Eibau in alten Ansichten

Eibau in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Humboldt-Museum Eibau
Gemeente
:   Eibau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5674-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eibau in alten Ansichten'

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69. Seit 1759 stand auf dem Beckenberg eine Windmühle, und die Eibauer Bauern mußten nun ihr Getreide 'oben' mahlen lassen. Hundert Jahre später war Karl Gottlieb Bernhard der Besitzer. Für ihn war eine Lebensfrage: Woher bekomme ich ausreichend Wasser? Er entschloß sich, auf dem Berg einen Brunnen bauen zu lassen. Wegen der schiefen Lage des Basaltgesteins und der damit verbundenen Einsturzgefahr lehnten alle Brunnenbauer ab. Deshalb grub sich der Müller allein in mühevoller Arbeit 26 m tief in den harten Berg. Seine Ausdauer wurde belohnt, denn der Brunnen lieferte auch in den trockensten Sommern frisches, klares Trinkwasser.

70. Bevor um 1905 dieses imposante Gebäude auf dem Beckenberg errichtet wurde, sind die Bewohner immer wieder von Bränden heimgesucht worden. Besonders schlimm hat es in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober 1866 den schon erwähnten Müller Karl Gottlieb Bernhard getroffen. Er wollte bei einem Feuer - Wohnhaus und Scheune brannten nieder, die Windmühle blieb unversehrt - seine drei Kinder retten. Alle wurden ein Opfer der Flammen. Lange blieb die Ursache des Brandes verborgen, erst ais ein Eibauer Einwohner auf dem Sterbebette gestand, aus Rache zum Brandstifter geworden zu sein, konnte alles aufgeklärt werden. Heute sorgen eine Gaststätte und das Museum für 'Leib und Seele',

71. Diese Aufnahme ist fast neunzig Jahre alt. Noch ist das Gebäude mit dem großen Turm nicht ganz fertig, und schon sind fleißige Eibauer dabei, das Gelände zu 'begrünen'. Junge Bäume werden gepflanzt; die Helfer ließen sich gern mit ihren Arbeitsgeräten fotografieren. Bis auch das Heirnat- und Humboldtmuseum hier seinen Platz fand, verging eine ereignisreiche Zeit: Erster Weltkrieg, Inflation, Arbeitslosigkeit, Hitiers Machtübernahme und anderes mehr. Erst 1938 fanden die Exponate endgültig ihren Platz in der ausgebauten Scheune der Beckenberggebäude, Nun konnten die Besucher die reichhaltigen Sammlungen und Sonderschauen 'genießen'. Bis heute ist der Beckenberg der 'Hausberg' der Eibauer.

72. Einige Eibauer Bürger hatten am 7. Mai 1864 einen 'Sonnabendklub' ins Leben gerufen. Der Name war passend, denn die Zusammenkünfte fanden stets Sonnabends statt. Fragen aus allen Wissensgebieten, außer politischen Themen, wurden gesammelt und von dem damaligen Lehrer Prache und dem Arzt Dr. Meißner beantwortet. Aus dem 'Sonnabendklub' entstand der Fortbildungsverein. Man legte naturwissenschaftliche Sammlungen an, und gleich zu Beginn der Sammeltätigkeit konnte eine geologische Zusammenstellung vom Herrnhuter Apotheker Rinne erworben werden. Besonders Interessierte kauften wertvolle Einzelstücke, Weil der Platz im Gerichtskretscham nicht ausreichte, wurde alles auf den Beckenberg verlagert. Das Bild zeigt den Umzug.

Humboldtverelns - Museum Eibau-Beckenberg

Gesteins-, Hölzer-, Münzen-, Insekten-, Vögel-, Waffen-, Alterstums- und völkerkundliche Sammlungen

Geöffnet Sonn- und Feiertags ab 3 Uhr. Wochentags bei vorheriger Anmeldung beim Bergwirt, Tel. Amt Neugersdorf 3227, oder beim Vors. des Vereins Berufsschullehrer Ebert, Tel. Hermann Wächter Nr. 3284.

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73. Der Fortbildungsverein nahm 1899 den Namen 'Humboldt-Verein' an. Im Ausland lebende Eibauer bereicherten die Sammlungen vor allem durch völkerkundliche Gegenstände. Ortsansässige brachten heimatgeschichtliche Stücke dazu, zum Beispiel Einrichtungsgegenstände einer Weberstube. Vorläufig mußten zwei Räume im Gerichtskretscham genügen, Gesammeltes auszustellen. Erst als die Gemeinde 1923 das Beckenberggrundstück erworben hatte, konnten die Sammlungen dorthin geschafft werden. Zuerst standen die links vom Eingang gelegenen Räume zur Verfügung, dann wurde das Rundteil ausgebaut, und 1937/38 richtete man die ehemalige Beckenbergscheune als Museumein.

74. Der Besitzer dieses schönen Fachwerkhauses 'besaß' eine 'Gartennahrung'. In früheren Jahrhunderten waren die Grundherrschaften immer auf eine größere Zahl von Untertanen aus, da dadurch mehr Steuern und Abgaben gezahlt werden mußten. Deshalb geschah es häufig, daß große Bauerngüter aufgeteilt wurden, eben in solche 'Gartennahrungen'. Das wurden in den meisten Fällen reine Familienbetriebe , da fremde Arbeitskräfte nicht bezahlt werden konnten. Wenn der Boden keine guten Erträge hergab, mußte der Mann in die Fabrik 'auf Arbeit' gehen oder vor der Industrialisierung tagelöhnern. Besondere Beachtung verdient der überdachte Übergang vom Wohnhaus zur Scheune.

75. Ein idyllisches Bild! Das Landwasser fließt als harmloses Bächlein durch das Niederdorf. Die Aufnahme, um 1900 entstanden, vermittelt nichts davon, welche schweren Schäden dieses 'Bächlein' schon angerichtet hat. Nur die Höhe des Brückenbogens läßt ahnen, mit wieviel Wasser in Notzeiten zu rechnen ist. Die Chronik berichtet am 17. August 1595: ' ... Zu Eybe hat es 9 Bauern ersäuffet und theils bis gen Oderwitz geschwommen .... ' In den folgenden Jahrhunderten und bis in die Gegenwart hinein wurden immer wieder Katastrophen gemeldet. Selbst Regulierungen und Begradigungen brachten nicht die erhoffte Abhilfe.

76. Im Eibauer Niederdorf ist der Oderwitzer Spitzberg schon sehr nahe. Die junge Frau durfte auf dem abgeernteten Getreidefeld nachrechen und schafft das Stroh nach Hause, damit 'Koarniekel' (Kaninchen) und Ziege Streu für den Winter haben. Auch in der 'guten alten Zeit' mußte sparsam gewirtschaftet und genau gerechnet werden. Die Schubkarre, in der Oberlausitz auch 'Roaper' genannt, wurde von den Webern zum 'Heemschaffen der Woare' gebraucht. Die Heimarbeiter mußten nämlich an bestimmten Tagen ihr Gewebtes zum Verleger (Faktor) bringen, Bei solch alten Aufnahmen drängt sieh dem Betrachter die Frage auf: Wie ist das Leben dieser Menschen verlaufen?

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