Eberswalde zu Großvaters Zeiten Band 1

Eberswalde zu Großvaters Zeiten Band 1

Auteur
:   Friedrich-Wilhelm Grotefend
Gemeente
:   Eberswalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5122-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eberswalde zu Großvaters Zeiten Band 1'

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19. Zurück geht's in die Bergerstraße zur Flußbadeanstalt 'Neptun'. 1891 wurde sie angelegt. und zwar im Garten des Stadttheaters, dem Gebäude links. 'Neptun' bestand bis 1905. Die Bergerstraße hat seit 1864 ihren Namen nach dem Kaufmann Berger - einem unternehmenden Mann, wie Rudolf Schmidt schreibt - der unter anderem Maulbeerplantagen am Pfingstberg (1752 angelegt) gepachtet hatte, sowie die Kolonie 'Bergershäuser' anlegte. Diese trägt ihren Namen seit 1782.

20. Neben 'Neptun' kommen wir links vor den Theater- und Concertsaai von Theodor Dubrau, der sich vor seinem Etablissement aufgestellt hat. Das Stadttheater kennt der Autor von Kindheit an, da sein Elternhaus nur 300 m entfernt auch in der Bergerstraße lag. 'Eberswalde ist nie ein gewinnbringender Theaterplatz gewesen bei der Nähe Berlins,' schreibt Rudolf Schmidt. So blieb es bei Gastspielen verschiedenster Unternehmen, darunter auch eine italienische Truppe, von der ein Schauspieler im Gedächtnis blieb mit dem schönen Namen Atilio Mordo!

21. Wir gehen auf diesem Bild in das Innere des Neuen Stadttheaters mit dem Bliek in Richtung Bühne. In der zweiten Nacht nach dem Einmarsch der Russen setzte plötzlich ein schwerer Luftangriff ein. Bei diesem Angriff erhielt auch unter anderem die Gaststatte 'Stadttheater' einen Volltreffer. Die Inhaberin Frau von Guggenberg, ihre Nichte, eine Tochter des Fischhándlers Mertsching aus der Bergerstraße und der italienische Kellner des Lokals lagen unter den Trûmmem begraben. (Heirnatblatt II/1982.)

Gruss aus

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Eberswalde

22. Weiter gehen wir die Bergerstraße entlang und kommen zum E-Werk. Erstmals gab es Elektrizität am 7. Februar 1883, und zwar in der weltbekannten Hufnagelfabrik vom Geheimen-Cornmerzienrat Clemens Schreiber für 20 000 Mark eingerichtet. Doch an die Allgemeinheit lieferte das abgebildete Werk erst am 1. November elektrisches Licht und Kraftstrom.

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23. Nebenan zeigen wir ein Bild vom Gaswerk aus dem Jahr 1925. Der verdiente Bürgermeister Michaelis (nach ihm ist die Michaelisstraße benannt) hatte vorgeschlagen, eine Gasanstalt zu bauen. Die Stadt ging darauf ein und sie nahm am 31. Oktober 1863 ihren Betrieb auf. Es begann mit anfangs 77 Gaslaternen.

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24. Bei den vier verschiedenen Typen von Verkehrsmitteln möchten wir chronologisch vorgehen. Diese beiden Fotos zeigen den ersten elektrischen Omnibus von 1901, 'Trolly' genannt. An einer Oberleitung verlief der Draht zum Bus hin. 'Trolly' hieß er, weil er von der 'Compagnie de Traction par Trolley Automateur, Paris' geliefert wurde. Er befuhr die Strecke Bahnhof-Alsenplatz, so schreibt der Eberswalder Artur Jeske, der am Alsenplatz wohnt. Aber die Straße war seinerzeit sehr holprig, ungepflegt, sodaß der Wagen rumpelte, die Passagiere durchgeschüttelt wurden, vor allem aber auch die wertvollen Bestandteile seines Innenlebens, des Motors. So gab der Vorläufer des späteren 'O-Busses' nach einem Vierteljahr bereits seinen Geist auf.

25. So wurde 1907 ein Omnibus betrieben. An einem der beiden Wagen können wir 'Eberswalder Omnibus-Betrieb Buchholz Nachf.' lesen. Zwei Schimmel davor - also 2 PS - waren wohl zuverlässiger als der gezeigte 'O-Bus'! Sieben Fahrer und 1 Schaffner wurden abgebildet, da müßte es ja geklappt haben.

26 Am 1. September 1910 wurde der Betrieb einer Straßenbahn begonnen vom Altmarkt bis zum Kleinbahnhof in Westend mit einer Abzweigung nach dem Hauptbahnhof hin. Später ging die Tram bis nach Eisenspalterei; aber in der Inflationszeit wurde die Strecke stillgelegt. Vom Markt wurde die Strecke Breite Straße (Straße der Jugend) - Waldfriedhof ausgebaut. Nach dreißig Jahren folgte der O-BusVerkehr. Auf vorliegendem Bild fährt die Straßenbahn Nr. 1 in Richtung Stadt.

27. Mit dem nächsten Bild wenden wir uns dem Marktplatz zu. Im Jahr 1912 hatte der Eberswalder Heimatmaler Kar! Wahl das Bild gemalt. Der erwähnte Ernst Bandlow fertigte von dem Bild eine Kopie an. Eine Kopie von dem stimmungsvollen Bild gab Herr Bandlow dem Heimatmuseum.

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28. Da der Marktplatz ein Charakteristicum der Waldstadt bildet, möchten wir dem Betrachter die damalige rechte Häuserfront zeigen, sowie auch die linke Seite. Auf diesem Bild beschreibt die Straßenbahn NI. 7 einen Bogen zur Endhaltestelle Marktplatz hin. Direkt neben ihr ist das Löwendenkmal. Vorn rechts steht ein einfacher Kutschwagen. Hinter der Elektrischen ist das Kaiser Kaffeegeschäft zu erkennen, sowie die Häuserreihe zur Kirchstraße hin. Hinter dem hohen Mast Kaffee Zieternann, jedem Eberswalder noch bekannt. Zietemarm war auch Schöpfer der bekarmten Eberswalder Spritzkuchen, die noch jetzt vielen Bäckern in Ost und West bekannt sind und die auch hergestellt werden, nur nicht so schmackhaft wie die Zietemann'schen!

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