Kunstmaler Josef BrendIe rnalte dabei für den Festabend ein Panorama Ebersbergs an die Westwand des Oberwirtsaales, von dessen künstlerischer Qualität die alteren Ebersberger heute noch schwärrnen, Der Münchener Dr. H. Dimm!er vertaßte dazu ein Festspiel in sicben Bildern über die Geschichte Ebersbergs, bei dern allein 49 Ebersberger Kinder und Erwachsene in historischen Kostümcn, wie auf dern Bild zu sehen ist, mitwirkten.

33. Ende Januar des Jahres 1897 spielte der Turnverein Ebersberg das Theaterstück 'Dern Ahn'l sei' Geist", ein Bauernschwank mit Gesang und Tanz in vier Akten. Wie auch die Kosturne schon verraten. war das Stück 'durchwegs heiteren Anstrichs und gewürzt rnit guten und komisohen Witzen', schreibt der 'Ebersberger Anzeiger dazu. Auf dem Bild ist in der mittleren Reihe als erster von links Distrikts-Ingcnleur Emil von Scala als Vorstand des Turnvereins zu sehen. Neben ihm ist Maria Sarreiter zu erkennen. In der oberen Reihe steht als Bauer in der Tracht Xaver Weber und rechts neben ihrn Georg Weber. Das gleiche Theaterstück führte der Verein nochmals sicben Jahre spä ter, irn Sommer 1904, auf.

34. Noch ganz im Geist der kriegerischen Auseinandersetzung mit Frankreich in den Jahren 1870171 arrangierte der Ebersbcrger Distrikts-Ingenieur Emil von Scala rnit Ebersberger Kindern 1902 anläßlich der 'Generalversarnmlung und der darnit verbundenen rnusikalischen Unterhaltung des Frauenvereins Ebersberg vorn Roten Kreuz' mehrere 'Lebende Bilder", wie im obigen Bild 'Kriegcrs Abschied'. Der trompetenspielcnde Kriegcr im Schrank ist der Schneidermeisterssohn Josef Loibl, der spätere Ebersberger Erzmusikant und Leiter der Ebersbcrgcr Stadtkapelle.

35. Als zweites 'Lebendes Bild' gestaltete Emil von Scala irn Jahre 1902 anläßlich der 'Generalversammlung und der damit verbundenen musikalischen Unterhaltung des Frauenvereins Ebersberg vom Roten Kreuz' die 'Tätigkeit des Roten Kreuzes auf dem Schlachtfeld'. Die Darsteller sind: Fähnrich: Josef Meyer, Malermeisterssohn; Hornist: Josef Loibl, Schneidermeisterssohn; Tambour: Fritz WalIner, Bäckermeisterssohn; L Krankenträger: Hans Staimer , Hafnermeisterssohn; 2. Krankenträger: Josef Staimer, Hafnermeisterssohn; auf der Tragbahre: Hermann Mayer, Schreinerrneisterssohn; Feldgeistlicher: Martin Meyer, Malermeisterssohn; sterbender Krieger: Georg Mayer, Schreinermeisterssohn; rechte Schwester: Biermann Mimmi, Gutsverwalterstochter; Husar mit Kopfverband: Biermann Willy, Gutsverwalterssohn; linke Schwester: Altinger Mathilde, Fuhrunternehmerstochter: Kranker mit Schüssel: Biermann Walter. Gutsverwalterssohn; kniender Soldat: Altinger Sebastian, Gastwirtssohn; liegender Soldat: JosefMayer.

36. Kriegerisch gaben sich die Schauspieler des Katholischen Gesellenvereins Ebersberg, als sie während des Ersten Weltkrieges, am 3. Januar 1915, im Oberwirtsaal die letzte Vorstellung des Theaterstücks 'Die Heldin von Transvaal' gaben. Als Freiheitskämpfer des südafrikanischen Burenstaates Transvaal und Soldaten des britisohen Empire tauschend ähnlich kostümiert, stellten sic sich dem Fotografen für diese Aufnahme. Der gesamte Reinerlös der an vier Tagen gezeigtcn Vorstellungen von 250 Mark, wurde der Sammelstelle für Liebespakete für die an der Front steltenden Ebersberger Soldaten übergeben.

37. Nicht nur in Oberammergau oder in Er! führte man früher Passionsspiele auf, sondern auch in Ebersberg. Zu Ostern 1917, während des Ersten Weltkrieges also, spielten irn großen Saal beim Oberwirt, die Caritas-Bühne München zusarnmen rnit Ebersberger Theaterspielern 'Die Leidensgeschichte unseres Herrn'. Das Passionsspiel, geschrieben von Dr. Hermann DimmIer, wurde in acht Bildern dargestellt: 1. Palmsonntag; 2. Vor dern Abendmahl; 3. Oelberg; 4. Jesus vor Kaiphas; 5. Jesus vor Pilatus; 6. Kreuzweg: 7. Kreuzigung; 8. Grablegung mit Auferstehung. Überwiegend Ebersberger Schauspieler, vielfach bekannt durch Theateraufführungen in hiesigen Vereinen, übernahrnen die Rollen und waren, wie im Bild zu sehen ist, entsprechend kostümiert. Der Reingewinn der Veranstaltung verblieb, wie es auf dem Plakat angeschlagen war, in Ebersberg für wohltätige Zwecke.

38. Im Februar des Jahres 1918 führte der Katholische Gesellenverein zusammen mit dem Turnverein im Oberwirtsaal das Theater 'Die Sennerin von der Gindelalm' , ein Volksstück mit Gesang in vier Akten, auf. Die Spielleitung hatte Kooperator Peter Bergmaier. Der Reinerlos der drei Aufführungen kam dabei der Kriegskinderfürsorge zugute. Auf dern Bild sind in der vorderen Reihe , von links, zu sehen: 1. Wilhelm Schinner, 2. Resi Freinberger. 3. Peppi Haslsperger, 4. Leni Westermeier, 5. Frieda Meindl und 6. Sepp Stacheter. Mittlere Reihe, von links: 1. Franz Feißt, 2. Josef Weber, 3. Kooperator Peter Bergmaier, 4. Johann Carl und 5. Agnes Meindl. Obere Reihe , von links: 1. Alfons Staudter, 2. Sepp Weilhammer, 3. Xaver Bergbauer und 4. Karl Bösl.

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