Eilenburg in alten Ansichten Band 2

Eilenburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Andreas Flegel
Gemeente
:   Eilenburg
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6676-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eilenburg in alten Ansichten Band 2'

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69 Das Spektrum der in Eilenburg aktiv betriebenen Disziplinen war außerordentlich vielfältig. Dazu gehörte auch das Fechten. Die wohl Anfang der dreißiger Iahre entstandene Aufnahme zeigt die Frauenfechtabteilung des Allgemeinen Turnvereins Eilenburg. Die zweite Athletin von rechts ist Liesbeth Schmidt. Paul und Liesbeth Schmidt haben über Jahrzehnte das Eilenburger Sportgeschehen als Aktive und Übungsleiter mit geprägt.

70 Die Aufnahme wurde am Sonntag, dem 28.Juni 1936 aufgenommen. Sie zeigt die Riegen des Turnvereins Kültzschau und des Allgemeinen Turnvereins Eilenburg während einer Wettkampfpause vor dem Turnerheim. Anlässlich der 7 5-Jahrfeier des Allgemeinen Turnvereins waren aus dem gesamten Kreisgebiet Turnvereine zu Wettkämpfen angereist. An diesem Sonntag fand unter anderem ein Mannschaftswettkampf im Volksturnen

statt. An diesem sportlichen Vergleich beteiligten sich die Turnvereine 1845 Delitzsch, Kültzschau, Gut Heil Zschepplin und eine Mannschaft des Fliegerhorstes Mensdorf (heute Teil von Mörtitz) . In einem Gerätewettkampf siegte die

Mannschaft des ATV vor den Kültzschauern. Die Einzelsieger waren R. Krug (ATV) vor K. Mahler (Kültzschau) .

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71 Nach der 1865 erfolgten Vereinigung mit Eilenburg entwickelte sich das einstmals kleine Dörfchen Kültzschau zu einem von bedeutenden Industriebetrieben geprägten Stadtteil. 1903 gründete sich hier ein Turnverein, der sich in bezug auf den alten Ortsnamen Turn- VereinKültzschau nannte. Im Iahre 1910 war Herrmann Ihme Vereinsvorsitzender. Diese Aufnahme zeigt die Fußballmannschaft des Vereins vor der Silhouette van Eilenburg-Ost. Dominant im rechten Bildteil die Feldschlösschen- und spätere Riebeck-Brauerei die in ihrer Architektur bewusst Anleihen im mittelalterlichen Burgenbau nahm. Abgebildet sind in

der oberen Reihe, von links: ?, Storch, Rittmayer, Krummsdorf, Walz, Siegel, Meltzer Il., Voigt, Kopsch und ? In der unteren Reihe: Röder, Rosa und Meltzer 1.

72 Diese Aufnahme zeigt den Radfahr- Verein Tempo Wedelwitz & Umgebung. Der Mode nach zu urteilen, könnte es sich hier um das Gründungsfoto des Vereins im Iahre 1 90 8 handeln. Auffällig ist, dass scheinbar nur die Herren im besten Mannesalter über ein eigenes Fahrrad verfügen. Die vier Jugendlichen, vielleicht sogar die Söhne der auf den Rädern sitzenden Herren, zeigen sich noch ohne diese nicht alltägliche Anschaffung. Dennoch hatte sich das Fahrrad um die Iahrhundertwende als einziges erschwingliches Fortbewegungsmittel für den einfachen Mann etabliert. Damit einhergehend entstanden zahllose Vereine

deren Mitglieder den Sonntag, den einzigen freien Tag der Woche, zu geselligen Ausflügen oder zu sportlichen Vergleichen mit anderen Vereinen nutzten.

73 Das DorfBehlitz findet sich nach dem Chronisten Büchting als Bilicz erstmalig um das Iahr 1340 erwähnt. Als sorbische Gründung dürfte es aber wesentlich älter sein. Eine eindeutige Klärung des Ortsnamens liegt nicht vor. Büchting übersetzt die altsorbische Bezeichnung mit 'heller lichter Ort' . Der bedeutende Orts- und Namensforscher Eichler hingegen, leitet die Bezeichnung von einem anderen Wortstamm her, dessen Übersetzung 'feuchte Wiese bzw. niedrig gelegener Ort' bedeutet. Behlitz zählte im Iahre 1930 160 Einwohner. Der kleine Ort mit seinen zehn Bauernwirtschaften, elf anderen Hausbesitzern und 17

sonstigen Einwohnern (Familienoberhäupter) verfügte mit Schankwirtschaft und Schmiede

sowie einer Kirche - deren Anfänge weit vor der Ersterwähnung des Ortes wohl

schon im 11. Jahrhundert liegen - über eine für damalige Verhältnisse intakte Infrastruktur.

74 Cospa oder Kospa wie sich der Ortsname heute schreibt, gehörte mit 314 Einwohnern im Iahre

1 930 zu den größeren Ortschaften der näheren Umgebung. Kommunikatives Zentrum der in die Bergkirche vor Eilenburg eingepfarrten Bewohner des Ortes war der Gasthof Zum heiteren Blick. Die Bauernwirtschaften des Dorfes waren durchschnittlich relativ groß. Von den 1 6 Höfen hatten immerhin sechs Nutzflächen von mehr als 30 Hektar. Das größte Gut des Dorfes wurde damals von der Familie Nathan bewirtschaftet. Diese jüdische Familie war nach dem Machtantritt der Faschisten Verfolgungen und Erniedrigungen ausgesetzt. Beispielsweise wurde

N athan Samuel mit einem

Schild um den Hals mit der sinngemäßen Aufschrift 'Ich bin der Jude Samuel' auf einem offenen Lastwagen durch Eilenburg gefahren. Eine engagierte Nachbarin fuhr den

Gedemütigten mit einem PKW nach Halle auf den Bahnhof, wodurch ihm schließlich eine Schiffspassage nach England möglich wurde.

Gutsheus

75 Diese Fotokarte gestattet uns einen Blick auf den Hof des Gutes Große mit dem Beinamen Gut Heimat in Zschettgau, wohl im ersten Viertel des 20.Jahrhunderts. Mit 150 Morgen (37,5 ha) gehörte es zu den größeren der insgesamt elf Bauernwirtschaften des 1927208 Einwohner zählenden Dorfes. Dennoch verfügte die kleine Gemeinde über eine für ein damaliges Dorf ausgeprägte Infrastruktur. In Zschettgau gab es eine Gast- und Schankwirtschaft, je einen Schmied, Sattler und Bäcker, einen Mühlenbesitz sowie eine Sparund Darlehnskasse. Nur eine Kirche gab es hier nie.

76 Den Abschluss des Bandes bildet wieder eine Bahnkarte. Sie soll auch an eines der Steckenpferde des Bürgermeisters Dr. Belian (1904-1933) erinnern. Dreh- und Angelpunkt seiner Bemühungen war eine umfassende Verkehrsanbindung seiner Stadt. Als er 1904 in

das Amt eintrat, waren zwar wichtige West-OstSchienenverbindungen bereits vorhanden, aber noch fehlten Anbindungen an Berlin, Bitterfeld oder auch die sächsischen Industriegebiete. Selbst ein solch kühnes Projekt die Muldestadt durch eine Kanalverbindung zu einer Hafenstadt zu entwickeln, war

besonders durch sein Engagement weit voran geschritten. Viele seiner

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