Ebersberg in alten Ansichten Band 2

Ebersberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Markus Krammer
Gemeente
:   Ebersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5260-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ebersberg in alten Ansichten Band 2'

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59. Nur eine nach ihm benannte Straße, die 'Von Scala-Straße', erinnert uns heute noch anschaulich an einen Mann, der um die Jahrhundertwende für das kulturelle Leben im Markt Ebersberg eine überaus bedeutende Rolle spielte. Emil von Scala, der am 18. September 1840 in Bozen zur Welt kam, war ab 15. April 1876 beim Bezirksamt Ebersberg als Districkts-Ingenieur tätig, was heute etwa der Funktion des Kreisbaumeisters entspräche. Bekannt in Ebersberg wurde er aber besonders durch seine vielfältigen Tätigkeiten in den hiesigen Ortsvereinen, wie dem Turnverein, dessen Vorstand er viele Jahre war, der kg!. privil, Feuerschützengesellschaft, dem Gesangverein und dem Verschönerungsverein, bei denen viele Impulse von ihm ausgingen, und der 'Gesellschaft für Erheirerung', mit der zusarnmen er den ersten, aus Holz bestehenden Aussiehtsturm baute. Bei Kindern und Jugendlichen blieb Emil von Scala viele Jahrzehnte in Erinnerung durch die von ihm inszenierten glanzvollen Kinderfeste mit 'Lebenden Bildern', die dann meist vom Fotograf Josef Maier im Bild festgehalten wurden. Emil von Scala starb am 6. April 1913. Sein Grab befindet sich auf dem alten Ebersberger Friedhof.

60. Um 1880 ließ sich der Ebersberger Kaufmann Josef Haggenmiller in der Feuerwehruniform fotografieren. An Haggenmiller, den ehemaligen Bürgermeister und als Vorsitzender des Landes-Feuerwehr-Ausschusses oberster Feuerwehrmann Bayerns, erinnern heute noch eine nach ihm benannte Straße und eine marmorne Gedenktafel am Rathaus. Schon am 12. Juli 1865 wurde Haggenmiller zum Gemeindevorsteher gewählt. Mit zu den herausragendsten Beschlüssen. die der damalige Marktgemeinderat unter seinem Vorsitz gefaßt hat, ist der Kauf des stattlichen spätgotischen Hotwirtshauses am Marienplatz, dem heutigen Rathaus, zu zählen. Im Besonderen aber betrieb Haggenmiller die Gründung von freiwilligen Feuerwehren, so auch im Markt Ebersberg am 5. Mai 1872. Der zum Königlichen Rat ernannte Feuerwehrmann war als Vorsitzender des Landes-Feuerwehr-Ausschusses ein unerrnüdlicher Kämpfer für die Erneuerung der Organisation des gesamten bayerischen Feuerwehrwesens.

61. Am Sonntag, den 5. September 1915 karn aus München der Landes-Feuerwehr-Ausschuß unter seinem Vorsitzenden Ph.L. Jung, um der Marktgemeinde Ebersberg eine Gedenktafel für den zwei Jahre vorher verstorbenen damaligen Vorsitzenden Josef Haggenmiller zu überreichen. Dem Ieierlichen Akt wohnten im Rathaussaal sämtliche Magistratsräte und Gemeindebevollmächtigte mit Bürgermeister Georg Eichberger bei. Das aus Rotmarmor gerneißelte, nougotische Relief stellt unter einern Kielbogen den heiligen Florian als Ritter dar, der über eine Schrifttafel gebeugt, in der linken Hand eine Fahnenlanze hält, und mit der Rechten aus einem Kübel Wasser auf eine brennende Kirche gießt. Die marmorne Gedenktafel ist heute an der Ostfassade des Rathauses eingelassen.

62. Wohl noch vielen Ebersbergern dürfte der 1984 verstorbene Arzt Dr. Rudolf Jupitz bekannt sein, der in der Heinrich-Vogl-Straße eine Arztpraxis betrieben hatte. Jupitz war aber nicht nur als Mediziner, sondern vor allem als Volkskundier. Forscher, Wissenschaftler und exzellenter Bergsteiger bekannt. Schon in frühen Jahren beteiligte er sich bei der 'Deutschen Spitzbergen-Expedition', die 1925 Nordwest-Spitzbergen wissenschaftlich, kartographisch, meteorologisch und vermessungstechnisch erforschte. Anfang des Jahres 1926 zog es Jupitz mit noch zwei Teilnehmern zu einer weiteren Forschungsreise nach den Kanarischen Inseln. Wieder zuhause, hielt er viele Vorträge und war sogar im Radio bei der 'Deutschen Stunde in Bayem' zu hören. Im Jahre 1931 heiratete er Gisela Degen, und von nun an stand der Forschernatur bei seinen vielen Exkursionen und fotografischen Ausflügen in seiner Ehefrau eine hervorragende Partnerin zur Seite.

63. Wie der zum hundortsten Vereinsjubiläum im Jahre 1977 erschienenen Vereinschronik, die Helmut Gebhart zusammengestellt hat, zu entnehmen ist, fand die Gründung des Turnvereins Ebersberg am 8. Juli 1877 im Nebenzimrner des Gasthauses 'Zum Oberwirt' statt. Erster Vorsitzender wurde Bezirksfeldwebel Dasio vom Landwehrkommando Ebersberg. Nachdem dieser am l. Januar 1878 zurücktrat, wählte man als seinen Nachfolger den Distrikts-Ingenieur Emil von Scala, der den Verein, mit Ausnahme der Zeit von 1883 bis 1887, bis zum Jahre 1897 herauf in hervorragender Weise führte. Das obige Bild zeigt die 'Jungmannschaft des Turn-Vereins Ebersberg (E.V.)' im Jahre 1905, und auf den kleinen Bildern Reek- und Barrenturnen sowie Stabhochsprung. Dazu schrieb der Absender der Postkarte: 'Das sind lauter stramme Ebersberger Turner, wie Du auch schon einer bist!'

64. Auf diesern, leider etwas verblaßtem Foto, sind Ebersberger Turner zu sehen, die sich anläßlich eines 'Turner-Varietés' im Jahre 1909 abbilden ließen. Stehend von links sind zu erkennen: Karl König, Kaspar Eichberger (im Ersten Weltkrieg getallen), August Hinterberger (im Ersten Weltkrieg getallen), Otto Meyer (der spätere Ebersberger Bürgerrneister}, Altinger und Josef Trantvetter. Auf dern Barren sirzend sieht man von links: Josef Baumgartner und Georg Kirner.

65. Die Fußballabteilung des Ebersberger Turn- und Sportvereins spielte sich im Jahre 1932 bis zur oberbayerischen Bezirksliga herauf, worauf die Spieler, aber auch das sportbegeisterte Ebersberg, mächtig stolz waren. Stehend von links sind abgebildet:

Michael Linder, Bertl Weber, Emil Spötzl, Anton Giglinger, Franz Ried, ouo Hollnburger, Remig Streibl (der spätere Landrat) und Josef Hubert. Kniend von links: Raphael Artmaicr, Ignaz Giglinger und JosefGrasser.

66. Zu einem der traditionsreichsten und auch ältesten Vereine Ebersbergs ist der 'Sänger- und Orchesterverein' zu zählen. Maßgeblich an der Gründung im Jahre 1842 war der Lehrer Josef Schwab betciligt, der auch als erster Dirigent fungierte. Die Fahne stiftere damals der kgl. Oberauditor Kar! Ritter von Höß, ein Sohn des vormaligen Ebersberger Landrichters. Am 19. April 902 feierte der Verein sein 60. Stiftungsfest, bei dem der seinerzenige Vereinsvorstand Pummerer in seiner Festrede auf die Gründungsgeschichte einging. Der in München lebende Stifter der Fahne wurde dabei zum Ehrenmitglied ernannt. Das obige Bild zeigt Mitglieder des Sängervereins in Mietenkam anläßlich eines Ausfluges am 12. Juni 1897. Dabei sind die musikalischen Brüder Josef Loibl mit Bombardon und Kajetan Loibl mit Posaune zu erkennen.

67. Zum Fest der ersten Fahnenweihe stellte sich der Ebersberger 'Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein Ebrachtaler' am 3. Juni 1923 dem Fotografen. Ein Jahr vorher war es zur Gründung dieses Vereins gekommen. Auf dem Foto sind vorne sirzend von links die beiden Brüder Jakob und Josef Kolbersberger abgebildet. Vordere Reine, von links nach rechts: 1. Burk Karl (Redakteur des 'Oberbayer), 2. Angermeier Josef, 3. Wolperdinger OHO, 4. Königsbauer Kreszenria. 5. Müller Maria (Fahnenmutter und Frau des Bürgerrneisters loser Müller), 6. Lohmeier Elisabeth, 7. Forstner Hanni, 8. Eitermoser Anni, 9. Sellrneier Maria, 10. Königsbauer Maria, 11. Bauer Josef, 12. Andres Anton und 13. Schurer Sebastian. Mittlere Reihe: 1. Zimmermann Sebastian, 2. Mitterrnaier Kaspar , 3. Mayer Stefan, 4. Sellrneier Benedikt. 5. Kürzeder Sebastian, 6. Weilhamer Josef , 7. Schechner Martin und 8. Wolperdinger Peter. Obere Reihe: 1. Königsbauer Leonhard, 2. f~äusl Josef, 3. Großbuchberger Baptist, 4. Königsbauer Florian, 5. Großbuchberger loser und 6. Einzinger Hans.

68. Die Mitglieder des am 1. Januar 1899 gegründeten Katholischen Gesellenvereins Ebersberg stellten sich im Jahre 1936 zu einer Gruppenaufnahme zusammen: 1. Reihe von links: 1. Otto Müller, 2. Sperl, 3. Lodermair Franz, 4. Freiberger Max. 5. Gerhardinger Josef, 6. Wagner, 7. Zimmermann Hans, 8. Huber Andreas, 9. Pfarrer Martin Guggetzer, 10. Staimer, 11. Ostermeier Max, 12. Staudter Adam, 13. Lentner Matthias, 14. Schaidacher Fritz, 15. Loibl Kajetan, 16. Üblacker Josef und 17. Bierwirt Josef. 2. Reihe von links: 1. Freinberger Sebastian, 2. Engelhard Lorenz, 3. Rampfl Hans, 4. Beham Karl, 5. Kaltenhofer, 6. Gärtner Josef, 7. Schickedanz Thomas, 8. Klöbl Balthasar, 9. Lohmeier Ludwig, 10. Mascher Balthasar, 12. Riederer Albert und 13. Grasser Otto. 3. Reihe von links: 3. Weininger Hans, 4. Beham Karl, 5. Haselsteiner Andreas, 6. Biehl Josef, 7. Vordermeier Herrnann, 8. Huber Michael, 9. Haller Isidor und 10. Haller Benno. 4. Reihe von links: 1. Stöcher Karl, 2. Wust, 3. Lodermair Josef, 4. Hupfauer Franz, 5. Ostermeier Josef, 6. Steffl Anten, 8. Heilbrunner Georg, 11. Abinger Sebastian und 12. Fichter Sebastian.

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