Eibau in alten Ansichten

Eibau in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Humboldt-Museum Eibau
Gemeente
:   Eibau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5674-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eibau in alten Ansichten'

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39. 'Mit Herz und Hand für's Vaterland!' Eine geschickte Verbindung von Heimatliebe und soldatischem Tun sollte die Menschen für den Krieg begeistern. Aber schon nach einem Jahr (die Karte wurde 1915 geschrieben) dachten die einfachen Leute ganz anders: 'Lieber Bruno, Du wolltest doch gern einmal Pate sein. Bei Ida hätte es gepaßt, aber da muß der schreckliche Krieg reinkommen .... Nun haben wir bald Pfingsten, und der Krieg nimmt immer noch kein Ende. Vielleicht brauchst Du nicht mehr raus, aber die nehmen doch alles, was halbwege ist .... ' Die Schreiberin konnte nicht ahnen, daß noch drei schlimme Jahre vor ihr lagen.

40. 'Rum bum, bum! DeSchitzn kumm! Der Voaterträt de Foahne!' Diese Liedzeilen wird man in der Vergangenheit oftmals gehört haben. In welchem Jahr die Eibauer Schützengesellschaft gegründet worden ist, läßt sich nicht genau sagen. Fest steht, daß 1707 ein Schießen abgehalten wurde , auf dem Christoph Kießling zum Schützenkönig 'gekürt' wurde. Er erhielt einen zinnernen Teller als Preis. Seit 1945 ruhte die Tätigkeit des Schützenvereins, weil er als militaristische Organisation verboten war. Die Neugründung erfolgte am 7. Dezember 1990. Schwierig, wenn nicht unmöglich, dürfte es sein, das Schützenhaus (Abbildung) wieder in Betrieb zu nehmen, da es als Wohnhaus ausgebaut ist.

41. Der 1. Mai 1928: es war die Zeit der großen Arbeitslosigkeit. Viele Arbeitnehmer beteiligten sich deshalb an der traditionellen Mai-Demonstration. Sänger des Arbeitergesangvereins Eibau und Weber der Firma S. Wolle ziehen am Fabrikgebäude von Steurich & Wauer vorbei. Diese mechanische Weberei wurde bereits 1879 gegründet, aber erst seit 1900 konnte in den neu erbauten Hallen produziert werden. In den Jahren 1902 und 1912 wurden sie vergrößert, so daß sich das Bild einer stattlichen Fabrik darbieter. Heute werden die Räume anderweitig genutzt.

42. Das Jahr 1885. Endlich konnte unter großer Anteilnahme der Eibauer die eigene Halle eingeweiht werden. Schon vier Jahre vorher hatten 17 Unentwegte einen Turnverein gegründet, Wilhelm Theodor Israel war der erste Vorsitzende. Unter seiner Leitung und mit seiner ansehnlichen Stiftung gelang es bald, einen umfangreichen Gerätepark zu schaffen. Es fehlte aber eine Turnhalle, denn der Verein hatte im Laufe weniger Jahre dreimal seine Übungsstätte wechseln müssen, Zuerst turnte man im Gasthof 'Zum Hirsch', dann im 'Gerichtskretscham' und zuletzt im 'Schützenhaus'. Deshalb wurde ein Neubau geplant, durch Spenden, Darlehn und Anteilscheine finanziert und errichtet.

43. Bald jedoch stellte sich heraus, daß die eben erst gebaute Turnhalle zu klein wurde. Viele Schwierigkeiten und besonders der Erste Weltkrieg ließen den Gedanken an einen Turnhallenneubau vorläufig zurücktreten. Erst im Frühjahr 1928 wurde beschlossen, nach einem Entwurf des Architekten Bock mit dem Bau zu beginnen. Die Firma J. W. Roth, Neugersdorf, übernahm die Ausführung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Der Preis sollte 131 500 Mark betragen. Am 2. Juni 1928 war es dann soweit; in einer schlichten Feier wurde der Grundstein gelegt. Die Aufnahme berichtet davon. Erwähnenswert ist, daß anläßlich des 50jährigen Bestehens im Jahre 1911 die Fahne, von dem Eibauer Fritz Ziegs entworfen. geweiht worden war.

44. Aus der Festschrift zur Einweihung der neuen Turnhalle: ' ... Ein großes Heer von Maurern und Zimmerleuten rückte nun heran, und mit Unterstützung aller modernen Behelfsmittel gelang der Firma Roth die hocheinzuschätzende Tat, in einem Monat den gewaltigen Bau unter Dach zu bringen. Riesenmengen von Baumaterial wurden verarbeitet: 228 000 Ziegel, 850 m3 Sand, 16 Waggons Grünstein, 22 t Rundeisen, 800 Zentner Zement und 700 Sack Kalk. Bereits am 30. Juni zierte der geschmückte Hebebaum das Gebälk, und wir hatten die Freude, 97 am Bau beteiligte Poliere, Maurer und Zimmerleute zu einem einfachen Richtschmaus als Gäste zu begrüßen und ihnen für das schnelle Schaffen zu danken ... '

45. Aus der Festschrift zur Einweihung der neuen Turnhalle: ' ... Wir sind am Ziel! Vor uns steht das Werk, ein hehres Zeichen treuer Opferwilligkeit und zäher Tatkraft. Wie einst vor 44 Jahren, so grüßt aufs neue uns ein eigenes Heim. Dank und Freude erfüllt unser Herz, wo wir zum zweiten Male an einem Höhepunkt unseres Vereinslebens gekommen. Gewaltig erhebt sich der Bau als würdige Zierde unserer Heimat, die Meister ehrend, die ihn schufen .... Möge der Geist unseres Altmeisters Jahn, der eine echte Pflegestätte im alten Heim gehabt, auch seinen Einzug halten, der Geist der deutschen Volksgemeinschaft und der deutschen Treue ... .'

46. Den 28. bis 30. September 1928. Die Einweihung der neuen Turnhalle gestaltete sich zu einem großen Volksfest. Das Bild vermittelt, daß besonders die Jugend daran teilnahm. In Eibau war bereits 1897 das Schuiturnen für Jungen und 1904 für Mädchen eingeführt worden. Im Jahre 1923 erweiterte man den Turnverein urn eine Handballabteilung. Schon zwei Jahre später beteiligten sich drei Männer- und eine Jugendmannschaft am regelmäßigen Spielbetrieb. Im gleichen Jahr wurde erstmalig der Gaumeistertitel errungen. Die Mitgliederzahl stieg ständig, die Aktiven wurden immer zahlreicher, und die Halle war wiederum zu klein geworden. Erst in der jüngsten Vergangenheit brachte eine neue moderne Sportstätte , die Sporthalle 'Am Kottmar', Entlastung.

47. Und so sah sie aus, die neue Halle des Turnvereins Eibau. Das Gebäude besteht aus Keller-, Erdund Hauptgeschoß. Im Keller sind der KesseI- und Kohlenraum der Heizungsanlage, die Waschküche und der Wirtschaftskeller untergebracht. Das Erdgeschoß umfaßt die beiden Umkleideräume, den Erfrischungsraum und das Sitzungszimmer. Außerdem befinden sich hier die Kleiderablage, der Wasch- und Duschraum, die Toiletten und, nur von außen zugänglich, ein Spielgeräteraum. Endlich findet man im Parterre die Wirtschaftsküche und eine Drei-Zimmer-Wohnung. Das Hauptgeschoß besteht aus der eigentlichen Turnhalle mit einer großen Bühne.

48. Eine 'alte' Teilansicht zeigt Vergangenes! Die Straße sollte verbreitert und ein Fußweg angelegt werden. Deshalb mußte das Ehrenmal für die Gefallenen der Kriege von 1866 und 1870/71 weichen. Es wurde 1935 nach dem alten Friedhof umgesetzt. Auch das Haus mit dem Geschäft steht nicht mehr. Zuletzt verkaufte der Konsum in diesem Laden Lebensmittel. Wegen Baufälligkeit mußte es abgerissen werden. Nun bietet der Platz mit dem Garten des ehemaligen 'Armenhauses' gute Parkmöglichkeiten. Im Hintergrund erkennt man Schaufenster, in denen eine Drogerie ihr Angebot ausstellt.

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