Eisenberg in alten Ansichten

Eisenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Heinz Janowski
Gemeente
:   Eisenberg
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6405-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eisenberg in alten Ansichten'

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9 Diese Postkarte zeigt zwei sehr wichtige Eisenberger Bauwerke. Das erste, Markt Nr. 1 1, wurde um 1599 vom Schultheißen Sebastian Schlagk erbaut. Im [ahre 1 728 kaufte die Kirche dieses Haus den Herren von Maltitz ab und nutzt es seitdem als Superintendentur. Das Haus ist ein ganz hervorragendes Beispiel der Spätrenaissance in Thüringen und hat eine reichverzierte Fassade mit Erker. Zum Markt hinaus führt ein

rundbogiges Sitznischenportal. Etwa in der Mitte zwischen der Superintendentur und dem Rathaus ist der Mohrenbrunnen zu sehen. Der Brunnen mit der Mohrenfigur wurde im 19. [ahrhundert an den jetzigen Standort versetzt.

10 Die Statue des Mohren wurde 1 727 von dem Eisenberger Bildhauer [ohann Schellen berg geschaffen. Der Mohrenkopf ist Teil des Eisenberger Stadtwappens geworden. Der Mohr ist mit verschiedenen Legenden und Sagen verknüpft. Die vielleicht populärste ist, daß der Mohr durch einen der Kreuzzüge nach Eisenberg kam. Hier soll er als Diener bei einem Grafen angestellt gewesen sein. Als eine wertvolle Kette der Gräfin verschwand, wurde der Mohr verdächtigt und zum Tode verurteilt. Unmittelbar vor der Hinrichtung fand sich die Kette im Gebetbuch der Gräfin und der Mohr wurde begnadigt.

1 1 Die Aufnahme zeigt den Westturm der Stadtkirche St. Peter. Die Eisenberger Hauptkirche wird schon früh als Kapelle in der Stiftungsurkunde des Eisenberger Klosters erwähnt. Viele Umbauten sind im Laufe der Geschichte erfolgt. Man kann davon ausgehen, daß das heutige Aussehen der Kirche geprägt wurde von Umbauten und Renovierungen vom 16. Jahrhundert bis in das 19. [ahrhundert hinein. Das Kirchenschiff und der Chor wurden mit Sicherheit um 1585 erbaut. Der mächtige Westturm stammt von einem älteren Bau aus dem 13. Jahrhundert. Über der südlichen Eingangstür ist ein Stein mit der Figur des Kirchenpatrons Petrus angebracht.

12 Das Bild zeigt Schloß Christiansburg und die daran angebaute Schloßkirche. Das Schloß wurde auf den Grundmauern einer alten Burganlage errichtet. Der jetzige Bau geht zurück auf Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg und wurde in den [ahren 1 676 bis 1682 errichtet. Das Schloß diente als Residenz des Herzogs, später wurde es sogar einmal als Rathaus genutzt, nach dem Krieg als Verwaltungsgebäude der Kreisbehörde.

Aufwendige Restaurierungen, die nach der Wiedervereinigung begonnen wurden, lassen die inneren Räume wieder in altem Glanz erstrahlen, so zum Beispiel der aufwendig ausgestattete Kaisersaal.

13 Ein prachtvolles Beispiel des Barock stellt die 1692 eingeweihte Schloßkirche dar. Äußerlich recht karg gestaltet, zeigt sich im Inneren eine barocke Prachtentfaltung, die in Thüringen zu den Höhepunkten dieses Baustils gehört.

Italienische Stukkateure arbeiteten hier von 1683 bis 1691 und hinterließen das wohl sehenswerteste Bauwerk Eisenbergs. Die Kirche ist als Querkirche mit vorgesetztem Chor angelegt, der den Kanzelaltar und die Orgel aufnimmt. In den [ahren 1991/92 wurde die Schloßkirche mit großem Aufwand restauriert und erstrahlt jetzt wieder in neuem Glanz.

14 Die Ausgestaltung des Inneren der Schloßkirche ist geprägt von den barocken Stuckarbeiten und von den Malereien an den Decken und Wänden. Unter der Schloßkirche befindet sich die Fürstengruft, in der außer Herzog Christian und seiner zweiten Gemahlin Sophie Marie auch Prinz [ohann Adolph von SachsenGotha beigesetzt ist. In der Schloßkirche, die heute auch wieder zu Gottesdiensten genutzt wird, finden Konzerte statt, die wegen der guten Akustik und der prächtigen Ausstattung des Innenraumes ein besonderes Erlebnis sind.

1 5 Auf dem Foto ist das Denkmal Herzog Christians zu sehen, das heute nicht mehr vorhanden ist, sich aber in der Restaurierung befindet. Es stand in der kleinen Parkanlage beim ehemaligen Gymnasium und wurde im [ahre 1888 enthüllt. Erschaffen wurde es von dem Stuttgarter Professor Donndorf. Die Büste war aus carrarischem Marmor, der Sockel aus grauem Sandstein. Zu DDR-Zeiten wurde daraus ein Denkmal für die französische Wissenschaftlerin Madame Joliot Curie, nach der auch die damalige Oberschule benannt wurde.

16 Diese Ansichtskarte zeigt das ehemalige Gymnasium, das von Herzog Ernst 1. erbaut wurde. Ursprünglich wurde die Schule von Herzog Christian 1688 als Lyzeum gegründet. Erster Lyzeumsdirektor war 1688 der Magister Gottfried Pfeiffer. Das jetzige Gebäude hat seit seiner Errichtung kaum bauliche Veränderungen erfahren. Nach seiner Nutzung als Gymnasium und Erweiterter Oberschule ist es jetzt die Regelschule Ost.

1 7 Das Foto zeigt Restaurierungsarbeiten arn Denkmal eines berühmten Sohnes Eisenbergs, des Philosophen Karl Christian Friedrich Krause, der 1 781 in Eisenberg geboren wurde und 1832 in München gestorben ist. Krause betätigte sich als Privatdozent, Schriftsteller, Kunst- und Musikkritiker. Er hat viele Bücher zu den Gebieten der Philosophie, Mathematik, Naturwissenschaft, Musik, Religion, Anthropologie, Rechtswissen-

schaft, Pädagogik, Geschichte und Geographie verfaßt. Seine Philosophie fand weite Verbreitung in Spanien und Südamerika. Das Denkmal ist ein roter Sandsteinobelisk mit einem Bronzemedaillon und wurde von dem Bildhauer Robert Henze aus Dresden geschaffen.

18 Auf dem Steinweg befand sich bis zum [ahr 1900 etwa in der Mitte ein Gaubert, der im Foto rechts zu sehen ist. Solche Gauberte, wie diese Brunnen genannt wurden, befanden sich an mehreren Stellen in der Stadt, so zum Beispiel vor der Stadtkirche, gegenüber dem ehemaligen Amtsgericht, am Pforrsbrunnen, in der Badergasse, auf dem Großen Brühl neben dem Gasthof'Zum Schwarzen Roß' und an anderen Stellen.

Das Wasser wurde von verschiedenen Quellen herangeführt, wie zum Beispiel aus den Quellen auf der 'Siebenfreude' , aus dem Tanteich, aus der Schöppe, vom 'Hóllkopf", aus dem Schortental und aus eigenen Quellen. Die Rohre, die das Wasser zu diesen Brunnen führten, waren zuerst aus Holz, später aus Blei. Das Foto wurde Ende des 19. Jahrhunderts aufgenommen.

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