Eltville in alten Ansichten

Eltville in alten Ansichten

Auteur
:   Harry E. Häusser
Gemeente
:   Eltville
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1187-4
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eltville in alten Ansichten'

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27. Burggraben. Diesen Bliek auf die Burg hat man aus dem ehemaligen 'Amtsgarten' im Westen der Anlage. Der Burggraben war mit Bäumen und Büschen bestanden. Die Treppe zum Burggraben und das Rheintor wurden erst nach dem Erwerb der Burg durch die Stadt angelegt. 1938 setzte man im Burggraben ein Rehpärchen aus. Der 'Sechserbock und die Geiß' wurden von einer Tierhandlung aus Ulm geliefert. Die beiden Tiere kosteten zusammen 140 Reichsmark. Noch im Juni 1938 ist die Rehgeiß verendet, vermutlich an einer Darmkrankheit. Rechts am Bildrand der Wehrgang über der rheinseitigen Wehrmauer. Ähnlich sah auch der Wehrgang über der Stadtmauer aus (die Lauben), der 1688 geschleift wurde.

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28. Grafenkammer in der Kurfûrstlichen Burg. Neben dem Quartier des Erzbischofs im zerstörten Palas war dieser Raum wohl der vornehrnste der Burg. Der Name ist uns in einern Hausratsverzeichnis von 1465 überkommen. Demnach dürfte er damals Wohnung des erzbischöfhchen Koadjutors, des Grafen Heinrich von Württemberg, gewesen sein. Der saalartige Wohnraum hat noch sein mittelalterliches Dekor. Wie bei den Räumen der übrigen drei Stockwerke des Turrns ist er durch tiefe Fensremisehen gegliedert. Bis 1938 war die Burg Sitz der Forstverwaltung. Als letzter Forstmeister wohnte und arbeitete in der Burg Alfons Milani. Er machte sich um die Erforschung der Geschichte der Kurfürstlichen Burg verdient.

29. Türme der Stadt vom Leinpfad. Zwei alte Männer genießen den Bliek auf den Rhein. Der Leinpfad ist ein bevorzugter Spazierweg der Eltviller. An einem Giebellesen wir den Namen Jean Iffland. Er war zur Zeit der Aufnahme Besitzer der 'Burg Crass', deren Hauptgebäude hier durch Bäume verdeckt ist. Die 'Burg Crass' ist wohl der älteste der erhaltenen Edelhöfe der Stadt und hatte eine wechselvolle Geschichte. Im 19. Jahrhundert wurde das Haus vom darnaligen Besitzer, dem Grafen Grunne de Hemricourt - er war holländischer Gesandter - im neugotischen Stil umgebaut. Dabei erhielt der Treppenturm seinen Zinnenkranz in Windsorgotik, Spätere Besitzer waren Familie Crass, deren Namen das Anwesen schließlich behielt, und Jean Iffland. Dieser betrieb hier Weinstube, Weinbau und Weinhandel. Seine Witwe hinterließ das Anwesen der Stadt Eltville.

30. Bootshaus des Rudervereins Eltville. Vor dem jetzigen Tor zum Zwinger der Kurfürstlichen Burg hatte der Ruderverein Eltville sein Bootshaus. Der Verein war 1919 gegründet worden. Es war ein gastfreundlicher Verein: Auf einem Schild am Bootshaus informierte er: 'Ruderer Achtung! Wegen Unterbringung wird Auskunft erteilt im Clublokal Weinhaus Eintracht, Gutenbergstrasse 14, 3 Minuten zu Fuss.' Das Weinhaus 'Eintracht' von Willy und Kläre Scharhag war ein sehr geschätztes Lokal. An seinem Stammtisch soll es nicht nur sonntags hoch hergegangen sein.

31. Gelbes Haus und Burgplatz. Ein verträumter Winkel in der Altstadt. Wie eine Anzahl weiterer Häuser wurde das Gelbe Haus auf der 1688 geschleiften Stadtmauer errichtet. Die Stadtmauer und ein nach innen offener Schalenturm bilden seine östliche Außenwand. Das Haus ist Teil des Langwerth von Simmernschen Besitzes. In jüngster Zeit wurde es, ebenso wie die unmittelbar benachbarten Fachwerkhäuser, mit großem Aufwand umfassend saniert. Ein neu eingerichteter Gutsausschank wurde rasch zu einem Anziehungspunkt.

32. Kaplanshaus in der Burgstraße. In diesem Fachwerkhäuschen in der Burgstraße - auch heute ein Schmuckstück der Altstadt - wohnten einst die Kapläne des Michaelsaltars in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul. Erbaut wurde es im '17. Jahrhundert. In jüngerer Zeit war es im Besitz einer Familie Weidmann, der Schwiegereltern des Jean Iffland, und schließlich des DI. Kiel. 1965 wurde es umfassend restauriert und umgebaut. Bei dieser Gelegenheit erhielt es seinen runden Treppenturm im Westen, im Süden wurde ein kleines Gärtchen von der Straße abgeteilt und ummauert.

33. Stadtturm. Der Stadtturm an der Rheingauer Straße, früher Hauptstraße, gehörte ehemals zum Sülztor, dem östlichen Haupttor der Stadt. 1735 ließ Graf Eltz in diesem Turm ein Stadtgefängnis einrichten, seine Gegenleistung für den Erwerb des Martinsturms. Die Dekoration des Stadtturms stammt wohl aus dem 19. Jahrhundert. 1m obersten Stockwerk hatte der Gefängniswärter, nach 1915 der Feldhüter seine Dienstwonnung. Er ist in dem rechten, geöffneten Fenster zu sehen. In den früheren Arrestzellen richtete man später ein Obdachlosenasyl ein. Landstreicher auf dem Durchzug wurde hier untergebracht. Das Foto entstand vom Turmgäßchen aus.

34. Freihaus in der Burghofstraße. Nach dem erhaltenen Zinsregister der Eltviller Liebfrauen-Bruderschaft war ein hier gelegener Hof 1480 Besitz eines Friele Gensfleisch. Die Gensfleisch gehörten zu den alten Mainzer Geschlechtern. In Eltville hatte diese Familie seit 1434 Besitz. Aus ihr ging der Erfinder des Buchdrucks, Joharm Gutenberg, hervor; der oben genannte Friele Gensfleisch war sein Bruder. Das heutige Freihaus wurde, nach einer Jahreszahl am Eckpfosten des Obergeschosses, wohl 1681 erbaut, etwa gleichzeitig mit dem Ostflügel der Kurfürstlichen Burg. 1877 wurde das Haus von Freifrau Isabella Langwerth von Simmem erworben, die darin ein Altersheim einrichtete. Sein Keller wurde später unter der Burghofstraße hindurch mit dem Langwerthschen Weinkeller verbunden.

35. Stockheimer Hof Der Stockheimer Hof irn heutigen Hof Langwerth von Simmem wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts von einer Familie von Stockheim erbaut. Er zählt daruit zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt. 1711 kam er in den Besitz der Freiherren Langwerth von Simmem. Caroline Henriette Langwerth von Simmern, Mutter des Freiherrn vom Stein, ist in diesem alten Edelhof geboren. Rechts das Kelterhaus, im Hintergrund das Walmdach des 'Freihauses'.

36. Brunnen in einem Eltviller Edelhof Der schöne barocke Ziehbrunnen im Hof Langwerth von Simmern entstand 1724; 1902 wurde er renoviert. Der auf dem Querbalken sitzende Löwe hält das Wappenschild mit Lilie und Turnierkragen. Ein Brunnen im Hof der Kurfürstlichen Burg hat ähnliche Form, nach dem Vorbild beider wurde später der Ratsbrunnen vor dem Alten Rathaus in der Rheingauer Straße errichtet. Hinter dem Brunnen das Rentmeisterhaus. Unter dem Park des Hofes Langwerth dehnt sich der Weinkeller; zugänglich ist er vom Stockheimer Hof.

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