Eltville in alten Ansichten

Eltville in alten Ansichten

Auteur
:   Harry E. Häusser
Gemeente
:   Eltville
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1187-4
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eltville in alten Ansichten'

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7. Rheinufer bei der Schiffsanlegestelle. Das Haus 'Zu den Drei Kreuzen', östlich des Hauses 'Zur Rose', wurde im Kataster von 1773 als Gasthaus aufgeflihrt. 1875 wurde es nach den Plänen des Architekten Kahm umgebaut. Es erhielt zwei Zwerggiebel an der Südfassade und einen Erker an der Südwestecke, gekrönt von einer Zwiebelkuppel. Das Haus wurde damals von Frau von Clausbruck und Frau Justizrätin Bremmé bewohnt. 1888 mußte das schön gegliederte Gebäude dem Neubau des Georg Müller weichen.

8. Segelschiff vor der Eltviller Aue. Noch Ende des 19. Jahrhunderts gab es Lastsegelschiffe auf dem Rhein. In jüngerer Zeit wechselte die Eltviller Aue öfter den Besitzer. Von 1831 bis 1851 war sie im Besitz der Freiherren Langwerth von Simrnern, 1912 wurde sle von Graf Adalbert Franken von Sierstorpff erworben. Graf Adalbert war seit 1912 mit Freifrau Bertha von Stumm, geschiedener von Lucius, verrnählt. Das kinderlos gestorbene Paar hinterließ die Insel der Tochter der Gräfin aus erster Ehe, Frau von Lucius, Die Villa im Bild stand auf der Eltviller Aue bis 1912. In diesem Jahr wurde nach den Plänen des in Eltville geborenen Architekten Wilhelm Kreis das jetzige Schloß Sierstorpff errichtet. Nach dem bedeutenden Architekten wurde später eine Eltviller Straße benannt.

9. Raddampfer an der Schiffsanlegestelle. Die 'Ernst Moritz Arndt' hat Kurs stromauf. Das Foto entstand, bevor der uns geläufige Neubau der Köln-Düsseldorfer Schiffahrtsgesellschaft errichtet wurde. Als Schwimmkörper der Landebrücke dient hier noch ein hölzerner Leichter, Die regelmäßige Dampfschiffahrt zwischen Mainz und Köln wurde 1826 aufgenommen. 1830 wurde das Binger Loch durch die Preußische Strombauverwaltung für alle Wasserstände schiffbar gemacht. Noch heute ist die Eröffnungsfahrt der Personenschiffe, alljährlich am Gründonnerstag, ein Ereignis für die belebteren und lebendigeren Anlegestellen. Die Agenturgebäude sind beflaggt, die anlegenden Schiffe werden mit Böllerschüssen begrüßt,

10. Schwimmkran auf dem Rhein. Dieser Schwimmkran war etwas oberhalb des heutigen Schwimmbades auf dem Rhein verankert. Er diente zum Verladen von Baustoffen, Kies und Sand. Eigentümer war die Baustoffhandlung Georg Karl Müller, später wurde er an die Sand- und Kiesbaggerei Koppenhöfer verpachtet. Der Lagerplatz ist lange aufgegeben, Reste der Kaimauer sind noch vorhanden. Die Aufnahme entstand etwa 1928.

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11. Bliek über die Altstadt J. Der Bliek schweift vom Turm der Stadtpfarrkirche nach Norden. Am linken Bildrand orientieren wir uns am hellen Zwerggiebel des Hauses Rheingauer Straße 22, früher genannt 'Zum Rebstock'. In der Bildmitte die 1975 abgebrochene Gutenberg-Schule, davor das Türmchen des Spritzenhauses hinter dem Alten Rathaus Rheingauer Straße. Rechts davor das Alte Zollhaus, Rheingauer Straße 29, ein schlichter, würdiger Steinbau, im 16. Jahrhundert für das Mainzer Domkapitel errichtet. Rechts am Bildrand die Gebäude des Hofes Bechtermünz. Verwandte Joharm Gutenbergs betrioben hier eine der ersten Druckwerkstätten Europas. Darüber das 1972 abgebrochene Gebäude der Malzfabrik.

12. Bliek über die Altstadt l/. Der Bliek geht nach Nordwesten. Am linken Bildrand die Villa Seidel, bewohnt vom Pachter der StadthalIe, dahinter die prächtigen Bäume des Marixgartens. Unten in der Bildmitte der Markt mit dem markanten Giebel des Hauses von Mathias Wunsch, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts. Sein Schwiegersohn Jakob Burg gründete ein Speditionsunternehmen. Das scheinbar hell eingefaßte Dach links daneben gehört zum Haus Rau in der Grabengasse. Dahinter mit dem Schildgiebel zur Grabengasse das 'Gerneine Badhaus', heute Glaserei Schmitt. Links neben dem klassizistischen Giebel des Hauses 'Zum Rebstock', Rheingauer Straße 22, das Haus des Buchhändlers Schott, der 1856 aus Amsterdam in Eltville zuwanderte.

13. Bliek vom Sonnenberg. Die Schornsteine links am Bildrand gehörten zum Kohlenkraftwerk, das auf dem Gelände der heutigen Rheingauer Elektrizitätswerke bis 1926 betrieben wurde. Die Kamine wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen. Daneben läßt sich das Gebäude der ehemaligen Malzfabrik östlich des Bahnhofs erkennen. Ihr Besitzer Kels verkaufte sie 1951 an OHo Binding. 1972 wurde sie von der Stadt erworben und abgebrochen. Das Bild ist etwa vom Standort der 'Regina' am Engerweg aufgenommen. Die dort erhaltene Marienstatue wurde 1767 von der gräflichen Familie Eltz gestiftet zum Dank für Frieden nach sieben Jahren Krieg. Hier fleht die Kirchengemeinde in BiHprozessionen himmlischen Segen auf die hingebreiteten Rebfluren herab.

14. Sebastiansturm und Leerstraße. Der Sebastiansturm war Eckpunkt der rnittelalterlichen Stadtbefestigung. Diese wurde 1688 geschleift und seit 1820 auf Abbruch verkauft. Die Leuchtschrift der Sektkellerei Matheus Müller befand sich auf dem Turm bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges, dann mußte sie einer FlakstelJung weichen. Auf unserem Bild ist der Turm noch von den 'Fischerhäuschen' umgeben. Über die Zäune davor ist Wäsche zum Trocknen gebreitet. Das altehrwürdige Gasthaus 'Krone' führt auf dem Foto den Namen 'Restaurant Rheinblick', Das Bild könnte vor 1914 entstanden sein. Der dunkle Giebel rechts neben dem Sebastiansturm gehört zum Wohnhaus des Glockengieisers Ewald Schott. Dessen Glockengießerei befand sich bis Anfang des 19. Jahrhunderts wahrscheinlich im Burgzwinger.

15. Sebastiansturm und Gasthaus 'Krone'. Der Sebastiansturm ist völlig von Efeu überwachsen. Das Gasthaus 'Krone' führt jetzt den Beinamen 'Künstlerklause'. 1914 hatte es Kar! Gerhardt übernommen. Der akademische Kunstmaler, mit 22 Jahren Meisterschüler der Kunstakademie Berlin, war daneben ein begabter Sänger. Er hatte acht Jahre in den USA gelebt. Seine Liebe für den Kochherd und feine Speisen und seine Geselligkeit machten die 'Krone' zu einem Anziehungspunkt des Städtchens. 1939 wurde Tochter Gretel Gerhardt seine Nachfolgerin. Das Fachwerk der 'Krone' wurde 1937 freigelegt das Bild entstand also früher. Am linken Bildrand sehen wir das Geländer eines Wirtsgartens. Er befand sich unter den Platanen vor dem Gasthaus 'Zum Vaterland', das ein Herr Klein in dem Erdgeschoß des Hauses Bernhard Müller eingerichtet hatte.

16. Kriegerdenkmal am Rhein. Das Kriegerdenkmal am Rhein erinnert an den deutsch-französischen Krieg 1870/71. Es entstand 1882 im Geschmack der Zeit in guter Qualität. An jenem Krieg nahmen 100 Eltviller Bürger teil. Drei von ihnen kehrten nicht zurück. Seit 1966 heißt dieser schönste Teil des Eltviller Rheinufers nach der in jenem Jahr gegründeten Städtepartnerschaft mit einem französischen Städtchen in der Touraine 'Platz von Montrichard'. Deutsch-französische Freundschaft löste die einstige Erbfeindschaft ab.

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