Eibau in alten Ansichten

Eibau in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Humboldt-Museum Eibau
Gemeente
:   Eibau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5674-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eibau in alten Ansichten'

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29. Das 'Rote Gut' um 1900. Der Name wird wahrscheinlich von den roten Backsteinen herrühren, mit denen die meisten Gebäude errichtet worden sind. Christian Friedrich Israel aus Ebersbach ließ es im Jahre 1810 erbauen. 1821 erhielt er die Konzession zur Einrichtung einer großen Warenmangel. 1879 erfolgte durch den Bau von Kessel- und Maschinenanlagen eine Vergrößerung. C.F. Israel jun. ließ später im Niederdorf eine Wassermühle installieren und kaufte eine weitere in Oberoderwitz. Sie dienten zum Antrieb der Maschinen. Israel vereinigte alles zu den Israelschen Appreturanstalten. Die Geschäfte gingen so gut, daß er seinen drei Töchtern je ein Rittergut kaufen konnte.

30. Eine Aufnahme, die den dörflichen Charakter von Eibau widerspiegelt. Das Landwasser plätschert ruhig dahin. Doch immer wieder richteten große Flutkatastrophen viel Schaden an, so auch im Jahre 1897. Nun wurde im Mitteldorf, das zeigt unser Bild, eine umfangreiche Regulierung vorgenommen. Diese erfolgte aber nicht gründlich genug, denn bis in die Gegenwart hinein brachten Hochwasser den Anliegern viel Unheil. Das Wasser stand zum Beispiel in dem Haus am rechten Bildrand meterhoch in der Stube im Erdgeschoß. Schon lange leben keine Fische im Bach, denn die Abwässer der Färbereien brachten nicht nur Farbe ins Spiel, sondern sorgten auch für fischlose Gewässer.

31. 'Ist das nicht ... ? 'Richtig, das ist sie, die "Süße Ecke"!' Allerdings sah sie nur früher so aus; die J ahreszahl1890 nennt das Baujahr. Im Laden auf der rechten Seite wurden in den letzten Jahren Schokolade, Konfekt und Spirituosen verkauft, daher der Name! Nach der Wende erhielt das Geschäft einen neuen Namen: 'Lebensmittel-Eck.' Ein vielfältiges Angebot 'wartete' auf Käufer; jetzt ist es geschlossen. Das Geschäft auf der linken Seite ist schon lange geschlossen, Schaufenster und Eingang sind zugemauert. Jetzt muß man von der Seite ein paar Stufen benutzen.

32. Ein 'Gruss aus Eibaui/Sa.' ausdem Jahre 1899. Der Bliek vom Beckenbergzeigt 'Eibau Total' mit der Kirche im Mittelpunkt. Der Gasthof 'Zum Hirsch' war vor dem Brand ein ziemlich umfangreicher Gebäudekomplex, wenigstens vermittelt die Abbildung diesen Eindruck. Aber viel Interessanteres steht auf der Karte geschrieben. Der Absender sagt unter anderem: 'Lieber Hermann, theile Dir hierdurch mit, daß ich bis hier 4 Stunden gebraucht habe, denn die Laterne löschte immer aus. Jetzt habe ich noch 10 Minuten bis Ebersbach.' Die Zeitangaben beziehen sich auf die Strecke von Zittau nach Ebersbach. Heute dauert eine 'Fahrt' mit der Eisenbahn 27 Minuten und mit dem Linienbus 54 Minuten. So haben sich die Zeiten geändert!

33. Das Jahr 1812. Der Kretschambesitzer Michael erwirbt für seinen Sohn die Konzession zum Betreiben eines Gasthofes. Das war die Geburtsstunde des Gasthofes 'Zum Hirsch', Die günstige Lagedas Grundstück liegt an der Einmündung der Ruppersdorfer bzw. der Obercunnersdorfer Straße in die Eibauer Hauptstraße - gewährleistete ein gutes Geschäft. Der Besitzer hatte es bald zu einigem Wohlstand gebracht. Davon zeugen nicht zuletzt das stattliche Hauptgebäude und der geräumige Seitenflügel. Bemerkenswert ist, daß das 'Hirsch', obwohl kein Weberhaus, im Umgebindestil gebaut worden war. Sogar ein Gesellschaftsgarten lud zum Verweilen ein.

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34. Mehr als das, was auf der Abbildung zu lesen ist, kann über dieses schlimme Ereignis nicht berichtet werden. Warum und wie es zu dem Brand kam, blieb fast völlig ungeklärt. Eine Ruine war der Rest! Bald wurde der Gasthofwieder aufgebaut, größer, schöner und moderner. In den letzten Jahren konnten die oberen Räume als Wohnungen genutzt werden. Auch die Volksbücherei war hier untergebracht. Jetzt ist alles frei und soll zu einem komfortablen Hotel, das es früher schon einmal war, ausgebaut werden. Eibau und Umgebung warten dringend auf eine solche Einrichtung. Die Gaststätte wird der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

35. Dieses Straßenbild aus dem Mitteldorf bietet wirklich eine 'alte Ansicht'. Wenige Jahre nach dem großen Brand sieht man den wiederaufgebauten Gasthof 'Zum Hirsch'. Vor allem der imposante Saalbau, kenntlich gemacht durch die Beschriftung 'Conzert- und BalIsaal' , vermittelt den Eindruck von Wohlstand und Gediegenheit. Das danebenliegende Haus, zuletzt die Bäckerei Meißner, mußte abgerissen werden. Der gewonnene Platz bietet heute gute Parkmöglichkeiten. Die Straße machte damals allerdings einen ziemlich ländlichen Eindruck. Heute fließt der Verkehr wesentlich stärker, dazu mündet die Obercunnersdorfer Straße ein und verstärkt mit weiteren Fahrzeugen das Geschehen.

36. Am 15. Juli 1900 fand in Eibau ein Verbandstreffen der Freiwilligen Feuerwehren der Oberlausitz statt. Fünfzig Wehren aus verschiedenen Orten nahmen daran teil. Vor dem Gasthof 'Zum Hirsch' stellte man sich zum Gruppenfoto auf. Die Treppe im Hintergrund wurde vollkommen von Kindern eingenommen, für die es ein besonderes Erlebnis war, gemeinsam mit der Feuerwehr aufs Bild zu kommen. Im Juli soll es damals eine brütendende Hitze gegeben haben, da war es zum Glück nicht so weit zum erfrischenden Naß! Zu diesem Zeitpunkt konnte die Freiwillige Feuerwehr Eibau 'leider' auf viele Einsätze zurückblicken, im Ort und in den Nachbargemeinden.

37. 'Weißt Du noch?', so könnte die Unterhaltung der vier Alterskameraden der Freiwilligen Feuerwehr angefangen haben. Sie dachten sicher an die Zeit, als es noch keine Motorspritzen gab, denn dieses vierrädrige Gefährt stammt aus dem Jahre 1864. Damals war es sehr schwierig, Brände in abgelegenen Grundstücken oder auf Bergen wie dem Beckenberg zu bekämpfen, denn nur wenn mehrere Wehren gemeinsam arbeiteten, war es möglich, erfolgreich tätig zu werden. Die Eibauer Wehr erhielt 1913 die erste Benzinmotorspritze. Dann dauerte es bis zum Jahre 1937, bis die zweite angeschafft werden konnte.

38. Das Jahr 1873: Moritz Ernst Helm begann mit der Zigarrenproduktion. In den folgenden Jahren dürften auch in dieser 'Cigarren-Fabrik' in Handarbeit die braunen Gebilde gewickelt worden sein. Der Laden ist inzwischen geschlossen, die Schaufenster und die Tür zugemauert, und nur ein großes Fenster an ihrer Stelle und die wieder durchscheinende Werbung erinnern an alte Zeiten. Solche 'Cigarren-Fabriken' gab es einige im Ort und eine 'Tabakbude' ist bekannt, ein Fabrikgrundstück an der Beckenbergstraße, das heute vollständig zu Wohnungen umgebaut ist. Auch eine Redensart erinnert in Eibau an diese Zeiten: 'Man hat sie verschieden, wie bei Helme die Zigarren!'

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