Edenkoben in alten Ansichten

Edenkoben in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Kopetschny
Gemeente
:   Edenkoben
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5991-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Edenkoben in alten Ansichten'

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Vorwort

Obwohl Edenkoben nicht meine Geburtsstadt ist, ich aber seit vierzig [ahren hier lebe, betrachte ich Edenkoben und die Pfalz als meine Heimat. Immer wieder werde ich gefragt, warum ich als nicht hier Geborener mich mit der Geschichte von Edenkoben befasse. Meine Antwort war immer, daß Heimat für mich dort ist, wo ich lebe und mich wohlfühle.

Als ich als zehnjähriger nach Edenkoben kam, bestand meine Lieblingsbeschäftigung darin, durch die Straßen und Gassen zu laufen und mir die Häuser anzusehen.

In einem kleinen Dorfin Niederbayern, mit 300 Einwohnern, aufgewachsen, war der Umzug nach Edenkoben wie ein Urnzug in eine Großstadt. Ein Bahnhof, eine Straßenbahn, viele Straßen, Geschäfte, ein Kino, das waren für mich ganz neue Erfahrungen.

Meine erste Nacht in Edenkoben verbrachte ich in der Weinstraße 102 im sogenannten Schokoladehaus (weil es ganz braun angestrichen war). Die Straßenbahn fuhr nur zwei Meter vor unserem Fenster vorbei, das ganze Haus wackelte und vibrierte. Ich war so aufgeregt, daß ich nicht schlafen konnte und immer darauf wartete, daß die nächste Bahn vorbeikam.

Alles war fremd, von der Sprache gar nicht zu reden. Als ich zum ersten mal für meine Mutter Milch im Geschäft bei Frau Pletsch holen sollte und ich gefragt wurde, ob ich einen oder zwei 'Schoppen' haben wollte, wußte ich keine Antwort. Genau

so wenig verstand mich die Frau Klein in der Bäckerei als ich zwei 'Semmin' (Brötchen) haben wollte.

Die Probleme mit meiner 'Fremdsprache' kamen natürlich so richtig in der Schule zum Versehem. Ich verstand weder den Lehrer (Herrn Günther), noch konnte er mit meinen Antworten etwas anfangen. Besondere Probleme hatte ich dann natûrlich Freunde und Spielkameraden zu finden. Vielleicht hat mich dies dazu gebracht mich mehr mit Straßen und Häusern in Edenkoben zu beschäftigen.

Als im Sternzeichen 'Stier' geborener, denen man besondere Sammelleidenschaft nachsagt, bin ich über das Sammeln von Schützenpostkarten zum Sammeln von "Iopographie' -Karten gekommen. Naheliegend habe ich dann mit Karten von Edenkoben begonnen. Nachdem ich einiges von Edenkoben hatte, fing ich an Karten von Edesheim, wo meine Frau geboren ist, zu sammeln.

Als ich glaubte auch dieses Gebiet sei erschöpft, fing ich an die Ortschaften um Edenkoben zu sammeln. Zum Schluß hatte ich eine Sammlung von der Weinstraße die viele Orte von Schweigen bis Backenheim umfaßt. Heute befasse ich mich nur noch damit, die Sammlungen auszubauen und zu verfeinern. Außerdem befasse ich mich mit der Postgeschichte in der Pfalz das damals ja noch postalisch Bayern angegliedert war. So hat sich bei mir der Kreis von Bayern zur Pfalz wieder gescWossen.

Über die Geschichte von Edenkoben möchte ich hier nichts schreiben. denn es gibt genügend Bücher über Edenkoben und seine Geschichte.

Anmerkungen * Literatur * Bildnachweis

Verschiedene Daten wurden dem Buch 1200 jahre Edenkoben, von Alfred Hans Kuby, sowie den Büchern 'Historische Aufnahmen Edenkoben' von Meinhold Lurz, sowie dem Heft 90 Iahre Sieges und Friedensdenkmal vom Verkehrsverein, Herrn Klar entnommen.

Das gesamte Bildmaterial stammt aus meiner eigenen Sammlung.

1 Die erste abgebildete Karte ist wohl die älteste Ansichtskatte van Edenkoben. Sie wurde im juni 1891 geschrieben. Um 1890 wurden die ersten Karten für kleinere Orte gedruckt. Sie zeigt verschiedene Sehenswürdigkeiten der Umgebung, den Stadtberg und eine Gesamtansicht der Stadt mit dem damals noch üblichen 'Kammertbau' der Weinreben.

2 Wir beginnen unseren Rundgang am alten Bahnhof, der am 26. November 1855 offiziell eröffnet wurde. Neunzig Iahre lang war der 'Königsbahnhof' , wie er genannt wurde, ein Schmuckstück der Stadt, bis er am 5. jannar 1945 nach einem Bombenangriff auf einen Munitionszug, der im Bahnhof stand, vollständig zerstört wurde. Im Oktober 1956 wurde der neue Bahnhof an alter Stelle in Betrieb genommen.

EDENKOß.EN.

Bahnhof.

3 Das Restaurant Voe1ker mit dem schönen Biergarten ist die heutige Gaststätte Schubert in der Bahnhofstraße. Hier saßen die Leute, die auf die ankommenden und abfahrenden Züge warteten. Die Gaststätte war zugleich Warrehalle für die Reisenden. Die schönen Kastanienbäume mußten der heutigen Bundesstraße 38 weichen.

Edenkoben Restauration Voelcker

Ganenwil';tschaft

4 Das Bahnhofhotel und Gasthaus von Georg Pister am unteren Ende der Bahnhofstraße diente vielen Reisenden zur Übernachtung. Die Karte, die um 1903 geschrieben wurde, zeigt, daß die rechte Seite der Bahnhofstraße noch nicht bebaut war. Von hier aus fuhren die Kutschen dann die Gäste in die Innenstadt oder auf die Villa Ludwigshöhe.

GruB aus Ederikoben - Bahnhofstra6e Gastheus VOR, Georg Pister

5 links das Haus, das von dem Jugendstil-Architekt Otto Cappel entworfen wurde. Das Haus gehört heute noch zu den schönsten in Edenkoben. In der noch ungepflasterten Bahnhofstraße sehen wir einen Weintransport der mit dem pferdefuhrwerk ausgeführt wurde.

6 Im Mittelteil der Bahnhofstraße sehen wir viele Häuser die mit Sandsteinen aus den beiden Steinbrüchen von Edenkoben gebaut wurden. Der Besitzer der Steinbrüche, Andreas Schneider, war zugleich Architekt und Baumeister. Wenn er ein neues Haus gebaut hatte, bezog er es bis er einen Käufer fûr das Haus gefunden hatte. Dann baute er das nächste Haus. Rechts das Restaurant 'Zur pforte' von Familie Ernst.

Gruss aus Edenkoben. Bahnhofstrasse.

7 Die heutige Tanzstraße hieß früher auch Hauptstraße. An der Kreuzung BahnhofstraBeEdesheimerstraBe stand das weithin bekannte Café Ludwig. Vor dem Zweiten Weltkrieg hieß das Lokal 'Zum Löwen' und wurde von Heinrich Rühl geführt. Nach dem Krieg, als das Lokal von Heiner Ludwig geführt wurde, hieß es im Volksmund nur 'Café Gummi' .

tlaupfs1raße

8 In der oberen Bildhälfte sehen wir den schönen Saal des Cafés mit Parkettboden und Flügel. In diesem Saal fanden viele festliche Veranstaltungen, Bälle und Konzerte statt, Auch wurden hier Tanzkurse abgehalten und manche Ehe hat hier ihren Anfang genommen. Im unteren Bild sehen sie den Gastraum des Lokals.

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