Eltville in alten Ansichten

Eltville in alten Ansichten

Auteur
:   Harry E. Häusser
Gemeente
:   Eltville
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1187-4
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eltville in alten Ansichten'

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17. Martinstor. Dieses Tor blieb als einziges von vier mittelalterlichen Stadttoren erhalten. Der Bau der Stadtbefestigung, deren Südtor das Martinstor war, hatte 1332 begonnen. Rechts von dem Balkon zeigt das Tor das Wappen des Erzbischofs Heinrich von Virneburg, der 1353 starb. Damit haben wir einen sicheren Hinweis auf die Entstehungszeit des Tores. Der Turm wurde 1753 von einem Grafen Eltz erworben. Die Stadtgemeinde war zunächst nicht bereit gewesen, das Gebäude zu verkaufen. Sie erhielt jedoch von der kurfürstlichen Regierung die Auflage, ein neues Gefängnis einzurichten, der sie aber nicht nachkommen konnte, da kein Geld im Stadtsäckel war. Graf Eltz errichtete im Tausch gegen den Martinsturm beim Sülztor ein neues Gefängnis, den heutigen Stadtturm.

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18. Das ehemals Bickensche Palais, erbaut 1577·1608, bildet das Hauptgebäude von Schloß Eltz. Es wurde 1905 nach Norden zu erweitert, die Ergänzung ist architektonisch sehr gelungen. Unter der Pergola links neben der Tür eine schattige Sitzecke mit bequemen Korbmöbeln im Stil der Zeit. Die Pergola wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen. Schöne alte Platanen grenzen den Innenhof nach Süden ab. Ihr Schatten ist in den heißen Rheingauer Sommern willkommen.

19. Haus 'Zur Rose'. Das Haus 'Zur Rose' wurde 1739 für eine Familie Senz erbaut. Wie das benachbarte Haus 'Zu den Drei Kreuzen' ist es im Kataster von 1773 als Gasthaus genannt, es war die Nobelherberge des Städtchens. Zu den Gästen zählte Johann Wolfgang Goethe; er nächtigte hier am 17.-18. August 1814. Im Besitz der Senz blieb das Haus bis 1836. Dann erwarb es Friedrich Franz Müller, ein Sohn von Matheus Müller der Ältere. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb der Arzt DI. Welty das Haus.

20. Saal im Haus 'Zur Rose'. Im Obergeschoß des Gasthauses 'Zur Rose' schmückte Daniel Schenk 1739 den festlichen Speisesaal mit Malereien und Stukkaturen. Das Deckengemälde zeigt Christus mit zwei Jüngern beim Mahl in Emmaus. Mit elegantem Stuckdekor der gleichen Art - 'Bandelwerk' schmückte Daniel Schenk auch das Mönchsrefektorium im Kloster Eberbach. Die Erdgeschoßräume im Haus 'Zur Rose' wurden mit reicher Holztäfelung von der Mainzer Schreinerwerkstätte Bembé ausgestattet.

21. Villa des Georg Müller. Diese auf Wirkung berechnete Villa entstand 1888, das architektonisch reizvolle Haus 'Zu den Drei Kreuzen' mußte dem Neubau weichen. Die Architektur des Neubaus bedient sich des Formenkanons der Renaissance. Sie entsprach dem Zeitgeschrnack, paßt sich indessen nicht den historisch gewachsenen Nachbarhäusern, wie der ausgewogenen Front des Hauses 'Zur Rose ', an. Der Bauherr Georg Müller genoß einen Ruf als Kunstsammler. Er war Sohn des Friedrich Franz und Enkel von Matheus Müller der Ältere. Er starb als letzter dieses Familienzweiges 1919. Die phantasievolle Laterne und Dachaufsätze auf den Lukarnen der Villa verschwanden nach dem Zweiten Weltkrieg.

22. Chor und Turm der Stadtpfarrkirche. Der Chor ist der älteste Teil der Stadtpfarrkirche St. Peter und Pau!. Er wurde zu Lebzeiten des Erzbischofs Gerlach von Nassau Mitte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt. Der Turm folgte erst Anfang des 15. Jahrhunderts. Er war Eigentum der Zivilgemeinde, im Erdgeschoß war er ursprünglich offen und diente wohl als GerichtshalIe, Die dort als Normalmaß eingemauerte Elle erinnert an seine damalige Nutzung. 1686 wurde der ursprünglich gotische Turmhelm durch Blitzschlag zerstört. Er wurde durch eine schwungvolle barocke Haube ersetzt. Um diese Haube finanzieren zu körmen, verkaufte die Stadt das Gemeindebackhaus. Der Fachwerkgiebel des Gebäudes rechts im Bild gehort zum Baubestand der Frühmesserei.

23. Chor der Pfarrkirche im Jahre 1869. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war der Chor der Kirche renoviert worden. Die Wappen um den Triumphbogen sind von links: Nassau-Dietz, Katzenellenbogen, NassauSaarbrücken, Sachsen (Askanisches Haus), Mainzer Erzbischof aus dem Hause Nassau, Nassau-Vianden, Zollern, Nassau-Wiesbaden und Westerburg. Bei der Renovierung waren Wandmalereien freigelegt worden, so als diese hier um den Triumphbogen. 1869 entschloß man sich, den vorhandenen barocken Hochaltar zu entfernen. Einige Statuen der verschwundenen Barockeinrichtung sind jetzt isoliert in der Kirche aufgestellt. Bei dem belgischen Künstler Blanchard wurde ein neugotischer Schnitzaltar bestellt. Dieser neue Altar wurde verspätet ausgeliefert, inzwischen war der Barockaltar bereits abgebrochen worden. Als Notlösung wurde der abgebildete Altar wenige Monate genutzt.

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24. Hoftor zur Frühmesserei. Über dern Tor Inschrifttafel und Büste Gutenbergs von 1885. Beide weisen auf die damals hier vermutete Druckwerkstatt der Bechtermünz hin. Hierzu schrieb Hermann Goebel in der 'Eltviller Zeitung' vom 13. Juli 1935: Zur Ehre der Wahrheit und zur Vermeidung weiterer Irreführungen der Besucher Eltvilles wäre die Entfernung der Inschrifttafel an der Frühmesserei und deren Anbringung am Koglerschen Hause als Stätte historisch und literarisch bedeutsamer wirksamkeit des Frtihdrucks dringendes Gebot. Die verwitterte Büste wurde nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich entfernt - und weggeworfen. Gärtnermeister Müller rettete sie und ließ sie auf eigene Kosten restaurieren. Sie schmückt heute seinen Laden. Die Inschrifttafel wurde ebenfalls entfernt, aber rechts neben dem Hoftor wieder eingemauert: Ein bemerkenswerter Fall von Denkmalpflege.

25. Rekonstruktion der Kurfürstlichen Burg Eltville. Diese Rekonstruktionszcichnung der kurfürstlichen Burg von P. Eichholz entstand 1902. Sie zeigt den verrnutlichen Zustand der Burg der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz in Eltville nach ihrer Vollendung. Der Baubeginn kann 1329 angenommen werden. Der Palas, das Hauptgebäude der Burg und an der Südseite mit Front zum Rhein gelegen, wurde im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Geschützen zerstört. Der Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert blieb unzerstört. Der heutige Ostflügel entstand 1682. Das heute vorhandene Rheintor zum Burggraben wurde erst im 20. Jahrhundert angelegt. Die Burg hatte ursprünglich zwei Zugänge: im Norden zur Stadt mit Zugbrücke und einen zweiten im Osten.

26. Ostansicht der Kurfurstlichen Burg. Der Ostflügel der Burg wurde 1682 erbaut. An der Stelle des vcrspringenden Bauteils zwischen Ostflügel und Wohnturm befand sich der mittelalterliche Torbau. Dieses Tor ist heute vermauert. 1936 kam die Kurfürstliche Burg, bis dahin Besitz des preußischen Staates und Sitz der Forstverwaltung und dem Besucher verschlossen, in den Besitz der Stadt Eltville. Sic wurde gegen Wald aus dem Besitz der Stadt eingetauscht, Im Sommer 1938 wurde sie dem Fremdenverkehr geöffnet. 1937 wurde der Eltviller 'Burgverein' gegründet. Er machte sich zur Aufgabe, die Burg zu erhalten und nutzbar zu machen und eine dem Andenken des Meisters Johann Gutenberg gewidmete, wurdige Gedéchtnisstätte., zu schaffen. So beschreibt es Oberlehrer Josef Schrnidt, einer der Vereinsgründer.

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