Eckernförde in alten Ansichten

Eckernförde in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Bronnmann
Gemeente
:   Eckernförde
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6598-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eckernförde in alten Ansichten'

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19 Der Sieg wurde als ein überwältigendes Geschehen aufgefaßt, da die deutschen Länder über keine nennenswerte Seemacht verfügten. Wenn Hauptmann Jungmann das Seegefecht von Eckernförde auch nur als eine 'artilleristische Episode' bezeichnete, war es für die Eckernförder Bürger ein großer Sieg, der in Ehren gehalten werden mußte. Der 50. Jahrestag 1899 wurde

dann auch gebührend gefeiert. Es gab Festzüge, Feiern, Kranzniederlegungen, Ansprachen und Ehrungen derTeilnehmer. Der Festzug auf dieser Karte nahm Aufstellung bei GärtnerThede in der Kieier Straße, heute

Berliner Straße 19. Unter anderem beteiligten sich als Gruppe des 'Christian's Pflegehauses' , die Knabenkapelle der Schule in Gammelby mit ihrem Lehrer Möller und die Nähstube

des 'Städtischen Frauenvereins'. Das Bild zeigt den Festzug in der Kieier Straße, in Höhe der Bahnhofstraße. Die Knabenkapelle des Chrisrian's pflegehauses spielte einst für die

Borbyer Gilde und auch für die Bürgerschützengilde. Sie ist die Vorgängerin des Eckernförder Spielmannzugs.

Festwagen, Handel und Gewerbe 'daI stellend. Kinder aus dem Christian's ['lIeßehaus.

Kasaeken aus dem [ahre 1813.

~t'll1ner.Ul1g an die J'ubelfder.. ~cher.nrör.de, ê, Jlpt:il 1899

20 Wohl kein politisches Ereignis des 19. Iahrhunderts ist so häufig in Bildern dargestellt worden wie das Seegefecht von Eckernförde. Im Mittelpunkt der Motive stand die Explosion der Christian VIII. Aber wahrscheinlich sind auch noch nie so viele Ereignisse in Bildern dargestellt worden, die mit der Wirklichkeit nur das Datum gemein hatten. Das Gemälde auf der Postkarte von 1899 zeigt die Süderschanze, wovon gerade eine der abgeschossenen glühenden Kugeln die Pulverkammer des dänischen Linienschiffs Christian VIII. trifft. DieserTreffer bedeutete das Ende des Seegefechts von Eckernförde, nicht aber das Ende des Krieges.

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Hier' gewacht. gekämpft, gefallel),

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21 Badeleben gibt es in Eckernförde schon seit etwa 1830, als in Borby die erste Badeanstalt mit Badekabinen eingerichtet wurde. Das bis Anfang des Jahrhunderts aufblühende Badeleben ging mit Beginn des Ersten Weltkriegs schlagartig zu Ende. Die Erholung suchenden Kurgäste wollten plötzlich keine Badehäuschen und auch keinen grünen Rasen mehr, sondern weißen, sauberen Strandsand. Diesen gab es an Eckernfördes Südstrand zur Genüge, und so machte sich der 'Eckemförder Fremdenverkehrsverein' daran, den Strand zu säubern und Werbung zu betreiben. 1922 wurde die städtische Badeanstalt - in der Nähe des Hotels 'Seelust' - feierlich eröffnet.

cckernförde. Strand.

22 In den dreißiger Iahren herrschte reges Leben am Eckernförder Südstrand. Bei herrlichem Sommerwetter tummelten sich die Menschen im sauberen, weißen Strandsand. Damals durften - im Gegensatz zu heute - noch Sandburgen gebaut werden. Es wurden mit viel Liebe und Ausdauer regelrechte Meisterwerke hergestellt, ja, es wurden sogar richtige Sandburgen-Wettbewerbe ausgetragen, mit Preisrichter und Preisverleihung. Nur Badeanzüge schien es damals noch nicht gegeben zu haben, oder die Badegäste hatten Angst vor der Sonne, die früher j a viel öfter geschienen haben soll.

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23 Die berühmten Eckernförder Sprotten waren in der ganzen Welt begehrt. Aber nicht nur Sprotten wurden geräuchert, sondern hauptsächlich Heringe. Sie wurden von den 'Steckfrauen' auf Eisenstangen gesteckt und dann vom 'Räucherknecht' in den Räucherofen gehängt. Damit sie so richtig 'goldig' wurden, mußte es Buchen- oder Erlenholzfeuer sein. Auf dieser Karte sieht man die Männer am 'Steg' , so heißt die kleine Straße, die von der FrauClara-Straße zum Hafen führt, wie sie die Holzkloben in kleine Scheite spalten.

24 Wenn man von Borby nach Eckernförde langsam über die Holzbrücke schlendert, sollte man einen Blick nach links über den Hafen werfen. Die Möwen umkreisen die Spaziergänger in der Hoffnung, ein Stück Weißbrot zu ergattern. An den Booten stehen die Menschen, um frischen Fisch zu kaufen, denn hier verkaufen einige Fischer ihren nächtlichen Fang direkt an den Endverbraucher. Etwas weiter an der Schiffbrücke erkennt man, neben dem Zollgebäude und dem Hafengasthaus, die noch ein wenig im Nebelliegenden Häuser der lieblichenAltstadt. Aber nicht immer

ging es hier so friedlich zu. Am 16. August 1973 stand in der Illustrierten 'Praline', Zuhälter stürmen die Nachtbar 'Angelique', wie damals das Hafengasthaus hieß.

Eckemfëràe Jfafenpartie

25 Beim Gang über den Petersberg, auch Ballastberg genannt, sollte man einige Minuten verweilen und einen Blick über den Hafen werfen. Man wird jedoch nichts mehr erkennen können, nur der ehemaligen Salzspeicher von Clausen, der van der Firma Siemsen in vorbildlicher Weise renoviert wurde und unter Denkmalschutz steht, ist noch vorhanden. Der große Räuchereischornstein von Baasch & Schulze ist auch weg. Er war so schwer, daß beim Abbruch das Kranauto mit umkippte und das Nachbargebäude auch gleich mit abgebrochen wurde. Selten sieht man noch große Fracht-

schiffe, die Getreide verladen, und wo etwa der Kornspeicher von H. D. Bruhn stand (auf dem Foto ganz links), steht heute der Rundsilo der Firma Sieck.

Eckernförde.

26 Der Hafen gehört zu Eckernförde und die Schiffbrücke zum Hafen. Wieder dominieren drei Gebäude an der Schiffbrücke, egal aus welcher Richtung man kommt. Vorne an der Ecke das Schifferhaus; links daneben im Jungfernstieg war vor einigen Iahren noch ein Angelgeschäft, jetzt ist da eine Gastwirtschaft. Zusammen mit dem nächsten Haus hatte es früher nur einen Eigentümer, der mit Gemischtwaren handelte. Im Volksmund hieß er nur 'Misch-Kaffee'. Auch die Hafenbahn war noch da, und daneben lag ein Stapel Holz. Alle Holzlieferungen für die am Jungfernstieg liegenden Holzhandlungen

Timm und Ióhnk, später Häußler, ob mit der Bahn oder per Schiff, wurden hier abgeladen bzw. gelöscht und dann mit Pferd und Wagen in das Holzlager gebracht.

Eckernfàrde

2 7 Nur selten ist der Hafen so richtig zugefroren, wie auf dieser Karte von 1928 gezeigt wird. Aber es hat immer wieder Iahre gegeben, da lief nichts mehr. Die Schiffe lagen fest, mehrmals täglich mußte der Eigner los und Eis klopfen, damit die Schiffswände nicht vom Eis eingedrückt wurden. Es gabt kein Rein und Raus, auch nicht für größere Schiffe, wenn nicht nur der Hafen sondern auch die Innenförde stark zugefroren war. Bei besonders hartem Frost war auch schon mal die ganze Förde zugefroren und die Menschen konnten van Hemmelmark nach Aschau mit Pferd und Wagen übers Eis fahren.

Für Unbeteiligte aber ist es immer ein Vergnügen, man muß sich nur die Bäume am Borbyer Ufer ansehen. Auf der Holzbrücke stehen dann viele Schaulustige und beobachten die Fütte-

mng der vielen auf dem Eis liegenden Wasservögel, die sonst elend verhungern müßten.

28 Das war noch einAnblick, als der Hafen voll war von Fischerbooten. Hier auf dem Foto scheint allerdings Feierabend zu sein. Selten, daß der Hafen so leer war, ohne Fischer oder wenigstens Schauleute. Vielleicht war es auch kurz vorm Auslaufen, das war immer früh morgens, so gegen 2.00 Uhr.Wenn die Boote dann im Laufe des Vormittags mit prall gefüllten Netzen einliefen, dann war was los am Hafen. Turmhoch stapelten sich die Fischkisten und warteten, daß sie abgeholt wurden. Früher mit Pferd und Wagen, dann mit der Eisenbahn und später mit dem Lastauto. Und Schau-

leute standen herum, die Möwen kreischten und dann war es wieder still bis zum nächsten Morgen.

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