Eckernförde in alten Ansichten

Eckernförde in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Bronnmann
Gemeente
:   Eckernförde
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6598-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eckernförde in alten Ansichten'

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59 Die südliche Kieier Straße ist heute wieder fast genau so belebt wie auf dieser Postkarte von 1900, nur der neue Parkplatz am grünen Weg bringt durch die Bahnunterführung jetzt eilige Passanten, die dem Zentrum zuströmen. Der Ausbau der Reeperbahn und die Ausfahrt der Kieier Straße zum Exer bei Optiker Moll haben das Ende der Straße, entgegen allen Anstrengungen der Anlieger, vom pulsierenden 'Stadtleben' abgeschnitten. Die stattlichen Häuser, die nach der Flut von 1 872 entstanden sind, haben die ehemaligen Otteschen Betriebe ersetzt. Nur das ehemalige 'Christian's pflegehaus' auf der gegenüberliegenden Seite, die 'alte Ka-

serne'. ist geblieben und wird als Wohnhaus genutzt. Bäume wurden wieder angepflanzt, auch eine Wassertreppe angelegt, und der Besucher, der von Süden kommt, wird von

der Schornsteinverzierung der ehemaligen Räucherei von Baasch und Schulze begrüßt.

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60 Aus dem östlichen Schwansen kommende Bürger, die über die Prinzenstraße und den Vogelsang in die Stadt wollten, besonders auch die Gespanne der hier liegenden Güter, mußten an dieser engen Stelle in die Gaehtjestraße einbiegen, um über den Steindamm die Stadtmitte zu erreichen. Fußgängern und 'vernünftigen' Radfahrern steht seit der Sturmflut auch die Holzbrücke offen. Die Häuserreihe zur Wassersei te wurde mit allen, alten Eckernfördern noch bekannten, Geschäften abgerissen. Benannt wurde die Straße nach dem Kaufmann Gaehtje, der sein Ver-

mögen der Stadt vermachte. In den zwanziger Iahren soll Prinz Heinrich von Preußen in seinem offenen Mercedes in der Gaehtjestraße beinahe einen kleinen Hund überfahren

haben. Auf sein 'Fräulein, können Sie nicht auf ihren Hund aufpassen?' meinte Wilma Peters en nur: 'Aber Hoheit, warum peesen Sie denn hier so doll in der Gaehtjestraße?'

61 Am Anfang der Rendsburger Straße, wo heute das erste Hochhaus der Stadt steht, hatte bis Anfang der siebziger Iahre der Getränkegroßhändler und hersteller Waldemar Behn seinen Betrieb, der später in den Neubau am Niewark umzog. Schon bevor Behn den Hauptbetrieb nach dem Ersten Weltkrieg - nach Eckernförde verlegte, wurde in Schleswig Braunbier gebraut und Mineralwasser hergestellt. Auch wurden hier die Biere der Schloß-Schifferer Brauerei, der späteren Holstenbrauerei vertrieben. In den Betriebsräumen an der Rendsburger Straße wurde auch - nach 1945 - von

Karl Gieß ein Gemischtwaren-Großhandel mit 'Erste Eckernförder Kaffeerösterei' gegründet. Später zog Gieß, als der erste C+C Markt Eckernfördes, an die Norderhaake, direkt neben

Eckernfördes 'schiefen 'Iurm', wo er ein eigenes Betriebsgebäude errichtet hatte, um. Die Firma Behn ist heute für ihre Spirituosen weit über Europas Grenzen hinaus bekannt.

Wer kennt ihn nicht? Wenigstens aus dem Fernsehen: 'Kleiner Feigling'.

62 Die vor einigen Iahren aufgegebene Siegfriedwerft baute seit Anfang der zwanziger Iahre Schiffe.

Es wurden nicht nur Fischkutter für Nord- und Ostsee gebaut, sondern auch Segelboote und Rennyachten. Die Siegfriedwerft lieferte in die ganze Welt, unter anderem nach Kanada, USA, England und viele andere Länder. Eine besondere Attraktion für Gäste und Einheimische war das Hochziehen der Helling mit einem Schiff drauf, das repariert werden sollte. Dazu mußte die Helling die Straße überqueren, denn die Werkstatt lag auf der anderen Straßenseite. Der Vogelsang wurde dann

jedesmal von der Polizei gesperrt und für die Schaulustigen aufbeiden Seiten hieß es 'Schiff über Land' . Die über vierzig Mitarbeiter der Werft waren unter anderem Maschinenschlos-

ser, Bootsbauer, Tischler, aber auch Taucher und sonstige Spezialisten. Heute gibt es keine Werft mehr in Eckernförde, aber der Name Siegfriedwerft ist erhalten geblieben und

wird von dem hier jetzt ansässigen Hotel und Restaurant weitergeführt.

63 Vielen Eckernfördern ist die Räucherei von Baasch und Schulze auch heute noch ein Begriff. Der große breite Schornstein, ganz aus Eisen, mit der Wetterfahne oben drauf, die heute am südlichen Eingang der Kieier Straße den aus Kiel und Rendsburg kommenden Gast begrüßt, war allen bekannt. Das Schicksal vieler Eckernförder Räuchereien mußte in den siebziger Iahren auch dieser Ende des vorigen Jahrhunderts gegründete Betrieb erleiden. Wilhelm Böse, der letzte Inhaber, verkaufte den Betrieb Ende der sechziger Iahre und zog nach Borby. Der Käufer hatte

nicht viel Glück mit der Räucherei. Als nach einem Brand, der einen großen Schaden verursacht hatte, bei den folgenden Umbauarbeiten der große eiserne Schornstein mitsamt dem ihn anhebenden Autokran umstürzte und die Betriebsräume zerstörte, war auch bald das Ende der Räucherei gekommen. Heute steht auf dem Gelände ein großer Baumarkt.

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64 Ein Großfeuer zerstörte in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli 1912 die Kistenfabrik und den Holzhandel der Firma Lienau am Jungfernstieg. 1904 kaufte Carl Lienau die Ende der fünfziger Iahre des vorigen Jahrhunderts gegründete Kistenfabrik, in der er vorher schon über zehn Iahre als Betriebsleiter gearbeitet hatte. Neben der Herstellung von 'Sprottenkisten' für die Eckernförder Räuchereien vergrößerte er die Firma und wurde zu einer über die Grenzen hinaus bekannten Holzhandlung. Wegen der Feuergefahr, besonders für das dicht bebaute Hafenviertel, durfte Lienau seine Fabrik hier nicht wieder aufbauen. Er zog in die damalige Rendsburger Landstraße

und baute eine neue Fabrik. In den sechziger Iahren wurde der Betrieb aufgegeben. Eine Bootswerft und eine Christliche Gemeinde sind hier jetzt, und im größten Teil hat der

Schlossermeister Lienau seine Werkstatt eingerichtet, weil er aus stadtplanerischen Gründen seinen Betrieb am Jungfernstieg aufgeben mußte.

65 Bevor 1929 das kleine Noor zugeschüttet wurde, hatte man einen freien Blick auf die Mühle Rau und den alten Salzspeicher. Auch der Steindamm war noch ein Damm mit einer gemauerten Unterführung, die Noor und Förde miteinander verband. Fische konnten zum Laichen - ins Noor oder in die Fördehindurch, aber kleine Boote nicht mehr. Von beiden Seiten der Unterführung ging eine Treppe vom Steindamm zum Wasser hinunter. Die heutige Reeperbahn führt rechts an der Mühle Rau vorbei, mitten über das zugeschüttete Noor, das nach 1929 Noorplatz genannt wurde. Ein Luftsch

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