Eisfeld in alten Ansichten Band 2

Eisfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Renate Gauß
Gemeente
:   Eisfeld
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5756-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eisfeld in alten Ansichten Band 2'

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57. Als im Jahre 1929 die 'Hessenmühle' , seit 1918 Besitz der Familie Gustav HeB abbrannte und, wie unser Foto zeigt, gleich wieder aufgebaut wurde, hatte sie bereits eine lange Geschichte durchlebt. Sie war anno 1700, an der Stelle des zur Saigerhütte gehörenden und 1640 zerstörten Pochwerkes als ÖI- und Mahlmühle von Peter Reich gegründet und später auch als Gipsmühle verwendet worden. Seit 1809 Eigentum der Familie Traut, hieß sie lange Zeit 'Trautenmühle' .

58. Wo sich im späten Mittelalter die Räder der 'Feldmühle' drehten - sie wurde 1640/41 völlig demoliert - erstand nach einer Bauinschrift von 1686 neu die 'Axmannsmühle'. Sie war seit 1692 Papiermühle, führte im 19. Jahrhundert auch einige Mahlgänge zur Herstellung von Steinmärbel (Murmeln) und wurde 1864 von Wilhelm Majores zu einer Wollspinnerei umgerüstet. 1926 brannte das stattliche Gebäude ab - damals Besitz der Familie Kühnlenz - wurde wieder aufgebaut und beherbergt heute die Wäscherei Hertlein.

59. Im Jahre 1873 erhielt der Galgenberg ein Sedansdenkmal, der kahle Hügel- nunmehr 'Siegeshöhe' - wurde mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Damen und Herren in sonntäglicher Kleidung umwandeln den Platz, der auf unserer Schützentafel abgebildet ist, mit der Aussicht auf das noch unbebaute Gelände am Bahnhof und auf die Brauerei 'Bergschlößchen' am Eichholz. In den fünfziger Jahren unseres Jahrhunderts zerstörte der Blitz den oberen Teil des Ehrenmals, das danach zu einem Mahnmal für den Frieden urngestaltet wurde.

60. In etwas naiver und unbeholfener Weise versuchte der unbekannte Maler der Schützentafel von 1877 die abendliche Dämmerstimmung beim Heimzug der Schützen darzustellen, erleuchtet vom 'Siegesfeuer' auf dem Galgenberg und von den Lichtern des Fackelzuges. Ganz hinten, am Rand des Steinweges, der späteren Georgstraße, lugt der Gasthof 'Zum Erbprinz' ins Bild, während im Vordergrund der Gasthof 'Grüner Baum', Scheunen und ein Fachwerkhaus die Straße säumen.

61. Der Dammweg war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als direkter Zufahrtsweg von der Stadt zum Bahnhof angelegt und mit Alleebäumen bepflanzt worden. Zur Zeit der Aufnahme konnte man von hier aus noch frei auf die Stadt mit Kirche und Schloß blieken.

LEBKUOHEN- & ZUOKERW AAREN-FABRIK

62. Um 1890 gründete der Konditor Friedrich Wagner, der 'Zucker-Wagner', in der damals neu angelegten Bahnhofstraße gegenüber dem Gasthof 'Zum Erbprinzen' - später 'Schaumberger Hof' - ein Geschäftshaus. Im Eisfelder Adreßbuch 1906 wird es als 'Süßwarenfabrik' bezeichnet, nunmehr Georgstraße 111a. Das stilisierte Firmenschild mit der Eisenbahn im Hintergrund zeigt das Haus inmitten eines weitläufigen Grundstücks. 1937 wurde es Besitz der Firma 'Original Bruhn' - Verwaltungsgebäude - und von 1953 bis 1989 des VEB Carl Zeiß JENA, Betrieb Eisfeld.

63. Noch ist die Bahnhofstraße ungepflastert, aber auf der rechten Seite in Richtung Bahnhof dicht bebaut und mit einem Bürgersteig versehen. Rechts im Vordergrund erhebt sich das Café Buchhold, in den zwanziger Jahren ein beliebtes Tanzcafé mit Eisverkauf.

64. Die Restauration 'Zur Spitze' war 1894 vom ehemaligen Schützenhofwirt Peter Bartenstein in der damals noch ungepflasterten Bahnhofstraße errichtet worden, ausgestattet mit vier Fremdenzimmern für müde Reisende. Die Nähe des Bahnhofes und der Kleinbahn nach Unterneubrunn - von den Wäldlern als 'Gründerla' bezeichnet - und die Nachbarschaft der Porzellanfabrik und anderer Betriebe sorgten für durstige Kundschaft. Mit dem Gaststättenbetrieb verbunden war seit 1901 das 'Rollfuhrunternehmen und die Spedition Adolf Bartenstein' , die zunächst mit Pferdefuhrwerken den Gütertransport ab Bahnhof Eisfeld besorgte.

65. Die Aufnahme vom Bahnhof Eisfeld ist hier aus der rückseitigen Perspektive, von der Gleisseite her zwischen Gleis 3 und 4 um 1900 gemacht worden, aus südlicher Richtung. Gleisbauarbeiter und das Bahnhofspersonal, unter ihnen der Bahnhofswirt Ullrich, haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, im Bild verewigt zu werden.

EISFELD a. d. W.

Friedhofspark

66. Nachdem 1873 an der Schalkauer Straße ein neuer städtischer Friedhof angelegt worden war, wurde der alte Gottesacker, der seit 1542 als Begräbnisplatz gedient hatte, in eine öffentliche Parkanlage umgestaltet. Unser Foto, aufgenommen von Max Beerbaum, zeigt den Haupteingang zum 'Alten Friedhof' an der Coburger Straße.

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