Eibau in alten Ansichten

Eibau in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Humboldt-Museum Eibau
Gemeente
:   Eibau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5674-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eibau in alten Ansichten'

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59. -Geschrieben wurde die Karte am 5. Juni 1921. Zwei Tatsachen sind für die Eibauer Ortsgeschiehte von besonderer Bedeutung: Erstens arbeitete zu dieser Zeit in dem Laden rechts neben der Haustür ein 'Cigarren-Fabrikant', was darauf schließen läßt, daß in Eibau auch die Zigarrenherstellung heimisch war und zweitens, sicher von größerer Wichtigkeit, daß in diesen Räumen früher die Poststelle untergebracht war, denn erst am 1. Oktober 1886 konnte das neue Postgebäude bezogen werden, das die Gemeinde erbauen ließ. Der Briefkasten hängt auch heute noch an derselben Stelle. Die beiden Läden erfüllen ebenfalls Aufgaben: als Fleischverkaufsstelle und als Versicherungsbüro.

60. Am 31. Oktober 1799 wurde dieses Gebäude als Kirchschule eingeweiht. Im Jahre 1827 wurde Kar! Ernst Opitz in sein Amt als Kirchschullehrer eingeführt. So ein Schulmeister hatte viele andere Tätigkeiten auszuführen. Er mußte die Kirchenbücher schreiben, die Kirchenkasse verwalten und das Küsteramt ausüben. Er war Redner bei Kindstaufen und Begräbnissen. In der Folgezeit stieg die Schülerzahl erheblich an, und so mußte auch im Mundgut eine Schule gebaut werden. Sie wurde 1866 ihrer Bestimmung übergeben. Die Eltern durften damals 8 bis 10 Pfennig Schulgeld bezahlen. Für diesen jährlichen Beitrag wurden ihre Kinder in Religion, Gesang, Lesen, Schreiben und Rechnen und in den Anfangsgründen der Naturwissenschaften unterrichtet.

61. Das Jahr 1891. Die neue Kirchschule, heute Pestalozzischule, konnte eingeweiht werden. rsun durften die Schüler in hellen und vor allem größeren Räumen lernen. Wie es zu dieser Zeit in der Schule zuging, darüber berichtet Oswald Müller, ein alter Eibauer: ' ... Ich hatte meine letzte "Po atensammel" (Patensemmel) gekriegt, das hieß, daß es nach Ostern in die Schule ging .... Der Kantor setzte uns in die Bänke, immer acht nebeneinander .... Schon am nächsten Tag ging das Lernen los .... Unser Kantor hielt streng auf Ordnung .... Er hatte einen Rohrstock, den es zum Glück heute nicht mehr gibt. '" Das Lernen hat mir keine Schwierigkeiten bereitet. Am liebsten ging ich zu Tannert's, Ernste.'

62. Das Gebäude ist für die Geschichte unseres Ortes in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Theodor Koch ließ es 1867 erbauen und eröffnete eine Apotheke. Im Jahre 1881 erwarb ein gewisser Leopold Uterhark das Haus, das 1906 in den Besitz von Richard Wehle überging, der die Apotheke bis zu seinem Tod 1937leitete. Im Jahre 1886, also fast zur gleichen Zeit (in allen größeren Orten des Kreises Löbau gab es sie schon) nahm die Eibauer Sparkasse ihren Betrieb auf. Am 1. Januar begann in den oberen Räumen der regelmäßige Geschäftsbetrieb. Im Laufe der Zeit erwiesen sich diese als zu klein. Mehrmalige Umzüge sollten Abhilfe schaffen.

63. Eibau ist ein Waldhufen- oder Reihendorf, etwa 4,8 km lang, von dem im unteren Teil das Mundgut fast rechtwinklig abzweigt. Dieser Ortsteil ist die nach 1817 aufgeteilte und besiedelte Rittergutsflur. Auch Neueibau hat dadurch seinen Grund und Boden erhalten. Wie aufden meisten alten Karten wird auch hier die Kirche besonders vorgestellt. Der Bliek vom Turm schweift über den neuen Friedhof und weiter über das ganze Mundgut. Das große Eckgebäude ist sicher gleich mit dem Lebensmittelladen gebaut worden. Der Name H. Grüllig nennt wahrscheinlich den ersten Besitzer. Zuletzt war in den jetzt geschlossenen Räumen eine Konsum-Verkaufsstelle.

64. Ein imposanter Gebäudekomplex, die Brauerei Eibau! Auch die angebotene Auswahl kann sich sehen lassen. 1867 hatte der bisherige Pächter der Niederfriedersdorfer Rittergutsbrauerei Theodor Krampf die Brauerei Eibau erworben. Diese bestand aber bereits seit 1810. Damals war sie von der brauberechtigten Bürgerschaft der Stadt Zittau als Landbrauerei gegründet worden. 1861 hatte Kar! August Golbs die Brauerei für 7 000 Talervon der Braukommune Zittau gekauft. Heute ist sie mit fast vollständig erneuerter Einrichtung einer der wenigen noch arbeitenden Betriebe im Ort und der einzige selbst brauende Betrieb in der Oberlausitz.

65. Schon 1840 wurde eine Fahrpost von Zittau nach Dresden eingerichtet, die unser Dorf viermal wöchentlich durchfuhr. Diese Verbindung wurde wieder eingestellt, als die Eisenbahn ihren Siegeszug antrat. Am 1. April 1926 eröffnete trotzdem die Autobus-Verkehrs-Linie von Zittau nach Neusalza-Spremberg ihren Fahrbetrieb, Wenige Jahre danach errichtete Ernst Kießling in der stillgelegten Heinzeschen Fabrik ein Autobus-Reiseunternehrnen namens 'Sachsen-Express-Zittau'. Mehrere, für die damalige Zeit komfortable Busse standen nicht nur in der Großgarage, sondern fuhren weite Touren durch Deutschland. Heute hat hier die 'Verkehrsgesellschaft-Löbau' ihr Domizil.

66. Ein beliebtes Motiv. Schon 1909 nahmen Fotografen diesen Standpunkt ein, um aus guter Perspek tive Charakteristisches über Eibau auszusagen. Für den Empfänger, in diesem Falle ein Soldat, war es ein Gruß aus der Heirnat. Die kleinen Häuschen, ursprünglich das Zuhause der Heimweber, wirken neben der hohen Kirche besonders winzig. Alle Besitzer des Umgebindehauses am linken Bildrand haben bis heute die Schönheit des Baustils bewahrt. Der Weg im Vordergrund heißt jetzt 'Schulstraße', von der man nach rechts zum 'Schneepflug' kommt und dann zur Neueibauer Straße gelangt.

67. Diese Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen 1910 und 1926. In diesen Jahren wurden die Straßen von Eibau mit Gaslaternen beleuchtet. Vorher und nachher strahlte das 'Elektrische'. Hinter dem ersten Grundstück am linken Bildrand zweigt die Straße nach Neueibau ab, rechts an der Gaslaterne vorbei geht es über das Landwasser und dann hinauf zum Beckenberg. Am rechten Rand erkennt man die Fabrikesse der ehemaligen Färberei Priebs. Der 'Oldtimer' im Vordergrund zeigt, daß schon damals die Ruhe durch den Straßenverkehr gestört wurde, obwohl man noch ziemlich gefahrlos mitten auf der Straße spazierengehen konnte. Das Vehikel steht fast genau an der Stelle, wo heute der Linienbus hält.

68. Der Beckenberg um 1923! Er ist ein Basaltdurchbruch, der die Oberlausitzer Granitplatte sprengte. Seine Nachbarn sind auf ähnliche Weise entstanden: der Lerchenberg, der Rötheberg (südöstlicher Ausläufer des Kottmars) und der Spitzberg. Für seinen Namen bestehen verschiedene Erklärungsversuche. Manche leiten ihn davon ab, daß der Berg sich aus einem 'Becken' erhebt, andere wiederum meinen, daß er mundartlicher Herkunft wäre. Man sagt hier: 'Ich gehe zum "Bäcken".' Genau wird das wohl nicht mehr zu klären sein. Bei schönem Wetter bietet sich ein Ausblick vor allem auf das Zittauer Gebirge , bei schlechterem ist der Besuch des Humboldt- und Heimatmuseums zu empfehlen.

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