Eilenburg in alten Ansichten Band 2

Eilenburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Andreas Flegel
Gemeente
:   Eilenburg
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6676-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eilenburg in alten Ansichten Band 2'

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59 Das Schicksal des Soldaten der am 6. Ianuar 1941 diese Ansichtskarte aus der damaligen Flandern-Kaserne Eilenburg an seine Familie in Venusberg bei Scharfenstein schrieb ist unbekannt. Er gehörte zur hier stationierten Sanitäts-Ersatz-Abteilung 4. Wie wohl allerorts stellte auch die Postenablösung am Kasernentor ein immer wieder von jung und alt gern gesehenes militärisches Schauspiel dar. Der scharfe Kommandoton und die Exaktheit der stundenlang auf dem Exerzierplatz einstudierten Bewegungsabläufe fanden immer wieder begeisterte Zuschauer. Noch war ja die eigene kleine Welt in Ordnung. Noch eilten die deutschen Armeen von Sieg zu Sieg.

60 Dieses Foto vom pompös geschmückten Eilenburger Marktplatz ist eines der wenigen überlieferten Zeitdokumente aus dem sogenannten Dritten Reich das zumindest einen Eindruck des propagandistisehen Aufwandes der damaligen Machthaber veranschaulicht. In großen Lettern prangt über fast die gesamte Breite des Rathauses der Schriftzug: 'Ein Volk Ein Reich Ein Führer.' Der Anlass für diese propagandistische Veranstaltung könnte der im März 1 938 erfolgte 'Anschluss' Österreichs gewesen sein. Zumindest weisen der Spruch am Rathaus und eine mitten auf dem Marktplatz positionierte großflächige Landkarte daraufhin.

Mit der nationalsozialistischen Herrschaft ging auch das abgebildete Marktensemble unter.

61 Während der Zeit des Nationalsozialismus war der Eilenburger Markt vielfach Schauplatz propagandistischer Veranstaltungen. Der genaue Anlass dieser Flugzeugpräsentation ist nicht bekannt. Es dürfte sich aber um einen 'Tag der Flieger' handeln, einer propagandistischen Schau, die in Eilenburg unter dem Motto 'Deutsches Volk flieg Du wieder und wirst Sieger durch dich allein' stand. Auf dem Bild ist der Polizist Märtens vor einem Flugzeug mit dem Namenszug Eilenburg und einem Stadtwappen am Bug zu sehen. Die im Hintergrund abgebildeten Bauten fielen allesamt dem Beschuss Eilenburgs im April 1945 zum Opfer. Anstelle der links abgebilde-

ten Buchhandlung Becker und des prächtigen Jugendstilbaues des Eilenburger Bankvereins wachsen heute Linden und anstelle des 1820 als Städtisches Brauhaus erbauten

Zweigeschossers erhebt sich heute ein Wohn- und Geschäftshaus das im Erdgeschoss die Offizin der Löwen-Apotheke beherbergt.

62 Dieses Foto zeigt die Jüngsten vom 'Scharnhorst' , der Jugendorganisation des Stahlhelms, im Iahre 1934.

Was hier noch kindliches Spiel ist, wurde für Abgebildeten kaum zehn Iahre später blutiger Ernst. Mindestens einer der jungen Uniformierten, Arthur Scharf, ist für 'Pûhrer, Volk und Vaterland' gefallen.

63 Dieses Bild zeigt die Absolventen des sogenannten Notabiturs 1942 des Eilenburger Gymnasiums, des heutigen MartinRinckart-Gymnasiums. Abgebildet sind in der unteren Reihe, von links: KarlViktor Schimmelmann (Pretzsch), Gerhard Nowack (Hainichen), Lehrer Studienrat F. Kisseberth, Herbert Schulze (Bad Schmiedeberg) und Helmut von Saal (Mockrehna). In der mittleren Reihe: Grosser (Beilroda), Fritz Gittel (Eilenburg) , Wolf-Dieter Märtens (Eilenburg), Manfred Rossberg (Eilenburg) und Hans Beyer (Eilenburg) .

In der oberen Reihe: Günter Buchner (Bad Schmiedeberg), Hans Bo(b )rmann (Düben), Kurt Birkner (Eilenburg) und Erwin Wolfsteller (Nähe Pretzsch). Von den 13 Abiturienten sind

bereits 1942 zwei und 1943 einer gefallen. Zwei weitere Schüler auf diesem Bild mussten 1945 ihr Leben lassen.

64 Dieses Klassenfoto zeigt eine Mädchenklasse des Jahrgangs 1 92 6 der Vollausgestalteten Mittelschule Eilenburg, der jetzigen Schiller-Schule. Abgebildet sind, von links nach rechts, in der unteren Reihe: Ruth Deuticke, Käte Enigk, Ruth Dietrich und Anna Luise Wolff. In der zweiten Reihe: Ilse Iahn, Brigitte Großmann, Lieselatte Keil, Gudrun Lenk und Iutta Bödler. In der nächsten Reihe: Johanna Eschner, Christa Sonntag, Käte Schwamm und Brünhild Gregor. In der oberen Reihe: Regina Juritz, Lehrer Hans Krämer, Eva Wolf, Elisabeth Wadewitz und Liane Schmidt. Diese Aufnahme mit dem Lehrer

Krämer, der von 1 936 bis 1939 als Klassenleiter dieser Klasse fungierte, dürfte wohl zum Abschluss seiner Klassenleitertätigkeit im Iahre 1939 entstanden sein. Im Iahre 1939 stan-

den immerhin zwanzig verschiedene Fächer auf dem Stundenplan der damals 13-jährigen Mädchen, darunter als Fremdsprachen Englisch und Französisch.

65 Diese Fotokarte lässt uns an den Badefreuden unserer Vorfahren am Mühlgraben um das Iahr 1905 teilhaben. Allerdings finden sich hier nur die Herren der Schöpfung abgebildet. Denn gemäß der damaligen Maralvarstellungen ziemte es sich nicht das Männlein und Weiblein gemeinsam baden gingen. Die Badestelle der holden Weiblichkeit war von der der Herren durch einen hohen Bretterzaun getrennt. Zu jener Zeit bestanden in Eilenburg zwei Flussbadeanstalten, die sich beide am Mühlgraben befanden. Eine wurde von Friedrich Krause in der Angerstraße 20 betrieben und die

zweite befand sich unweit des heutigen Tierparks im Bereich des angrenzenden freistehenden Grundstückes. Es gehörte damals Ernst Liebs, der 1898 seine Profession als Farmer und

Badeanstaltbesitzer angab. 1 91 0 war zur Bade- eine Waschanstalt hinzugekommen.

66 Sportliche Aktivitäten spielten seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Eilenburg eine hervorragende Rolle. Diese Aufnahme zeigt die Fußballmannschaft des Arbeitersportvereins Vorwärts Eilenburg um die Mitte der zwanziger Jahre. Neben den Spielern sind links außen der Masseur Paul Köppchen, Eisenflechter von Beruf, neben ihm der Trainer Hermann Koch und rechts außen der Vorstand Max Paupitz, Ziegelmeister von Beruf, abgebildet. Die Spieler selbst waren von links Krieche aus Torgau, Fitze (Friedrich) Rische, Otto Herber, Willi Steinert, Oscar Schrak(g)e, Otto Voigtmann, Paul Vörkel, Hornig, Otto Krapp, Paul Voigtmann und der Torwart Bruno Wiewald. Mannschaften mit heute

noch klangvollen Namen, wie der Hamburger Sportverein, gehörten einst zu den Gegnern der erfolgreichen Eilenburger Arbeitersportler. Einzelne schafften den Sprung in Auswahl-

mannschaften, wie Rische, der in der Länderauswahl des Arbeitersports spielte.

67 Diese Aufnahme entstand am 19. August 1928 anlässlich des 67. Stiftungsfestes des Allgemeinen Turnvereins Eilenburg. Abgebildet sind, von links:

Opfermann, W Scheibe, Schmidt, Mäder, Fr. Scheibe, Stumpe, Göring und Linke. Dem am 23. Mai 1861 gegründeten Verein stand seit 1896 der Lehrer Hermann Hartung vor. Der engagierte Sportlehrer leitete insgesamt 37 Iahre diesen Verein, der sich während dieser Zeit vom reinen Turnverein zu einem vielseitigen Sportverein wandelte. Zu den bisherigen fünfTurnriegen waren zwei weitere hinzu gekommen. Eine Turnerinnen-, eine Spiel- und eine Fechtriege wurden gegründet und später kamen noch eine Schwimmer-, eine Kinder-, eine Wander-

und eine Wintersportabteilung hinzu. Das Hauptverdienst des langjährigen Turnwartes war die Errichtung des Turnerheims.

68 Diese Aufnahme zeigt die Kinderabteilung des Allgemeinen Turnvereins Eilenburg etwa im Iahre 1932. Die Übungsleiter waren zu diesem Zeitpunkt Paul Schmidt (links) und Walter Hofmann (rechts) . Hofmann trat 1933 die Nachfolge des verdienstvollen Turnlehrers Hartung als Vereinsvorsitzender an. Am 19. Mai 1933 wurde er vom Vereinsführer zum VereinsOberturnwart berufen. Diese Aufnahme entstand wahrscheinlich in der vereinseigenen Turnhalle in der Dorotheenstraße.

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