Eberswalde in alten Ansichten

Eberswalde in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich-Wilhelm Grotefend
Gemeente
:   Eberswalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2666-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eberswalde in alten Ansichten'

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49. Noch einmal blieken wir auf den Herthateich. Er wurde 1825 von Frau Ernestine Schickler angelegt, die den Bau des Wasserfalles durch ihren Schwiegervater fortsetzte. Der Zufluß zum Teich ward 'Oberspring bei der Schwärze.' genannt und wird bereits in einem Grenzbrief von 1300 erwähnt. Hier umfängt den Wanderer eine zu allen Zeiten idyllische Landschaft, Ruhe in der Natur und hohe alte Stämme von Mischwald. Wenn der Betrachter auf dem alten Holzsteg steht, vernimmt er nur das Plätschern des Wassers über die moosbewachsenen Steine.

50. Doch wir wollen noch mehr von der Stadt sehen und gehen durch die Kaiser-Friedrich-Straße zurück über den Alsenplatz und kommen zu der Bahnhofstraße, Links sehen Sie die Commerz- und Privatbank, dahinter folgen Café Kleinschmidt, die Eisenwarenhandlung Duvinage, Drogerie Weiß und die Praxen von Dr. Wisch und DL Schoo. In der Mitte vor uns das weiße Gebäude ist eine Metzgerei. Es wurde zerstört und abgerißen. Hier geht rechts die Jägerstraße ab, von dieser rechts angefangen erkennen wir das 'Zentral-Hotcl' Max Kubatz, dann deutlich erkermbar das Schild von Kaisers Kaffeegeschaft. Vorn blieken wir auf den späteren Bau einer Filiale der Stadtsparkasse; vorher konnte man hier Erfrischungsgetränke, wie 'Brause' kaufen bei Paul Lipke. Wir stehen hier vor dem Kolonialwarengeschäft von Kurzweg. Damals fuhr noch die Straßenbahn.

51. Wir gehen die Jägerstraße hinunter und stehen vor dem Gebäude der ehemaligen 'Loge'. Von hier aus blieken wir auf die 'Neue Kreuzstraße', eine der Hauptgeschäftsstraßen von Eberswalde. Auf der linken Seite befinden sich die Geschäfte von Gottschalk, Max Klette, Paul Teltow, ein Schokoladengeschäft, die Möbelhandlung Guido Scholz, der Garten von Frau Wartenberg. die Angermünder Molkerei, Schuhhaus Salamander (Geschäftsführer war H. Breitholle), Praxis Dr. Hartrnann, Gebr. Buchholz und viele andere mehr. Rechts das große Kaufhaus Max von Büren, in dem auch die Landbevölkerung ringsum ihre Einkäufe tätigte, danach kam Lindemann und eine Drogerie. Wir sehen die Straße noch einmal bei unserem Rundgang von der Bismarckstraße aus. Die Straßenbahn fährt zur Zeit der Aufnahme dieses Fotos noch.

52. Wir blieken über die Mauer des Hauses von Frau Wartenberg (Eisenbahnstraße) zur Hauptstraße hin, der Neuen Kreuzstraße. Am 4. August 1929 fand hier ein Umzug der ehemaligen Schutztruppler des Kolonialvereins Eberswalde statt aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Freiwilligen Sanitätskolonne. Hier steht jetzt kaum noch ein Haus. Links sehen wir die Fassade des Schuhhaus Salamander, Max Behr. Rechts erkennen wir Friseur Rochus, zugleich Puppenklinik, Cigarrenfabrik Hamann, Handschuhgeschäft von Wurl, Handarbeitsgeschäft von Leue, Buchhandlung Lilge und Kaufhaus Lago. Die Bäume im Hintergrund stehen zum Kienwerder hin, dem wir noch begegnen werden.

Cuino vom. ëeueeeeee Heuse.

53. Zwischendurch finden wir eine Ansicht der Jahrhundertwende: Sie zeigt das Jagdschloß Hubertusstock, damals ein beliebtes Ausflugsziel für Eberswalder, aber auch für die Berliner. Als Jagdschloß erbaut diente es auch den frisch vermählten Prinzen als Ort für ihre Flitterwochen. Ringsum hingen Jagdtrophäen, die Kaiser Wilhelm geschossen hatte. In der Mitte haben wir den Bliek auf die Stadt mit der Maria-Magdalenenkirche. Rechts sehen wir das Hagen-Denkmal; dieses wurde auf dem Schwappachweg (benannt nach dem Ehrenbürger Forstmeister Professor Dr. Schwappach) in dem Winkel Zainhammerchaussee und Biesenthaler Chaussee 1884 errichtet für den hochverdienten Kurator der Forstlichen Hochschule Oberlandforstmeister von Hagen. Das gezeigte 'Casino vom Deutschen Haus' lag in der Brunnenstraße und war ein Verbindungshaus, während der Plagesee im Plagefenn Moor liegt.

54. Wir wollen weiter gehen durch die Neue Kreuzstraße am Kieuwerder vcrbei bis zur Bismarckstraße, Der Kienwerder war eine schmale Durchgangsstraße, die auf dem Bild hinter den Bäumen sich befindet und zu der Schieklerstraße führte. Links sehen wir auf den Neubau des Holzforschungsinstituts von 1928-1929, das 1913 gegründet wurde. Im Obergeschoß befindet sich das Bodenkundliche Institut. Am Ende der linken Seite der Straße ist wieder das Kaufhaus Max von Büren, Inhaber OHo Wilde. Am Abschluß der Straße erkennen wir das Wohnhaus mit dem Café Cronprinz und daneben die 'Loge'. Dort wo sich das Schild der Drogerie Herzberg befindet, geht die Michaelis-Straße nach rechts ab. Auf der linken Seite, und nur auf dieser, zwischen Jäger- und Bismarckstraße pflegten Schüler und Schülerinnen vom Gymnasium, Lyzeum und Oberrealschule von 18-19 Uhr auf den 'Burnrnel' zu gehen und zu poussieren! Daher wurde die Neue-Kreuz-Straße auch 'Bummelallee' oder 'Lästerallee' genannt.

55. Ein weiterer Bliek auf die Neue-Kreuz-Straße, der im übrigen unwiederbringlich geworden ist, zeigt auf der linken Seite schmucke Blumenanlagen (Ecke Bismarckstraße). Rechts erkennen wir etwas das Schild Paul Ulrich, Getreide, dort war auch der Zugang zu den Union-Lichtspielen, einem der Kinos der Stadt. Manchmal gab es hier auch Schulvorstellungen. Und wenn der Autor nicht irrt, war die Tochter eines Kinobesitzers Cilly Feindt, Zirkusprinzessin, und erschien gar zu einer Uraufführung, ach, war das aufregend! Davor nach rechts das Geschäft von Feintuch und wieder die Drogerie von Herzberg. Rechts der Bahn folgen die Schaufenster vom Weinhaus Kretschmar, Wohnung von Mathematikprofessor Brandt (Hannes) und von DI. Grunmach, der jahrzehntelang als Arzt hier tätig war. Schmucke Häuserfassaden damals, über die sich jede verbaute Stadt heutzutage freuen würde!

56. Lassen Sie uns weiter gehen durch die Bismarckstraße an dem Autohaus und Fahrschule Honigmann vorbei bis zum Mundtshof, den wir uns gleich noch genauer ansehen wollen. Wir stehen an der Schwärzebrücke nahe dem Danckelmann-Denkmal. Unten im Gebäude erkennen wir das Blumenhaus Ballentin, Sanitätshaus Max Thiem. In der Mitte ragt hoch empor der Turm der Maria-MagdalenenKirche. Rechts das Gebäude zeigt die alte 'Bürgermädchenschule' am Schleifmühlenberg, die ab Pfingsten 1874 benutzt wurde. Auf ihrem Hof steht ein Steigeturm für Übungen der Freiwilligen Steigerabteilung der 'Freiwilligen Feuerwehr', die 1875 gegründet worden ist.

57. Das stattliche Gebäude von Mundtshof am Dreieckplatz. Das ist eines unserer schonsten Häuser in Eberswalde! schreibt DI. Richard Schneider auf die Rückseite dieses Bildes und man muß ihm zustimmen. Wenden wir diesern Haus noch einmal unsere Aufmerksamkeit zu. Es wurde von dem seit 1891 in Eberswalde tätigen Baumeister Paul Arendt erbaut, und zwar 1899 im Auftrag des Kaufmanns Oskar Mundt, der später ganz verarmte. Es steht auf 759 Pfählen und der Fußboden des Kellers liegt 80 Zentimeter unter der vorbeifließenden Schwärze! Ganz rechts sehen wir das Restaurant 'Mundtshof'. Im Haus wohnte unter anderen auch Sanitätsrat Dr. Schneider und Familie, der vielen Eberswaldern noch bekannt ist, Die grünen Kuppeln sucht man heutzutage leider vergebens.

[bErswalde ~Cli e. d. etter Stadtrneuer

58. Vom Mundtshof aus gehen wir ein paar Schritte durch die Bismarckstraße und stehen vor der alten Stadtmauer mit dem Bliek auf den Turm der Maria-Magdalenen-Kirche. Die Mauer grenzt an den Pfarrgarten. Von den Superintendenten können wir hier nur die letzten fünf aufzählen: Oberpfarrer Hermann Baethke 1859-1880, Pfarrer Ernst Jonas 1880-1901, Pfarrer Paul Reinhold König 1901-1912, Superintendent Emil Karow 1913-1922 und Dr.lic. theol, Karl Gelshorn 1913-1945. Vor der Stadtmauer sehen wir eine kleine gärtnerische Anlage. Vorher hatte Prediger Rektor Kirchner, der die Bürgerschule leitete, einen Botanischen Garten für Schulzwecke hier angelegt.

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