Eichenzell in alten Ansichten

Eichenzell in alten Ansichten

Auteur
:   Thomas Schadow
Gemeente
:   Eichenzell
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3168-1
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eichenzell in alten Ansichten'

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mit Abbildungen aus: Eichenzell, Lütter, Welkers, Rönshausen, Döllbach, Büchenberg, Rothemann, Zillbach, Löschenrod und Kerzell

von

Thomas Schadow

Europäische Bibliothek - Zaltbornmel/Niederlande MCMLXXXV

D ISBN 90288 3168 1 / CIP

Im Verlag Europäische Bibliothek in ZaltbommeljNiederlande erscheint unter anderem die nachfolgende Reihe:

IN ALTEN ANSICHTEN, eine Buchreihe in der festgehalten wird, wie eine bestimmte Gemeinde zu 'Großvaters Zetten', das heißt in der Zeit zwischen 1880 und 1930, aussah. In dieser Reihe sind bisher in etwa 500 Einzelbänden Gemeinden und Städte in der Bundesrepublik dargestellt worden. Es ist geplant, diese Reihe fortzusetzen. Unter dem Titel In oude ansichten sind bisher etwa 1250 Bände über Städte und Dorfer in den Niederlanden erschienen. In Belgten ist die Buchreihe mit In oude prentkaarten beziehungsweise En cartes postales anciennes betitelt und umfaßt 400 Bände. In Österreich und in der Schweiz sind unter dem Titel In alten Ansichten bisher 60 beziehungsweise 15 Bände erschienen. Weitere 150 Bände beschreiben Gemeinden und Städte in Frankreich, und zwar in der Buchreihe En cartes postales anciennes. In Großbritannien sind bisher 125 Bände unter dem Titel In old picture postcards herausgebracht.

KENNT IHR SIE NOCH ..? eine Buchreihe in der festgelegt wird wie die Leute-von-damals in einer bestimmien Gemeinde oder Stadt zu 'Großvaters Zetten' lebten, lernten, wohnten, arbeiteten, [eierten, Musik machten und so weiter.

Näheres über die erschienenen und geplanten Bände der verschiedenen Buchreihen erhalten Sie bei Ihrem Buchhändler oder direkt beim Verlag.

Dieses Buch wurde gedruckt und gebunden von dem Grafisohen Betrieb De Steigerpoort in ZaltbommeljNiederlande.

EINLEITUNG

Mit einem Federstrich des Gesetzgebers beseitigte die Hessische Gebietsreform die Selbständigkeit von zehn Ortschaften im Fuldaer Land, die heute die Großgemeinde Eichenzell bilden: Da ist zunächst einmal der Kern-Ortsteil Eichenzell zu nennen, das - wenn auch anscheinend erheblich älter - urkundlich erstmals Erwähnung findet, als Abt Hadamar (927-956) der Kunst- und Handwerksschule seines Klosters 'Zwei Huben Besitz in Eichencella' schenkt. Wahrzeichen Eichenzells ist das 1548 von den Herren von Ebersberg erbaute Renaissanceschloß im Zentrum. Von überregionaler kultureller Bedeutung ist Hessens wohl schönstens Barockschloß, Schloß Fasanerie, mit dessen Bau 1739 unter dem Fürstabt und späteren Fürstbischof Amandus von Buseek durch den Baumeister Andrea Gallasini begonnen wurde.

Der Ortsteil Lütter wird bereits im Zehntvertrag von Retzbach (27. März 815) genannt, in dem der Würzburger Bischof Wolfger dem Fuldaer Abt Radgar in 'Luutra' das Zehntrecht überläßt. Von besonderem historischem Interesse ist das Zehntgericht 'Hlutraha' im Grabfeldgau, das schon 850 erwähnt wird. Die spätgotischen Fresken im Wehrturm der Pfarrkirche

von Lütter sind eine der kunsthistorischen Kostbarkeiten des Fuldaer Landes.

Zu den Ortsteilen gehört auch das über elfhundertjährige Döllbach, ferner Rothemann, an der alten Verbindungsstraße Fulda-Brückenau-Hammelburg gelegen, erstmals 1012 als 'Rodenmannum' (Niederlassung der rodenden Männer) genannt. Wahrzeichen von Löschenrod ist die 1386 erbaute Wehrkirche. In einer Schenkungsurkunde König Heinrich H. aus dem Jahre 1012 findet sich erstmals der Ortsteil Büchenberg (Biochineberge). Das kleine Zillbach ist über 1 100 Jahre alt (852: 'Cilbach' - Grenzbach), ebenso Rönshausen (866 übereignet Rohing aus Rohingeshus seinen Besitz an das Kloster Fulda). Kerzell - im Gebiet der Karlmannschenkung von 743/44 gelegen wird anläßlich einer Zuwendung des Abtes Marquardt I. an das neue Fuldaer Hospital im Jahre 1165 mit Chelnereszelle = Zelle des Kellners bezeichnet. Das vorliegende Buch hat sich die Aufgabe gestellt, aus der über tausendjährigen Geschichte Eichenzells und seiner Ortsteile einen bestimmten Ausschnitt anhand fotografischen Materials bildlich darzustellen. Dieses Vorhaben findet naturgemäß eine zeitliche

Grenze mit dem Beginn der Entwicklung der Technik der Fotografie Mitte des 19. Jahrhunderts; es soll vor allen Dingen seltenere und frühe Aufnahmen umfassen und in den zwanziger Jahren enden.

Eine derartige Arbeit erscheint um so wichtiger, als unsere Städte und Dörfer durch Kriegseinwirkung und im ländlichen Raum mehr noch durch die weitgehend ungebremste Entwicklung in den sechziger und siebziger Jahren eine starke Gesichtsveränderung erfahren haben. In Jahrhunderten gewachsene Ortsbilder sind nahezu überall sogenannten städtebaulichen Konzeptionen zum Opfer gefallen, oft fragwürdigen Konzessionen an den jeweiligen, ständigem Wechsel unterworfenen Zeitgeschmack. Es gilt also auch - solange dies noch möglich ist - für die Zukunft im Bild festzuhalten, was frühere Generationen in Jahrhunderten aufgebaut haben und was in wenigen Jahren - im wesentlichen unwiederbringlich und oftmals zugegebenermaßen auch unter Sachzwang - untergegangen ist. Wenn man Architektur und Kunstgeschichte unter dem Gesichtspunkt der Abbildung sozialer Ideen und als Ausdruck der jeweiligen gesellschaftlichen Strukturen sieht, ist dieses

Buch auch ein Versuch der bildlichen Darstellung des architektonischen Selbstverständnisses der Bevölkerung im ländlichen Raum in der Zeitspanne zwischen dem Wilhelmischen Wirtschaftswunder und der Weimarer Republik. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem volkskundlichen Aspekt gewidmet.

Für den Bürger und Besucher Eichenzells wird der Bildband Vieles in Erinnerung rufen, was fast vergessen war. Er wird zum Vergleich provozieren und Anstoß und Hilfestellung für manche am historischen Vorbild orientierte Ortsbildumgestaltung geben. Abschließend möchte ich den zahlreichen Helfern aus allen Ortsteilen danken, die uns bei der Beschaffung des Fotomaterials und mit Vorgaben für die Textgestaltung unterstützt haben. Besonderer Dank gilt Arthur Spiegel und meinem Mitarbeiter Udo Heger für die organisatorische Hilfe bei der redaktionellen Arbeit.

Thomas Schadow

1. Eine Gesamtansicht von Eichenzell aus dem Jahr 1901. Im Vordergrund die Straße nach Löschenrod, die lediglich am Ortsausgang von Eichenzell eine geringe Bebauung zeigt. Die Landwirtschaft prägte damals das Dorf, und die weitgestreckten Felder und Wiesen um Eichenzell brachten zum größten Teil den Dorfbewohnern den Lebensunterhalt. Aus der Dorfmitte ragt die Kirche mit ihrem kurzen Turm heraus, und das Schlößchen nimmt in dem alten Ortskern einen gebührenden Platz ein. Der Wald im Hintergrund des Fotos gehört zum Park des Schlosses Fasanerie.

2. Der Fuldalauf und der im Vordergrund sichtbare Bahndamm grenzen auf diesern sehr alten Foto deutlich die Westseite des Dorfes ab, Daß sich Eichenzell jenserts der Fulda (Sachsenhausen) in Richtung Löschenrod nur sehr zögernd ausdehnte, hatte mehrere Ursachen: Zunächst einmal gab es keine Brücke über die beiden Fuldaläufe; nur ein bei Hochwasser nicht begehbarer Steg führte darüber, Außerdem gehörte das Wiesengelände - Betz genannt - zur Domäne von Eichenzell. Die Domäne aber verkaufte erst kurz vor der Jahrhundertwende das Land als Baugelände.

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3. Der alte Dorfkern von Eichenzell, aufgenommen von der ersten Fuldabrücke. Links erkennt man die katholische Pfarrkirche, die bis 1907 den kleinen Turmaufsatz trug, der lediglich zwei Glocken aufnehmen konnte. Daneben die alte Volksschule, die am 3. Oktober 1978 dem Kirchenerweiterungsbau weichen mußte. Etwas im Hintergrund (rechts) das Eichenzeller Schlößchen mit seiner wechselvollen Geschichte, Noch nicht gebaut ist das Backhaus, an der Brücke rechts, das heute wieder von Liebhabern gerne benutzt wird.

4. Die Eichenzeller Pfarrkirche wie sie 1832-1834 erbaut wurde. Auch die früheren Kapellen standen schon auf diesem Platz. Um die Kirche herum befand sich bis 1837 der Friedhof. Vier Jahrzehnte brauchte die Gemeinde damals, bis sie das nötige Kapital aufgebracht hatte, da ein großer Teil der Dorfbewohner arme Tagelöhner und Feldarbeiter auf dem fûrstlichen Hofgute waren.

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5. Hier sieht man die Innenausstattung der 1834 eingeweihten Eichenzeller Pfarrkirche. Die Sandsteinplatten in dem Mittelgang stammten noch aus der früheren Kirche, die 1794 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden mußte. Die Kanzel (rechts auf dem Bild) stammte aus der Schloßkapelle der Fasanerie, die 1827 zu Wohnungen umgebaut worden war. Der damalige Bischof von Fulda, Leonhard Pfaff, schenkte der sehr armen Pfarrgemeinde den prächtigen Hochaltar, der ursprünglich von Propst Konrad von Mengersen für die Quirinuskapelle der Kirche in Johannesberg in Auftrag gegeben worden war.

6. Auf Anregung der heimgekehrten Teilnehmer des deutsch-französischen Krieges von 1870/71, wie Sabbas Bernhard, Magnus Dehler, Valentin Jestädt, Amand Leibold, Anton Kramer, Mathias Schneider und anderen, ließ die Gemeinde Eichenzell zur Erinnerung an die Toten und Lebenden dieses Krieges vor der Kirche das Mariendenkmal erstellen. Es steht wohl an der Stelle, an der einst das Kreuz auf der alten Friedhofsmauer stand. Die Kosten des Denkmals in Höhe von 500 Mark wurden durch Sammlungen aufgebracht. Auch die Kirche beteiligte sich daran und stiftete die Kollekte des Festes Peter und Paul sowie des Einweihungstages,

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