Eggenstein-Leopoldshafen in alten Ansichten

Eggenstein-Leopoldshafen in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Gerwien
Gemeente
:   Eggenstein-Leopoldshafen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6595-2
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eggenstein-Leopoldshafen in alten Ansichten'

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61 In der alten Chronik von Leopoldshafen aus dem Iahre 1933 ist dieses Bild mit 'Dorfstille während des Gottesdienstes' unterschrieben. Der Dorfbüttel Friedrich Stahl hatte offenbar auch darüber zu wachen, daß während der Gottesdienstzeiten kein Lärm in den Straßen entstand, durch den der Gottesdienst gestört werden könnte. In einem alten Eggensteiner Protokollbuch der Kirchengemeinde steht unter dem 29. Juni 1896: 'Es wird geklagt, daß der Turnverein während des Gottesdienstes vormittags geturnt und die pferde noch während des Zus ammenläutens erst von der

Schwämme heimgeritten wurden.' Unter dem 12. September 1901 wird berichtet: 'Es sollen Schritte gethan werden, daß auch hier die Wirtshäuser für Einheimische Sonntags

Vormittags bis 11 Uhr geschlossen werden; ebenso das Radwettfahren Sonntag Vormittags unter der Kirche unterbleibt.' Das große Gebäude auf der rechten Seite des Bildes ist das im

Iahre 1813 in Dienst gestellte Schulhaus, das bis 1955 die Volksschule beherbergte.

62 Das Innere der evangelischen Kirche zu Leopoldshafen. Die Kirchengemeinde war bis zum Iahre 1912 Filiale van Eggenstein, doch sie erhielt 1852/53 eine eigene Kirche. Bis zum Iahre 1835 fanden alle Beerdigungen auf dem Eggensteiner Friedhof statt, dann bekam Leopoldshafen einen eigenen Friedhof.

Das Erstaunliche am Innern der Kirche ist die hoch gelegene Kanzel; sie ist wohl deshalb so hoch, damit auch die Besucher von der Empore aus Blick zum Prediger hatten.

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63 Seit 1866 'schnaufien' die Dampflokomotiven der Eisenbahn durch die Leopoldshafener Gemarkung,

aber erst 1873 erhielt der Ort nach vielen Kämpfen einen eigenen Haltepunkt. Der Bahnhof war zwar

weit außerhalb der Gemeinde, aber die Bahn verband die Gemeinde mit der Hauptstadt Karlsruhe,

ihren Einkaufs- und Kulturmäglichkeiten und ihren Arbeitsplätzen.

64 Dieses altfränkische Fachwerkhaus ist heute lei-

der unter einer modernen Fassade verborgen.

65 Dieses Haus ist ebenfalls ein fränkisches Gehöft. Es unterscheidet sich vom vorherigen Haus dadurch, daß es eine überbaute Hofeinfahrt hat. Dies brachte nicht nur den Vorteil zusätzlichen Raumes im Haus, sondern bot auch mehr Raum zum Trocknen desTabaks oder zum Beispiel der Maiskolben.

66 Das Gasthaus 'Zum Englischen Hof' hieß früher 'Wirtschaft zur Landpost'. Im Iahre 1837 wurde in Leopoldshafen eine neue großherzogliehe Posthalterei eröffnet, die dem Adlerwirt Peter Gorenfla übertragen wurde. Dieser protestierte gegen die 'irreführende' Bezeichnung 'Landpost', worauf eine Namensänderung erfolgte. Später wurde das Anwesen von der jetzt selbständigen evangelisehen Kirchengemeinde gekauft und zum Pfarrhaus umgebaut. Es wurde als Pfarrhaus bis zum Iahre 198 1 genutzt, bis die Kirchengemeinde ein neues Pfarrhaus in der Badener Straße errichten ließ.

Englischen Hot

GruB aus Leopoldshafen

67 Die beiden oberen Bilder und das Bild unten links zeigen Ausschnitte aus der Hauptstraße. Das

untere rechte Bild lädt zum Besuch des Strandbades ein, zu dem man den alten Hafen umfunktioniert

hatte. Die Postkarte wurde noch 1941 verwendet.

68 Auf dieser Postkarte aus dem Iahre 1903 versuchte die 'Widfrau' Anna Nelson allen zur Verfügung

stehenden Platz auszunutzen und beschrieb auch die Vorderseite. Das linke Bild ist eine seltene Auf-

nahme: aufihr ist noch das alte Lagerhaus am Hafen zu sehen, das erst in den siebziger Iahren abgerissen

wurde. Die rechte Aufnahme zeigt das Gasthaus 'Zum Adler'.

69 Ein Bild, das man heute weder in Eggenstein noch in Leopoldshafen

aufnehmen könnte: ein 'Kuhfuhrwerk' mit Kastenwagen.

70 Schweinezucht war eine der Säulen der Landwirtschaft, und Stephan Vomberg schreibt in seinem Heimatbuch 'Leopoldshafen am Rheiri': 'Ein besonderes Ereignis für die Buben ist es, wenn sie am Samstag früh bei Tagesanbruch mitVater oder Mutter zum Verkauf der Milchsäue auf den Durlacher Saumarkt fahren dürfen. Der Leopoldshafener sagt, ein guter Saumarkt sei auch eine Glaubensstärkung. Nur der alte Kaiserwirt Heil brachte seine Schweinchen oft wieder vom Markt zurück. Wenn der Höchstpreis 40 Mark war, wollte er 42 Mark haben. Dann hat er sie am

nächsten Samstag wieder auf den Markt genommen und oft um 10Mark billiger abgeben müssen. Wenn Ernte ist, soll man schnei-

den, und wenn Markt ist, verkaufen.' Die 'Sauweide' war früher auf dem Gelände des heutigen Vogelparks.

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