Eibau in alten Ansichten

Eibau in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Humboldt-Museum Eibau
Gemeente
:   Eibau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5674-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eibau in alten Ansichten'

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19. Man schreibt das Jahr 1907 und das erste Auto fährt durch Eibau. Für den 'Oldtimer-Fan' wäre es sicher sehr interessant, etwas über Baujahr und Typ des Wagens zu erfahren, aber leider ist darüber nichts bekannt. Als Besitzer wird wie selbstverständlich der 'reiche' Hoffmann genannt. Von seinem Reichtum gab er aber oft zum Wohl der Allgemeinheit: 1893 ließ er auf seine Kosten in die Eibauer Kirche die elektrische Beleuchtung einbauen. 1896 errnöglichte er die Einrichtung der Gemeindediakonie. 1898 stiftete er 5 000 Mark für den Bau einer Begräbniskapelle. Gemeinsam mit anderen vermögenden Eibauern tat er einiges zum Wohl der Allgemeinheit.

20. Am 7. Januar 1925 konnten die unteren Räume des stattlichen Gebäudes, das 1924 von der Gemeinde erworben worden war, als neues Geschäftslokal der Sparkasse Eibau bezogen werden. Sie dienen heute noch demselben Zweck. Die günstige Lage, das ansprechende Äußere und die praktische Inneneinrichtung haben stets einen guten Eindruck auf den Besucher gemacht. Das hat wesentlich zu einer kontinuierlichen Entwicklung beigetragen. Die Geschichte der Sparkasse in den letzten Jahrzehnten bedarf jedoch noch einer gründlichen Analyse. An der Stelle des Häuschens am rechten Bildrand befand sich zuletzt eine Konsum- Verkaufsstelle. Links ist das Anwesen der ehemaligen Bäkkerei Löffler zu sehen.

21. Das Bild berichtet von einem Treffen der Eibauer Motorsportfreunde vor dem Hotel 'Sächsischer Hof'. Es wurde errichet, nachdem ein gewisser von Hecken um die Genehmigung zum Bau ersuchte, 1899 erhielt er die Erlaubnis. Im Laufe der Jahre änderte sich der Name in 'Oberlausitzer Hof' und die unterschiedlichsten 'Gäste' kamen und gingen. 1941- das Hotel war schon stillgelegt - wurden sämtliche Dienststellen der NSDAP in diesem Haus zusammengefaßt. 1945 quartierte sich die Ortskommandantur der Roten Armee ein. Dann arbeitete eine Näherei darin, anschließend nutzte es der Konsum als Landwarenhaus. Vor der endgültigen Schließung wurden Frottierwaren genäht,

22. Im Jahre 1900 begann der Baumeister Ernst Hausmann in diesem Ortsteil mit dem Bau einer Häusergruppe. Das Gebäude im Vordergrund zeigt deutlich die Bauweise jener Zeit: ein schönes, aber verwinkeltes Äußere; im Innern kleine, hohe Räume. Als die Häuser fotografiert wurden, trug der 'Pfad' noch den Namen des 'Eiserenen Kanzlers', Bismarckstraße. Im Laufe der Jahre gab es für den Weg, dènn eine feste Straße ist es bis heute nicht, verschiedene Namen. Jetzt heißt er Martin-LutherStraße. Rechts von der Personengruppe führt ein Weg zu einem Komplex von Reihenhäusern, erst in der jüngsten Vergangenheit entstanden.

EIBAU.

Villenviertel.

23. Eibau - Villenviertel. Eine ziemlich gewagte Behauptung, wenn man diese Aufnahme aus dem Jahre 1912 betrachtet. Heute ist das Gelände im Vordergrund bebaut, aberwesentlicherist die Fabrikanlage auf der rechten Bildseite. Es ist die ehemalige Ziegelei. Sie mußte stillgelegt werden, ebenso wie die Porzellanfabrik und das Schamottewerk , weil der Rohstoff Lehm zu Ende war. Nach dem Abbruch entstand 1919 die erste Schrebergartenanlage, und 1920 baute die Gemeinde ein Freischwimmbad. Von der großen Ziegelei blieb nur das hohe Gebäude, das 1921 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde.

24. Richtfest im 'Villenviertel'. Die Maurer und Zimmerleute werden in dieser Zeit - wir schreiben 1928 - die Zeit der großen Arbeitslosigkeit, froh gewesen sein, in 'Lohn und Brot' zu stehen, Da hat man auch die für unsere heutigen Vorstellungen mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in Kauf genommen. Der Bauherr und seine Familie gehörten selbstverständlich auch aufs Bild! Die Dachkonstruktion erscheint sehr kompliziert, aber der Fuhrmann fährt schon die ersten Dachziegel heran. Heute gehört das Haus dem Fachzahnartz Sanitätsrat Dr. Tschursch, der in den unteren Räumen seine Praxis eingerichtet hat.

25. Der Ausriß einer Ansicht von Eibau auf einer als Reichsbanknote gedruckten Karte zeigt, vom Lerchenberg aus gesehen, im Vordergrund den Eibauer Bahnhof. Zwei Züge halten gerade und sollen wohl den Eindruck von großer Verkehrsdichte vermitteln. Nach entbehrungsreichen Kriegsjahren (die Karte ist am 21. September 1918 geschrieben) liest man nichts mehr von großer Kriegsbegeisterung: 'Lieber Hermann, kommst Du nicht bald auf Urlaub? Es wäre doch Zeit. Vielleicht klappt's, daß Du mit meinem Bräutigam zusammen kommst, wir wollen uns trauen lassen .... ' Der Schrei berin wäre zu wünschen gewesen, daß die Trauung erst nach dem Ende des Krieges vollzogen worden wäre.

26. Am 16. September 1929 entgleiste an der Kreuzweiche vor dem Eibauer Bahnhof ein Güterzug mit achtzig Achsen. Das Bild zeigt die Unfallsstelle, in der Mitte die ausgesprungene schwere Güterzuglokomotive, rechts einer der umgestürzten Wagen. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Aufnahme erfolgte von der Stelle aus, an der der bekannte 'Husarenstein' steht. Dieses Unglück führte unter anderem auch dazu, daß endlich der unbeschrankte Bahnübergang an der Neueibauer Straße durch eine Brücke ersetzt wurde. Zu vermelden wäre weiter, daß Ende 1946 das zweite Gleis entfernt werden mußte. Später mußte auch die Kreuzweiche 'weichen'.

27. Im Jahre 1909 wurde dicht am Bahnhof auf der Seite zum Lerchenberg hin ein großes keramisches Werk angelegt. Über die Produktion ist fast nichts bekannt, dafür aber, daß 1916 fünfzehn russische Kriegsgefangene dort arbeiten mußten. Alle Betriebe, die auf den Rohstoff Lehm angewiesen waren, mußten ihre Arbeit einstellen, weil Lehm nicht mehr in ausreichender Qualität vorhanden war. Die Schließung erfolgte etwa zur Zeit der großen Weltwirtschaftskrise am Ende der zwanziger Jahre, so daß das keramische Werk verfiel. 1936 sprengten Pioniere die großen Schornsteine.

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28. Die beschauliche Ruhe dieses Bildes täuscht. Die Straße erscheint wie eine Fußgängerzone. Man schreibt das Jahr 1916, mitten im Ersten Weltkrieg. Die örtliche Industrie, das Gewerbe und der Handel hatten sehr stark unter seinen Auswirkungen zu leiden. Das äußerte sich zum Beispiel in verkürzter Arbeitszeit der Betriebe und irn Stillstand von Leinen- und Baumwollhandel. Am linken Bildrand ist das Gebäude zu sehen, das seit 1925 Sitz der Sparkasse ist. Im Hintergrund zeigt ein Geschäftshaus seine großen Schaufenster, das jahrzehntelang unter den verschiedensten Besitzern auf zwei Etagen dem Verkauf von Textilien diente. Das Geschäft in dem schönen Umgebindehaus, ein sogenannter Tante-Emma-Laden, ist schon lange geschlossen.

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