Eibau in alten Ansichten

Eibau in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Humboldt-Museum Eibau
Gemeente
:   Eibau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5674-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eibau in alten Ansichten'

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9. In dem Haus des Christian Zentsch wurde die Inneneinrichtung nach den Prinzipien der damaligen Schloßbaukunst ausgeführt. Der Baumeister blieb unbekannt, aber einige Details lassen darauf schließen, daß er bei der Errichtung verschiedener Schlösser in der Umgebung tätig gewesen sein muß. Einen Einblick gibt diese Aufnahme, die aus der Zeit um 1900 stammt. Leider ist es keine farbige Wiedergabe. Bezeichnend für den Zeitgeschmack sind vor allem die Bibelsprüche, die auf die weißen Wände aufgemalt sind. Von der Diele, das ist dieser Raum, gelangt man in das Haupt- oder Prunkzirnrner, in dem das Parade- oder Himmelbett stand.

10. Am 27. Juli 1913 überflog der Zeppelin 'Sachsen' unseren Ort. Von Neugersdorf kommend, schwebte er in Richtung Oberoderwitz. Zum Zeitpunkt der Aufnahme stand er über dem Dießnerschen Bauerngut, weit im Oberdorf. Dieser Überfiug war für die Eibauer eine Sensation, hatten sie doch so etwas noch nie gesehen. In den folgenden Jahrzehnten kam es immer wieder zu schweren Unfällen dieser Flugkörper, so daß die Luftschifferei mehr und mehr ins Hintertreffen geriet. Das Haus am linken Bildrand zeigt eine ungewöhnliche Bauweise, wahrscheinlich ist ein altes Lagerhaus zu einem Wohnhaus umgebaut worden.

11. Eibau vor neunzig Jahren. Der Bahnhof - er lag damals außerhalb des Ortes - hat seine Randlage behalten. Der Gasthof 'Zum Hirsch' zeigt, daß die Ausspannung gern in Anspruch genommen wurde. Der Bliek ins Oberdorf läßt links ein Geschäftshaus mit sehr großen Schaufenstern und rechts das Haus des 'reichen Hoffmann' erkennen. Besonders wichtig ist die Abbildung der Post, denn es ist die einzige; seit 1886 ist sie in Betrieb. Beide Schulen rahmen die Kirche ein. Sie dokurnentieren gewissermaßen, wer die geistige Erziehung der Menschen ausübte. Ob dazu das Kriegerdenkmal gehörte, ist sehr fraglich. Eibau ist ein sehr langgestrecktes Dorf, so daß die Totalansicht nur einen Teil berücksichtigen konnte.

12. Ursprünglich wird in Eibau nur ein Schulhaus existiert haben, denn es ist auch immer nur von einem Schulmeister die Rede. Im Jahre 1709 konnte jedoch im Oberdorf ein zweites eingerichtet werden. Die Eibauer hatteri aber wenig Glück damit, denn schon 1712 brannte das Gebäude ab. 1719 kaufte die Gemeinde das Haus von Adam Bitterlich 'zu Schulzwecken'. 1720 brannten diese Schule und zwei weitere Gebäude vollkommen nieder. Im Jahre 1842 wurde ein neues Schulgebäude eingeweiht. Bald stellte es sich heraus, daß auch der Neubau für die immer größer werdende Schülerzahl nicht ausreichte. Das Bild zeigt die Schule von 1842, die heute als Wohnhaus genutzt wird.

13. Das Jahr 1897. Feierliche Einweihung der neuen Oberen Schule! Der rote Backsteinbau bot mit seinen geräumigen hellen Klassenzimmern wesentlich bessere Lehr- und Lembedingungen. Im Jahre 1903 wurden alle Voraussetzungen weiter verbessert, so daß alle Kinder nun acht Jahre die Schule besuchen konnten. Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten die Gemeinden Eibau, Neueibau und Walddorf einen Schuiverband, um das genannte Zielleichter verwirklichen zu können. 1933 kam HitIer an die Macht und mit ihm andere Erziehungsziele: 'Meine Pädagogik ist hart. ... Das freie herrliche Raubtier muß wieder aus ihren (der Jugend, J.W.) Augen blitzen .... Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend.' Wohin diese Ansichten geführt haben, das hat die Entwicklung gezeigt.

Gasthof zum Lamm - Eibau i. Sa.

14. Der im 18. Jahrhundert aufblühende Fernhandel erforderte mehr 'Verpflegungsstationen' für Mensch und Tier. Der Eibauer Richter Hempel gründete deshalb drei neue Schenken. Vermutlich ist der Gasthof 'Zum Lamni' auf diese Weise entstanden. Die Grundherrschaft, der Rat der Stadt Zittau, unterstützte die Gründung, denn der Besitzer erhielt sofort die Konzesstenen zum Bierausschenken, zum Backen und Schlachten sowie zum Branntweinbrennen und -schenken, In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts erweiterte der Wirt das Angebot um Fremden- und Vereinszimmer und eine Autogarage. Der abzweigende Weg rechts vor dem 'Lamm' führt zu den 'WoIIehäusern'.

15. Gasthof 'Zum Lamm', Eibau i/Sa. Die Ansicht zeigt Vergangenes. Zwar liegt der Saal noch auf der linken Seite im ersten Stock, aber nach verschiedenen Umbauten bietet er ein völlig anderes Bild. Die Gaststube rechts vom Eingang, der jetzt auf der Rückseite zu finden ist, sieht auch nicht mehr so aus. Der ehemalige Pferdestall, ganz links im Erdgeschoß, wird als Discothek genutzt. Im Zweiten Weltkrieg war das 'Lamm' nicht mehr 'Gasr-Stätte sondern Gefangenenlager. Zwanzig Franzosen waren hier eingespertt und mußten in der Landwirtschaft arbeiten. Rechts hinter dem 'Lamm' ist der Giebel des Nachbarhauses zu erkennen, in dem jahrelang ein Kindergarten untergebracht war.

16. Eine Grußkarte aus dem Jahre 1904. Sie zeigt Teilansichten von Eibau. So erkennt man auf dem Rundbild das Produktionshaus der Firma Tröger & Bueren, in dem seit 1900 verschiedene Bürsten hergestellt wurden. Darunter sieht man eine große Fabrik, die mechanische Weberei S. Wolle. Der Betrieb wurde 1897 von Max Hoffmann gegründet, aber schon 1898 an die Firma S. Wolle verpachtet. Im Jahre 1911 ging er vollständig in ihren Besitz über. Damals wurden hauptsächlich Bettdamaste und Tischtücher produziert. Die von der Fa. S. Wolle erbauten Häuser an der Lammstraße nennt man heute noch 'Wolle-Häuser'.

17. Und so sah es damals in einer mechanischen Weberei auf. Die Aufnahme aus dem Jahre 1906 bietet ein verwirrendes Bild. Zahlreiche Transmissionen übertragen die Antriebskraft auf die Baumwollwebstühle. Wer schon einmal in einer Weberei war, der hört den ohrenbetäubenden Lärm, der aus dem Bild zu strömen scheint. Die Webmaschinen stehen eng beieinander, jeder Zentimeter ist ausgenutzt. Beim Übergang vom Hand- zum mechanischen Webstuhl türmten sich für viele Heimweber schier unüberwindliche Hindernisse auf, aber die Herstellung größerer Mengen und die billigere Arbeitsweise ließen keine Konkurrenz zu. Handwebstühle wurden immer mehr zu Liebhaber- oder Museumsstücken.

18. Das Haus des 'reichen' Hoffmann, ein Bau, der von Reichtum und Macht zeugt. Christian Friedrich Neumann gründete am 21. August 1831 eine Faktorei. Sie entwickelte sich in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zum größten Unternehmen der Branche in Eibau, Die wirtschaftliche Stärke und damit der politische Einfluß wurden so groß, daß seine Nachfolger sogar den Standort des Bahnhofs bestimmen konnten. In der Folgezeit ging der Betrieb an den Mann der Enkelin des C.F. Neumann über, der später der 'reiche' Hoffmann genannt wurde. Auf der Abbildung ist die Fabrikesse zu erkennen, die zu der mechanischen Weberei gehörte, die M. Hoffmann 1897 errichten ließ.

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