Eisfeld in alten Ansichten Band 2

Eisfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Renate Gauß
Gemeente
:   Eisfeld
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5756-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eisfeld in alten Ansichten Band 2'

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37. Immer wieder faszinierend ist der Bliek auf den spätgotischen Chor der Stadtkirche und den quadratischen Turm, dessen Fundamente vermutlich weiter ins Mittelalter zurückreichen. Ursprünglich stand das Bauwerk vor den Toren der Stadt, an der alten Handelsstraße Nürnberg-Erfurt, und war dem Heiligen Nikolaus, dem Beschützer der Kaufleute, geweiht; 1664 wurde die Kirche, seit der Reformation der Dreifaltigkeit gewidmet, in den erweiterten Ring der Stadtbefestigung einbezogen.

Eisfeld - Kirche

38. Der Kirchwinkel mit dem Pfarrhaus aus dem 16.117. Jahrhundert ist ein reizvolles, wenn auch schwieriges Motiv für den Fotografen, der hier den Eingang zum 'Justus-JonasSaal' ins Visier genommen hat. In diesem Haus starb der Reformator und Freund Martin Luthers, Superintendent Justus Jonas (1493-1555), der die letzten Jahre seines Lebens in Eisfeld verbracht hatte.

Eisfeld - Goburçer- Tor

39. Malerisch und ein wenig verträumt wirkt der Winkel am Coburger Tor im Jahre 1900, beherrscht von der Silhouette der spätgotischen Stadtkirche. Im Bild links beginnt die Straßenzeile mit dem Geschäft des Buchbinders Christian Axmann, dahinter das kleine bescheidene 'Jesulein-Haus', das später zum Feinkostgeschäft Kohier umgebaut wurde. Darüber hinweg blickt, aus seiner Nische an der 'Alten Schule', das sagenumwobene steinerne 'Schulmännle'. Der Schulbrunnen und die kleine Wettersäule sind vom Grün umwuchert. Gegenüber, auf der anderen Straßenseite, stand das Haus des Schlossermeisters Kar! August HeB, und im Bild rechts erkennbar ist die Werkstatt des Messerschmiedes A. Sonnefeld.

40. Ernst Haas war der Gründer eines Großhandels für Wolle und Textilien und eines Ladengeschäftes am Coburger Tor, das über mehrere Generationen in der Familie verblieb. Sein Sohn und Nachfolger August Haas erwarb sich große Verdienste bei der Lösung kommunaler Probleme und trug maßgeblich zur Erhaltung der Grünanlagen auf dem Stelzner Berg bei. Unser Foto zeigt das Geschäft um die Jahrhundertwende mit der schmalen Ladentür zwischen den Schaufenstern, vor denen sich das Personal versammelt hat.

41. Ganz im Zeichen der Zeit, Widerspiegelung deutscher Kolonialpolitik, stand die China-Gruppe, die beim 'Kuhschwanzfest' zu Pfingsten 1902 einen Teil des Festumzuges darstellte. Schauplatz der Aufnahme ist ein Garten unter der südwestlichen Stadtmauer, der 'Spitzbastei' , erbaut beim Wiederaufbau der Stadtbefestigung nach 1664.

42. Gegenüber dem Hotel 'Grüner Baum' am Anfang der Georgstraße, befand sich ein nettes, ruhiges Lokal, das Kaffee Reichardt, verbunden mit einer eigenen Konditorei.

43. Den hölzernen, bunt bemalten Schützentafeln, die als Ehrengeschenke dem Schützenkönig überreicht wurden, verdanken wir originelle und detailgetreue Darstellungen aus dem Leben in der kleinen Stadt. Die letzte Eisfelder Fahrpost des Jahres 1913 steht, zur Abfahrt bereit, vor dem Hotel 'Grüner Baum', der Posthalterei. Moderne Verkehrsmittel, nicht zuletzt die 1911 fertiggestellte Anschlußstrecke Eisfeld-Sonneberg der WerraEisenbahn, hatten Postkutsche und Pferdegespann überflüssig gemacht.

44. Am 23. Oktober 1911 ist die geräumige Turnhalle neben der Bürgerschule, eine Schenkung des Ehrenbürgers William Lobenstein aus New York, festlich eingeweiht worden. Die Eisfelder Zeitung vom 24. Oktober 1911 berichtet: ' ... Der Turnverein begrüßt die Festversammlung mit einem Lied, worauf Herr Bügermeister Pfeiffer die Halle unter dem Ausdruck des Dankes an den edlen Stifter, die Bauleitung und die am Bau beteiligten Handwerksmeister übernahm und sie Herrn Schuldirektor Wölfing übergab. Nicht nur die Schuljugend soll hier einen Turn- und Spielplatz finden, hier soll auch der Jüngling seine schlanken Glieder üben, hier soll sich das graue Haupt ein frohes Alter retten.'

45. Die Außenbarbeiten an der Turnhalle gingen im Herbst des Jahres 1911 zu Ende. Meister, Lehrlinge und Gesellen der Firma Anton Vogel haben sich auf dem Baugerüst versammelt, unter ihnen der Tünchermeister Magnus Luther. 'Häuser bei!' rief der kleine Mann, als er auf dem Heimweg vom Wirtshaus den Halt verlor und nach einer Hauswand suchte, ein Hilferuf, der ihm lebenslang und über den Tod hinaus seinen Spitznamen 'Häuserbei' eintrug.

46. Der Turnverein sammelte nicht nur die sportbegeisterte Jugend aller Schichten in seinen Reihen, er trat auch kulturell mit Gesang, Laienspiel und durch seine Mitwirkung an dem jährlichen 'Kuhschwanzfest' in Erscheinung. Unser Foto dürfte zu Beginn unseres Jahrhunderts angefertig worden sein, als der Turnverein - vom Schützenhof her kommend - vorbei am Wohnhaus des Fabrikbesitzers Rudolf Förster zur Hinteren Pforte marschierte.

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