Elbenberg in alten Ansichten

Elbenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Volker Knöppel und Sylvia Müller
Gemeente
:   Elbenberg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3457-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elbenberg in alten Ansichten'

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29. Zusammen mit seinen musikinteressierten Freunden gründete Dittmar Küllmar Anfang der zwanziger Jahre den Mandolinenklub 'Waldeslust'. Gespielt wurde auf Mandolinen, Geigen und Gitarre. Neben privaten Musikabenden spielten die Musiker auch auf öffentlichen Veranstaltungen, die, wenn sie in Nachbarorten stattfanden, häufig mit Wanderungen dorthin verbunden waren.

Die Aufnahme entstand am 6. Juli 1924 anläßlich eines Sängerfestes in EIben.

Die Musiker sind, von hinten, links: Konrad Herzog, Friedrich EubeI, Adam Fischer, Dittmar Küllmar und Adam Zuschlag.

Vorn: Adam Pflüger, Adam Ritter und Jakob Schotte.

Der Mandolinenklub existierte bis Ende der zwanziger Jahre.

30. Um 1914ließ sich die Familie Knieling vor ihrer Mühle fotografieren. Von links nach rechts: Wilhelm Knieling, unbekannt, seine Ehefrau Elisabeth, Elisabeth Knieling und Adam Knieling (im Fenster).

Die Dorfmühle oder auch Thüremühle (genannt nach dem letzten Besitzer) war bis 1849 eine buttlarische Lehensmühle. Seit 1557 wurde sie in einem Salbuch des Hospitals Merxhausen geführt und ist auf einer Gemarkungskarte von Elben aus 1699 als einzige Mühle des Ortes eingezeichnet. In 1807 wurde sie wegen Baufälligkeit abgebrochen und noch im selben Jahr von Johannes Heinrich Wilhelm Schmalz und seiner Frau Anna Katharina neu aufgebaut. Durch einen Ablösungsvertrag mit der Familie von Buttlar vom 24. Juni 1849 wurde die Mühle von dem Müller Conrad Schmalz zu Elben erworben. Die aus einem 01- und Schneidegang bestehende Mühle ging 1870 in den Besitz von Adam Knieling über, der die Mühle umbaute und nur noch mit einem Mühlrad betrieb.

Neben dem bis etwa 1960 gutgehenden Mühlenbetrieb unterhielt die Familie Knieling eine Dreschmaschine (bis 1910) und eine Kreissäge (bis kurz nach 1945). In 1970 wurde der inzwischen stark zurückgegangene Mühlenbetrieb durch die in 1933 eingeheiratete Familie Thüre aufgegeben.

Heute ist die Mühle unbewohnt und dem Verfall preisgegeben, auch das Wasserrecht besteht nicht mehr.

31. Zur technischen Anlage der Thüremühle ist zu sagen, daß das Mühlrad aus Holz bestand und eiserne Schaufeln besaß. Dieses Mühlrad, auf der Aufnahme zu sehen, war 3,8 Meter hoch und 1 Meter breit. Über eine Holzwelle, die 5 Meter in den Keller hineinführte, wurde ein Stirnradgetriebe angetrieben. In 1950 wurde eine 8,8 PS starke Turbine eingebaut, die über Transmission die beiden Walzenstühle betrieb und gleichzeitig Strom erzeugte.

Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1949 und zeigt von links nach rechts: Wilhelm Thüre mit seiner Frau Elisabeth (geborene Knieling), Konrad Thüre, Katharina Gissel, Wilfried Thüre und vorn Horst Gissel.

32. Die im Sägewerk der Hardtmühle Ende der zwanziger Jahre entstandene Aufnahme zeigt links den Sägewerkpächter Wilhelm Meyer und seine Frau Elisabeth, rechts Dora Schäfer und Wilhelm Schäfer. Die auf der Abbildung zu sehende Holzsäge mit dem waagerechten Gatter wurde von Transmissionsriemen angetrieben, die mit dem Mühlenrad verbunden waren.

Die buttlarische Lehensmühle wurde 1715 von Papiermachermeister J ohann Michael Scheuermann erbaut. Ehemals Papiermühle, zeitweise auch Tuchfabrik, bereitete man in 1851 die Errichtung eines Brauereibetriebes vor. In 1852 erteilte die Kurfürstliche Regierung in Kassel für fünfzehn Jahre eine Konzession zum Malzschroten und Gerstenschälen. Noch im selben Jahr wurde ein Braumeister aus München angestellt. Zur Lagerung des buttlarischen Bieres, das bis in den Kasseler Raum verkauft wurde, sprengte man 1852 den Felsenkeller in den Hardtkopf. Durch das Aufkommen der Biermonopole ging der Brauereibetrieb ein, weitergeführt wurde nur noch der Holzschneidegang der Mühle. In 1867 besaß sie noch zwei Mühlräder. Später wurde der Sägewerkbetrieb nur noch mit einem Mühlrad betrieben.

Ab 1909 spielte die Hardtmühle eine wichtige Rolle bei der Wasserversorgung von Elberberg. An die zunächst von den von Buttlars für sich allein gelegten Wasserleitung schloß sich in 1912 die Gemeinde EIberberg an. Das Wasser der in den Elbewiesen neben der Hardtmühle gefaßten Quelle wurde durch die Wasserkraft des Mühlrades in das Bassin am Hardtkopf gepumpt. 1934 konnte die Pumpanlage der Hardtmühle eingestellt werden, da von den neu gefaßten Quellen im Alten Wald das Wasser durch natürlichen Druck bis in das Bassin am Hardtkopf lief.

Das mit Wasserkraft betriebene Sägewerk in der Hardtmühle war bis in die sechziger Jahre in Betrieb. Letzter Pächter des Sägewerkes war Gustav Ludwig aus EIben. Heute wird die Hardtmühle als Hotelbetrieb geführt.

33. Die Schlagmühle wurde kurz nach ihrer Errichtung von der Familie von Buttlar in 1727 an den Schwager des Dorfmüllers, Jakob Bruckhäuser, verlehnt. 1778 ging die Schneide- und Schlagmühle in den Besitz von Heinrich Schmalz, in 1793 in den Besitz von Balthasar Schmalz über. 1857 besaß die Mühle einen Weizenund Korngang, sowie eine Reinigungsmühle und gehörte einem Konrad Schmalz. Um 1898 brannte das Mühlengebäude ab.

Der auf der Aufnahme um 1930 zu sehende Backsteinbau wurde in 1900 errichtet. Anstelle des Mühlrades baute man 1934 eine heute noch verhandene Turbine mit 3,7 PS ein. Die Mahleinrichtungen wurden 1958 entfernt, das Wasserrecht am 1 150 Metern langen Mühlgraben gelöscht.

Die Personen auf der Aufnahme sind die Mühlenbesitzer Marie und Friedrich Schmalz (unten) und ein Freund aus Westfalen.

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